Ist pucken schädlich?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

klecksauge
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Re: Ist pucken schädlich?

Beitrag von klecksauge »

Wir haben in den ersten 3 Monaten abends/nachts zum Teil gepuckt. Aber in eine dünne Baumwolldecke und nicht sehr fest. Bub hat immer seine Arme rausgeschält. Er schlief dadurch viel ruhiger. Mit etwa 3 Monaten konnten wir endlich im Liegen stillen und wir haben erst noch zur ersten Schlafrunde gepuckt und dann gar nicht mehr.

Ich denke, es ist immer eine Frage wie oft, wie lange und wie fest gepuckt wird.

Ich sehe es ähnlich wie Nora.
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taschi
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Re: Ist pucken schädlich?

Beitrag von taschi »

Ich habe meine auch nie gepuckt,weil sie wie bei sandküste eh nur an mir klebten..ich habe aber im kh letztes jahr mitbekommen wie das baby meiner zimmernachbarin..welches nur brüllte..nach dem pucken durch eine Schwester ganz friedlich schlief.

ich denke auch,es ist wie mit allem..die Menge machts.
LG Taschi

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EhULao

Re: AW: Ist pucken schädlich?

Beitrag von EhULao »

Oh, spannendes Thema...
Ich hatte als einziges Buch in der Schwangerschaft “Das glücklichste Baby der Welt“ von Karp gelesen, er empfiehlt Pucken ja unter seiner Theorie des fehlenden Trimesters...dass die Menschenbabies quasi wegen des sonst für die Geburt zu großen Kopfumfangs 3 Monate “zu früh“, also zu unreif auf die Welt kämen und die Anpassungsprozesse deshalb so schwierig sind, was man als 3-Monats-Koliken bezeichnen würde. Laut Karp hilft also, in dieser Zeit die Nachahmung des Uterus (Enge, mütterliche Bewegung, Schhh-Geräusche etc.) Dem Baby, sich zu beruhigen. Ich fand das ganz einleuchtend, kam dann aber nicht mehr dazu, mich weiter zu informieren, weil Zwerg zu früh kam.
Was ich im Inkubator ganz deutlich beobachten konnte und wozu die Schwestern die Eltern immer anhielten, war, den Kleinen durch Begrenzung/Halten (meist eine Hand am Köpfchen, eine an den Füßen, z teils zusätzlich zur seitlichen Begrenzung) Sicherheit zu geben. Gerade als Keks so arg im Entzug hing und hyperempfindlich und sehr weinerlich war hat das sanfte Einwickeln und das Recht feste Halten super geholfen...hat man direkt an Herzfrequenz als auch an der Sättigung gesehen. Ich bin daher mit dieser Cortisolhypothese nicht einverstanden. Ein Baby, dass brüllt, hat sicher erhöhte Werte...ist ja Stress. Wenn es dann gepuckt liegen gelassen wird, bis es sich beruhigt...das ist ja Ferbern, da ist Pucken wohl noch das kleinere Problem, denke ich. Als wir zu Hause waren, hatte der Kleine manchmal arge Probleme, in den Schlaf zu finden...das war immer dann, wenn er überreizt war und so richtig müde, aber total aufdrehte.

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EhULao

Re: AW: Ist pucken schädlich?

Beitrag von EhULao »

Oh, Sorry, Handy hat zu früh abgeschickt...
Ich habe ihn dann mit diesen elastischen Hoppediz-Decken gepuckt (nur Oberkörper) und dann wie von Karp beschrieben recht heftig schunkelnd herumgetragen und Schhh-Laute gemacht...er schlief dann wirklich super schnell.ein...aber ja bei mir auf dem Arm, nicht alleine in der Wiege. Damals hatte ich mich aus meiner großen Angst vor SIDS nicht getraut, ihn bei mir im Bett schlafen zu lassen (Familienbett war mir da fremd und suspekt...er musste also in der Wiege neben mir schlafen...und da habe ich nur eine einzige Nacht gepuckt...er hat da nämlich fast durchgeschlafen und das war mir zu suspekt! Ich hatte Angst, das würde SIDS noch eher forcieren und wir mussten ja zweistündlich stillen, weil er so zart war. Danach habe ich ihn immer sofort nach unserem o.g. Einschlafritual wieder ausgewickelt, sobald er schlief und nur bei Bedarf benutzt, wenn er total agitiert war und sich nur mit Halten/Stillen nicht einkriegte....das wurde dann immer seltener und durch das SuT hier habe ich ihn dann mit viel weniger schlechtem Gewissen in mein Bett genommen zum Schlafen, das war eine grosse Erleichterung und die Decken nutzen wir jetzt als Kuscheldecke, die sind prima! Es war ja dann tatsächlich nach (korrigierten) 3 Monaten vorbei, jetzt könnte ich ihn gar nicht pucken, der würde mir was erzählen!
Ich denke, es kommt schon darauf an, welchen Charakter das Baby hat und wie man Puckt...alleine lassen ist so oder so, keine Option! In Russland wurden die Babys die ertasten

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EhULao

Re: AW: Ist pucken schädlich?

