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Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 07.03.2014, 20:00
von Katha
Ist jetzt OT, aber die hochkalorische Beikost ist meist gemeint im Sinne von: die Menge an Pre, die dauerhaft zugefüttert werden muss, kann dadurch reduziert werden

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 07.03.2014, 23:31
von blueberry
albany hat geschrieben:
Liebe Katha,
es ist Reisbrei, den man ab 4 Monate geben kann. Dieselbe Art von Brei, die im Forum fuer hochkalorische Beikost ab 4. Monat empfohlen wird. Ist ja hier nicht noetig, habe ich jetzt auch verstanden :D
Mein Tipp ging nur in die Richtung, dass man die Milch sozusagen auch andicken kann.

LG, albany
OT: "Milch andicken" bedeutet aber, Beikost zu geben (auch wenn es anders klingt ) :wink: .

Beikost ist ALLES was ein Baby neben Milch erhält (auch Wasser, Tee, Saft, ... - und natürlich auch zur Milch zugesetzte Reisflocken). Solange keine Zufütterindikation besteht (und die besteht hier ja nicht), ist es uneingeschränkt empfehlenswert, vor der Einführung von Beikost auf Zeichen der Beikostreife zu warten, die die meisten Babys im Alter von rund 6 Monaten zeigen - und bis dahin weiter vollzustillen. Vollstillen bedeutet, dass das Baby ausschließlich Muttermilch bekommt.

Bei bestehender Zufütterindikation kann es sinnvoll sein, ab einem Alter von vier Monaten das Stillen statt/neben Premilch mit hochkalorischer Schonkost zu ergänzen. Daraus kann aber keine allgemeine Empfehlung abgeleitet werden, bereits mit vier Monaten das Vollstillen zu beenden und Beikost anzubieten :wink: .

LG, blueberry

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 20.03.2014, 20:07
von GwendolineFü
Also ich habe festgestellt, dass es nicht schlecht ist, die mamafreie Zeit zu "simulieren",
ich hatte nämlich fürs Rückbildungsyoga viel zu wenig Milch abgepumpt, weil ich vom Durchschnitt ausgegangen bin und bei einem Fläschchen viel mehr, schneller ins Kind läuft, so dass das Sättigungsgefühl nicht im gleichen Ausmaß da ist, wie beim Stillen.
Ergebnis waren ein vom Weinen knallrotes Kind und vom Stress totenbleicher Papa beim Heimkommen....

Also über mehrere Tage verteilt abpumpen und lieber zu viel als zu wenig dalassen.
Vorher mit dem Fläschchen üben hat sich auch gelohnt....

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 20.03.2014, 21:07
von tania2
ja aber nicht mit "flaeschchen" ueben, sondern mit dem becher ;-)

das baby einer freundin blieb ab vier monaten tagsueber gute sechs stunden beim papa - taeglich. er hat in dieser zeit nichts getrunken und den moehrenbrei verschmaeht und sich bei heimkommen der mutter an die brust gestuerzt. immer. nach drei monaten (!) fing er dann laaaangsam an ein bisschen banane vom loeffel zu nehmen.

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 20.03.2014, 22:32
von tania
ich wollte sagen: es sollte natuerlich milch dasein um es anzubieten, aber schon mal darauf vorbereiten, dass das kind das dann nicht unbedingt nehmen muss!

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 21.03.2014, 18:05
von GwendolineFü
tania2, stimmt ich hatte vergessen, dass das Baby schon 4 Monate alt ist - in diesem Fall natürlich bevorzugt mit Becher oder Fingerfeeding

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 21.03.2014, 20:03
von blueberry
GwendolineFü hat geschrieben:Vorher mit dem Fläschchen üben hat sich auch gelohnt....
tania2 hat geschrieben:ja aber nicht mit "flaeschchen" ueben, sondern mit dem becher ;-)
GwendolineFü hat geschrieben:tania2, stimmt ich hatte vergessen, dass das Baby schon 4 Monate alt ist - in diesem Fall natürlich bevorzugt mit Becher oder Fingerfeeding

Nur um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das (voll)gestillte Baby in Mamas Abwesenheit mit dem Becher (wichtig: OHNE Saugaufsatz, "Trinklern"funktion o.ä.) zu füttern, hat nichts mit "schon soundso alt" zu tun :wink:

Auch (und gerade) sehr junge Säuglinge lassen sich hervorragend mit einem (ausreichend kleinen) Becherchen füttern. Ein Beispiel kannst Du in diesem Video sehen.

