Immer wieder Zweifel...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Lothlorine
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Entschuldige, dass ich so lange nicht geantwortet habe, aber das Pfadi war krank und unser Hund musste eingeschläfert werden. :(
Die Schlafsituation ist wieder sehr schlecht, auch jetzt wo sie wieder fit ist. In den letzten Tagen hatte ich oft keinen Nerv mehr,weil sie dauernuckelt und dabei noch die andere Brustwarze bearbeitet. Ich halt das manchmal nicht mehr aus. Dann hab ich ihr das gesagt und die Brust verweigert, was derzeit aber ein panisches Geschrei nach sich zieht. Gestern waren wir drei Stunden wach, ich hab alles versucht, singen, halten, tragen, Wasserflasche, Kuscheltiere, ja sogar einen Schnuller hab ich gezückt. Keine Chance! Ich befürchte so langsam kommen wir doch in einen nächtlichen Abstillkonflikt. Davor hab ich Angst und ich weiß auch nicht, ob ich wirklich dazu bereit bin. Aber ob ich es aushalte, bis sie wieder von sich aus Fortschritte zeigt, weiß ich auch nicht... :roll:
Danke für die Tipps im Liegen, so ähnlich machen wir das schon und aufgedeckt bin ich oft, wenn ich drüber einschlafe.
Großes Pfadi (09/2012) und kleines Pfadi (05/2016)
Zimty
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Zimty »

oh je, das tut mir Leid. Es ist schlimm wenn man einen guten Freund gehen lassen muß, ich wünsch Dir ganz viel Kraft.

