4 Monate und giert nach dem Essen....
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Mhm ok, ist für mich irgendwie paradox. BLW umfasst ja auch das eigenständige aufnehmen von Nahrung. Bei nem Baby in dem Alter würde ich zur Beschäftigung was anderes als Nahrung anbieten, wenn man eindeutig sagen kann, dass es nicht beikostreif ist. Und es gibt ja mehr Dinge außer Plastik und Lebensmittel die man nem Kind anbieten kann.
Liebe Grüße
Latascha
mit Munchkin (09/10) und Monkey (09/13)
ClauWi Trageberaterin
Latascha
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Kekks
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Was denn zum Beispiel?
- anni1110
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
einen holzbeißring und mein kleiner fingerKekks hat geschrieben:Was denn zum Beispiel?
ansonsten lese ich hier mal interessiert mit.
vielleicht kann mir ja noch jemand ne frage beantworten.
@maryam: hoffe das ist okay?
Unser baby ist ja acht monate alt (korrigiert knapp 5,5monate) und er ist noch weeeeit entfernt vom sitzen etc. köpfchen halten geht mittlerweile ganz gut.
und nun? wenn er sich was schnappt, steckt er es sich schon in den mund und schiebt es mit einem angewiderten schütteln wieder raus.
ich will mich daran nicht aufhänge, mich interessiert es einfach. ICH denke, er wird sicherlich erst mit einem jahr frei sitzen können.
danke euch und hoffe, die frage ist nicht zu blöd.
Liebe Grüße
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
meine Finger muss auch oft her, aber der wird ihr so schnell langweilig. An Gemüse sabbert sie viel geduldiger daran herum - vielleicht wegen dem Geschmack?!
Wegen einer "Entwicklungsverzögerung" muss man keine Angst haben - soetwas haben viele Kinder in irgend einem Bereich. Manche können Beispielsweise schon mit 2 Jahren fliesend Deutsch während andere mit 3 Jahren nur wenige Worte sprechen. Und am Ende sprechen alle mit Beginn der Pupertät annähernd gleich gut. Wichtig ist nur, dass man das Kind nicht unter Druck setzt, ansonsten kann wirklich eine Störung entstehen. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und hat in einem anderen Alter einen Entwicklungssprung. Und wichtig ist auch, dass du dir keine Sorgen machst, wenn andere Mamis damit angeben, wie weit ihr Kind denn schon ist...
Wegen einer "Entwicklungsverzögerung" muss man keine Angst haben - soetwas haben viele Kinder in irgend einem Bereich. Manche können Beispielsweise schon mit 2 Jahren fliesend Deutsch während andere mit 3 Jahren nur wenige Worte sprechen. Und am Ende sprechen alle mit Beginn der Pupertät annähernd gleich gut. Wichtig ist nur, dass man das Kind nicht unter Druck setzt, ansonsten kann wirklich eine Störung entstehen. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und hat in einem anderen Alter einen Entwicklungssprung. Und wichtig ist auch, dass du dir keine Sorgen machst, wenn andere Mamis damit angeben, wie weit ihr Kind denn schon ist...
- anni1110
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Ach, hatte mich falsch ausgedrückt.
WIE mache ich das mit einem kind, dass sich nicht aufrechthalten kann von allein, aber dann beikostreif ist?
und keine "angst", vergleichen habe ich versucht mir abzugewöhnen - klappt mal mehr mal weniger gut.
und ich weiß auch grad nicht, ob du gelesen hast, dass mein kind ein frühchen ist? ich weiß dass jedes kind sein eigenes tempo hat, habe ja jetzt drei davon hier daheim.
aber danke nochmal für den hinweis!
WIE mache ich das mit einem kind, dass sich nicht aufrechthalten kann von allein, aber dann beikostreif ist?
und keine "angst", vergleichen habe ich versucht mir abzugewöhnen - klappt mal mehr mal weniger gut.
und ich weiß auch grad nicht, ob du gelesen hast, dass mein kind ein frühchen ist? ich weiß dass jedes kind sein eigenes tempo hat, habe ja jetzt drei davon hier daheim.
