Ich habe mittlerweile einiges an Arbeitserfahrung mit Stillkindern. Es geht, und es geht sogar erstaunlich gut! Sei optimistisch!
Kind 1 hat nachts relativ lange am Stück geschlafen, aber da habe ich nach wenigen Wochen wieder angefangen zu arbeiten. Es ging, auch mit viel spätabendlich-nächtlicher Schreibtischarbeit. Ich wundere mich heute, wie ich das geschafft habe.
Und ich habe da schon angefangen, mich zu wundern, wie kinderlose Kollegen mit viel Freizeit über Arbeitsbelastung klagen können! Freitagabends lag ich immer schon sehr früh im Bett.
Kind 2 hat mit einem Jahr, nach Elternzeitende, noch häufig nachts getrunken. Es ging und geht bis heute. Abgestillt habe ich immer noch nicht. Vermutlich aus Angst.

Meine Kollegin hat, noch in Elternzeit, nach dem Abstillen gemeint, sie kommt auf dem Zahnfleisch daher. Ohne die entsprechenden Stillhormone sei nächtliches Aufstehen noch viel schlimmer.
Ich habe lange Zeit im Familienbett gestillt. Nun haben die Kinder eine eigene Schlafstatt, aber ich wandere in einigen Nächten immer noch zu ihnen und schlafe dort weiter. Manchmal wandere ich auch wieder zurück, wenn's mir zu eng wird. Vor diesen Nachtwanderungen hatte ich Respekt, aber ich fühle mich nach Nächten mit Platzwechsel nicht unausgeschlafener als nach Nächten in meinem eigenen Bett.
Mit Abstillen will ich mir keinen Stress machen. Ich baue gerade darauf, dass Kinder sich irgendwann von allein abstillen. Ich denke, jedes Programm würde mir und vor allem auch meinem Kind mehr Stress machen und mich weit mehr belasten als meine nächtlichen Platzwechsel.
Beim Alltag mit Baby bzw. (Klein-)Kind wirst du irgendwann merken, wie erholsam so eine Horde Teenies manchmal sein kann.

Und sei froh, wenn du noch stillst: Die Mutterschutzverordnung gilt für Schwangere und Stillende. So z.B. dürfen auch Stillende keine Tätigkeiten zwischen 20 und 6h ausüben. Somit kann man, statt auf der Klassenfahrt in der Jugendherberge die Teeniezimmer spätabends zu kontrollieren, mit seinem Stillkind gemütlich zu Hause im Familienbett kuscheln.