Beitrag von EhULao »

So, jetzt war Tapatalk abgestürzt :x
Also in Russland wurden die Babys fast dauergepuckt in den ersten Monaten... Herumtragen und Bespassen eines so kleinen Babys wurde total schief angesehen...ich frage mich, ob nicht der hohe Alkoholiker-Anteil va. Bei den Männern unter anderem zusammenhängt....aber das ist natürlich schon weit hergeholt..

LG Lee
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Re: AW: Ist pucken schädlich?

Beitrag von MaareMum »

Es ist doch einfach wie immer: die Dosis macht das Gift.
Zumal einige Punkte auch ohne Pucken auftreten oder mit modifiziertem Pucken eben nicht auftreten.
Jetzt gegen Pucken zu sein ist für mich völlig überreagiert.

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Gruß, MaareMum
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Vasilissa
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Re: Ist pucken schädlich?

Beitrag von Vasilissa »

Ich war mir beim pucken immer sehr unsicher, ob es so gut ist. Ein paar Mal hat es geklappt, aber meist hat die Kleine die Enge gar nicht gemocht und sich mehrfach heißgeschrien. Nicht wie die Hebamme meinte "anfangs weinen sie oft kurz, aber beruhigen sich dann gleich" (Äquivalent zum Tragetuch), sondern immer wieder losgejammert. Da hab ich es dann ganz schnell sein lassen.
Nachher hab ich oft gedacht, ob es uns/ihr geholfen hätte, wenn wir es doch gemacht hätten. Aber es hatte mir persönlich bei meiner Tochter zu sehr das "sie gibt auf"-Gefühl gegeben.


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Re: Ist pucken schädlich?

Beitrag von Mel82 »

Also bei uns hat es sehr geholfen. Wir haben unsere Tochter die ersten Monate jeden Abend gepuckt. Sie schlief dann ruhig im Beistellbett oder auch direkt neben mir. Ohne Pucken fand sie nicht zur Ruhe und wenn sie dann doch schlief, hat sie sich nach ganz kurzer Zeit mit ihren Ärmchen wieder geweckt. Für uns war es eine tolle Möglichkeit.


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(miri)
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Re: Ist pucken schädlich?

Beitrag von (miri) »

Ich habe versucht den großen zweimal im pucksack zu pucken, da er ständig mit den Armen gerudert hat.
Allerdings hab ich ihn beim ersten mal nach zwei/drei Minuten wieder ausgepackt weil er sich so richtig im Rage brüllte. Beim zweiten mal brüllte er schon beim einwickeln. Es hatte für mich immer was mit Zwangsjacke zu tun und allein schon der Gedanke, wie ich mich in so einem Sack fühlen würde, macht(e) mich wahnsinnig.
Gegen das armerudern half bauchliegen viel besser.

Bei einer bekannten half das pucken allerdings sehr gut. Die kleine beruhigte sich.
Schliess ab, mit dem, was war, sei glücklich über das, was ist und offen für das, was kommt!
Das Leben ist schön! ...von "einfach" war nie die Rede.

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arwen
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Re: Ist pucken schädlich?

Beitrag von arwen »

Ich sehe es auch so wie Nora. Und gerade das Problem mit der Hüftdysplasie lässt sich ja dadurch verhindern, dass man die Beine nur locker einwickelt.

Eine oberflächliche Suche in der Pubmed-Datenbank ergab 140 Treffer für "infant swaddling", d. h. es gibt 140 wissenschaftliche Fachartikel, in denen das Thema vorkommt. Ich komme zeitlich nicht dazu, mich selbst genauer zu informieren.
Ganz allgemein möchte ich zu bedenken geben, dass ein Buchautor sich da natürlich genau die Studien raussuchen kann, die - aus welchen Gründen auch immer - zu seiner Meinung passen. Wenn genug geschrieben worden ist, findet man immer etwas als Beleg für die eigene Argumentation.
Das soll keine Kritik am zitierten Autor sein, nur ein ganz allgemeiner Gedanke von mir. Zu Vor- und Nachteilen des Puckens auf wissenschaftlicher Basis weiß ich zu wenig.
Mirjam mit Tochter (Mai 06) und Sohn (Februar 08) und Minimann (März 10)
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