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Liebe Grüße
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
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Re: AW: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Hm wenn du Kind hinsetzt und mit der hand den unteren rücken stützt, so Lende/Nierengegend. Und es sich dann alleine aufrecht halten kann, dann darfste es zum essen in einen Hochstuhl packen und polstern/stützen
Zwergin * 12.12.12
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- eines Tages fällt dir auf, dass du 99% gar nicht brauchst -
- anni1110
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Re: AW: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Danke dir.anirahtaK hat geschrieben:Hm wenn du Kind hinsetzt und mit der hand den unteren rücken stützt, so Lende/Nierengegend. Und es sich dann alleine aufrecht halten kann, dann darfste es zum essen in einen Hochstuhl packen und polstern/stützen
Zwergin * 12.12.12
Wir sind ja schon froh, dass er es mittlerweile schafft, sein Köpfche mal für ne Minute zu halten. Und ich übe mich einfach weiter in Geduld.
Aber ich mache mir schon wieder über Sachen Gedanken, die wir noch gar nicht benötigen.
Liebe Grüße
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klecksauge
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Bub war genau 5 Monate alt, es war der 1.1.2012, als er sich Papas Lachs vom Teller klaute, daran lutschte und was runter schluckte.
EIGENTLICH wollte ich 6 Monate voll stillen.
Nun ja, von diesem Tag an, haben wir angeboten. Brei gab's so gut wie gar nicht, wollte er nicht. Dafür Fingerfood.
Es gab immer wieder Phasen, in denen ich voll gestillt habe.
Nennenswerte Mengen werden hier seit etwa 6 Wochen gegessen. Gestillt wird seit etwa 3 Wochen noch mittags zum Schlafen, ab und an mal gegen Abend und dann abends zum Schlafen. Naja und nachts immer noch oft....
Entspannt Euch!
EIGENTLICH wollte ich 6 Monate voll stillen.
Nun ja, von diesem Tag an, haben wir angeboten. Brei gab's so gut wie gar nicht, wollte er nicht. Dafür Fingerfood.
Es gab immer wieder Phasen, in denen ich voll gestillt habe.
Nennenswerte Mengen werden hier seit etwa 6 Wochen gegessen. Gestillt wird seit etwa 3 Wochen noch mittags zum Schlafen, ab und an mal gegen Abend und dann abends zum Schlafen. Naja und nachts immer noch oft....
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Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)
Tablet und Smartphone-Nutzerin........
Rettet die Geburtshilfe!
https://mother-hood.de/
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- Sakura
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Anni, soweit ich weiß, kann es bei Frühchen schneller mal zu einem Eisenmangel kommen als bei reif geborenen Kindern, daher ist das Thema Beikost bei Frühchen anders zu bewerten. Gerade Brei kannst Du aber super füttern, wenn das Kind bei Dir auf dem Schoß "sitzt", also gut abgestützt. Seit neuestem haben wir auch einen Ikea-Hochstuhl, und in diesem kann ich mir vorstellen, ein Kind mit Kissen oder Decken gut abgestützt zu setzen, sobald es in der Aufrechten nicht mehr zusammensackt, da dieser Hochstuhl sehr eng und hoch ist, also gut für Kleine.
Maryam, in dem zarten Alter würde ich vermutlich nur Fingerfood anbieten, mit dem fiesen Hintergedanken im Kopf, dass das Kind davon vermutlich nicht allzuviel tatsächlich essen kann, weil einfach noch diverse grundlegende Fähigkeiten fehlen. Interesse befriedigt, Kind beschäftigt, alle zufrieden. Interesse am Essen allein ist ja auch kein Zeichen für Beikostreife, Dein Kind schaut sicher genauso interessiert, wenn Du Geschirr spülst oder was auf dem PC tippst. Ob ein Kind ab Beikostreife Brei oder Fingerfood oder einen Mix davon bekommt, ist in der Tat relativ egal, immer vorausgesetzt, dass die Hunger/Satt-Signale des Babys respektiert werden! Der Punkt ist vielmehr ein anderer: solange das Kind ausschließlich MuMi kriegt, hat es eine ganz bestimmte, einzigartige Darmflora. Sobald nennenswerte Mengen anderer Substanzen in den Darm gelangen (da reicht bereits ein einziges Fläschchen Pre), ändert sich die Darmflora und braucht Wochen, um sich zu regenerieren, und wenn dauerhaft andere Substanzen in den Darm gelangen (Beikost), ist diese einzigartige Darmflora unwiederbringlich verloren. Das ist bei beikostreifen Kindern der Gang der Natur und nicht schlimm sondern die ganz normale Entwicklung. Aber zu früh würde ich ganz persönlich das nicht riskieren wollen, der Darm ist schließlich eine ganz wichtige Komponente des Immunsystems. Ich kann mir vorstellen, dass es zwischen der sprichwörtlichen guten Gesundheit von Stillkindern und der speziellen MuMi-Darmflora einen Zusammenhang gibt, auch wenn ich das nicht genau weiß.
