Re: Schmerzen und wunde Brustwarzen
Verfasst: 18.03.2014, 09:53
Hallo blueberry,
ich versuche mal, alles zu beantworten, während ich gerade darauf warte, dass die Maus zur nächsten Mahlzeit aufwacht...
Ich habe gerade eben in einer anderen Frauenaztpraxis angerufen, wo die Ärztin auch gleichzeitig Stillberaterin ist. Dort hat man mich erstmal zu einer anderen Stillberaterin weiter geleitet, die mit der Praxis zusammen arbeitet. Ich habe dort auch gleich um Rückruf gebeten (sie ist erst ab morgen wieder zu erreichen).
Zum Wiegen: ist es ausreichend, wenn ich sie unter den gleichen Bedingungen wiege wie gestern (gegen 17 Uhr mit frischer Windel, ansonsten nackig)?
Deine Liste stimmt. Bei der U2 wurde sie von der Ärztin nicht noch einmal extra gewogen, die Ärztin hat die Daten der Hebamme übernommen (Kinderärztin war bei uns zum Hausbesuch). Meine Hebamme ist momentan im Urlaub und ich glaube erst Mitte nächster Woche wieder zu erreichen, darum komme ich gerade nicht an die übrigen Daten.
Die Strichliste für Stillen und WIndeln werde ich ab heute führen.
Zum Anlegen:
Ansonsten klappt das Anlegen im Sitzen am besten so, dass ich sie auf den Unterarm gegenüber der Brust lege (so wie beschrieben), der Arm liegt auf einem Kissen, das auf meinem Schoß liegt, mit der anderen Hand die Brust zum Kind führe (! ich weiß, dass es anders herum sein sollte, aber so habe ich das Gefühl, einen besseren Überblick zu haben, und kann die Brust schnell wegnehmen, wenn sie doch zu wild wird, anders herum finde ich es schwieriger), und wenn sie dann richtig angedockt ist, lege ich sie auf den anderen Unterarm, so dass sie mit dem Kopf in der Armbeuge liegt, und stopfe mir für den besseren Halt ein Kissen darunter, so kann ich dann auch lange und entspannt sitzen.
Durch die Reaktion der Frauenärztin gestern (Einen Satz nach hinten und zur Arzthelferin "Frau XY, haben sie DAS gesehen?!"), überlege ich nun, ob ich nicht die linke, schlimmere Seite doch noch ein paar Tage länger abpumpen sollte... auf der rechten Seite ist mittlerweile nur noch eine recht kleine offene Stelle (vielleicht 2x2mm), links dagegen wesentlich mehr, und auch deutlich mehr Schmerzen beim Trinken.
Bei dem Link zum Soor, den du gepostet hattest, finde ich mich tatsächlich wieder, was die Beschreibung der Schmerzen angeht, nur tut es zwischen den Stillmalzeiten deutlich mehr weh, als beim Stillen selber (außer auf der linken Seite). Allerding bin ich mir nicht so ganz sicher, ob meine Brustwarzen nicht auch weiß sind (sie fühlen sich auf jeden Fall hart an, im Gegensatz zu vor der Geburt). Irgendwie habe ich das Gefühl, ein wenig das Urteilsvermögen in der Hinsicht verloren zu haben - weil ich jeden Tag diese Baustelle sehe, und da eine Veränderung nicht mehr so doll auffällt. Da aber meine Hebamme nichts dazu gesagt hat, überlege ich nun, ob man das einfach der "Betriebsbilndheit" zuschreiben sollte, oder da tatsächlich keine nennenswerten Auffällligkeiten sind...
Viele Grüße und danke für deine Mühe!
Julia
ich versuche mal, alles zu beantworten, während ich gerade darauf warte, dass die Maus zur nächsten Mahlzeit aufwacht...
Ich habe gerade eben in einer anderen Frauenaztpraxis angerufen, wo die Ärztin auch gleichzeitig Stillberaterin ist. Dort hat man mich erstmal zu einer anderen Stillberaterin weiter geleitet, die mit der Praxis zusammen arbeitet. Ich habe dort auch gleich um Rückruf gebeten (sie ist erst ab morgen wieder zu erreichen).
Zum Wiegen: ist es ausreichend, wenn ich sie unter den gleichen Bedingungen wiege wie gestern (gegen 17 Uhr mit frischer Windel, ansonsten nackig)?
Deine Liste stimmt. Bei der U2 wurde sie von der Ärztin nicht noch einmal extra gewogen, die Ärztin hat die Daten der Hebamme übernommen (Kinderärztin war bei uns zum Hausbesuch). Meine Hebamme ist momentan im Urlaub und ich glaube erst Mitte nächster Woche wieder zu erreichen, darum komme ich gerade nicht an die übrigen Daten.
Die Strichliste für Stillen und WIndeln werde ich ab heute führen.
Zum Anlegen:
Ein zu kurzes Zungebändchen hat Elisa denke ich nicht, sie kann ihre Zunge weit heraus strecken (das zeigt sie oft und gerne), und beim Weinen ist sie auch nicht herzförmig.blueberry hat geschrieben: 1. Hat schonmal jemand geschaut, ob Dein Baby evtl. ein zu kurzes Zungenbändchen hat? (Kann sie die Zunge über die untere Kauleiste herausstrecken? Ist beim Weinen evtl. eine Einbuchtung in der Zungenmitte zu sehen, so dass die Zunge herzförmig aussieht?)