Bei gestillten Babys sollte man im Interesse der Stillbeziehung IMMER auf stillfreundliches (Zu-)Füttern von Milch achten und darum Fläschchen konsequent vermeiden. Künstliche Sauger bergen immer das Risiko einer (mehr oder minder schnell spürbar werdenden, mehr oder minder heftig ausfallenden) Saugverwirrung und damit vorzeitigen, unbeabsichtigten Abstillens.

Hier ist ein Link zu stillfreundlichen Zufüttermethoden. In Mamas kurzfristiger Abwesenheit bietet sich vor allem das Bechern an.
Entgegen landläufiger Meinung gehört Fingerfeeding NICHT zu den unproblematischen Methoden und kommt nur in speziellen Fällen unter guter fachlicher Anleitung zum Einsatz.

Übrigens:
GwendolineFü hat geschrieben:ich hatte nämlich fürs Rückbildungsyoga viel zu wenig Milch abgepumpt, weil ich vom Durchschnitt ausgegangen bin und bei einem Fläschchen viel mehr, schneller ins Kind läuft, so dass das Sättigungsgefühl nicht im gleichen Ausmaß da ist, wie beim Stillen.
Diesen Effekt beobachtet man beim Flaschefüttern vor allem dann, wenn das Baby relativ flach auf dem Rücken liegt. Auch beim Flaschefüttern sollte das Baby aber (ähnlich dem Baby im "Bechervideo") so aufrecht gehalten werden, dass es Trinkpausen machen und überflüssige Milch aus dem Mund laufen lassen kann. Die Flasche hält man dabei relativ flach (gerade so, dass der Sauger mit Milch gefüllt ist).
Wenn stattdessen die Milch mit der Schwerkraft "ins Kind läuft", sobald das Baby (reflexbedingt) am Flaschensauger saugt, bleibt dem Baby ja keine andere Wahl als "viel mehr" und "schneller" Milch zu trinken als es das an der Brust tun würde.

Mit aufrechter Position und einem sensibel auf Babys Signale achtenden Fütternden, kann aber auch ein komplett per Flasche ernährtes Baby relativ selbstbestimmt trinken.

LG, blueberry

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 07.05.2014, 14:08
von Tweety2606
Ich hänge mich hier mal ran, wobei ich die beste Lösung schon zu kennen glaube...

Meine Mannschaft will in 1 1/2 Wochen den Saisonabschluss mit einem kleinen Ausflug begehen. Ich würde gegen elf los müssen und frühestens gegen fünf oder sechs wieder daheim sein. Fahrzeit ist eine gute halbe Stunde. Geplant ist eine kleine Busfahrt, Weinprobe (mit geeigneten Alternativen für Schwangere und Stillende :lol:), Rückweg bei gutem Wetter zu Fuß (mit TH kein Problem denke ich) und Abendessen (da würde ich nicht mehr mitgehen, das wird mir dann doch zu lange, ob mit oder ohne Kind).

Baby: 4 Monate alt, Vollstillkind, schnullerfrei. Kein Rhythmus, stillen und schlafen nach Bedarf (okay, zwischen 19 und 20 Uhr geht es ins Bett). Als er so 6 Wochen alt war, haben wir mal das Fläschchen mit abgepumpter MuMi probiert (ich weiß, dass das nicht das beste war, aber mein Mann wollte für den Notfall ein Backup haben), Krümel konnte nix mit der Flasche anfangen. 2-3 Wochen später nochmal, da hat Krümel dann die kompletten 30 ml getrunken und danach noch gestillt. Neulich meinte mein Mann, wir sollten mal wieder "üben" - aber es wurde wieder nur auf dem Sauger herumgekaut, kurz gesaugt und die Milch verschmäht. Becher habe ich mal kurz ausprobiert (den Becher von Av*nt, in dem man auch MuMi einfrieren kann), das hat überhaupt nicht geklappt.

