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Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 30.08.2012, 11:54
von schatzperle
Ignoriert das letzte "da aber", Bearbeitungsfehler
******
Fehler und knapper Schreibstil sind dem iPhone zu verdanken...
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 30.08.2012, 12:09
von greenie bird
Potsdame hat geschrieben:
gibt es umgekehrt eine studie, die zeigt, dass beikostbeginn mit 6 monaten besser sein soll? wo hat die who das denn her?
Mit Hinblick auf das weitere Stillen kann es passieren, dass frühe Beikost die Stillbeziehung stört, dass sich Kinder früher abstillen, weil durch die Beikost weniger Milch getrunken wird und die Bildung somit wieder zurück geht.
Es ist ja auch so, dass das Wachstum sich zum 6. Monat hin verlangsamt und weniger Energie nötig ist, den Kindern auch Nahrung mit weniger Energie ausreicht.
Die Anzeichen für Beikost haben auch den Sinn dass bei selbständigem Essen (also nicht Fütterung) ein gesünderes Essverhalten entwickelt wird. Wenn ich also früher anfange, bleibt mir auch gar nichts anderes übrig als zu füttern, da mein Kind das Essen nicht ausreichend gut zerkleinern kann und wenn man es in Breiform gibt, weder mit dem Löffel noch mit den Händen nennenswerte Mengen allein in den Mund befördern kann. Wenn man nun also mit einem Milchbrei beginnt, um die Energie und Nährstoffversorgung sicherzustellen, dann finde ich den Sinn Löffel gefütterter Beikost nicht ersichtlich.
Es geht also bei dieser Empfehlung sicher nicht nur um Nährstoffe und Reaktionen auf Nahrungsmittel sondern um die gesamte zukübftige Entwicklung. Was ja dann besondern für die Industrienationen gilt, denn seltener werden Kinder später in Afrika übergewichtig, weil sie schon mit 2 Wochen Reis oder Getreidebrei bekamen, weil es selten so viel hochkalorischer Nahrungsmittel zur täglichen Verfügung gibt, wie hier.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 30.08.2012, 14:37
von sandra86
in der beziehung ist mein kinderarzt sehr ... mhm... altmodisch trifft es vielleicht. aber nochmal danke für die links. ich habe zwar nicht vor mit ihm zu disskutieren und bisher auch immer nur genickt und mir meinen teil gedacht (bei seiner infobroschüre zum thema beikosteinführung ist mir nichts mehr eingefallen: 5-7 stillmahlzeiten in 24h - wer kommt denn damit aus? - und dann ersetzen der stillmahlzeiten, jede woche ein neues gemüse... ähm ja...) aber falls er nicht locker lässt möchte ich auf quellen zurückgreifen können.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 31.08.2012, 00:06
von Potsdame
greenie bird hat geschrieben:Potsdame hat geschrieben:
gibt es umgekehrt eine studie, die zeigt, dass beikostbeginn mit 6 monaten besser sein soll? wo hat die who das denn her?
Mit Hinblick auf das weitere Stillen kann es passieren, dass frühe Beikost die Stillbeziehung stört, dass sich Kinder früher abstillen, weil durch die Beikost weniger Milch getrunken wird und die Bildung somit wieder zurück geht.
Es ist ja auch so, dass das Wachstum sich zum 6. Monat hin verlangsamt und weniger Energie nötig ist, den Kindern auch Nahrung mit weniger Energie ausreicht.
ist das eine vermutung, oder gibt es dafür belege? es geht ja jetzt nicht darum, was irgendwer irgendwo mal schreibt, sondern ob es offizielle studien gibt, die das belegen.
Was ja dann besondern für die Industrienationen gilt, denn seltener werden Kinder später in Afrika übergewichtig, weil sie schon mit 2 Wochen Reis oder Getreidebrei bekamen, weil es selten so viel hochkalorischer Nahrungsmittel zur täglichen Verfügung gibt, wie hier.
ich finde den afrika-vergleich etwas befremdlich. wenn wir regelmäßig hungern würde, wäre das fettleibigkeitsproblem nicht da. ich persönlich halte es für ausgemachten quatsch, das stillen in zusammenhang mit der gewichtsentwicklung zu setzen. da spielen so viele faktoren ein. und nicht zuletzt ist übergewicht ganz simpel das resultat aus zu viel nahrung und zu wenig bewegung. dem kann man ja wohl entgegen kommen. erst recht im kinderalter. wenn ich mir die vielen kleinen, dicken, englischen mädchen anschaue, bezweifle ich, dass deren problem etwas mit der beikost einführung zu tun hat. oder vielleicht doch, wenn man süßigkeiten auch als eine art beikost zur normalen ernährung sieht.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 31.08.2012, 01:29
von Steff
Aaaalso (ich hoffe ich krieg'S auf die Reihe):
Es gibt ne Studie, Pina oder so, die von Nestle finanziert ist. Sie empfiehlt die Beikosteinführung ab 4 Monaten.
Dann habe ich mal gelesen, dass von den Ärzten extra ab 4 Monaten empfohlen wird, weil zu dem Zeitpunkt mehr Mütter noch stillen, und dass es wichtiger ist, dass die Beikost eingeführt wird, wenn noch gestillt wird, weil dann eben die Verträglichkeit der Beikost besser ist und weniger Allergien entstehen. Eigentlich sei es besser erst im zweiten Lebenshalbjahr Beikost anzubieten, aber dann stillt ja kaum noch jemand. Also bedient man sich des Kompromisses.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 31.08.2012, 08:44
von greenie bird
Potsdame hat geschrieben:greenie bird hat geschrieben:
Mit Hinblick auf das weitere Stillen kann es passieren, dass frühe Beikost die Stillbeziehung stört, dass sich Kinder früher abstillen, weil durch die Beikost weniger Milch getrunken wird und die Bildung somit wieder zurück geht.