Maryam, in dem zarten Alter würde ich vermutlich nur Fingerfood anbieten, mit dem fiesen Hintergedanken im Kopf, dass das Kind davon vermutlich nicht allzuviel tatsächlich essen kann, weil einfach noch diverse grundlegende Fähigkeiten fehlen. Interesse befriedigt, Kind beschäftigt, alle zufrieden. Interesse am Essen allein ist ja auch kein Zeichen für Beikostreife, Dein Kind schaut sicher genauso interessiert, wenn Du Geschirr spülst oder was auf dem PC tippst. Ob ein Kind ab Beikostreife Brei oder Fingerfood oder einen Mix davon bekommt, ist in der Tat relativ egal, immer vorausgesetzt, dass die Hunger/Satt-Signale des Babys respektiert werden! Der Punkt ist vielmehr ein anderer: solange das Kind ausschließlich MuMi kriegt, hat es eine ganz bestimmte, einzigartige Darmflora. Sobald nennenswerte Mengen anderer Substanzen in den Darm gelangen (da reicht bereits ein einziges Fläschchen Pre), ändert sich die Darmflora und braucht Wochen, um sich zu regenerieren, und wenn dauerhaft andere Substanzen in den Darm gelangen (Beikost), ist diese einzigartige Darmflora unwiederbringlich verloren. Das ist bei beikostreifen Kindern der Gang der Natur und nicht schlimm sondern die ganz normale Entwicklung. Aber zu früh würde ich ganz persönlich das nicht riskieren wollen, der Darm ist schließlich eine ganz wichtige Komponente des Immunsystems. Ich kann mir vorstellen, dass es zwischen der sprichwörtlichen guten Gesundheit von Stillkindern und der speziellen MuMi-Darmflora einen Zusammenhang gibt, auch wenn ich das nicht genau weiß.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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- Amygdala
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Re: 4 Monate und giert nach dem Essen....
Ich seh' keine Vorteile. Ich kann nicht behaupten, dass es nicht unter Umständen doch irgendwo irgendwelche geben könnte, die sich mir grade nicht auf Anhieb aufdrängen - aber ich seh' zumindest keine.Maryam+Leo hat geschrieben: Naja also zu der eigentlichen Frage.... welche Vorteile für die Minimaus hat es wenn ich sie jetzt noch 2 Monate trotz rumgejammer weiter voll stille ? Oder gibt es keine ?
Eine meiner Vorschreiberinnen schrieb "entspannt Euch!" - und ich finde, das bringt es eigentlich auf den Punkt.
Unser Ältester, inzwischen 16, wurde von uns nach damals aktuell vorherrschender "Pflege- und Aufzuchtsnorm für Säuglinge und Kleinkinder" behandelt. Mit 6 Wochen von Brust auf Flaschennahrung umgestellt (langes Stillen lässt Kinder unselbstständig werden. Außerdem brauchen die in dem Alter eine "vernünftige" Anfangsnahrung, wo man weiß, was in welchen Mengenverhältnissen drin ist, damit sie keinen Mangel erleiden), die Flaschennahrung wurde brav der jeweiligen Altersstufe strikt nach Termin angepasst, die Flaschen brav nach Plan durch Breimahlzeiten ersetzt (der Junior war nebenbei erwähnt ein schlechter, mäkeliger Esser), das wurde Kind komplett nach Plan durchgeimpft und geschlafen wurde im eigenen Kinderbett, weil Kinder im Elternbett unweigerlich an plötzlichem Kindstod sterben. Und trotzdem dass wir alles richtig gemacht hatten, bekam er mit 8 Wochen Neurodermitis, danach Pseudokrupp, stolperte von einer Bronchitis in die Nächste und wir arbeiteten uns erfolgreich bis zum 3. Lebensjahr zum Status "Kleinkind-Asthma" hoch.
