Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Babys ohne Windeln? Gibt's denn das? Klar....

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youtee
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von youtee »

Jägerin hat geschrieben:
Betreibt hier jemand Teilzeitwindelfrei bis zum Trockenwerden? Geht das überhaupt?
Ja, wir. Vollzeit war mir auch zu stressig, vor allem weil mein Mann wirklich keine Pfützen will. Es ist doch schön, wenn das Kind erhört wird. Gleichzeitig hat er aber auch nicht immer Lust drauf (Sohn, meine ich). Zur Zeit sind wir tagsüber meist ohne Windel (außer er ist alleine mit Papa unterwegs :roll: ). Mir ist es relativ gleich, ob ich Stoffies oder Hosen/Unterhosen wasche.
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
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marykate
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von marykate »

Karinke hat geschrieben:Ich habe windelfrei so kennen gelernt, wie du eben gerade. Mein Kind hat danach verlangt. bei dem Konzept blieben wir: Ich mache nur, was von ihr aus kommt.
Genau so will ich es beim nächsten Kind (nicht konkret in Planung, wird aber sicher irgendwann kommen) machen. Ich glaube, dass es so viel effektiver funktioniert, als wenn die Mütter versuchen, jedes noch so kleine Blinzeln als Ausscheidungsbedürfnis zu deuten. Beim ersten war ich viel zu eifrig, merke ich im Nachhinein und habe zu viel für sie mitgedacht. Ich versuche zwar, es jetzt auch schon entspannter zu machen und so wie sie will (meistens zwangsläufig :lol: ), aber es ist nicht so einfach, mittendrin umzusteigen und umzudenken. Wer weiß, vielleicht packe ich das auch noch. Auf jeden Fall geht mir echt immer das Herz auf, wenn sie auf sich aufmerksam macht, aufs Töpfchen zeigt, nach einem Bilderbuch verlangt und dann Pipi macht :D Das sind so schöne innige Momente! Alleine dafür lohnt es sich hundertfach.
Marykate mit Maienkind *11 und Augustbaby *14

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Sibi
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Sibi »

Jägerin hat geschrieben:Kann ein Baby den Stuhl über Nacht bis morgens einhalten? Oder ist das nur Zufall? Drei mal hat er sich heute morgen beim Wickeln bzw. beim Abhalten entleert.
Ich muss zugeben, ich finde es echt spannend; aber tagsüber ist mir das zu anstrengend. Außerdem wird er sauer, wenn ich ihn abhalte und er was anderes wollte (klar, wäre ich auch :mrgreen: ).

Betreibt hier jemand Teilzeitwindelfrei bis zum Trockenwerden? Geht das überhaupt?
Bei uns waren die Windel nachts auch frühzeitig nur noch nass.

Teilzeitwindelfrei bis zum Trockenwerden ist unser Ziel. Es ändert sich noch mal ganz schön, wenn die Kinder krabbeln oder gar laufen können. Früher hatten wir nie nasse Windeln unterwegs - das ist momentan etwas anders. Aber zumindest sind wir so weit, dass unsere Tochter inzwischen oft genug allein ins Bad geht und wartet, bis wir ihr die Hose ausziehen, bevor sie sich auf den Topf setzt. Aber oft genug macht sie es nicht oder "erst" wenn die Windel nass ist. Ich habe keine Ahnung, wann wir durch sein werden mit dem "Trocken sein". Momentan ist es eher das Problem, dass sie weder reden noch die Hose allein ausziehen kann. Ich denke, spüren und kontrollieren kann sie es ganz gut - nur ob die Eltern immer verstehen und helfen, ist die Frage.
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Karinke
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Karinke »

