Hallo,
ich kann Dir auch noch ein bisschen von meinen beiden Kindern erzählen. Die sind jetzt 3 Jahre und 8,5 Monate alt.
Die Große war eine seeeehr schwierige Schläferin und ich habe mir soooo oft Gedanken gemacht und hatte auch oft die Sprüche von SchwieMu oder meiner eigenen Mama (die aber nur um mein Wohl besorgt war und es nie böse meinte) im Kopf, das Kind könne doch "einfach" in der Babyschale weiterschlafen im Zimmer nebenan oder eben im Bett usw....
Bei uns war es also bei der Großen so:
Nachts:
Die ersten 4 Monate blieb sie bei uns im WoZI und schlief beim Stillen in meinem Arm ein. Anfangs ließ sie sich noch ablegen, bald aber nicht mehr, d. h. sie blieb auf meinem Arm, bis ich dann selbst ins Bett gegangen bin, d. h. genau dann, wenn sie wieder wach wurde. Nach 4 Monaten klappte das nicht mehr, sie kam nicht mehr zur Ruhe. Also bin ich von diesem Tag an JEDEN Abend mit ihr ins Bett und zu 95 % auch bei ihr geblieben, weil sie a) sonst nicht geschlafen hätte oder b) ständig wieder aufwachte.
Sie schläft zuverlässig durch, seit sie 18 Monate alt ist. Bei Krankheit wie Schnupfen, Husten o. ä. wacht sie natürlich auch mal auf.
Tagsüber:
Die ersten 11 Monate NUR im TT bzw. TH und ab dem 4. Lebensmonat NUR draußen. D. h ich bin zwei mal pro Tag für 1,5 - 2 Stunden mit ihr draußen spazieren gegangen, bei Wind und Wetter. Wie habe ich den Spruch gehasst "Leg Dich doch tagsüber dazu, wenn die Nächte bei Euch so schlecht sind"....tja, dazu legen geht halt schlecht, wenn man immer laufen, laufen, laufen muss. Und dann war sie auch noch geräuschempfindlich. Also habe ich mir Strecken ausgesucht, die "leise" waren und wehe, es kam ein Müllwagen, Straßenkehrmaschine, Straßenbahn oder ganz schlimm Feuerwehr / Notarzt / Polizei....dann schnell eine Straße vorher abbiegen, hinter einer Mauer verstecken, bis der Lärm vorbei war. Oh man, was war ich erfinderisch...meine SwS-Kilos war ich jedenfalls recht schnell wieder los
Dann hat es hier mal geschüttet wie aus Kübeln und mein Mann hatte keine Lust, mit ihr rauszugehen. Er hat sie dann im dunklen Schlafzimmer in den Schlaf getragen und konnte sie ablegen. Ich hab gestaunt und konnte es nicht glauben. Bei mir hat es dann noch 2 Monate länger gedauert, dann hat es bei mir auch geklappt. Gestillt, dann an der Brust mit ihr ins Schlafzimmer gelaufen, noch ne Weile stillend auf der Bettkante gesessen. Dann aufgestanden, Kind in einer ganz bestimmten Haltung über die rechte Schulter gelegt, immer das gleiche Schlaflied (Guten Abend, gute Nacht) gesungen und wenn sie geschlafen hat, dann ganz vorsichtig mit ihr im Arm ins Bett gelegt und nach ein paar Minuten konnte ich sie sogar auf den Bauch ablegen. Aber bis sie da lag, das war jedes mal ein Act. Ich musste aber bei ihr bleiben während des gesamten Mittagsschlafs, ein Rausschleichversuch meinerseits wurde sofort mit Aufwachen quittiert.
Mit etwa 18 Monaten hat's dann auch ohne Einschlaftragen geklappt und sie ist einfach in meinem Arm beim Erzählen / Singen eingeschlafen. Das war toll und ab da machte es dann auch endlich Spaß. Ich lag neben ihr, hab manchmal noch gelesen oder eben auch geschlafen. Als sie 19 Monate alt war, war ich wieder schwanger und hab diese Mittagsschläfchen bis zum Ende der SwS auch sehr genossen.
Womit wir dann bei Kind Nr. 2 wären
Tagsüber:
Die ersten 6-8 Wochen überall, auch abgelegt, im Tuch, im Stubenwagen, im Bett, völlig egal. Dieses Kind hat überall geschlafen.
Nach 8 Wochen war dann diese schöne Zeit auch vorbei und ab da wollte sie auch nur noch getragen schlafen. Bis heute. Ich habe es einmal geschafft, mich mit ihr ins Bett zu legen bzw. schlief sie dann auch einmal 1 Stunde alleine, aber das war eine Ausnahme und ist nicht wieder vorgekommen, obwohl ich es durchaus schon auch mal versucht habe.
Am besten schläft sie auf meinem Rücken, wenn ich auf dem Pezziball wippe oder in der Wohnung umher laufe. Allzu viel Krach darf ich aber auch nicht mehr machen, sonst wacht sie auf. Gar nicht so einfach, wenn dann nachmittags die Große noch hier rumspringt. Wir gehen oft auf den Spielplatz nach dem Kiga, dann hab ich die Kleine im Sling und sie schläft dann auch recht gut...
Nachts:
Sie wacht häufig auf, lässt sich aber abends nach dem Einschlafstillen recht problemlos neben mich ablegen (ein eigenes Bett hatte sie nie). Wir schlafen alle in einem Zimmer, die Große schläft durch, die Kleine kommt zwischen mind. 4 Mal und 8 Mal pro Nacht...Ich bin allerdings ausgeschlafener als bei der Großen damals

Man gewöhnt sich wohl an den Schlafmangel...
Trotz allem bin ich froh, wenn dann auch die Kleine mal abends / nachts besser schläft, sodass ich dann hoffentlich auch mal wieder die Energie habe, abends das Bett nochmal zu verlassen, denn das habe ich in den letzten 8,5 Monaten nur wenige male getan.
Die Tage sind hier auch sehr anstrengend gerade, vor allem die Wochenenden, wenn hier alle zuhause sind und ich versuche zu kochen / Haushalt zu machen und gleichzeitig gucken muss, dass die Große der Kleinen nichts tut usw....ich freu mich ehrlich gesagt immer auf die Tage, an denen ich hier morgens mit der Kleinen alleine bin. Das ist dann wenigstens ein bisschen erholsam
