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Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 14.06.2014, 18:18
von Mama2014
Jetzt muss ich den Thread mal wieder hervorholen, da sich wieder ein paar neue Fragen für mich auftuen.
Meine Maus ist jetzt 11 Monate alt. Wir stillen immer noch echt viel (8-10 x/24 h) Finde ich auch schön. Ich muss aber wie bereits erwähnt in 6 Wochen arbeiten.
Sie nimmt Beikost an jedoch sehr wenig. Sie isst Mittags meist so 5-10 Löffelchen und abends von unserem Essen je nachdem etwas mehr. Morgens hat sie irgendwie noch keine Lust. Sie nagt sehr gerne an Brot rum. Das könnte sie glaub ich immer essen aber des ist ja grad nicht so nahrhaft.
Jetzt zu meinen Fragen:
1)Ich fange wie gesagt ab August wieder an zu arbeiten. Ich werde 50% arbeiten. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen ganztags zu arbeiten( von halb 8 bis 16Uhr) und dafür jeweils nur 2 Wochen im Monat. Jetzt frage ich mich aber ob das für den Anfang so sinnvoll ist gleich den ganzen Tag weg zu sein. Mit Anfahrtsweg wäre ich dann fast 10 Stunden weg. Ich habe nächste Woche ein Gesprächstermin mit meinem Chef da würde ich gerne meine Arbeitszeiten festlegen. Das mit der Halbtagslösung wäre aber nur vorübergehend machbar da ich Ärztin bin und im OP arbeite, da ist es für alle beteiligten besser wenn ich nicht zwischendurch plötzlich gehen muss. Ich könnte in dieser Zeit vorübergehend wahrscheinlich auch erstmal nur Schreibkram machen. ochenAber ich denke mal so spätestens nach 4-6 Wochen würde ich dann gerne auf ganztags umsteigen. Was meint ihr wäre besser. Gleich von Anfang an lang wegbleiben oder erstmal weniger.
2) Sollte ich mal einen Probetag einlegen? Das heißt morgens weg gehen und schauen ob sie dann was isst?
3)Wie oft muss ich dann auf der Arbeit abpumpen? Normalerweise trinkt sie morgens gegen 8 Uhr und 10Uhr je eine Seite und dann Nachmittags wieder so um 2Uhr und 4 Uhr auch je eine Seite. Dazwischen gibt's Mittagessen mal mehr mal weniger. Ich muss allerdings sagen dass ich schon um 6:45 Uhr das Haus verlassen muss. Da schläft sie aber noch tief und fest. Das heißt das erste richtige Stillen am Morgen fällt dann auch schon weg. Soll ich dann daheim noch abpumpen? Nacht stillt sie zwar auch meist zweimal aber mehr zum Weiterschlafen und nicht aus Hunger.
4) Sollten wir noch irgendeinen Nuckelersatz einführen für die Zeit in der ich nicht da bin? Schnuller mag sie nicht. Sie nimmt ihren Daumen. Aus dem Fläschchen trinken mag sie auch nicht oder kann es nicht.....Ich wollte meinem Mann immer etwas abgepumpte Milch dalassen die er dann morgens geben kann. Aus dem Becher trinkt sie aber immer nur so 2 Schluck( bisher aber immer Wasser).Wird das dann mehr wenn sie wirklich Hunger hat und nichts Festes ( Beikost)will?
Ich weiß das sind echt doofe Fragen aber ich hoffe mal irgendjemand hat ein paar Tipps für mich.
Viele Grüße und Danke fürs Lesen!!!
Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 14.06.2014, 20:48
von Lilali
Meiner ist neun Monate alt. Ich arbeite an drei nachmittagen, am längsten bin ich ca 7 Std außer Haus. In der Zeit pumpe ich im Moment noch einmal ab, an den anderen beiden Tagen bin ich bei 5 1/2 Stunden, da pumpe ich gar nicht. Es ist wirklich so, dass er bei mir wenig Beikost isst. Wenn er betreut wird, futtert er aber viel größere Portionen.

