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Re: Schlafprobleme....Regulationsstörung (?)

Verfasst: 21.01.2014, 12:31
von klecksauge
Direkt bei Nonomo.
Ich bereue bis heute, dass wir das nicht gemacht haben. Aber Bub war auch schon 6 Monate alt als ich von der Möglichkeit erfuhr....
Es würde dir ja schon vieles erleichtern, wenn der Tagschlaf darin stattfindet, oder?

Re: Schlafprobleme....Regulationsstörung (?)

Verfasst: 21.01.2014, 13:09
von nido56
Hallo,
unser Kleiner war definitiv kein Schreikind, aber er war ein Baby, das ganz, ganz viel Koerperkontakt brauchte und ein eher schwieriger, unruhiger Schlaefer. Fuer mich war der einfachste Weg, das zu akzeptieren. Die ersten Monate hat er tagsueber auf mir drauf und nachts mit direktem Koerperkontakt neben mir geschlafen. Ans Haus gefesselt habe ich mich damit eigentlich nicht gefuehlt, weil auf mir drauf ging ja ueberall. Dann sass ich eben schonmal bei Freunden auf dem Sofa, habe das Baby in den Schlaf gestillt und dann auf meinem Schoss liegen lassen. Draussen ging auch Tragetuch super, bei Bewegung ist er da schnell eingeschlummert, und danach konnte ich mich dann auch ruhig hinsetzen (ins Cafe z.B.). Im Haus mochte er das Tuch leider nicht so gerne.

Irgendwann hat es dann geklappt, dass ich ihn im Liegen in den Schlaf gestillt habe und dann nach einer Weile wieder aufstehen konnte. Das Schlafen im Tragetuch ist mit der Zeit immer weniger geworden, dafuer war dann eine Weile der Buggy sehr beliebt. Da bin ich auch schonmal, als wir bei Freunden waren, ein paar Runden mit Kind im Buggy um den Block gelaufen, weil es drinnen zu aufregend war zum Schlafen. Nachher konnte ich dann wieder reingehen und er hat in der Wohnung friedlich weitergepennt.

Und ja, natuerlich gewoehnen die Kleinen sich an gewisse Einschlafsituationen, und irgendwann muss man sie evtl. umgewoehnen, aber das finde ich nicht so schlimm. Wir haben das Einschlafstillen bis jetzt beibehalten. Jetzt ist er 2, ich stille ihn ab, und so faellt das natuerlich jetzt weg, aber die Umgewoehnung laeuft bisher ganz gut. Mir war immer wichtig, dass er sich keine Einschlafhilfen angewoehnt, die man nicht immer dabei hat, weil ich eben auch mobil bleiben wollte. Also Tragen und Stillen fand ich problemlos, weil ich Brust und zumindest meine Arme (meist auch ein Tuch) immer dabei habe. Ich haette es schwierger gefunden, wenn er z.B. nur in einer Wiege oder in SEINEM Bettchen eingeschlaefen waere, denn dann muss man ja immer zur Schlafenszeit zuhause sein.

Ich denke, die ganzen Beduerfnisse und Gewohnheiten von so Kleinen kann man ganz gut ueberall befriedigen, wenn man kein Schreibaby hat. Das Du aufgrund Deiner Erfahrungen jetzt Angst hast vor dem, was kommt, kann ich gut verstehen. Aber das muss nicht wieder so werden. Die meisten Babys brauchen die ersten Monate viel Koerperkontakt sind aber ansonsten recht flexibel, wenn sie nur an Mama oder Papa drankleben duerfen und regelmaessig eine Brust in Reichweite ist. Ein Schreibaby, das super schnell ueberreizt ist, ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, das kann man gar nicht vergleichen!

Also wuensche ich Dir, dass die Babyzeit diesmal entspannter wird und Du einfach nur einen kleinen, zufriedenen Vollzeittragling zuhause hast!

Re: Schlafprobleme....Regulationsstörung (?)

Verfasst: 21.01.2014, 22:50
von Sakura
Ihr ärmsten habt nun eben das zweite Schreikind. Das ist hart, aber nicht zu ändern. Ich wünsche euch viel Kraft!!!

Meine Meinung zu Nuckeln und allein Einschlafen: dass ein Baby allein einschläft, halte ich für realistisch, vorausgesetzt es ist ein pflegeleichtes Exemplar. Dass ein Baby ohne nuckeln allein im Bett einschläft, halte ich für nicht realistisch, gleich gar nicht in dem Alter und wenn es von der unentspannten Sorte ist.

Ich habe bei meiner Großen Pantley rauf und runter probiert und mein Fazit ist, die Lütten schlafen, wie sie schlafen, drehen kann man da wenig. Das einzige, was ich an Beeinflussung gefunden habe und wo ich mit Pantley nicht übereinstimme, ist der Tagschlaf. Wenn der hier zu intensiv ist, wird die Nacht hart - für die Eltern.

Meinem zweiten Kind habe ich hartnäckig den Schnuller angeboten, irgendwann hat sie ihn akzeptiert und sie schläft tatsächlich viel besser und stillt nachts viel weniger als die Große. (WENN sie denn mal schläft, heißt das * gähn* . ) Unsere Babys sind kleine Sauger, die wollen saugen saugen saugen. Ihnen die Brust entziehen zu wollen, ohne Ersatz zu bieten, finde ich persönlich hart.

