Seite 2 von 3
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 18:42
von Minikäfer
Mein Sohn ist im letzten Sommer mit 4 Jahren fast an einem Stück Gurke erstickt. Er konnte überhaupt nicht mehr atmen und hatte anschließend Einblutungen im ganzen Gesicht. Der Rettungswagen samt Notarzt war auch hier. Trotzdem essen wir weiter Gurke, auch wenn es so schrecklich war, dass es mich immer noch gruselt. Ich glaube, wenn es blöd kommt, kann man in egal welchem Alter an allem ersticken.
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 18:44
von jusl
Aber wenn ich weiß, dass so etwas passieren kann, dann kann ich vorbeugend etwas dagegen tun.
Das wird dann aber eine seeeehr lange Liste mit Dingen, von denen wir alle wissen, das "so etwas passieren kann"... Nie wieder Erbsen, nie wieder Bonbons, nie wieder Kaugummi, nie wieder Weintrauben, nie wieder jedes anderes mundgroße Stück Gemüse oder Obst, nie wieder Hähnchenschenkel, nie wieder Nüsse (in all diesen Fällen sind Todesfälle belegt), und das ein Leben lang... dazu die eine Milliarde anderer Dinge, an denen man sterben kann, wie Schaukeln, Klettergerüst klettern, Fahrrad fahren... vermutlich sterben deutlich mehr Leute auf dem morgendlichen Weg ins Badezimmer als am nicht längs halbierte Würstchen essen.
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:04
von bienenmeister
ricadi hat geschrieben:Aber wenn ich weiß, dass so etwas passieren kann, dann kann ich vorbeugend etwas dagegen tun.
Man kann regelmäßig einen Erste Hilfe Kurs besuchen, einen achtsamen Lebenstil pflegen, ich für meinen Teil bin auch ein Fan vom ruhigen, gesitteten Essen, weil m.M. nach die Gefahr des Verschluckens im Sitzen beim ruhigen Essen geringer ist, als rennend, hampelnd und jauchzend. (Und ich Magenschmerzen und schlechte Laune von hektischem Essen bekomme).
Meine Mutter hat sich beim Bockwurstfall mit mir unterhalten, den Garderobenständer beobachtet (sie hatte Angst ihre Jacke würde gestohlen werden) und nebenher noch eine sms schreiben wollen.
Mir gibt diese Achtsamkeit (nicht Ängstlichkeit!) ein gutes Gefühl und ich habe auch selten "Missgeschicke". Und dennoch könnte auch ich morgens auf dem Weg zum Badezimmer tödlich verunglücken. Vielleicht ist das sogar wahrscheinlicher, als dass mein Sohn an einer Wurst erstickt. Und wir essen vegan, also keine Würste.
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:20
von Leela
Gerade mit Würstchen (Bratwurst) habe ich auch eine ähnliche Geschichte erlebt. Eine ältere Heimbewohnerin hat sich so unglücklich an einem Stück (quer geschnittener) Wurst verschluckt, dass es ihr der Notarzt im Hals zerschnitten hat. Sie hat es ohne größere Schäden überlebt. Es hat aber auch nicht komplett luftdicht verschlossen, sonst hätten wir die Zeit bis zum Notruf nicht mehr gehabt. Blau war sie aber.
Würstchen sind, finde ich, anders als Erbsen und Co., erstens werden sie nicht weich im Hals, sondern kleben fest und zweitens muss man sie nicht meiden, sondern kann sie einfach einmal längs halbieren. Das ist ja nun kein Act. Wobei, als mein Sohn noch fast zahnlos war, habe ich ihm Erbsen immer mit der Gabel angedrückt, damit er sie im Mund besser erfassen kann.
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:21
von sandywa
Huhu!
Bei uns im Landkreis war neulich ein Fall in den Medien, da ist eine 2jährige an einer Breze erstickt. Die muss also auch noch auf die Liste der gefährlichen Nahrungsmittel.
LG Sandra
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:27
von Leela
Ach Quatsch, es geht doch nicht um gefährliche Lebensmittel. Aber ich finde, ein wenig Bewusstsein und Nachdenken beim Vorbereiten/ klein schneiden schadet nicht

Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:30
von Anlu
sandywa hat geschrieben:Huhu!
Bei uns im Landkreis war neulich ein Fall in den Medien, da ist eine 2jährige an einer Breze erstickt. Die muss also auch noch auf die Liste der gefährlichen Nahrungsmittel.
LG Sandra
Auch wenn ich ebenfalls denke, dass es schwierig ist alles vermeiden zu wollen, was gefährlich werden kann, finde ich die Smileys hinter dieser Aussage sehr unpassend. Es ist sehr traurig, wenn ein Mensch/Kind durch solche Dinge stirbt und das sollte meiner Meinung nach nicht Bestandteil eines ironischen Kommentars sein.
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:31
von kroschka
Krass finde ich gerade, dass es das Kind von Martin Sutter war.
Ansonsten sehe ich es wie viele hier auch, ich muss nicht alle Risiken aus meinem Leben schaffen.
Re: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:43
von sandywa
Anlu hat geschrieben:sandywa hat geschrieben:Huhu!
Bei uns im Landkreis war neulich ein Fall in den Medien, da ist eine 2jährige an einer Breze erstickt. Die muss also auch noch auf die Liste der gefährlichen Nahrungsmittel.
LG Sandra
Auch wenn ich ebenfalls denke, dass es schwierig ist alles vermeiden zu wollen, was gefährlich werden kann, finde ich die Smileys hinter dieser Aussage sehr unpassend. Es ist sehr traurig, wenn ein Mensch/Kind durch solche Dinge stirbt und das sollte meiner Meinung nach nicht Bestandteil eines ironischen Kommentars sein.
natürlich ist es traurig, wenn ein Kind stirbt, egal wegen was. Die Smilies bezogen sich lediglich auf den 2. Satz, also den mit den gefährlichen Nahrungsmitteln.
LG Sandra
Re: AW: Kind an Würstchen erstickt, wer weiß was dazu?
Verfasst: 07.01.2014, 19:44
von MaareMum
Es ist völlig egal, wie du sie schneidest. Allein reflektorisch kann es durch das Verschlucken und Steckenbleiben zum Herzstillstand kommen. Google mal "Bolustod".
Es ist völlig wurst, ob die Wurst längs oder quer geschnitten ist. Sie kann trotzdem hängenbleiben. Genauso wie Brot, Apfel, Karotte... usw usw.
Ich finde auch, dass ein ruhiges Sitzen beim Essen viel wichtiger ist als Schutz. Und das ist für mich persönlich auch ein Grund, warum ich einem Ess-Anfänger nur weiches Essen gebe.
Zum Glück ist das Ersticken am Essen trotzdem sehr selten. Aber komplett schützen kann man sich oder sein Kind davor eben nicht.
________________
vom Handy aus