Positiv über sein Kind sprechen
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sternenweib
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
manchmal tut´s aber auch ganz gut, sich mal auskotzen zu können. ich denke schon, dass die gefahr in der schwärmerei darin besteht, dass das zu einer art "ich bin besser, schneller, weiter"-wettbewerb verkommt und man sich irgendwann gar nicht mehr traut, zu mäkeln. eigentlich ist das sich-übers-kind-beschweren ja schon ein gegentrend zu dem auch oft verbreiteten "oh. alles ist so super bei uns"-heididei. ich seh das gerade bei der großen. die ist gerade objektiv betrachtet alles andere als toll, sondern die absolute pubertäre mistziege. da lechze ich schon richtig gehend nach leidensgenossen. ich denke, dass da tatsächlich "geteiltes leid ist halbes leid" auch eine rolle spielen kann. babys sind nunmal zeitweise auch wahnsinnig anstrengend.
die Große 03/2002 die Kleine 02/2012 getragene, gestillte, zuhause entbundene, bei mir schlafende Familientischesserin
“There's no way to be a perfect mother and a million ways to be a good one.”
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- MaareMum
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
Aber mal ehrlich, mit den richtigen Leuten ist es doch ein ausgewogenes Ding zwischen Auskotzen und sich freuen.
Natürlich muss man sich mal auskotzen, aber es gibt eben auch Leute, die immer nur am Auskotzen sind. Und ich glaube, das meint die TE hier.
Ich glaube, grad in so zufällig zusammengewürfelten Mama-Gruppen ist das halt ganz arg, dass entweder ein "Mein Kind ist toller als alle" oder "Mein Kind ist nur vervtötend" entsteht, weil man sich vermutlich auch nicht genug kennt und dann aus welchen Gründen auch immer in eins dieser Extreme verfallen "muss".
Und mit den richtigen Leuten dreht sich auch nicht immer alles nur um die Kinder, sondern man hat auch noch andere Gesprächsthemen. Das find ich nämlich auch noch nen sehr wichtigen Faktor.
Es ist ja ganz einfach: wenn man mit dem Nur-Gemecker oder auch einem Nur-Schwärmen nicht klar kommt, muss man sich ggf. eine andere Gruppe Mamas suchen. Das Finden ist dann halt eher nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich.
Natürlich muss man sich mal auskotzen, aber es gibt eben auch Leute, die immer nur am Auskotzen sind. Und ich glaube, das meint die TE hier.
Ich glaube, grad in so zufällig zusammengewürfelten Mama-Gruppen ist das halt ganz arg, dass entweder ein "Mein Kind ist toller als alle" oder "Mein Kind ist nur vervtötend" entsteht, weil man sich vermutlich auch nicht genug kennt und dann aus welchen Gründen auch immer in eins dieser Extreme verfallen "muss".
Und mit den richtigen Leuten dreht sich auch nicht immer alles nur um die Kinder, sondern man hat auch noch andere Gesprächsthemen. Das find ich nämlich auch noch nen sehr wichtigen Faktor.
Es ist ja ganz einfach: wenn man mit dem Nur-Gemecker oder auch einem Nur-Schwärmen nicht klar kommt, muss man sich ggf. eine andere Gruppe Mamas suchen. Das Finden ist dann halt eher nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich.
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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- Elchnase
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
Ich kann nicht bestätigen dass sich die Leute hier um Dunstkreis lieber über ihre Kinder "auskotzen" statt die positiven Dinge zu benennen... Hier scheint es eher umgekehrt zu sein. Insbesondere die Mamas auf den Spielplätzen überbieten sich hier gerne gegenseitig welches Kind schon was wie gut kann...
Aber ich kann mir nur allzu gut vorstellen dass es da eben auch den Gegenpart zu gibt!
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Spätsommermädchen und Winterjunge
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sternenweib
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
ich denke auch, (eigene) kinder sind ein so sensibles thema, dass es eigentlich nahezu unmöglich ist, diesen drahtseilakt auf breiter front zu schaffen. im grunde geht das nur mit leuten, die ähnlich überzeugt vom eigenen kind sind, wie man selber von seinem ist. wenn ich mein kind absolut perfekt finde, so wie es ist (also nicht absolut, sondern einfach als person, so wie man auch seine große liebe perfekt findet), dann empfinde ich nicht, dass leute, die ihr kind toll finden, mein kind damit herabsetzen. das ist so ähnlich wie mit anderen sachen, mit denen man "angeben" kann. von richtiger angabe, also geltungssucht und aufpolierung des eigenen selbst nach außen hin, abgesehen, wird das ja auch nur von leuten mit selbstzweifeln so empfunden. kinder, vor allen dingen sehr kleine, sind ja unterbewußt im prinzip immer eine errweiterung der eigenen person, man ist also sehr schnell sehr persönlich. und man sagt jain einer frauenrunde auch eher "mein hintern ist sooo dick, das nervt mich so" als das man sich darüber auslässt, wie geil man seinen eigenen arsch findet. das ist im grunde auch eine fom von höflichkeit, sich selber da ein wenig zurück zu setzen und damit den anderen die möglichkeit zur aufwertung zu geben.
sorry, wenn meine beiträge etwas durcheinander gehen, ich hab da einfach noch nie drüber nachgedacht und tu das jetzt hiermit schriftlich
sorry, wenn meine beiträge etwas durcheinander gehen, ich hab da einfach noch nie drüber nachgedacht und tu das jetzt hiermit schriftlich
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liamadita
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
ja,ehrlich gesagt finde ich aber auch dieses dauernde "zu fett,zu irgendwas"nervig..ich machs zwar auch sehr oft selber (besonders mit meiner figur)aber es stört mich arg.
