Hallo Momolina,
ich kann mich da weitenteils meinen Vorschreiberinnen anschließen und versuche, nochmal ein bisschen zusammenzufassen:
Von Anfang an stille ich nur eine Seite, seit er etwa 13 Monate ist, beide Seiten pro Mahlzeit.
Was ich von Anfang an bemerkt habe: ich merke den Milcheinschuss, es kribbelt und brennt etwas, das kommt aber nur einmal pro Mahlzeit. Mein Baby kannn weiter saugen, schluckt immer weniger, irgendwann gar nicht mehr, aber es kommt keine weitere Milch mehr. Einen weiteren Einschuss gibt es nicht... Deshalb habe ich irgendwann beide Seiten gegeben, da die stündlichen Abstände mir unangenehm waren. Das hat sich auch etwas gebessert.
Das war völlig richtig. Der MSR wird durch Stimulation ausgeslöst - Seitenwechsel (ruhig auch mehrmals!) ist da genau richtig.
Nun merke ich z.B. nachts, dass ich lange nicht gestillt haben darf, dass die Milch langt. Stille ich z.B. so gegen 16h oder später nochmal, kann ich ab 23Uhr (erstes Aufwachen) stündlich ran. Habe ich gegen 11Uhr das letzte Mal gestillt, dann langt es etwa 3h. Ich merke auch
Achtung, hier kann Dir die Wahrnehmung einen Streich spielen. Für den MOMENT ist in der Tat "mehr Milch da", wenn die Stillpause davor recht lang war: Die Brust wird stärker durchblutet, lagert etwas Gewebswasser ein usw. um "für jetzt gleich" viel produzieren zu können. Wenn man diese Taktik jedoch DAUERHAFT fährt, wird ganz eindeutig auf Dauer die Milchproduktion zurückgefahren, denn wenn die Pause ungewöhnlich lang war, dann bedeutet das das Signal: "Bislang offenbar zu viel produziert, Pausen sind länger als gedacht, also Produktion drosseln!"
Deshalb kann vom Erreichen "möglichst langer Abstände", damit viel bei der nächsten Mahlzeit produziert wird, nur abgeraten werden, falls Du eigentlich noch länger stillen willst, denn die "lange Pausen"-Taktik ist eine klassische (und super funktionierende!..) Abstillmethode.
Nun habe ich bei einer anderen Mama einiges gesehen, erfragt und besprochen, was mich stutzig werden lies - ihr Baby ist 5 Monate älter als meines, also 20 Monate alt. Wenn mein Baby abdockt, ist da weder an meiner Brust noch am Babymund Milch. Ich kann nicht von jetzt auf gleich stündlich anlegen und es käme noch genug Milch, bzw überhaupt Milch. Bei Ihr war/ist das gar kein Thema. Nach Bedarf stillen kann ich nicht - ich muss immer auf die Uhr schauen.
Die Milchbildung fällt bei Frauen (genauer: Mutter-Kind-Paaren) durchaus sehr unterschiedlich aus. Manche Frauen produzieren von Anfang an sehr großzügig, und das Kind freut sich wie bolle über die schlaraffenlandartigen Zustände. Eine andere Frau produziert genauso, aber das Kind kommt mit der Übervölle überhaupt nicht gut zurecht, verschluckt sich in einer Tour und ist mit den Milchmassen komplett überfordert. Andere Frauen müssen aufpassen, niemals zu lange Pausen zu haben, weil sonst die Produktion prompt zurückgeht - mit anhänglichem Tragetuchbaby gar kein Problem, aber wehe, das Kind ist mal einen Nachmittag mit dem Papa unterwegs.
Wieder andere Frauen stillen problemlos nach Bedarf, bis zu dem Punkt, an dem sie nur noch 4 oder 5 mal in 24 Stunden stillen - ganz plötzlich geht die Milch zurück...
Eigentlich lassen sich all diese Kombinationen stillberaterisch gut in den Griff kriegen, Deinen Fall bestimmt auch.

Den hast Du ja hier gut beschrieben:
Ja, auch früher beim Vollstillen habe ich gemerkt, dass die Milchmenge pro Stillen einfach gering ist. Ich konnte auch da schon die Milchmenge pro Mahlzeit nicht erhöhen, nur die "Wiederverfügbarkeit" verkürzen. Da war es möglich ohne Probleme alle h zu stillen. Da könnte ich bestimmt auch wieder hin - aber mir fehlt die Menge pro Mahlzeit...
Manche Frauen produzieren zwar sozusagen beliebig oft Milch, aber eben eher kleine Portionen. Das ist kaum zu ändern - manche Frauen produzieren auch mehr Schweiß als andere (merke ich immer beim Sport, wenn ich - bereits völlig wie aus dem Wasser gezogen - meine Sportfreundin anschaue, deren Haut komplett trocken ist, in der Sauna genauso.) An sich sind solche Unterschiede ÜBERHAUPT NICHT schlimm - solange das Baby entsprechend nach Bedarf gestillt wird, sind da keine Gedeihstörungen o.ä. zu erwarten (betrifft jetzt eher die Vollstillzeit; danach ist es hinsichtlich des Gedeihens des Kindes ja noch weniger von Belang).
Deshalb lass mich hier noch mal nachfragen:
Mein Baby ist nun fast 15 Monate alt und ich stille tagsüber 1-2mal und nachts. Zum Einschlafen gibt es schon länger Pre
Wie oft ist denn nachts? Weißt Du noch, warum Ihr Pre eingeführt habt? Seit wann hast Du die von Dir beschriebenen Probleme?
Was würdest Du Dir denn wünschen - wie könnte eine gute Lösung für Dich aussehen?
Zum "Vielschwitzer"

werden wir Dich nicht machen können, aber der Zusammenhang zwischen häufig stillen und hoher Produktion wäre natürlich Ansatzpunkt Nr. 1.
LG
Julia