Ich lass immer etwas Milch da, die er danach sehr gerne aus dem Becher trinkt. Auch viel mehr, als wenn ich ihm ein bißchen Wasser gebe. Ich stille direkt bevor ich fahre und direkt wenn ich zurück komme.
Ich würde auf gar keinen Fall mehr eine Flasche einführen. Saugersatz haben wir bisher auch nicht gebraucht...
Vielleicht kannst du deine Lütte morgens ja noch im Halbschlaf stillen, bevor du aufstehst? Einen Probetag, denke ich brauchst du nicht. Sie isst bestimmt mehr Beikost, als bei dir!

Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 14.06.2014, 21:08
von Carraluma
Schön zu lesen, dass du noch mit Freude stillst.
Hier meine Meinung, was ich wohl an deiner Stelle machen würde:
1. Ich würde vielleicht die ersten 2-4 Wochen halbtags arbeiten am Anfang. Dann gewöhnt ihr euch langsam dran. Vielleicht gegen Ende die Zeit, wo du weg bist etwas steigern, indem du noch Erledigungen usw. Anhängst.
2.Wenn du halbtags anfängst würde ich keinen extra Probetag machen. Stundenweise war deine Kleine bestimmt schon mal allein beim Papa, oder?
Das mit dem Essen klappt schon! Hab auch ein Kind, das wie ein Spatz isst, aber meine Abwesenheit (ab 12 Monaten) war kein Problem. Wobei die gegessenen Mengen zumindest nach Beschreibung der Betreuer auch nicht wesentlich größer waren als sonst.
3. Ich persönlich habe keine Pumpe und habe nur anfangs bei Spannungsgefühl mittags ausgestrichen auf Arbeit.
Wenn das Kind nicht eh zufällig kurz bevor du gehst stillt, würde ich es wohl im Halbschlaf anlegen , falls es im Halbschlaf stillt, und dabei selbst gemütlich aufwachen.
4. Sie hat für den Bedarfsfall ja ihren Daumen zum Nuckeln. Zur Beruhigung kannst du am Anfang ja eine Portion MuMi dalassen, die dein Mann im Becher geben kann, wenn er meint es wäre nötig. Bei uns war dies aber nie nötig. Fläschchen würde ich nicht probieren. Sondern nur Wasser und Beikost anbieten lassen und deinen Mann beruhigen, dass es nichts macht, wenn sie nur wenig isst. Bei Bedarf holt sie sich schon, was noch fehlt, wenn du wieder da bist! Irgendwo stand mal der Hinweis, dass durchschlafende Kindee auch 11 Stunden ohne Essen auskommen, also würde ein Kind auch nicht verhungern, wenn es mal tagsüber nichts isst.
Aber mit der Zeit steigt im Allgemeinen die Beikostmenge, also keine Sorge und einen guten Start in die Arbeit!
Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 12:40
von Agnodike
Mama2014 hat geschrieben:Jetzt muss ich den Thread mal wieder hervorholen, da sich wieder ein paar neue Fragen für mich auftuen.
Meine Maus ist jetzt 11 Monate alt. Wir stillen immer noch echt viel (8-10 x/24 h) Finde ich auch schön. Ich muss aber wie bereits erwähnt in 6 Wochen arbeiten.
Sie nimmt Beikost an jedoch sehr wenig. Sie isst Mittags meist so 5-10 Löffelchen und abends von unserem Essen je nachdem etwas mehr. Morgens hat sie irgendwie noch keine Lust. Sie nagt sehr gerne an Brot rum. Das könnte sie glaub ich immer essen aber des ist ja grad nicht so nahrhaft.