Es gab schon auch Phasen, in denen wir uns zu verkrampfen begannen. da hat sie sich aber schnell gewehrt mit einem WF-Streik. Lohnt sich insofern wirklich nicht. Interessant fand ich auch zu beobachten, dass es am Ende Papa viel wichtiger wurde, als mir, dass wir "erfolgreich" sind. Fies war ja, dass sie mit 16 Monaten Trocken gewesen wäre. 100% - Unfallfrei. Dann kam von Papas Arbeitgeber eine Meldung, die für unsere Gesamte Familie ein ziemlicher Schicksalsschlag war. wir waren in der Vorbereitung für den AG ins Ausland zu zügeln, hatten die Wohnung schon gekündigt, und plötzlich standen wir ohne Wohnung, ohne Job und ohne Aussichten da. Ja super. Da steht einem die Welt kopf. So hat die kleine dann auch alles vom Trockensein vergessen und Pinkelte, was das Zeugs nur so hielt - oder dann eben nicht mehr hielt. Drückte unter Tränen den Stuhl in die Windeln, die wir ihr wieder anzogen und wollte sich nicht wickeln und nicht abhalten lassen. "M. du spürst ja selber, dass es dir unangenehm ist! Sag uns, wenn wir dir helfen können!" Es ging wirklich alles drunter und drüber. Als ich, um wieder zu etwas Nerv zu kommen, sie meinem Bruder mitgab zum Zugfahren zog ich ihr aus dem Grund eine WWW an. Mein Bruder will nicht Wickeln, wenn er mit ihr unterwegs ist, und mit den Stoffies liegen halt keine solche Zeitspannen drin. Mein Mann war ganz entsetzt als er davon erfuhr: "Aber so spürt sie es noch weniger wenn was kommt, und sie verlernt ALLES!" Musste etwas Schmunzeln über seine Gedanken, und habe ihm dann aufgezeigt, dass es nicht an einmal WWW liegt, sondern an unserem Stress rundherum.
Derzeit wohnen wir in einem 4 Wöchigen Provisorium bei meinen Eltern, bis wir dann unsere geniale neue Wohnung beziehen können. So langsam kommt die kleine auch wieder zu ruhe, und ich kann sie wieder WF herumspringen lassen. Merke aber doch noch oft, dass doch noch eignes an Anspannung vorhanden ist, die dann eben wieder zu den "Unfällen" führt. Wenn die in die U-Hose gehen ist das für sie viel schlimmer, als wenn es in die Windel geht. Daher bleibe ich für den Moment den Windeln noch etwas treu. Wenn wir dann umgezogen sind kommt in den Darauffolgenden Wochen noch das kleine Schwesterchen - somit auch keine Chance auf ruhe und somit trocken sein - insofern bleibt mir nicht viel anders, als sie einfach zu begleiten. Auf sie einzugehen, wenn sie kommuniziert, und sie darin einfach walten lassen.

Kurzum: Begleite. Sei ehrlich mit dir und dem Kind, und kommuniziert.
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Ginevere »

Der Thread hätte von mir sein können. :wink:
Die Kleine hat in dem Alter eigentlich immer nur ihr Geschäft verrichtet wenn ich ihr die Windel abgemacht habe. Zu der Zeit hatte ich alles Mögliche im Kopf nur nicht windelfrei, daher bin ich leider nicht weiter drauf eingegangen.

Heute im Schwimmbad hatte ich dann eine Erleuchtung oder sowas. Wir saßen am Beckenrand, ich habe ihr die Brust angeboten und sie hat sich durchgestreckt und gemeckert. Bis es dann plötzlich nass wurde zwischen uns. :P Danach konnte sie dann in Ruhe trinken.

Ich muss zugeben dass ich bisher schlicht keine Lust hatte, mich in das Thema einzulesen aber anscheinend lehrt mein Kind mich, dass es doch keine so schlechte Idee ist.

Der Ansatz von Karinke gefällt mir da sehr gut, danke für den Denkanstoß!
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
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Melwen
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Melwen »

Mein Zwerg ist jetzt 16 Tage alt und ich überleg auch schön langsam, wie ich es angehen soll, aber ich seh ehrlich gesagt die Signale auch nicht wirklich.

Der Nabel ist noch nicht schön verheilt und soll trocken gehalten werden, was ich mit Stoffwindeln nicht schaffe, weil er solche Unmengen pinkelt in 2h und ich will ihn nicht dauern wecken zum wickeln. Und er quengelt auch nicht wegen der nassen Windel, nicht mal bei den Stoffwindel-Versuchen.
Also hab ich kein Gefühl wann er klein muss. (Ausser natürlich beim Wickeln selber, wenn der Bauch kalt wird. ;) ) Aber Stuhl kommt 2-3 mal direkt während dem Stilllen, die einzige Vorwarnung sind 2 Sekunden Trinkpause, die er aber auch aus anderen Gründen macht.)
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Laeniel »

@Melwen
Bei meinem Kleinen sind die Signale mit jeder Lebenswoche deutlicher geworden und die Pinkel- und Stuhlpausen größer. Elias quengelt auch nicht wegen der nassen Windel, sondern meckert nur vor dem Pinkeln kurz rum (er ist jetzt 7 Wochen alt). Nasse Windeln oder auch Gewand ist ihm voll egal. Nur bei Windeln mit Stuhl wird er richtig ungemütlich, was ich verstehen kann (nachts) - ich wickle nachts mit www und unterwegs.
Unser Nabel nässt auch noch immer (nach 2x verätzen), aber er wird trotz windelfrei eigentlich nicht nass.
Im Schlaf sollte er eigentlich nicht pinkeln, dachte ich. Sollte ja hormonell gar ned möglich sein, oder?

