Oh man Gini, das geht mir wirklich nahe
Ich weiß nicht, ob ich als (noch) Einfachmama hier mitmischen sollte

Ich hab aber die Tage was ganz ganz tolles von Renz-Polster gelesen, das einfach zu gut auf Deine Situation paßt...Hier alles zum nachlesen:
http://kinderverstehen.de/images/verwoehnung.pdf
Mir geht es aber um eine bestimmte These, die mir um die Sorge um meine große kleine Lara und die bevorstehende Geburt ihres Bruders sehr geholfen hat. Ich quäle mich oft mit dem Gedanken, sie von "ihrem Thron zu stoßen", ihr "etwas zu nehmen", ihre "Babyzeit zu beenden". Und ja, das tun wir wohl alles. Aber das ist ein Geschehen, das vielmehr einem biologischen und evolutionären Programm folgt, als das es etwas ist, was unsere Kinder schwächt. Es bringt sie weiter. Renz-Polster drückt das so aus:
"Der zweite Schritt zur Selbstständigkeit kommt etwas später und führt das Kind zu seiner
eigentlichen Bestimmung – nämlich in die Gruppe der Kinder hinein. Aus Sicht der Evolution
nämlich war die Kindergruppe sozusagen der natürliche Hort, nachdem die Kleinen von der Brust
entwöhnt und aus dem Schoß der Mutter „katapultiert“ waren. (Dieses Katapult wurde verlässlich
durch die Geburt eines Geschwisterchens in Gang gesetzt, denn auch dieses Baby war ja wie alle
Steinzeitbabys für die Mutter ein 24-Stunden-Projekt....). Und dieses Leben in der spielenden, zu
einem großen Teil aus sich selbst heraus gesteuerten Kindergruppe bedeutete vor allem das: Lernen
sich auf andere einzustellen, lernen mit der „widerständigen“ Umwelt klar zu kommen, lernen,
seine Emotionen zu regeln, lernen sich Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Die Entwicklungspsychologie
entdeckt heute, wie sehr dieses Leben auf Augenhöhe mit anderen Kindern den
Kleinen im Blut steckt, auch heute noch. Auch Kinder brauchen ihren eigenen Weg."
Wichtig erscheint mir die Aussage, daß ein Steinzeitbaby eben eine 24-Stunden Aufgabe war, ganz wie bei uns bedürfnisorientierten Eltern. So ist die Natur und so bleibt nur daran zu glauben, daß unsere kleinen Großkinder an dieser Aufgabe wachsen können. Daß man sie trotzdem auch trägt, auch stillt, auch mit ihnen das Bett teilt oder oder oder halte ich für einen sanften Übergang in einen neuen Lebensabschnitt für essentiell. Es wäre natürlich eine Katastrophe, würden ihr von jetzt auf gleich alle Privilegien genommen.....Aber daß das Baby in vielen Dingen Vorrang haben MUß ist unabänderlich und mit Sicherheit eine Tatsache, die Kinder nicht immer verstehen können/wollen aber verarbeiten können! Eifersucht halte ich in diesem Zusammenhang für ein normales, berechtigtes und völlig gesundes Verhalten. Und ich glaube Du machst das super

Bestimmt versuchst Du Deine Große zu beachten und zu umsorgen, wo es nur geht. So besorgt wirkst Du allemal
Ich hoffe der Artikel kann Dir helfen. Und erinner mich bitte nochmal in 3 Monaten an meine Worte
Liebe Grüße
Es ist noch immer wie ein Traum für mich, ich sehe dich an doch ich glaub es nicht, du bist mein Sonnenschein , mein Augenlicht
ich geb mein ganzes leben nur für Dich. Ich bin du und du bist ich.