Jetzt zu meinen Fragen:
1)Ich fange wie gesagt ab August wieder an zu arbeiten. Ich werde 50% arbeiten. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen ganztags zu arbeiten( von halb 8 bis 16Uhr) und dafür jeweils nur 2 Wochen im Monat. Jetzt frage ich mich aber ob das für den Anfang so sinnvoll ist gleich den ganzen Tag weg zu sein. Mit Anfahrtsweg wäre ich dann fast 10 Stunden weg. Ich habe nächste Woche ein Gesprächstermin mit meinem Chef da würde ich gerne meine Arbeitszeiten festlegen. Das mit der Halbtagslösung wäre aber nur vorübergehend machbar da ich Ärztin bin und im OP arbeite, da ist es für alle beteiligten besser wenn ich nicht zwischendurch plötzlich gehen muss. Ich könnte in dieser Zeit vorübergehend wahrscheinlich auch erstmal nur Schreibkram machen. ochenAber ich denke mal so spätestens nach 4-6 Wochen würde ich dann gerne auf ganztags umsteigen. Was meint ihr wäre besser. Gleich von Anfang an lang wegbleiben oder erstmal weniger.
2) Sollte ich mal einen Probetag einlegen? Das heißt morgens weg gehen und schauen ob sie dann was isst?
3)Wie oft muss ich dann auf der Arbeit abpumpen? Normalerweise trinkt sie morgens gegen 8 Uhr und 10Uhr je eine Seite und dann Nachmittags wieder so um 2Uhr und 4 Uhr auch je eine Seite. Dazwischen gibt's Mittagessen mal mehr mal weniger. Ich muss allerdings sagen dass ich schon um 6:45 Uhr das Haus verlassen muss. Da schläft sie aber noch tief und fest. Das heißt das erste richtige Stillen am Morgen fällt dann auch schon weg. Soll ich dann daheim noch abpumpen? Nacht stillt sie zwar auch meist zweimal aber mehr zum Weiterschlafen und nicht aus Hunger.
4) Sollten wir noch irgendeinen Nuckelersatz einführen für die Zeit in der ich nicht da bin? Schnuller mag sie nicht. Sie nimmt ihren Daumen. Aus dem Fläschchen trinken mag sie auch nicht oder kann es nicht.....Ich wollte meinem Mann immer etwas abgepumpte Milch dalassen die er dann morgens geben kann. Aus dem Becher trinkt sie aber immer nur so 2 Schluck( bisher aber immer Wasser).Wird das dann mehr wenn sie wirklich Hunger hat und nichts Festes ( Beikost)will?
Ich weiß das sind echt doofe Fragen aber ich hoffe mal irgendjemand hat ein paar Tipps für mich.
Viele Grüße und Danke fürs Lesen!!!
Du bist Anästhesistin, nicht wahr? Da können wir uns die Hand reichen. Ich stehe vor dem gleichen "Problem". Ich überlege auch, wie ich die Teilzeitstelle am besten gestalten könnte. Den Diensten sehe ich mit Grauen entgegen, 24h vom Schmusebär getrennt zu sein, mag ich mir gar nicht vorstellen. Und, die Dienste werden bei mir eher nicht zwei Monate auf sich warten lassen, ich darf bestimmt wieder direkt mitspielen
Würde mich freuen, wenn man von Dir hier noch weiter lesen würde, ich bin für Erfahrungen anderer sehr dankbar

Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 13:56
von Mutterhenne
...es gibt nen Thread 'Zurük ins Berufsleben' oder so, hab da auch mal gepostet (bin länger nicht mehr dazu gekommen, arbeite nämlich wieder

). Ich habe das Glück, in der Mittagspause kurz nach hause zu fahren (wenn das mal nicht geht, kommen Papa und Baby vorbei). Aber auch bei uns sind mittlerweile 6 Stunden kein problem, obwohl das (BLW-)Küken vorher noch nicht wirklich gegessen hat (eher Essen zerlegt, das allerdings mit Begeisterung). Bei uns heißt es jetzt auch 'Mama=MuMi, Papa=Essen... Ich shreibe auch bald mal wieder ausführlicher zu dem Thema, bin gespannt, auch von Euren Erfahrungen zu lesen!! LG, Mutterhenne mit Küken (9 Monate und 2,5 Tage

)
Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 16:10
von Mama2014
Vielen Dank schon mal für die netten Zusprüche. Das baut einen schon mal ein bisschen auf.