Abpumpen: damit tue ich mich sehr schwer (Handpumpe Komfort von oben genannter Firma), habe es probiert, beim Stillen, vor dem Stillen, nach dem Stillen, nach dem Duschen, morgens, abends. Ich komme auf 10-20 ml, mit Glück 30 ml von beiden Seiten zusammen, und Krümel stillt noch problemlos weiter, als ob ich nix gemacht hätte. Habe es also schon vor einigen Wochen wieder aufgegeben. Wir haben noch einen kleinen Vorrat von ca. 60-80 ml in 3 Portionen aufgeteilt eingefroren. Eine elektrische Pumpe sehe ich irgendwie nicht ein, auch wenn ich nicht weiß, wann wir überhaupt mit Beikost starten können.
Wir haben jetzt (mein Mann wollte unbedingt für alle Fälle was daheim haben) von Apt*mil 2 x 200 ml fertige PRE daheim. Ne ganze Pulverdose fand ich übertrieben, im Notfall kann man immer was organisieren.

Jetzt haben wir folgende Möglichkeiten:
- Ich nehme den Kleinen mit, egal was die Mädels denken (da kamen leider schon Tips wie: "Schnuller reinstecken und festhalten!"... Oder: "Du kannst doch nicht alle halbe Stunde stillen! Er ruiniert deine
Brustwarzen!" - Danke, denen geht es prächtig, und wenn mein Sohn eben so oft ran will, dann ist es halt so. Oder: "Nicht an der Brust einschlafen lassen! Du verwöhnst ihn!").
- Der Papa geht mit (habe das noch gar nicht mit ihm besprochen, habe ihn die letzten Tage kaum gesehen), und bringt mir den Kleinen, sobald er Hunger bekommt (oder müde wird, stillen ist doch das beste
Sandmännchen) und geht ansonsten mit ihm spazieren oder so. Weiß allerdings nicht, ob mein Mann das so will, dass er eventuell den Mädelstag dauernd unterbrechen muss.
- Papa bleibt mit Junior daheim, überbrückt die Zeit mit MuMi und/oder der fertigen PRE. Dafür müssten wir allerdings noch eine Füttermethode finden. Bisher waren die beiden allerdings maximal ne dreiviertel
Stunde alleine miteinander und der Papa hat oft nicht die nötige Ausdauer, den Kleinen zu beruhigen. Bei mir geht es relativ schnell mit der Brust oder mit anderen Kniffen, ich bin aber eben den ganzen Tag mit
Krümel zusammen und habe mir da ein paar Sachen angeeignet. Schätze, mein Mann würde sich da erst rantasten wollen, was die Dauer meiner Abwesenheit angeht.

So, alles etwas lange, habt ihr noch Vorschläge? Ideen? Alternative wäre noch, dass ich nur zur Weinprobe (äh, Saftprobe) gehe, das wären dann nur zwei Stunden plus die Fahrzeit.

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 07.05.2014, 14:36
von Carraluma
Wenn dein Kind im Tragetuch schläft, würde ich wohl einfach das Kind mitnehmen. Das finden deine Mädels (besonders die Schwangeren) doch auch bestimmt toll, wenn ein Baby dabei ist und stören tuts da ja auch nicht.
Die Papa-dabei-und-kümmert-sich-ums-Kind-Variante finde ich für Fortbildungen und Erledigungen immer sehr praktisch, wird aber wohl aus oben genannten Gründen nicht gebraucht.
Daheimgelassen habe ich mein Baby in dem Alter noch nicht (so lange). Ich wäre damals bestimmt auf heißen Kohlen gesessen und die Brüste könnten auch zu spannen anfangen. Da hätte ich die Abwesenheit noch nicht genießen können.

Re: 5,5Stunden getrennt vom 4 Monate alten Stillbaby:

Verfasst: 07.05.2014, 14:41
von klecksauge
Ich hätte mein Kind mitgenommen.
Kommentare: überhören oder dir vorher überlegen wie du antwortest.

Oder die Papa-Variante.

ICH hätte in dem Alter niemals entspannt so lange weg sein können.