das heißt also, eine Erzieherin ist per se die bessere Kinderbetreuerin, weiß per se besser, wie Säuglinge zu ernähren, zu erziehen, zu behandeln sind?
Roxys Erzählungen zeigen immer wieder, dass ihre Familie das glaubt und sie sich permanent in diesem Spannungsfeld befindet. Darauf bezog sich mein Posting. Ansonsten hätte ich mir das geschenkt, weil ich natürlich keine Berufsgruppen, die wichtige und anstrengende Arbeit leisten, disqualifizieren möchte und das auch nicht nötig habe.
Ich habe großen Respekt vor guten Erzieherinnen, ich bewundere unsere Tagesmutter (wobei die wiederum keine pädagogische Ausbildung hat, aber toll mit den Kindern umgeht).
Von der Ausbildung kann man halten, was man will - das ist sicher auch sehr abhängig vom Menschen. Ich persönlich fand die Mütter, die Pädagogik gelernt/studiert haben, immer grenzwertig (ja, das war eine individuelle Auswahl, aber man ist nun mal geprägt durch eigene Erfahrungen), ich kann aber auch mit dem ganzen Belohnungs-/Lob-/Strafensystem NICHTS anfangen. Schon gar nicht in Familien. Ich finde, gerade im Umgang mit Kindern ist das grundsätzliche Kinder- und Menschenbild grundlegend. Wenn das schief ist, nützt die beste Ausbildung wenig.
Noch mal in Kurzform - mir ging es nicht um Erzieherinnen ist toto, sondern Roxys Situation - und da kommt es nun mal ständig durch, dass ihr Freund seine Erzieherinnenmutter für die Autorität schlechthin für ROXYS Kind hält. Dagegen habe ich - zugegeben - polemisiert.
Ich wollte Dich wirklich nicht treffen, es tut mir leid, wenn das bei Dir schief angekommen ist.