Einschlafbegleitung durch Papa

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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soda
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von soda »

Tweety2606 hat geschrieben: Was ist denn eigentlich besser: wenn ich mich vom Kleinen verabschiede, oder einfach so gehe, ohne dass er es nicht merkt bzw. wenn er schläft?
Hallo!
Als ich zur RüBi bin, hab ich die Maus immer versucht, vorher einschlafzustillen. Das war dann praktisch Verabschiedung genug.
Wenn sie aber nicht müde genug war oder beim Ablegen wach wurde, ich aber WEG musste, hab ich ihr gute Nacht und auf wiedersehen gesagt. Dass sie schön träumen soll usw.
Mein Mann hat sie dann entweder im Bett gelassen um zu warten, ob sie einschläft, oder wenn dem nicht so war dann hat er sie auf dem Arm getragen und gesungen (Endlosschleife eines einzigen Liedes).

Das hat gut geklappt.

Verabschieden würde ich persönlich mich immer. Schon für mich selbst....
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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

Danke, das entspricht auch meinem Gefühl, ich verabschiede mich lieber von ihm (und meinem Mann ;-))
Wir haben hier wohl gerade ne schlechte Zeit ausgesucht, um das Alleinsein mit Papa zu "üben". Die letzten Tage ist sofort Geschrei, wenn ich nicht in Sichtweite bin. Nicht mal aufs Klo geht, selbst wenn er total glücklich alleine spielt. Sobald er merkt, dass er mich nicht sieht, ist fertig.
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soda
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von soda »

Ja hm. Einerseits freut man sich ja, dass die Babies einen anscheinend auch irgendwie liebhaben, aber SOOOO!??? :shock:

Ist hier auch so seit ner Woche. Ich hab heute die Küche aufgeräumt. Die Maus hat sich zwar dazu durchgerungen, im Laufstall zu liegen; der musste aber MITTEN in der Küche stehen. Also zwischen Spüle und Tisch. Etwas weiter ab vom Hauptarbeitsfeld war nicht drin. Und dann hat sie aber nie zu mir geschaut. Null. Nur mit ihren Füßen und einem Quietschtier gespielt. Hab mich dann gebückt, um was aufzuwischen. Da hat sie vielleicht aufgejault! Ich war so ca. 8 Sekunden außerhalb ihres Sichtfelds.

Ihr Papa ist aber trotzdem akzeptabel. Außer wenn sie halt Milch will.
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Sabinsche
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Sabinsche »

Hi Tweety,

Ich wollte auch wieder trainieren. Zeiten waren ähnlich - Fahrtweg war nen bissl kürzer.
Die Maus war noch kleiner - hab schon mit 8/9? Wochen wieder angefangen. Sie wird wenn ich da bin auch ausschließlich einschlafgestillt.

Mein Mann war allerdings zuversichtlicher und Probeläufe haben wir (zum Glück? ) auch keine gemacht.
Bei uns war es aber die ersten Male das Gleiche. Häufig bin ich heimgekommen und entweder war die kleine noch/wieder wach oder mein Mann total erledigt oder sie hat bei meinem Mann in der TH geschlafen.

Was denke ich gut geholfen hat ist, dass immer MuMi daheim war, die sie abundan genommen hat. Und die TH, in der sie immer gerne war und in der Mann mein Spaziergänge unternommen hat wenn sie ganz unruhig wurde.
Ich würde sagen so nach 6-7 Wochen (war immer nur 1 Abend pro Woche) wurde es besser. Inzwischen schläft sie bei meinem Mann auch auf dem Arm an der Schulter ein (meistens ;-)).
Einschlafgestillt wird sie immer noch.

Ich würde es an eurer Stelle einfach probieren. Im schlimmsten Fall muss dich Dein Mann anrufen und du dann heimfahren...
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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

Danke, Sabinsche. MuMi ist so ne Sache, abpumpen habe ich zwecks geringer Ausbeute (20-30 ml während Stillen) aufgegeben. Aber wir haben Pre für alle Fälle da (die Fläschchen von Apta*mil).
Tja, was soll ich sagen. Mein Mann hat - sorry für den Ausdruck - keine Eier in der Hose, wenn es darum geht, dass ich länger weg bin. Gut, heute war ein schlechter Tag. Bin kurz alleine einkaufen gefahren, mein Mann klang eigentlich ganz zuversichtlich, obwohl der Krümel schon seit drei Stunden wach war. Im Laden hatte ich kein Netz, aber kaum draußen hatte ich fünf Nachrichten. Der Kleine fing wohl an zu quengeln (laut meinem Mann war nur kurz richtiges Weinen dabei) kaum dass ich weg war. Ich war nur ne dreiviertel Stunde unterwegs. Er hätte probiert, mit ihm zu spielen, zu tragen (auf dem Arm), ins Bettchen gelegt (DAS funktioniert nicht, hätte ich ihm auch so sagen können) und nen Keks angeboten. Der war dann kurz die Rettung. Kaum war ich daheim, war wieder gut, jedenfalls weil die Einkäufe so interessant waren. Naja. Habe vorgeschlagen, dass ich am Wochenende mal für 1 1/2 Stunden weg gehe. Ohne Rückruf. Das bringe ja nix, wenn der Kleine bei ner Stunde schon weint. Aber anders kriegt mein Mann doch nie den Dreh raus. Das versteht er einfach nicht, bei mir ist ja auch als Theater. Nur hab ich halt meine "Techniken", bin ja schließlich den ganzen Tag mit Krümel alleine. Und ansonsten krieg ich Krümel zugeschoben, wenn mein Mann ihn nach ein paar Minuten nicht ruhig kriegt. Ganz ohne Tränen wird es auch nicht gehen, aber wenn ich jedesmal zurückkomme und eingreife, wird das doch nie was, oder? Der Kleine weint ja nicht alleine. Der Papa ist ja da... Aber seine Unsicherheit wird sich auf den Kleinen übertragen... Mein Mann ist auch gleich eingeschnappt, wenn ich sage, dann MUSS es einfach mal klappen, weil ich einfach weg bin.
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Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von FrauMahlzahn »

Hmm, Tweety... so wie es sich hier für mich liest, kommst Du bei Deinem Mann mit Druck nicht weiter. Der hat einfach Manschetten. Verständlich, ich hatte auch Manschetten vor dem ersten Tag alleine mit Baby.

