Mein Körper kann es doch

ich muss meine Freude teilen.
Ich gebe zu, die Waage habe ich behalten

und für mich zum Spaß gewogen.
Aktuell war echt der Wurm drin seit Anfang Februar. Der Reihe nach. Am WE 07.-09. waren wir auf nem Geburtstag etwa 400km entfernt, im Hotel war es total warm, so dass ich in der ersten Nacht gefühlt minütlich gestillt habe (klar hatte auch Durst die Maus). WE lief gut, auch auf der Feier zu stillen. Zweite Nacht hatten wir die Klima an bekommen und ne Standardnacht gehabt. Mein Mann hat dann ne Kehlkopfentzündung mitgebracht und war einige Tage ausser Gefecht gesetzt in Sachen Stimme usw. Also musste ich alles erledigen und auch den Geburtstag von Katharina vorbereiten (gefeiert wurde am 15.02.), Annika hatte immer noch Schnupfen und konnte teilweise nicht so gut trinken. Da der Schnupfen von Annika besser wurde, war mir klar, dass sie bald clustern wird, um die Produktion wieder hoch zu treiben. Blöd nur, Freitag den 14.02. hatte ich schon etwas Halsschmerzen und seit Sonntag auch Schnupfen

und zwar richtig heftig. Tja und ausgerechnet die Nächte So auf Mo und Mo auf Di hat sie geclustert und sehr oft getrunken (irgendwann habe nicht mehr auf die Uhr geguckt, dann ist es nicht so frustrierend

). Anstrengend so mit Schnupfen, aber immerhin ist sie nun wieder weitestgehend gesund. Dazu ist Katharina in der Autonomiephase komplett angekommen und es zeigt sich jetzt auch die Eifersucht ab und an auf ihre Schwester (insbesondere das stillen, dabei versuche ich schon immer das sie da mit mir lesen kann), Katharina kriegt so viele Stillmahlzeiten auch nicht mit, da sie tagsüber bei der Tagesmutter ist.
Nun hat Annika letzte Nacht wieder ne normale Nacht gehabt und die erste Schlafeinheit lag bei rund 6 Stunden (sie schläft normal 4 bis 6 Stunden und dann stillen und dann noch etwa 2 bis 4 Stunden und kommt dann kurz vorm aufstehen wieder), nach den 6 Stunden wäre ich beinahe geplatzt und froh, dass sie so gut getrunken hat.
Und nun mein Fazit, die letzten knapp 3 Wochen war echt einiges los, was durchaus Einfluss hatte (einiges mehr, anderes nur ein bisschen), ABER das beste ist, es hat uns einfach nicht gestört

sie hat gut zugenommen (an der Waage konnte ich es ja gut beobachten) trotz dem Schnupfen von ihr und der Tatsache das sie so schlechter trinken konnte. Sie hat die 6kg Marke seit Sonntag erreicht

sie nimmt in Treppenform zu, einige Tage ungefähr gleich, dann nen Sprung nach oben, wieder ein paar Tage gleich usw. Und selbst wiegen macht Spaß, im Stilltreff nicht so (werde das wohl bald einfach nicht mehr machen, sondern nur so hin gehen). Ich werde mal sehen wie lang ich noch ab und an wiege. Bis 8 Wochen lang ist die Waage kostenfrei zu leihen.
Selbst das clustern mit meinem ziemlich heftigen Schnupfen hat mein Körper hinbekommen und die Produktion wieder hoch gefahren. Und heute ist Annika 10 Wochen alt, wiegt 6030g und hat somit 1760g zugenommen

und bisher läuft es auch bei Störungen einfach super. Was auch immer bei Katharina gestört hat, aktuell scheint es kein Problem darzustellen. Meine Vermutung ist (ich hab ja Hashimoto und nach der Schwangerschaft von Katharina hatte ich deutlich weniger SD Volumen nur noch), dass ich durch den heftigen Hormonabfall durch den Kaiserschnitt wieder eine Verschlimmerung per Schub hatte. Und das deswegen eben die Milchproduktion runter gefahren ist. Mein Hashimoto brach 2008 aus nachdem ich die Pille nach vielen Jahren abgesetzt habe und das war ja auch eine starke Hormonumstellung. Dazu passt auch, dass ich körperlich stark angegriffen war und auch so stark zugenommen hatte.
Sicher kann man es nicht sagen, aber das ist für mich eine mögliche Erklärung. Bisher geht es meiner SD bestens, naja sehr viel ist ja auch nicht mehr da, was noch stören kann. Wobei der Hormonentzug jetzt nach der Entbindung bei Annika auch langsamer war, da ich ja spontan entbinden konnte.
Ich versuche es nun so zu sehen, wie mein Hebi es sagt, Katharina hat den Weg vorbereitet und Annika geht ihn nun super. Sprich Katharina hat das stillen für sie quasi vorbereitet. Hatte ja schon direkt mehr Milch bei Annika usw.
Und ich glaube, dass ich bei Katharina mehr nach Gefühl hätte gehen müssen. Ich hatte ja am Anfang extrem viel Milch und tagelang riesige harte Brüste. Und da man mir sagte, ich solle immer schön beide Seiten pro Mahlzeit geben, um die Produktion anzuregen habe ich das auch gemacht. Aber das stillen war deswegen teilweise schon sehr schmerzhaft, dazu hatte mir Katharina beim ersten anlegen zwei Knutschflecke gemacht, die auch weh taten beim andocken. Diesmal habe ich von Anfang an, mehr nach meinem Gefühl gearbeitet und nach Milcheinschuss meistens nur noch eine Seite sie trinken lassen und je nach Völle diese Seite auch mehrere Mahlzeiten hintereinander. Dass scheint gut geholfen zu haben, diese Masse am Anfang in den Griff zu bekommen. Katharina brauchte Anfangs NIE was an der Brust tun, die Milch floss ja nach einem ansaugen ganz von allein (da ich ja so viel im Angebot hatte). Annika hatte dies nur am Anfang, danach habe ich ihr ja mehrfach die gleiche Seite angeboten, so musste sie doch einiges Mahlzeiten was fürs trinken tun. Auch wenn ich nach wie vor oft Springbrunnen bin

und die Milch direkt los spritzt sobald sie nur nen Hauch andockt. Dies passiert aber nur noch, wenn die letzte Mahlzeit länger her ist, wie letzte Nacht und mein Körper die Nächte vorher öfter was hergeben musste.
Nun war das fast nen Roman, aber ich glaube ich fange nun endlich doch an mit der Stillbeziehung mit Katharina abzuschließen. Denn selbst nach den letzten 3 Wochen läuft es einfach, also warum sollte es nicht auch weiterhin so laufen. Da bin ich optimistisch und hoffe sehr, dass wir in vielen vielen Monaten (evtl. Jahren) gemeinsam unsere Stillbeziehung erst beenden und freue mich auf eine weiterhin so schöne Zeit mit meinen Kinder. Ich setze mir kein festes Ziel in Sachen Stilldauer.