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Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 01.02.2014, 11:19
von Leila13
Ach ja, seine Geburt ging ja rasend schnell, fuer uns beide zu schnell... Im KH hat das Stillen auch nicht gleich problemlos geklappt, ich musste vor und nach dem Stillen wiegen und wir sind knapp unter die 10% Gewichtsabnahme gerutscht. Daheim hab ich das mit dem Wiegen so weiter gemacht, eine ganze Weile, ich habe den Gewichtsanstieg gesehen, aber trotzdem hab ich ihn 1x am Tag gewogen, als die Probleme anfingen, habe ich ihn zum Teil wieder vor und nach dem Essen gewogen. Das mache ich nun nicht mehr, kostet mich aber Kraft diese Kontrolle sein zu lassen, aber es bringt ja nix, mehr bekomme ich in ihn sowieso nicht hinein. Kann es sein, dass ich ihm dadurch so unter Druck gesetzt habe, bzw. ihm so einen Stress ausgesetzt habe, dass er nun die Lust am Trinken verloren hat?
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 01.02.2014, 22:37
von Mondenkind
Wohl eher hast DU DICH damit unter Druck gesetzt. Zerbrich Dir jetzt nicht den Kopf darüber, das lohnt nicht.
Leila13 hat geschrieben:Saugverwirrung... an der Brust hat er keine Probleme zu saugen, kann es trotzdem eine Saugverwirrung sein. So ein Mist, dabei hab ich alle Tipps beruecksichtigt und ihm z.B. erst nach der vollendeten 6. Woche einen Sauger bzw. die Flasche angeboten.
Wie gesagt, ich kann es aus der Ferne noch nicht so richtig sagen, aber bei Stillproblemen sollte auf künstliche Sauger so weit es geht verzichtet werden.
Leila13 hat geschrieben:ich habe gelesen,dass er ca. 800g Mumi trinken sollte, wir komme gerade mal so auf 500, schaetze ich.
Wie schätzt Du das? Auch über Stillproben oder wie kommst Du darauf?
Leila13 hat geschrieben:26.01. abends 6510g28.01. morgens 6640g30.01. morgens 6730g01.02. morgens 6740g
Dies ist natürlich nur eine kurze Zeitspanne, aber die lässt keinerlei Sorge aufkommen, er könne nicht genug bekommen. Versuch Dich davon mal frei zu machen und mit weniger Druck an die Sache ranzugehen. Heißt: nicht mehr so oft wiegen, vor allem keine Stillproben, kein Windeln wiegen, mehr Ruhe und Entspannung beim Stillen. Was meinst Du dazu?
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 02.02.2014, 07:30
von chipmunk
Liebe Leila13,
du wirst von Mondenkind ja jetzt schon super beraten, da wollte ich dir nur noch mal ein paar aufmunternde Worte da lassen. Ich kenne das gut mit dem Druck bezüglich des "das Kind muss doch was trinken/essen" und weiss wie schwer es ist, sich davon zu lösen. Bei mir hat es auch lange gedauert, bis ich ausreichend Vertrauen dahinein gefunden habe, dass mein Kleiner schon ganz gut weiss, wieviel (und wann) er braucht.
Du schreibst doch auch, dass es abends und nachts gut klappt und er nachts gar nicht so oft kommt. Ich würde mal vermuten, dass er sich nachts schon mehr melden würde, wenn er tatsächlich tags zu wenig bekommen sollte.
Mein Kleiner trinkt gerade tagsüber auch oft nur ganz kurz und legt dafür dann abends zum Einschlafen gerne mal so Dauernuckel/trinkeinheiten ein. Mir kommt das manchmal so vor, als würde er sich dann das holen, wofür er tags keine Zeit findet, weil es zu viel Spannendes gibt.
Mir hat es übrigens ganz gut geholfen im Tragetuch Stillen zu lernen. Dadurch bin ich ein bisschen davon weg gekommen meinen Tag so um die Stillmahlzeiten herum zu planen, bzw. dann immer in Warteposition zu sein, wann er denn nun trinken möchte. So kann ich eher meinem Alltag nachgehen und trotzdem immer sofort reagieren, wenn er Hunger bekommt. (Ging mir durch den Kopf, als du von den 3h Abständen schriebst)
Alles Gute und liebe Grüße!
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 02.02.2014, 12:50
von Leila13
Danke Mondenkind! Auf Sauger werde ich dann verzichten. Unser Sohn hat ihn ja eh meist nur für die letzten 10-15 Minuten im Kinderwagen genommen. Anlegen werde ich ihn auch wieder nach Bedarf.
