Seite 2 von 2

Re: Drama "Anziehen"

Verfasst: 08.05.2012, 16:14
von tania
ich habe das als zeichen gewertet, dass er nicht angezogen sein will und immer drauf geachtet, dass er warme orte hat (kissen auf dem boden statt nur stein) und ihn tatsächlich nicht angezogen, wenn er nicht wollte. auch im winter. draußen war er nackt auf meinem rücken unter der tragejacke (wenn er die kälte spürte, waren mützen kein problem, dazu noch bei bedarf stulpen und socken und puschen fand er draußen immer gut), ansonsten auch den ganzen tag nackt auf steinfußboden. das erste mal krank war er mit zweieinhalb. grundsätzlich fand er t-shirts ok (die haben wir selten gewechselt), hosen mag er bis heute eher nicht, zieht sie aber draußen an. ich habe ihn nicht gegen seinen willen angezogen, bis heute nicht.

Re: Drama "Anziehen"

Verfasst: 09.05.2012, 09:08
von bella7510
oh, unter dem Aspekt habe ich das noch gar nicht gesehen. Wir lassen ihn auch schonmal ohne Pampers durchs Haus flitzen, einfach, damit der Popo mal "durchatmen" kann. Und irgendwie zeigt dein Beispiel ja auch, dass das Anziehen bei Gebrüll den Willen des Kindes bricht. Da hab ich ein bisschen gegrübelt. Ich möchte ihn ja nicht mit Gewalt ankleiden, ode rmich als Überlegenden darstellen.. :!: Aber wenn ich so direkt nachdenke, komme ich für mich zu dem Entschluss, dass es Dinge auf der Welt gibt, die Elias erfahren soll, damit beziehe ich mich auf Strukturen des praktischen Lebens. Denn wir waschen ihn auch wenn er manchmal keine Lust dazu hat. Ich glaube, hier ist es nochmal wichtig, ganz auf seine EIGENEN Vorstellungen zu vertrauen. So nach dem Motto: Wie fühlt es sich bei mir richtig an?!
Deine Geschichte hat mich wirklich nochmal zum NAchdenken gebracht und hat mich somit wirklich beeindruckt. Vielleicht werde ich noch häufiger "windelfreie Entdeckungstouren" für Elias einräumen.

Liebe Grüße

Re: Drama "Anziehen"

Verfasst: 09.05.2012, 19:46
von fragaria
Hier ist auch so ein Klamottenverweigerer. Wird aber nach hartnäckigem Nacktsein winters auch mal krank ...
Meine "Lösung" waren Wollsachen, von denen braucht man nicht so viele. Und schnell sein.