Das Problem hab ich manchmal auch. Sie trinkt an der einen und krallt an der anderen rum. Ich laß es meist zu so lange ichs aushalt, aber wenns zu arg wird pack ich eine ein und laß ihr die andere zum trinken. Aber in den meisten Fällen kreischt sie dann auch, wenn sie sich schnell beruhigt und trinkt ok, wenn sie weiter schreit steh ich mit ihr auf und mach was anderes, essen, spielen oder so und nach einer Weile still ich sie wieder, da macht sies als dann nimmer so arg. Also ohne stillen würd sie auch nie schlafen, da würd ich auch Stunden mit ihr wach sein.
wenn sie dauernukelt und gar nicht schlafen kann, steh ich mit ihr auf, versuch aber nicht sie einzuschläfern. Wir spielen dann ein bißchen und dann geb ich ihr was zum Essen, mit vollem Bauch sind die einschlaf chancen besser :wink: dann leg ich mich wieder mit ihr hin, kann sie immer noch nicht schlafen stehn wir wieder auf. Sie hat halt manchmal Tage wo sie einfach noch nicht müde genug ist. kenn ich ja auch, manchmal kann man halt nicht schlafen, ich denk so gehts den kleinen auch. Ich hab auch immer probiert sie mit allem möglichem einzuschläfern und mich selber unter druck gesetzt. "Sie muß doch jetzt schlafen" hatte auch gelesen, dass wenn Sie nicht schlafen, soll man nur ganz ruhig mit Ihnen sprechen, fast kein Licht, ja nicht mit ihnen spielen und so weiter. Bringt hier nichts. Ich muß Sie dann müdespielen :D je doller umso besser schläft sie danach :)
In letzter Zeit klappts auch wenn ich ihr beim dauernuckeln die Brust rauszieh, manchmal schläft sie einfach weiter, wenn nicht schnapt sie sie sich einfach wieder.
Ich hoffe du findest einen Weg der für euch beide gut ist!
lg Zimty
mit dem wildem Tier 12/12 :slürp*
Lothlorine
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Hallo, mal schauen wie lange ich schreiben kann. Im Moment kann ich abends immerhin mal wieder für eineinhalb Stunden raus und das Einschlafen geht relativ schnell. Nachts ist es auch minimal besser, aber gegen Morgen (also so ab halb vier) geht das alle-halbe-Stunde-Nuckeln los. Und morgens will sie gar nicht wach werden, nuckelt und nuckelt, bis ich das beende. Dann schreit sie panisch. Überhaupt hat sie die letzten Tage soviel geschrien wie in den ganzen 15 Lebensmonaten zusammen. Wir haben mit Mühe mal geschaut und sind uns unsicher, ob tatsächlich schon einer der hinteren Backenzähne kommt. Sie hat schon 16 und das würde mich fast nicht wundern... Tagsüber ist auch ständig Stillen angesagt, wenn ich arbeiten bin ist das aber auch kein Problem...
Du hattest glaube ich noch wegen den Zähnen gefragt: Die Stillberaterin meinte, das Dauernuckeln könne bei schlechter Zahnsubstanz zum Problem werden. Wie gesagt habe ich mich ausführlich eingelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass selbst Stillvereinigungen darauf hinweisen, dass man darauf achten solle, dass das Kind richtig trinkt, denn beim Nuckeln läge die Brustwarze ja mehr im Mund. Es geht wohl darum, dass der Mund mindestens drei Stunden nicht umspült werden soll, damit der Speichel genügend Zeit hat den Schmelz zu remineralisieren. Deshalb sind auch viele Zwischenmahlzeiten oder auch Wasser in der Nacht nicht so günstig für die Kariesprophylaxe. Und es kommt hinzu, dass ihre Backenzähne schon früh da waren und die somit auch mehr abbekommen, als bei anderen Langzeitstillkindern.
Ich bin was Zähne an echt vorgeschädigt, hatte als Kind viele Probleme und hab erst vor Jahren nochmal alles auf eine Karte gesetzt, mit Zahnspange und einer Riesen-Kiefer-OP. Daher habe ich Angst ihr auf der einen Seite Gutes tun zu wollen und damit auf der anderen Seite Schaden zuzufügen.
Ich muss rein, meld mich morgen wieder... !!!
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Lothlorine
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Ist das ärgerlich, mein ganzer neuer Beitrag ist weg, ich probier es nochmal - grrr...
Also: Mein neuer Schlachtplan lautet - Gespräch mit der Stillberaterin hier vor Ort - evtl. erneuter, früherer Besuch bei der Kinderzahnärztin (wobei ich mich da gut mit Argumenten wappnen muss) - evtl. über die freien Tage konsequent den Pantleyplan durchziehen - wenn gar nichts hilft Gordon probieren (in einer guten Phase, im Moment wäre das unmöglich).
Wobei ich eigentlich noch gerne stille und Angst habe, dann ganz abstillen zu müssen. Stillen hat so viele Vorteile und ist so praktisch und ich bin mir sicher, dass ich damit ihre Bedürfnisse erfüllen kann. Ok, momentan nuckelt sie tagsüber auch ständig, das muss ich dringend reduzieren, da es mich auch nervt. Und etwas mehr Schlaf würde mir auch gut tun, bzw. Entlastung am Abend, gerade jetzt wo ich wieder arbeite. Und damit stehen wir wieder ganz am Anfang: Immer wieder Zweifel...
Es wäre toll, wenn vielleicht eine Stillberaterin was dazu beitragen könnte, bzw. Langzeitstillmamas (auch wenn ich mir alle Threads zu den Zähnen durchgelesen habe, evtl. habe ich was falsch verstanden???). Danke!
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Ich muss noch schnell zwei mögliche Gründe zur Ehrenrettung meines Pfadis hinterherschieben: Sie läuft seit ca. zwei Wochen frei (zumindest zwei, drei Meter) und ich habe wieder mehr Stress, was sich sicherlich überträgt. Und das noch zu dem möglichen Monsterbackenzahn... Wenn das keine Argumente sind, um soviel zu stillen!? Ach, ich hab sie doch so lieb... Hoffentlich gibt es einen gangbaren Weg für uns. :roll:
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Johannasmama
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Johannasmama »

Ohh das muss ich morgen mal in ruhe lesen.. klingt voll nach unserer großen. .