Nach jeder Impfung und bei jedem Zahn waren wir mit über 40° Fieber trotz Fieberzäpfchen im Krankenhaus. Mit 6 Monaten mit einer Meningitis, die wenige Tage nach einer 5-fach-Impfung auftrat. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Ich dachte mir damals zumindest nichts dabei. Heute seh' ich das anders...
Unser Mittlerer, inzwischen 9, wurde 6 Wochen vor Termin geholt. Weil er so klein und so zart war, habe ich mich hier gegen einiges geweigert. Er hat allgemeiner Empfehlungen überwiegend bei uns im Bett geschlafen - und zwar entweder auf meinem Bauch oder auf dem Bauch meines Mannes. Und ob wohl er nur wenige Stunden ab und an mal im Kinderbettchen neben dem Elternbett schlief und ansonsten immer bei uns, hat er überlebt. Im Kinderbettchen hat dann auch tatwahrhaftig der Angel-Care, den wir aufgrund des frühen Geburtstermins und der Anpassungsstörungen nebst Vorhofseptumdefekt gekauft hatten, einmal Alarm geschlagen. Es folgte Krankenhaus und Ausstattung mit Monitor und der erhobene Zeigefinger, dass man das Kind aber doch auch nicht mit ins Elternbett nehmen dürfe und dass unser Sohn froh sein könne, dass er noch lebt und dass das nur der Tatsache zu verdanken sei, dass er im eigenen Bett gelegen und das Gerät Alarm geschlagen habe.
Impfen haben wir 2x versucht. Wir waren der Ansicht, das müsse wohl sein. Ärztlicherseits wurde uns auch nichts anderes gesagt. Wir haben uns allerdings einen späteren Termin zur ersten Impfung ausbedungen, da unser Zwerg so klein und Zart war. Langer Rede kurzer Sinn: 2x heftige Impfreaktionen und wir haben es ab dann einfach sein lassen.
Was essen angeht, hat uns der Junge Mann weitestgehend nach seinen Vorstellungen erzogen. Brust war toll, Flasche bäh (ich hatte über Abstillen und Umstellen auf Flasche nachgedacht, als er etwa ein halbes Jahr alt war. Wieder in der Sorge wie beim ersten Kind, dass der Zwerg eventuell sonst nicht alle Nährstoffe bekäme, die er brauchen würde. Da mein Sohn aber lieber 3x verhungert wäre, als Flasche zu trinken, haben wir den Gedanken schnell wieder verworfen und mit eigentlich schlechtem Gewissen weitergestillt).
Beikost wollte er mit 4 Monaten unbedingt. Ich war arg unsicher - gerade im Hinblick darauf, dass er ja 6 Wochen zu früh war und somit die 4 Monate eigentlich keine echten 4 Monate. Habe mich aber von meinem Kind überreden lassen. Ein Löffelchen pürrierte Möhren war in Ordnung. Mehr wurde zwar verlangt aber mit üblem Bauchweh quittiert. Aber er hat uns sooooo hungrig und sehnsuchtsvoll auf die Teller geschaut, wenn wir beim Essen saßen. Wir haben uns dann mit in Apfel und Möhre getauchten Plastiklöffeln zum ablutschen beholfen. Zwischenzeitlich verging das Interesse dann nochmal für kurze Zeit und beim nächsten Aufflackern wurde alles vertragen. Mit 6 Monaten hat er neben dem Stillen mit vom Familientisch gegessen. Und bis er ungefähr zweieinhalb war, auch immer noch zum Einschlafen bei mir getrunken. Obwohl wir hier fast alles falsch gemacht haben, ist aus dem Zwerg ein gesundes Kind geworden.