Es stimmt schon, ich muss von dem Wiegen und Kontrollieren weg kommen, es fällt mir wirklich schwer und ich arbeite da hart an mir! Immerhin wiege ich nun nicht mehr vor und nach dem Stillen, aber selbst wenn ich alle 2 Tage wiege, kommt es mir vor, als hätte ich es schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr getan
Ja, dadurch, dass ich viele Tage vor und nach dem Stillen gewogen habe, meine ich jetzt ziemlich sicher zu wissen, was in ihm drin ist. Meist habe ich bevor ich gewogen habe schon immer geschätzt und lag damit meist richtig. Außerdem wusste ich die letzten Tage ja wieviel Urin in der Windel war.
Zusammenfassend mache ich also so weiter:
- Sauger weglassen
- nach Bedarf anlegen
- Wiegen und Kontrolle weg lassen
- evtl Stillposition verändern
Meinst du damit ist diese Situation in den Griff zu bekommen? Kann es auch sein, dass wir bis zum Ende der Stillzeit so weitermachen, oder bekommt man so ein Problem in der Regel wieder in den "Griff"?
Danke liebe chipmunk,
deine Worte tun mir auch sehr gut. Auf der einen Seite ist es die Kontrolle, die ich verlieren muss und meinem Sohn zu vertrauen, da hast du recht. Auf der anderen Seite finde ich die Situation wie sie jetzt ist, auch echt nervig. Mein Mann sagt schon immer, ich darf das nicht persönlich nehmen, wenn mein Sohn meine Brust nur anschreit und das weiß ich ja auch, dass das nicht gegen mich gerichtet ist, aber es ist echt schwer.
Mit dem Tragetuch bin ich noch nicht so ganz firm, aber danke für den Tipp, mit dem Stillen im Tragetuch, ich werde gleich mal googeln wie das funktioniert.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Leila
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 02.02.2014, 13:08
von Leila13
Ach ja, wir kommen momentan auf 4-5 Mahlzeiten am Tag, genuckelt oder kurz angetrunken wird aber öfter. Ist das ausreichend, solange Kriterien wie Gewicht, gesunde Gesichtsfarbe, aktiv ect. passen?
Nachts schläft er zur Zeit von 20:30 - 4:30/5:00. Ich schlafe nicht so lange, weil ich mir ja immer denke, er muss doch endlich gestillt werden

Ist es sinnvoll ihn bei so wenig Mahlzeiten am Tag zu wecken, oder ist es wirklich so, wie chipmunk schrieb, dass unser Sohn noch keinen Bedarf hat. Wenn er wach ist, trinkt er eigentlich ganz ok. So 80-100g würde ich mal wieder schätzen

Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 02.02.2014, 20:24
von Mondenkind
Leila13 hat geschrieben:Es stimmt schon, ich muss von dem Wiegen und Kontrollieren weg kommen, es fällt mir wirklich schwer und ich arbeite da hart an mir! Immerhin wiege ich nun nicht mehr vor und nach dem Stillen, aber selbst wenn ich alle 2 Tage wiege, kommt es mir vor, als hätte ich es schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr getan
Wiegen kann Suchtcharakter bekommen, ich weiß. Das Problem ist nur, dass zu häufiges Wiegen ohne Grund schadet. Denn es fixiert sich alles nur noch aufs Gewicht und Du verlierst komplett das Gefühl für Dich und Dein Kind. Deine Intuition geht flöten. Daher sollte nicht ohne Grund gewogen werden.
Leila13 hat geschrieben:Ach ja, wir kommen momentan auf 4-5 Mahlzeiten am Tag, genuckelt oder kurz angetrunken wird aber öfter. Ist das ausreichend, solange Kriterien wie Gewicht, gesunde Gesichtsfarbe, aktiv ect. passen?
Was meinst Du mit "am Tag" ? In 24 Stunden? In 24 stunden ist das sicher zu wenig. Es sollte in 24 Stunden in aller Regel min. 8 x gestillt werden.