Vielleicht hilft es, dass er mit anderen Vätern redet. Wenn er hört, dass es normal ist, dass man sich erst einfuchsen muss, dass es aber klappt und eine tolle Erfahrung ist auch mal alleine ohne strenge Mamakontrolle mit dem Kind zu sein.
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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

Naja, ich wurde sozusagen ins kalte Wasser geschmissen - nachdem seine acht Wochen Elternzeit rum waren (hatte er ab Geburt), rief er an seinem ersten Arbeitstag an, er müsse am selben Tag noch auf ein Seminar. Für vier Tage.... Während seiner Elternzeit war er zwar auch stundenweise weg, aber nicht den ganzen Tag. Da musste ich auch... Und zu dem Zeitpunkt schlief der Krümel auch immer wieder bei ihm ein.
Hm, andere Väter schön und gut, aber da läuft uns in nächster Zeit keiner über den Weg...

So, immerhin wurde mein Mann gerade Zeuge, wie ich 1 1/2 Stunden versucht hab, ein total müdes Kind ruhig und zum schlafen zu kriegen. Mit Weinen, Zappeln und Turnen. Auch bei mir klappt es nicht immer...
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von soda »

Tweety, mein Mann ist auch immer ganz besonders motiviert, wenn es einfach und leicht ist. Wenn es schwierig wird (zappeln, maulen, jammern) darf auch ich ran, "denn da geht es doch schneller". Finde ich total verständlich und auch gut, weil ich mein Baby ja auch nicht auf die Folter spannen mag.
Aber: Sport ist Sport und wenn du da hin willst, dann willst du da hin.

Mach das einfach! Der Papa soll dem Baby was singen, wie gesagt bei uns hilft Monotonie. Nach ner Weile wird nur noch gesummt und dann nur noch gebrummt. Hilft (bei Papa wohlgemerkt) immer. Aber er braucht auch den Druck.
Bin ich da, hat er irgendwie nicht das nötige Durchhaltevermögen.
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Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von FrauMahlzahn »

Ja, eben Du wurdest ins kalte Wasser geschmissen. Du konntest nicht anders, er kann aber anders. Nämlich Dir das Kind in die Hand drücken. Hätte ich damals die Wahl gehabt, hätte ich auch den leichteren Weg genommen. Hatte ich nicht und Du auch nicht.
Dein Mann braucht irgendeinen Anstoß sich zu trauen ins lauwarme Wasser zu springen. Was hindert ihn? Faulheit? Unsicherheit?
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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

tinababy2013 hat geschrieben:"denn da geht es doch schneller"
Klar, weil wir ja die "Handgriffe" eher drauf haben, weil wir mehr mit den Kindern zusammen sind. Und sicher, der Kleine soll ja nicht unnötig Stress haben. Aber auch der Kleine muss sich ja an die andere Situation erst gewöhnen und merken, dass Papa nicht nur ein toller Spielkamerad ist, sondern auch trösten (und notfalls füttern) kann. Genau den Punkt versteht mein Mann irgendwie nicht.

tinabay, ich werde meinem Mann mal vorschlagen, dass er unsere App mit dem weißen Rauschen wieder auspackt. Hat in der Anfangszeit gut geholfen.
FrauMahlzahn hat geschrieben:Was hindert ihn? Faulheit? Unsicherheit?
Hm, etwas von beidem. Er ist zwar nicht unbedingt der Typ, der immer den leichten Weg sucht, aber gerade abends neigt er doch eher dazu ;) Und klar, Unsicherheit. Sobald der Kleine quengelt, ist bei mir oft Ruhe. Spätestens wenn ich die "Geheimwaffe" Brust zücke. Und die hat er halt nicht. Dabei findet er bestimmt nen anderen Weg.

Was vielleicht auch etwas hinderlich bei quengeldem Kind ist: er wechselt recht schnell zu einem anderen Beruhigungsversuch. Ich versuche, wenigstens 10 - 15 min bei einem zu bleiben (außer der Kleine müsste an der Brust festgenagelt werden, um endlich liegen zu bleiben oder windet sich so auf dem Arm, dass er fast runterfällt) und versuche auch immer wieder neues. Gestern war's der Pezziball. Noch nie gebraucht. Gut, Krümel fand die Idee doof, aber was soll's. Gemeckert hatte er vorher schon.
Ich habe beschlossen, dass ich am Wochenende wieder weg gehe, und nicht beim ersten Piep auf dem Handy wiederkomme. Mal sehen, ob mein Mann deswegen den Haussegen schief hängen lässt :?
Bringt es eigentlich in dem Alter (knapp 6 Monate) noch was, wenn ich ein nach mir riechendes Kleidungsstück da lasse? Oder umgekehrt - wenn ich tagsüber z. B. beim Einschlafstillen was von meinem Mann hätte, damit Krümel Papa wieder mehr mit Schlafen in Verbindung kriegt?
Zu der Zeit, zu der ich ins Training müsste, schläft der Krümel leider nicht immer. Eher selten sogar... Vielleicht früher ins Bett bringen?

Ich danke euch übrigens für eure Vorschläge und Erfahrungen!
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