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Lothlorine
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Danke, Johanna, das wäre prima! Allein der Gedanke, dass es noch mehr solche Kinder gibt, verleiht immer wieder neue Kraft. Bin gespannt auf eure Erfahrungen! Gute und ruhige Nacht...
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

So, es ist mal wieder Zeit für einen Bericht: Erst einmal, die Kinderzahnärztin rät zum Abstillen bis 2 Jahren und empfiehlt eine systemische Familienberaterin. Putzschule haben wir nächste Woche, mal gespannt, ob das was bringt.
Aber unser Hauptthema ist ja das Schlafen... Mittags stille ich jetzt nicht mehr gemütlich auf der Couch, sondern es wird jeden Tag gelaufen! Sie schläft mittlerweile sicher im Kinderwagen ein, zeigt sogar auf ihren Anzug und sagt "Heia"! :lol:
Ich habe ab Januar mal eine Woche konsequent das Pantley-Abdocken durchgezogen, gepaart mit eigener Intuition, denn nach dem 50. Abdocken (oder mehr?) habe ich die Brust teilweise einfach eingepackt. Die erste Nacht war schlimm, aber ab dann lief es immer besser. Sie schlief sogar einmal 7 Stunden am Stück. :mrgreen: Einige Zeit haben wir vorher aber noch gestillt, irgendwann konnte ich das komplett weglassen.Seitdem klappt das abendliche Einschlafen (bis auf Ausnahmetage, weiß nicht was da los ist) ohne Brust und wohlgemerkt immer noch ohne Schnuller oder eine Flasche. Ich bin stolz auf mein Mädchen! Manchmal quengelt sie kurz, aber manchmal dreht sie mir direkt den Rücken zu. Oft möchte sie aber meine Hand halten, ganz goldig. Am Anfang hatte ich mehrere Stunden Freizeit am Abend, mittlerweile max. 2 Stunden, eher eineinhalb. Aber auch besser als früher. Soweit zu den Fortschritten... Nur verhält sie sich nachts entgegen aller schlauen Ratgeber, die sagen, dass ein Kind, das alleine einschlafen kann, das auch nachts tut! Ich glaube mittlerweile, dass es wirklich Gewohnheit ist. Wenn sie das erste Mal wach wird, dann holen wir sie ins Beistellbett rüber. Und ab dann geht es unverändert weiter, selten hatte ich 5 Stunden, wenn es gut läuft mal 3, schlimm ist es wieder bei einer Dreiviertelstunde, vor allem gegen Morgen. Was dann in Dauernuckeln ab fünf endet. Ich gebe zu, dass ich das Abdocken nicht mehr konsequent durchgezogen habe, weil ich das beim Arbeiten einfach nicht schaffe. Ganz zu verweigern habe ich auch probiert, das endete in richtig schlimmem Gebrüll.
Ich bin derzeit in einem Zwiespalt: Es sprechen viele Gründe für das Weiterstillen, aber auch einige dagegen. Ich habe mal in mich hineingehört und mir das auch notiert. Aber klarer bin ich deswegen noch nicht. Diese Ambivalenz spürt sie wahrscheinlich auch. Das gute Gespräch mit einer Stillberaterin hat ergeben, dass ich mehr an meinen Mann delegieren sollte. Der hat sie an einem Abend, an dem ich beruflich weg war, durch Tragen zum Einschlafen bekommen und er konnte sie sogar ABLEGEN! An anderen Abenden, an denen wir probiert haben, dass er reingeht, schrie sie länger und wurde irgendwann im Viertelstundenrhythmus wach. Vor ein paar Tagen ging es gar nicht, sie schrie so fürchterlich, dass sie noch nach einer Dreiviertelstunde Stillen schluchzte. :( Die Stillberaterin hat mir aber etwas die Angst genommen, dass ich ihr schaden kann, weil der Papa sie ja begleitet, sie jetzt sicher gebunden ist und der Papa eine Hauptbezugsperson ist (wir teilen uns die Betreuung). Aber leicht fällt mir das nicht. Dennoch will ich nun mal wieder was für mich tun, auch mal abends rausgehen. Sie versteht ja jetzt soooo viel mehr.
Ich weiß auch nicht so recht, ob es nachts nicht sinnvoller ist, sie ganz abzustillen, ich glaube das verwirrt sie eher und sie ist auch sehr hartnäckig was das Abdocken angeht. Tagsüber hing sie die letzten Wochen ständig an meiner Brust, stillte öfter als ein Neugeborenes, aber oft aus Langeweile. Nun versuche ich sie abzulenken, wir gehen viel raus, so dass wir jetzt tagsüber noch zweimal stillen.
Mir sitzt noch meine Hochzeit im Sommer im Nacken, da ich nicht weiß, wie ich feiern soll, wenn sie so schläft wie jetzt... Die Stillberaterin meint, bis dahin hätte sich das erledigt. So wie mein Kind die Brust liebt, bezweifle ich das eher.
Manchmal denke ich, ich kann es ihr zumuten nachts ohne Stillen auszukommen, denn sie kann ja eigentlich friedlich ohne einschlafen und ich habe so viele Monate alles gegeben. Aber dann tut sie mir wieder leid, ich kann das Weinen einfach nicht ertragen, werde sofort wieder schwach... :oops:
Großes Pfadi (09/2012) und kleines Pfadi (05/2016)
Lothlorine
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