Es ist ja auch so, dass das Wachstum sich zum 6. Monat hin verlangsamt und weniger Energie nötig ist, den Kindern auch Nahrung mit weniger Energie ausreicht.
ist das eine vermutung, oder gibt es dafür belege? es geht ja jetzt nicht darum, was irgendwer irgendwo mal schreibt, sondern ob es offizielle studien gibt, die das belegen.
Was ja dann besondern für die Industrienationen gilt, denn seltener werden Kinder später in Afrika übergewichtig, weil sie schon mit 2 Wochen Reis oder Getreidebrei bekamen, weil es selten so viel hochkalorischer Nahrungsmittel zur täglichen Verfügung gibt, wie hier.
ich finde den afrika-vergleich etwas befremdlich. wenn wir regelmäßig hungern würde, wäre das fettleibigkeitsproblem nicht da. ich persönlich halte es für ausgemachten quatsch, das stillen in zusammenhang mit der gewichtsentwicklung zu setzen. da spielen so viele faktoren ein. und nicht zuletzt ist übergewicht ganz simpel das resultat aus zu viel nahrung und zu wenig bewegung. dem kann man ja wohl entgegen kommen. erst recht im kinderalter. wenn ich mir die vielen kleinen, dicken, englischen mädchen anschaue, bezweifle ich, dass deren problem etwas mit der beikost einführung zu tun hat. oder vielleicht doch, wenn man süßigkeiten auch als eine art beikost zur normalen ernährung sieht.
der erste teil steht auf den seiten der stillverbände und der rest ist aus gonzales 'mein kind will nicht essen'
und ich finde es überhaupt nicht weit her geholt, das mit afrika zu vergleichen, denn es geht um gründe warum man auch in industrienationen (länger) gestillt werden sollte und das können durchaus andere sein als die, die in entwicklungsländern gelten.
immer mehr studien zeigen, dass besonders die fütterungsart auswirkungen auf das spätere essverhalten haben- also egal was in der flasch drin ist, es füphrt zu unnatürlicher nahrungsaufnahme. und da gab es eben aussagen, dass 6 monate voll gestillte kinder dann das geringste risiko für verschiedene auffälligkeiten haben.
dass das nicht allein die ursachen sind, ist mir auch klar und das sagt die antwort auch nicht aus.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 31.08.2012, 09:34
von Fchen
animaus hat geschrieben:Ich denke das alles bezieht sich auf die Studien zum Zöliakierisiko, dass wohl signifikant höher ist, wenn die Beikost (insbesondere in diesem Fall natürlich glutenhaltige Nahrungsmittel) vor dem 4ten oder nach dem 7ten Monat eingeführt wird. Dh soll laut der Studie nicht vor dem 4., aber auch nicht nach dem 6ten Monat unter Beibehaltung des Stillens Beikost eingeführt werden.
Das das ganze ua hier zu lesen ist, dürfte wohl kaum verwundern:
Nestle Nutr Workshop Ser Pediatr Program. 2005;56:27-38; discussion 38-42.
Die Studie ist leider nicht frei zugänglich, und ich denke nicht, dass ich daher den Volltext hier reinkopieren darf.
Frei zugänglichen Abstract findet man
hier
Sorry, ich hatte in meiner Müdigkeit Deine Antwort total überlesen.
Ganz herzlichen Dank!
Fchen
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 06.09.2012, 13:51
von Regenbogenschnecke
Ha, seit heute genau mein Thema.
Mein Kinderarzt hat heute bei der U4 gemeint, dass man im 5./6. Lebensmonat mit Beikost beginnen soll. Wenn man früher oder später startet, bestehe das Risiko dass die Kinder eine Lebensmittelunverträglichkeit entwickeln.
Er schob noch hinterher, dass die Kinder in dem Alter ja eher homöopathische Dosen an anderer Nahrung zu sich nehmen und es von dem her nicht so schlimm wär so früh mit Beikost zu starten...
Ähm, ja.
Ich werd mal weiter zum Thema lesen (danke für die links!) und zusätzlich meine Hebi kontaktieren. Aber grundsätzlich bin ich nicht gewillt vor dem 7. Lebensmonat Beikost einzuführen.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 06.09.2012, 14:35
von Steff
Ich denke die WHO empfielt nicht umsonst 6 Monate ausschließlich zu stillen.
Zudem habe ich beim ersten Kind gelernt, dass der Darm erst nach 6 Monaten ausgereift ist und gerade bei früherer Beikosteinführung Unverträglichkeiten entstehen können, weil die Darmwände noch viel zu durchlässig für Allergene sind.
Durchs stillen gelangen die Allergene mit der Muttermilch auch alle zum Kind, aber in veränderter verträglicher Form.
Korrigiert mich bitte ggfs. So ist es inhaltlich ungefähr bei mir hängen geblieben.
Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate
Verfasst: 06.09.2012, 15:06
von animaus
Studie hin Studie her, da Kind zeigt einem doch sehr deutlich, ob es beikostreif ist. Denke, das sollte der ausschlaggebende Faktor für den Beikoststart sein.