ich glaube auch,dass es als eine art höflichkeit gesehen wird,aber es bekommt dann so eine eigene dynamik und dann wird es immer mehr und mehr.
ja,genau maaremum,dieses extreme ist irgendwie blöd und auch dieses ständige beipflichten.mir bringts zB wenig,wenn mein kind jetzt eine nacht schlecht schläft und dann erzählen mir 10 leute ihr kind schläft seit nem monat überhaupt nicht mehr,isst nichts und schreit sie 24 std auf suaheli an.
und über etwas anderes unterhalten fände ich auch schön.diese fixierung darauf was das kind kann/nicht kann etc. ist ziemlich anstrengend.
ich glaube auch,dass es als eine art höflichkeit gesehen wird,aber es bekommt dann so eine eigene dynamik und dann wird es immer mehr und mehr.
ja,genau maaremum,dieses extreme ist irgendwie blöd und auch dieses ständige beipflichten.mir bringts zB wenig,wenn mein kind jetzt eine nacht schlecht schläft und dann erzählen mir 10 leute ihr kind schläft seit nem monat überhaupt nicht mehr,isst nichts und schreit sie 24 std auf suaheli an.
und über etwas anderes unterhalten fände ich auch schön.diese fixierung darauf was das kind kann/nicht kann etc. ist ziemlich anstrengend.
- Kasiopaia
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
ist halt irgendwie typisch deutsch finde ich.... ob über Kinder, Partner, Job etc der/die Deutsche mault gerne 
ich finde es schlimm... das ständig nörgeln etc macht doch auf Dauer nur unglücklich....wenn ich mir ständig sage xyZ ist schlecht, kann etwas nicht, nervt, ja dann wirds auch nicht positiv.... wenn ich die schönen Dinge sehe, gehts mir viel besser.... udn das Leben ist doch viel zu kurz um immer nur zu schimpfen
ich finde es schlimm... das ständig nörgeln etc macht doch auf Dauer nur unglücklich....wenn ich mir ständig sage xyZ ist schlecht, kann etwas nicht, nervt, ja dann wirds auch nicht positiv.... wenn ich die schönen Dinge sehe, gehts mir viel besser.... udn das Leben ist doch viel zu kurz um immer nur zu schimpfen
- Elchnase
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
da bin ich ganz bei dir!Kasiopaia hat geschrieben:.. wenn ich die schönen Dinge sehe, gehts mir viel besser.... und das Leben ist doch viel zu kurz um immer nur zu schimpfen
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EliseG
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
Oje, so typisch deutsch ist das aber nicht mal. Hierzulande ists auch nix anderes.... 
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- Lyra
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
Hm, also sowas ist mir noch nie aufgefallen...Eher im Gegenteil... Die Mütter haben sich nicht getraut zu sagen, dass es mit Baby auch mal anstrengend ist oder sie Schwierigkeiten mit den Hormonen haben (Wochenbett)
Da Püppi zB ein Schreibaby war und ich absolut auf dem Zahnfleisch gegangen bin, hab ich in den Runden den Mund gehalten, denn ich konnte in dem Moment einfach nichts positives sagen... Zumal Püppi eh die ganze Zeit gebrüllt hat (während der Babymassage, während der Rübi, während des Babyschwimmens) besser wurde es mi 5 Monaten und dann hab ich aus voller Überzeugung erzählt wie toll ich mein Kind finde
Da Püppi zB ein Schreibaby war und ich absolut auf dem Zahnfleisch gegangen bin, hab ich in den Runden den Mund gehalten, denn ich konnte in dem Moment einfach nichts positives sagen... Zumal Püppi eh die ganze Zeit gebrüllt hat (während der Babymassage, während der Rübi, während des Babyschwimmens) besser wurde es mi 5 Monaten und dann hab ich aus voller Überzeugung erzählt wie toll ich mein Kind finde
Viele liebe Grüße
Lyra mit dem Mann, der Püppi (09/08), dem kleinen Mann (04/11) und einem * (05/10) für immer im Herzen.
Schau doch mal in meinem Blog die Rumpelbutze vorbei.

Es ist ein alchemistischer Augenblick, in dem sich Wissen in Verstehen verwandelt.
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- nilsholgersson
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Re: Positiv über sein Kind sprechen
Ich kenne es auch ehr so. Also Mütter, die schon fast prahlen, was ihr Kind kann.Lyra hat geschrieben:Hm, also sowas ist mir noch nie aufgefallen...Eher im Gegenteil... Die Mütter haben sich nicht getraut zu sagen, dass es mit Baby auch mal anstrengend ist oder sie Schwierigkeiten mit den Hormonen haben (Wochenbett)
Da Püppi zB ein Schreibaby war und ich absolut auf dem Zahnfleisch gegangen bin, hab ich in den Runden den Mund gehalten, denn ich konnte in dem Moment einfach nichts positives sagen... Zumal Püppi eh die ganze Zeit gebrüllt hat (während der Babymassage, während der Rübi, während des Babyschwimmens) besser wurde es mi 5 Monaten und dann hab ich aus voller Überzeugung erzählt wie toll ich mein Kind finde
Es kommt einfach auf die Mischung an, aber es gibt eben auch viele Seiten an meinen Kindern, die mich fordern, und das nicht immer positiv. Mir fehlt im Alltag oftmals die Zeit mich ganz und gar auf die positiven Seiten der Kinder zu konzentrieren, da die negativen so viel Zeit in Anspruch nehmen. Da fällt oft mehr auf, was die Kinder nicht ganz so toll machen. Ist zwar schade, aber bei mehreren Kinder glaube ich auch nicht unnormal. Trotzdem habe ich natürlich ein paar ganz tolle Exemplare, die genau so sind, wie ich sie verdient habe (laut meiner Mutter)