:D @johannasmama: Entschuldige, Nadine!!!
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Maria2012
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Maria2012 »

Hallo!

Habe gerade alles gelesen und konnte auch einige Parallelen zu meiner Tochter (1,5 Jahre alt) erkennen.

Eine richtige Langzeiterfahrung kann ich dir leider auch nicht schreiben, da mein Kind nur minimal älter ist als deines.

Aber bei uns ist es auch so dass die Nächte eher durchwachsen sind.
Manchmal denke ich dass die Kleine längere Schlafintervalle hatte als sie erst ein paar Monate alt war als jetzt. Also dass die Schlafeinheiten mit dem Alter zunehmen kann ich hier leider aktuell nicht bestätigen.
Bestätigen kann ich aber dass nichts so stetig ist wie die Veränderung *seufz*
Die Dinge ändern sich so schnell. Ich glaub es kommt immer darauf an wie wir selber es sehen und "werten". Denn wenn unser Kind etwas neues lernt (z.b. die ersten Schritte) freuen wir uns über die Veränderung. Wenn es hinfällt und Tage dabei hat wo es lieber wieder krabbelt nehmen wir das gerne in Kauf. Wenn es aber eine Nacht 4 Stunden am Stück schläft und am nächsten Tag nur 2 Stunden dann nehmen wir das nicht so gerne hin.....

Vielleicht hilft es dir wenn du tagsüber dass viele Nuckeln oder Stillen reduzierst? Isst deine Kleine denn schon viel oder ernährt sie sich überwiegend von MM? Wenn sie schon selber isst, kannst du das Stillen vielleicht nach und nach tagsüber ausschleichen indem du sie ablenkst (wie du es ja schon machst durch rausgehen oder ähnliches)?
Bei mir war es so dass ich abends/nachts wieder mehr Geduld/Nerven hatte um das häufige Stillen/Nucklen zu akzeptieren als ich tagsüber nicht mehr gestillt habe. Sprich ich tagsüber "Stillpause" hatte.

Und das mit dem Abends mal Zeit für sich haben oder doch nach so vielen Monaten abends mal wieder weggehen kenne ich auch nurzugut. Manchmal gibt es Tage an denen wünsche ich mir einfach mal abends 3 Stunden mit Freunden was essen gehen zu können. Denn alle anderen Mama's in meiner Umgebung machen dass - aber von denen stillt natürlich keine mehr - irgendwie ist man schon oft der Außenseiter..... Und dann gibts auch wieder die Tage wo ich mir denke es ist nur eine begrenzte Zeit, die Kleine wird so schnell groß und was sind schon (z.B.) 2 Jahre abends nicht weggehen auf ein Menschenleben gesehen?
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