Bei unserer Jüngsten (13 Monate) waren wir noch unverantwortlicher. Sie hat - seit unserer Entlassung nach dem Kaiserschnitt - nie wieder allein in einem Kinderbettchen gelegen. Sie schläft nachts bei uns im Bett und tags nickert sie mal ein halbes Stündchen bei mir im Arm. Wir haben uns an keinen Ernährungsplan gehalten. Sie bekommt die Brust, so oft sie danach verlangt und sitzt am Familientisch, seit sie knapp 6 Monate ist. Probiert wird begeistert alles, was auf den Tisch kommt. Aber auch sie wollte mit knappen 4 Monaten schon deutlich erkennbar etwas Anderes, als "nur langweilige Milch".
Ich hab' anfangs in Muttermilch aufgeweichten Zwieback in relativ fest-breiiger Konsistenz gegeben. Da die Maus damals von sitzen können noch weit entfernt war, hatte ich sie halb aufrecht in meinem Arm sitzen/liegen und sie hat mir den Zwiebackbrei selig vom kleinen Finger genuckelt. Das Gleiche ging auch mit Möhrchen, Birnen und Apfel aus dem Glas. Später kam löffelchenweise stichfester Gläschenbrei dazu. Mengenmäßig waren wir aber auch da von echter "Beikost" im Sinne von Ernähren und auch nur ansatzweisem Ersetzen einer Mahlzeit weit entfernt. Es ging mehr ums Dabeisein und mit den Großen essen. Im Gegensatz zu unserem Mittleren, der zwischendrin nochmal komplett das Interesse an Beikost verloren hatte, futtert unsere Maus aber konsequent weiter mit, seit sie einmal damit angefangen hat.
Allerdings haben wir mit ihren inzwischen 13 Monaten immer noch keine komplette Mahlzeit ersetzt. Sie ist vom Tisch, so lang sie mag - das ist mal mehr und mal weniger - und an einem gewissen Punkt wird die Trinklerntasse vernehmbar laut beiseite gestellt, der Teller weggeschoben oder auf den Boden ausgeleert, wenn ich nicht schnell genug reagiere
Obwohl das sicher nicht der gängigen Norm entspricht, denke ich, passt das so. Für uns zumindest. Unser Umfeld schüttelt zwar kollektiv den Kopf, meine Mutter spart auch beim dritten Kind nicht mit guten Ratschlägen, was man früher alles noch gelernt hat und was wichtig für das Kind ist (wie zum Beispiel viel liegen auf dem Rücken. Von meiner ewigen Tragerei wird das Kind krumm! Und regelmäßige Schlafenszeiten. Ein Mittagsschlaf vor allem! So ein kleines Kind MUSS mittags zu einer festen zeit für mindestens 2 Stunden Mittagsschlaf halten und wenn es auch nicht die ganze Zeit schläft, dann doch zumindest liegen. Und dann MUSS man es auch zur Not mal schreien lassen. Das MUSS es lernen!), aber ich hab mir die kraftraubenden und zu nichts führenden Diskussionen und Rechtfertigungen abgewöhnt. Mit meiner Mutter über sämtliche Erziehungs- und Ernährungsfragen. Mit den Kinderärzten über Ernährung und Impfungen (allerdings habe ich hier auch 4 Kinderärzte durchprobiert, bis ich einen gefunden hatte, wo es dann endlich passte) und mit allen Anderen sowieso.
Wozu jetzt dieser ganze Roman? Ääh... ach ja, richtig; entspann dich!
Beobachte dein Kind und tu das was du intuitiv als richtig empfindest.
Jedes Kind ist anders. Und jede Situation auch. Und allgemeingültige Normen sind von daher eigentlich "für'n Pöppes". Und "ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen" klappt zumindest bei uns sowieso nie...
LG Amy
Making the decision to have a child – it is momentous. It is to decide forever to have your heart go walking around outside your body.
♂04.1998, ♂05.2005, ♀11.2012
♂04.1998, ♂05.2005, ♀11.2012