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 03.02.2014, 05:34
von Leila13
Ja ich meinte leider in 24 Stunden. Aber was soll ich machen? Anlegen tu ich öfter. Aber er trinkt ja nicht oder wenn, dann nur ein paar Schluck und ich "Kämpfe" für jeden Schluck den er trinkt. Morgens nach dem aufwachen trinkt er etwas, dann höreich Darmgeräusche oder ein pups, der weh tut und es ist vorbei, dann mache ich ihn fertig, dauert so mit waschen, spielen am Wickeltisch 30-45Min, danach versuche ich erneut ihn anzulegen, meist ohne Erfolg, es wird gleich geschrien und abgewehrt (sich durchgestreckt, Kopf weggedreht), dann mache ich mich fertig, mein Sohn guckt dabei zu, danach wird wieder angelegt, wenn ich Glück habe trinkt er ein paar Züge, dockt meist aber schnell wieder ab. Bis er dann wirklich trinkt ist es oft 10:00. Entweder er schläft dann kurz oder wir gehen spazieren. Mittags das selbe Spiel im Endeffekt, bis ich eine Mahlzeit drin habe kann es auch mal 14:00/14:30 sein, anlegen tue ich ihn öfter, er sucht auch und hat Hunger, trinkt aber nicht oder nur wenig, gestern zB nur, wenn ich in Bewegung war. Dann kommt die schlechteste zeit, nachmittags bekomme ich fast gar nichts mehr in ihn rein, dabei hat er Hunger, manchmal dockt er an, wieder für ein paar Züge, manchmal wird auch komplett verweigert. Gegen 18:00 wird er müde, wir machen ihn bettfertig, unser Sohn hat da großen Hunger und es folgt die beste Mahlzeit. Am Anfang trinkt er sehr schnell und viel, dann dockt er meist ab und schreit, da vergeht wieder eine ganze zeit mit tragen und trösten, so 30-45 min und einigen Anlegeversuchen, bis er dann trinkt. Ins Bett lege ich ihn meist gegen 20:30/20:45, bis dahin trinkt/nuckelt er. Heute hat er wieder bis 4:15 geschlafen und jetzt nuckelt er noch. Also sind wir in 24 Std. auf 5 Mahlzeiten gekommen, obwohl man die Nachmittag/früher Abend als solche eigentlich nicht zählen kann.
Ich bin da auch wirklich verzweifelt, ich würde ihn ja so gerne öfter stillen, aber er mag nicht (mehr) und ich weiß einfach nicht warum
Sollte ich ihn dann nachts doch wecken und versuchen nochmals anzulegen?
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 03.02.2014, 05:37
von Leila13
Jetzt haben wir schon nach 5:30 und das lässt mich schon wieder unruhig werden, mein Sohn nuckelt noch, weil sein Frühstück, dann wahrscheinlich wieder später wird und ich wieder keine Chance habe, ihn Vormittag nochmal zu stillen, so dass wir bis Mittag auf wenigstens 2 Mahlzeiten kommen

Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 03.02.2014, 07:27
von Suleikha
Oh je, du klingst wirklich sehr verzweifelt.
Ich versuche mal, dich ein bisschen aufzumuntern. Wir hatten auch mal eine Phase, in der mein Sohn tagsüber -gefühlt - kaum getrunken hat. Immer nur sekundenweise, dann Geschrei und Verweigerung. Nachts kam er auch nicht superhäufig, alle zwei bis drei Stunden. Das Problem war, dass ich zuviel Milch hatte die sehr stark herausspritzte und er nicht mit dem Schlucken hinterher kam. Und obwohl er scheinbar so wenig getrunken hat, hat er sich ganz normal weiterentwickelt.
Soweit ich weiß, trinken Säuglimge nicht immer gleichlang. Manchmal haben sie nur ein bisschen Hunger und trinken dann auch nur ganz kurz. Auch ein bis zwei Minuten können dann "eine Mahlzeit" sein. Das ist bei Stillkindern ganz normal! Und wenn dein Sohn tatsächlich 5 mal in 24 Stunden 100 ml stillt, dann wäre das schon eine ganze Menge. Wenn er sich den Rest dann in kleineren "Mahlzeitchen" holt, kommt er evt. trotzdem auf seine persönlich notwendige Tagesmenge. Aber zu den Zahlen wird dir Mondenkind noch Genaueres sagen.
LG, Suleikha
Re: Stillproblem - bin verzweifelt
Verfasst: 03.02.2014, 07:44
von cheshirefitz
Liebe Leila!
In welcher Position stillt er denn Abends, wenn es gut klappt?
Meine Tochter (auch ein Oktoberkind) hatte bis letzte Woche auch eine Phasen (ca. 3Wochen lang), wo sie tagsüber in der Wiegeposition überhaupt nicht stillen wollte und gleichzeitig sehr hungrig war. Sie schrie und streckte sich durch und war nicht an die Brust zu bringen. Ich hab mich dann mit ihr hingelegt und sie im liegen gestillt, das ging oft.
Wenn es auch im (seitlich) liegen nicht ging legte ich mich auf den Rücken und sie auf mich und dann trank sie gerne auch mal.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass es nur eine Phase ist und es bald vorbeigeht oder du den Grund schnell herausfindet!
LG