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Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 22.09.2013, 00:53
von julia1982
Liest sich total unfreundlich stell ich grad fest, so ist es nicht gemeint.

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 22.09.2013, 19:48
von Mamarie
Hilfe, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ohne dass es falsch rüberkommt, sorry

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 23.09.2013, 13:57
von Lösche Benutzer 14500
Mamarie, wenn ich dich richtig verstanden habe, dann meinst du mit der Krippe; dass es für dich gut oder AP-konform oder was auch immer (:-)) war, deine Töchter nicht in die Krippe zuschicken, weil du so das Gefühl hattest, eine bessere Bindung zu ihnen aufbauen zu können, als wenn sie in die Krippe gegangen wären? Das fände ich - mit Tochter, die seit einem Jahr in die Krippe geht - persönlich völlig ok und würde mich dadurch nicht auf den Schlips getreten fühlen.

Zur Sache kann ich leider nix sagen, weil ich keine Anhängerin von Erziehungs- oder Beziehungsratgebern/-theorien bin. Ich betreibe Miffi-parenting: Ich mache, was sich für mein Kind und mich am besten anfühlt. (Außer manchmal, dann muss ich leider genervt, unsachlich, laut reagieren, weil ich selber nicht ausgeschlafen/gestresst/genervt bin.) Du schreibst, du hast einen guten Draht zu deinen Kindern und merkst sofort, wenn es zwischen euch knirscht - das finde ich die allerbeste Basis, um mit deinen Kindern respekt- und liebevoll umzugehen. Alles andere - InsbettbringSituationen, Umgang mit Wutanfällen etc. - ergibt sich m.E. daraus.

Re: AW: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 23.09.2013, 14:06
von MaareMum
Hach Miffi, du bringst es mal wieder auf den Punkt :-)
Miffi-Parenting, genau. Hier Maaremum-Parenting.

***kurz und knapp vom Handy***

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 23.09.2013, 14:42
von Wortgewitter
:lol: Wortgewitter-Parenting klingt allerdings, als würde ich meine Kinder regelmäßig anbrüllen (was ich natürlich NIE tue 8) )...


Ernsthaft - das ist für mich nach der ersten Zeit mit dem Kind der Knackpunkt gewesen. Also AP mit einem eigenständigeren, trotzigen, wachsenden Kind und meinen wachsenden Bedürfnissen - das bedeutet, den EIGENEN Stil zu finden. Mit einem Baby war das noch leichter, da gab es immer so ein Entweder-oder: Entweder ich lass es schreien oder ich kümmere mich, entweder ich stille nun oder mache noch schnell was zuende etc.... Und irgendwann wird daraus: Ich könnte nun so reagieren oder so oder mir etwas drittes einfallen lassen. Und mein Kind hat dann auch ein gewachsenes Verhaltensrepertoire, es kann mal ein, zwei Sekunden warten (nicht länger :lol: ), es kann brüllen, es kann reden und mir Vorschläge machen.
Damit wachsen die Möglichkeiten, mit Situationen umzugehen, exponentiell. Und die Situationen selber auch. Das ist toll - aber das bedeutet auch, man muss sein eigenes finden, seine eigenen Möglichkeiten gut einschätzen.

Für mich bedeutet das, mich ideell auch mit anderen Ideen als AP oder 'unerzogen' anzufreunden, gedanklich auch mal neue Wege zu gehen, zu scheitern, anderes zu versuchen.

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 23.09.2013, 21:31
von Lösche Benutzer 14500
Jaja - Augen auf bei der Nickwahl! Was mit P wäre nett gewesen... Pusteblume oder so - dann könnte ich jetzt Pusteblumen Parenting betreiben.