Ja, in der Regel schon, wenn nicht, dann korrigiere ich das sofort - das war auch das erste, was mir unsere Hebamme/Stillberaterin eingebläut hat.blueberry hat geschrieben: 2. Wenn Dein Baby dann angedockt ist:
- liegen Ohren, Schultern und Hüften in einer Linie? (oder muss das Baby Hüfte oder Kopf zur Seite drehen, um andocken zu können)
Da bin ich mir leider nicht immer so ganz sicher, im Großen und ganzen, denke ich aber schon. Ich mag nur nicht immer nachschauen, weil sie davon sehr schnell genervt ist. Oft ist der Mund zum Ende der Malzeit aber deutlich weniger geöffnet als beim Anlegen (mehr so wie ein Erwachsener den Mund zum Trinken oder Essen öffnet). Wenn die LIppen nach innen gestülpt sind, saugt sie die Brust mittlerweile gar nicht erst an.blueberry hat geschrieben:- ist der Mund weit geöffnet und hat Dein Baby einen guten "Mundvoll" Brust im Mund? (Von der Unterlippe sollte mehr vom Warzenhof erfasst sein als von der Oberlippe).
- sind die Lippen nach außen gestülpt?
Ja, das kann man meistens sehen. Trotzdem habe ich manchmal richtig das Gefühl der Kauleisten auf der Brustwarze, bzw. kurz dahinter. Wenn ich dann nachschaue, sieht es aber meistens ansonsten ganz gut aus (Lippen nach außen gestültpt, viel Brust im Mund), könnte es sein, dass das auch durch die offene Wunde kommt? Denn an der schlimmeren, linken Seite ist das Gefühl deutlicher, an der Rechten Seite sind die Schmerzen beim Trinken mittlerweile minimal (ich kann sie an der Seite auch ohne Probleme außer Haus trinken lassen).blueberry hat geschrieben:- liegt die Zunge beim Saugen über der unteren Kauleiste? (in den Mundwinkeln sichtbar)
Darauf achte ich auch, es klappt aber nicht immer (im Liegen ist die Nase meistens fast in der Brust vergraben, weil sie während ich versuche sie anzulegen, den Kopf sofort richtung Kinn zieht, um ganz schnell die Brust zu finden).blueberry hat geschrieben:- hat Dein Baby sein Kinn eng an Deiner Brust - Nase frei oder sacht die Brust berührend?
- hat Dein Baby seinen Kopf leicht Richtung Nacken gestreckt (etwa wie ein Erwachsener, der an einer Blume schnuppern möchte)?
Die Anleitung habe ich mir schon kurz nach der Geburt etliche Male durchgelesen, gerade so wie die Brustwarze dann in den Mund "gerollt" wird - ich hatte das Gefühl, es so nur noch schlimmer zu machen, weil die Maus zuschnappt, bevor die Brustwarze richtig im Mund ist.blueberry hat geschrieben: Ich würde Dir die Asymmetrische Anlegetechnik vorschlagen wollen. Eine Anleitung findest Du hier: Anleitung Asymmetrische Anlegetechnik. Mit dieser Technik lässt sich oft eine Verbesserung erzielen, wenn man mit "klassischem Anlegen" Schwierigkeiten hat, ausreichend viel Brust in den Babymund zu bekommen.
Ansonsten klappt das Anlegen im Sitzen am besten so, dass ich sie auf den Unterarm gegenüber der Brust lege (so wie beschrieben), der Arm liegt auf einem Kissen, das auf meinem Schoß liegt, mit der anderen Hand die Brust zum Kind führe (! ich weiß, dass es anders herum sein sollte, aber so habe ich das Gefühl, einen besseren Überblick zu haben, und kann die Brust schnell wegnehmen, wenn sie doch zu wild wird, anders herum finde ich es schwieriger), und wenn sie dann richtig angedockt ist, lege ich sie auf den anderen Unterarm, so dass sie mit dem Kopf in der Armbeuge liegt, und stopfe mir für den besseren Halt ein Kissen darunter, so kann ich dann auch lange und entspannt sitzen.
Durch die Reaktion der Frauenärztin gestern (Einen Satz nach hinten und zur Arzthelferin "Frau XY, haben sie DAS gesehen?!"), überlege ich nun, ob ich nicht die linke, schlimmere Seite doch noch ein paar Tage länger abpumpen sollte... auf der rechten Seite ist mittlerweile nur noch eine recht kleine offene Stelle (vielleicht 2x2mm), links dagegen wesentlich mehr, und auch deutlich mehr Schmerzen beim Trinken.
Bei dem Link zum Soor, den du gepostet hattest, finde ich mich tatsächlich wieder, was die Beschreibung der Schmerzen angeht, nur tut es zwischen den Stillmalzeiten deutlich mehr weh, als beim Stillen selber (außer auf der linken Seite). Allerding bin ich mir nicht so ganz sicher, ob meine Brustwarzen nicht auch weiß sind (sie fühlen sich auf jeden Fall hart an, im Gegensatz zu vor der Geburt). Irgendwie habe ich das Gefühl, ein wenig das Urteilsvermögen in der Hinsicht verloren zu haben - weil ich jeden Tag diese Baustelle sehe, und da eine Veränderung nicht mehr so doll auffällt. Da aber meine Hebamme nichts dazu gesagt hat, überlege ich nun, ob man das einfach der "Betriebsbilndheit" zuschreiben sollte, oder da tatsächlich keine nennenswerten Auffällligkeiten sind...
Viele Grüße und danke für deine Mühe!
Julia