Agodike: Ja ich bin auch Anästhesistin. Ich hoffe ich kann dir bald nur Positives über meinen Berufsstart erzählen. Ich hoffe mein Chef fällt nicht aus allen Wolken wenn ich ihm erzähle ich würde doch erst gerne halbtags anfangen. Das mit den Diensten hoffe ich auch mal darauf dass es klappt. Irgendwie dachte ich auch das Stillende keinen Nachtdienst machen dürfen. Meine Kleine ist dann zwar schon 1 Jahr aber ich hoff mal des gilt genauso. Schief angeschaut wird ich auf alle Fälle!!!
Carraluma: Danke für deine Tipps. Ich denke ich fange erstmal stundenweise an wenn es geht. Abpumpen würde ich glaub ich schon gerne einmal während der Arbeit. Hab zwar meist kein Problem mit Übervölle doch hab ich immer das Gefühl schnell zu wenig Milch zu haben. Wir haben auch einen netten Still- und Abpumpraum im Krankenhaus. Bleibt nur zu hoffen, dass mein Chef mir die Möglichkeit dazu bietet ihn zu nutzen und nicht denkt ich bin total bekloppt geworden. Ich hatte ihm zu Beginn der Schwangerschaft erzählt, dass der Wiedereinstieg gar kein Problem wird und ich sowieso nur 6 Monate stillen wollte.
Mutterhenne: Heimfahren oder Bringen lassen geht leider nicht. Hab nur ne halbe Stunde Mittagspause und der Anfahrtsweg ist schon 40 Minuten. Meine Maus fährt auch nicht gerne so oft Auto.
Mann oh Mann. Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich mir mal solche Gedanken machen muss.
Danke für eure Unterstützung.
Ich wünsche mir nämlich irgendwie schon noch ein bisschen länger zu stillen.....zumindest bis ich 24h-Dienste machen muss!!! Dann führt wohl kein Weg mehr am Abstillen vorbei...

Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 16:34
von Mondenkind
Ich hab stillend auch 24h-Dienste gemacht. Das ging. Mein Kind war da 18 Monate.
Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 17:40
von Astria
Was das Thema Heimfahren angeht: Du hast Anspruch auf bezahlte Stillpausen.
Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 17:52
von Mondenkind
Lt. Mutterschutzgesetz hat man die, ja, denn das MuSchuGe setzt der Stillzeit keine Altersgrenzen. Die Pausen dürften im Krankenhaus-Arztjob aber extrem schwer umzusetzen sein und man sollte sich gut überlegen, ob man das will bei einem dann fast 13 Monate alten Kind. Genauso wie der Verzicht auf Dienste. Der Gegenwind, den man da von den Kollegen bekommen wird, ist mehr als eine steife Brise. Da würde ich eher noch ne Weile Teilzeit arbeiten. Ich arbeite seit dem ersten Kind nicht mehr Vollzeit. Das ist für mich in unserem Beruf kaum vorstellbar. Vollzeit als Ärztin ins Krankenhaus hab ich quasi grundsätzlich über 50 Stunden die Woche im Krankenhaus verbracht, sehr oft noch mehr. 70, 80 Stunden waren keine Seltenheit. Selbst mit einer halben Stelle war ich oft mehr bei der Arbeit als Leute aus anderen Berufen in Vollzeit bei der Arbeit verbringen, halt durch die langen Dienste und die Wochenenden. In meinen Augen gehören 24-Stunden-Dienste sowieso in die Tonne und sind eine Zumutung und ein Anachronismus. Aber das lässt sich halt nicht ändern, dass es die an vielen Häusern noch gibt. Wäre das für Dich finanziell machbar?
Re: stillen, beikost und bald arbeiten
Verfasst: 15.06.2014, 17:55
von Mondenkind
Ich such mal die alten Threads zu dem Thema...
Edit: hier ist einer:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... en+dienste