Ansonsten mag ich bei dir unterschreiben, Wortgewitter! Das macht doch eigentlich das Leben aus - sich finden, Wege zum Zusammenleben finden, Grenzen ausloten (eigene und die von anderen), Erfahrungen machen. Ideen wie AP oder Unerzogen können eine Hilfe sein (und sind sicher auch wichtig als Gegenpole zu althergebrachten Traditionen), aber ich denke, sie sind vor allem dann hilfreich, wenn man sie als (gute :-)) Ideen betrachtet, nicht als Ideale: Es mag sein, dass die ein oder andere Idee zu einem passt - aber vielleicht auch nicht. Dann findet man eine andere Lösung. Ja, mag sein, dass das dann nicht mehr "AP" oder "Unerzogen" ist. Aber ich denke, oberste Maxime sollte sein, dass sich alle Beteiligten mit einer Lösung wohlfühlen, sich respektiert, geliebt,angenommen und in ihren Bedürfnissen erntgenommen fühlen - wie man das dann nennt und ob es noch "theoriekonform" ist, das sollte m.E. zweitrangig sein. Letzlich geht es um Erziehungsansätze (bzw. bei Unerzsogen eben nicht), nicht um eine Sektenmitgliedschaft. :-)

Re: AW: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 24.09.2013, 09:12
von annea
Miffi, Wortgewitter - sehr schön auf den Punkt gebracht! Ich möchte mich euren Worten anschließen.

~ unterwegs ~

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 24.09.2013, 12:35
von Mamarie
Hallo, ich Klinke mich wieder ein. Danke für die weiteren Beiträge, genau deshalb hatte ich geschrieben, weil ich gemerkt habe, dass ich mit einer bestimmten Theorie gerade nichts anfangen kann, in meinem Fall eben das ap. Genau, wenn man ein Baby hat ist es etwas klarer mit den Entscheidungsmöglichkeiten, wie schon einer von euch gesagt hatte... Eigentlich entspricht das auch meinem Gefühl es so zu machen, wie es für alle am stimmigsten ist, dann ist es auch authentisch, auch wenn man mal genervt ist.
:-))))

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 27.09.2013, 09:25
von Mausebaby
Da mag ich mich bei miffi komplett anschließen! Sehr schön gerieben u genau so versuche ich das auch umzusetzen.
Wir leben auch mehr o weniger unerzogen, aber eben “nur “als leitfaden. Für mich ist am ap (oder mausebaby-parenting , tolle worterfindung, miffi ;) ) der respekt dem kind gegenüber, das gleichwürdige umgehen miteinander sehr wichtig. Ich sehe das befasse im bekanntenkreis, dass das da völlig fehlt u dadurch merke ich wie wichtig mir das ist.
So, ich schreibe mal wieder im kreis, an sich wurde alles für mich wichtige schon vorher geschrieben :)

Re: Attachment Parenting 2+

Verfasst: 27.09.2013, 12:16
von Tomma
Wir sind zwar noch nicht 2+, aber ich finde, dass sich schon jetzt eine Menge ändert (und mit dem Sprechen sicher nochmal mehr). Mir sind gerade in den letzten Tage nochmal die Augen aufgegangen, dass ich eben nicht nur Tomma-Parenting betreiben kann, sondern dass auch Elemente des Papa-Parenting, TaMu-Parenting, manchmal Oma und Opa-Parenting oder whatever dazukommen, die vielleicht von den eigenen Ideen abweichen, aber aufgrund der gleichwertigen Beteiligung (z.B. des Papas) eben nicht einfach unter den Tisch fallen können. Und für mich war es eine sehr eindrückliche Erkenntnis, dass tatsächlich mehrere Wege nach Rom führen und ich nicht die Einzige bin, die mit meinem Kind "richtig" umgehen kann. Mir fällt diese Gelassenheit bisher noch sehr schwer, ich finde sie aber wichtig, da ich meinem Kind m.E. die Chance geben muss, sich auch mit anderen Menschen und Umgangsweisen auseinanderzusetzen. Ihm das zu ermöglichen und ihn dann trotzdem wieder liebevoll aufzufangen und ihm ein Hafen zu sein, das ist mir glaub ich wichtig.