Ich habe bei meiner Großen, die tagsüber ausschließlich im Tuch geschlafen hat, kapituliert, und sie hat ein halbes Jahr ausschließlich an mir dran geklebt. Das ist mit dem ersten Kind leichter, klar. Danach hat sie vormittags 2 Stunden allein im Bett geschlafen (natürlich mit einschlafstillen), und nachmittags im Buggy. Es wird also. Du weißt doch auch von deinem großen Kind, dass alles irgendwann wird. Dein Baby ist fast noch neugeboren, und es ist eben anders als die dauerschlafenden Schlafmützen.

Meine Große hat auch die ersten drei Monate gebrüllt, danach konnten wir ziemlich leicht eine Bettzeit von 20 Uhr etablieren. 4 Wochen müsst ihr noch durchhalten, dann ist das harte erste Vierteljahr rum, und vieles wird einfacher.

Abgewöhnen von Assoziationen: das schaffen Kinder eigentlich ziemlich gut, vorausgesetzt sie sind reif dazu. Leider ist das oft später, als es den Eltern recht wäre.


@ Gewöhnen: ich weiß sehr sehr gut, wovon du schreibst, und wie anstrengend das ist. Mein zweites Kind ist ziemlich pflegeleicht, und sie hat mir gezeigt, dass es nicht an dem liegt, was die Eltern machen, sondern am Charakter des Kindes. Du kannst auf und nieder springen, aber die Bedürfnisse und den Charakter deiner Kinder kannst du nicht ändern. Zwei Bedürfnisstarke Kinder nacheinander ist hart, aber nicht zu ändern. Ich wünsche dir die Kraft und den Mut, auch dein zweites Kind so zu begleiten, wie es das Baby braucht


Mein iPhone leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...

Re: Schlafprobleme....Regulationsstörung (?)

Verfasst: 21.01.2014, 23:19
von mamoto
Ich kann nautilus nur zustimmen! Mein großer war auch ein schreikind. Alles was half war: Mama. Und zwar intensiv. Ich habe ihn so ziemlich rund um die Uhr im Tuch gehabt und selbst im Tuch oder eben mal im liegen gestillt. Viel und oft. War Kräftezehrend, ja. Aber alles andere wäre für uns beide noch aufreibender gewesen. Die ersten 3 Jahre schlief er nur mit mir an seiner Seite ein. Mit 4 wünschte er sich ein eigenes bett, mit 5 ein eigenes Zimmer. Und alles ist mittlerweile total easy. Gib deinem Kind, was es von dir will: Nähe. Ich wünsche dir viel Kraft und dass es besser wird!

Tapatalkneuling ;-)

Re: Schlafprobleme....Regulationsstörung (?)

Verfasst: 22.01.2014, 18:00
von Flügelchen
Danke für die vielen Erfahrungsberichte.
Letzen Endes habt ihr natürlich alle Recht. Denn jedes Baby ist anders, jede Mutter und jede Familienkonstellation ebenso. Dass es müßig ist, irgendetwas steuern oder kontrollieren zu können weiß ich eigentlich....vielleicht ist es gerade das, was es mir momentan schwer macht. Dass ich genau DAS eben schwer annehmen kann...die Kontrolle mal wieder komplett aufzugeben und sich ganz und gar nach dem Baby zu richten. Die ersten 6 Wochen Stillzeit haben mir deutlich gezeigt, dass dies notwendig ist.
Ja, zwei sehr bedürfnisstarke Kinder sind eine Herausforderung und ich hatte es mir - ganz ehrlich - anders gewünscht. Aber es ist wie es ist und nun heißt es, möglichst für uns alle einen ruhigen und nicht allzu kräftezehrenden Weg zu finden.
Dass die Große momentan erst trocken wird und daneben noch EXTREMSTE Trotzanfälle hat (zu JEDER Gelegenheit, egal WAS ich tue) macht alles nicht einfacher. Aber auch das muss ich so annehmen.
Ich weiß, wie schnell sie groß werden und möchte es doch so gerne genießen!!!
DAS ist übrigens eine große und hilfreiche Erkenntnis, die @Sakura und @mamuto ja auch angesprochen haben: es geht vorbei. Und es wird vieles einfacher (wobei die Sorgen nicht kleiner werden :wink: ).

Re: Schlafprobleme....Regulationsstörung (?)

Verfasst: 22.01.2014, 20:45
von Kruemelmama
Ich kann unheimlich mit dir mitfühlen. Wie gesagt bei uns sieht es sehr ähnlich aus. Aber ich hege einfach die Hoffnung dass er es irgendwann lernt. Und sicher wird es deine kleine auch einfach lernen. Ein bisschen bin ich jetzt schon traurig wenn der Moment dann da ist, auch wenn ich ihn mir oft wünsche. Denn dann wird dieses kuscheln weniger. Und so lange heißt es wohl genießen. Und dir wünsche ich auch viel kraft und dass du es trotz der großen auch genießen kannst.


Krümel (07/2013)