Stuhlgang haben wir auch meist während dem Stillen, also dicke Stoffwindel unter den Po und hoffen, dass die alles auffängt ;) und niemals...wirklich niemals die Stoffwindel beim Aufstoßen lassen vom Po entfernen...hatte Spritz - Gagi - Flecken auf meinem PC - Bildschirm.^^ Meiner dockt beim Stillen auch manchmal regelmäßig ab, ein Zeichen für Pipi oder er will aufstoßen und ist satt.

Hätten wir die letzten Tage nicht so viele Erfolge gehabt, ich wär schon verzweifelt.
Mein Sohnemann muss nach jedem Stillen 2x in ca. 10min Abständen und nach jedem Aufwachen pieseln. Am Vormittag mehr als am Nachmittag. In der Nacht verpass ich alles, wahrscheinlich weil ich mich auf die www verlasse und wie ein Zombie nur das Stillen hinbekomme.^^
Dieses sehr theoretische "nach der Uhr Pipi machen/beobachten" hat mir sehr geholfen, auch auf meinen Instinkt besser zu vertrauen. Und das nackig strampeln lassen + beobachten. Hab mich jetzt ca. ne Woche bewusster auf die Lauer gelegt :) und es hilft wirklich.
Liebe Grüße Eulenmama mit Spatzenjungen (05/12)
wir stillen und tragen
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sind daheim windelfrei
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Jägerin
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Jägerin »

Melwen hat geschrieben:Mein Zwerg ist jetzt 16 Tage alt und ich überleg auch schön langsam, wie ich es angehen soll, aber ich seh ehrlich gesagt die Signale auch nicht wirklich.

Der Nabel ist noch nicht schön verheilt und soll trocken gehalten werden, was ich mit Stoffwindeln nicht schaffe, weil er solche Unmengen pinkelt in 2h und ich will ihn nicht dauern wecken zum wickeln. Und er quengelt auch nicht wegen der nassen Windel, nicht mal bei den Stoffwindel-Versuchen.
Also hab ich kein Gefühl wann er klein muss. (Ausser natürlich beim Wickeln selber, wenn der Bauch kalt wird. ;) ) Aber Stuhl kommt 2-3 mal direkt während dem Stilllen, die einzige Vorwarnung sind 2 Sekunden Trinkpause, die er aber auch aus anderen Gründen macht.)
Herzlich Willkommen! :D
Ich hatte vorrübergehend mit Stoffies ausgesetzt, weil unser Nabel auch nicht vernünftig abheilte. Wenn ich hier nicht noch zwei Kinder und Hund hätte, hätte ich ihn einfach häufig nackig gelassen. So musste er halt mal in WWW´s... :roll:
LG
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Jägerin
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Jägerin »

Ginevere hat geschrieben: Ich muss zugeben dass ich bisher schlicht keine Lust hatte, mich in das Thema einzulesen aber anscheinend lehrt mein Kind mich, dass es doch keine so schlechte Idee ist.
Und, machst du weiter?

Ich habe die letzten beiden Tage viele große und einige kleine Geschäfte abgehalten. Aber alles ohne Krampf. Das war deutlich angenehmer. Und macht auch irgendwie Spass. Mal sehen, wie es weiter geht.
Ich bin sehr dankbar für eure Erfahrungen und Anregungen. :D
LG
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Melwen
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Re: Kind windelfrei- Mama schwer von Begriff

Beitrag von Melwen »

Ich häng immer noch bei den WWW, weil der Nabel noch nicht verheilt ist, aber ich hab mal angefangen zwischen stillen und wickeln abzuhalten, und wir hatte heute schon 2mal Stuhl und einmal Pipi in die Schüssel. .. und einmal war ich zu ungeduldig (oder die Arme zu schwach) und wir hatten das Pipi kurz drauf auf der Wickelunterlage. ;) Dafür das Felix heute erst 3 Wochen alt ist, bin ich schon mal zufrieden... und ich hoff, das mit den Signalen pendelt sich in den nächsten Wochen ein.
(Ich bin mal froh, dass ich jetzt erkenn, wenn er eigentlich müde ist, aber zu aufgeregt zum Schlafen). :mrgreen:
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