MelCel hat geschrieben:Also ich hatte zwar kein richtiges 24h-Baby aber auch einen ziemlich anstrengenden Kandidaten. Im Nachhinein denke ich, dass es ihm mit mir allein vielleicht auch einfach zu "langweilig" war (obwohl ich das einen komischen Gedanken finde für ein Baby). In der Krabbelgruppe und ähnlichen Aktivitäten war er immer ausgeglichen und interessiert, zu Hause konnte ich ihn kaum 2 Minuten weglegen.
Dementsprechend hat es bei der Tagesmutter SUPER geklappt. Er hat zwar am Anfang viel allein gespielt (wir haben mit 8 Monaten mit der Eingewöhnung angefangen und ab 11 Monaten ist er regelmäßig alleine dageblieben), aber alleine dass da andere Kinder um ihn rum gespielt haben hat ihn irgendwie beruhigt/ausgelastet/zufrieden gemacht. Er hat sich ganz schnell dem Rhythmus der anderen Kinder angeglichen (obwohl weder wir noch die TaMu das forcieren wollten), ist die ersten Monate bei ihr auf dem Arm eingeschlafen, hat begeistert mit den anderen gegessen (wo es vorher noch Flaschenmahlzeiten gab).
Das heißt natürlich nicht dass das bei euch auch so sein muss, aber in unserem Fall hieß "bedürfnisstark" nicht, dass unbedingt eine 1:1 Situation gegeben sein musste, eher im Gegenteil.
So ähnlich wars bei uns auch. Mein Großer hat mich extrem gefordert, Kochen und Hausarbeit ging nur mit Kind im Tragetuch. Kinderwagen wurde lautstark verweigert, und schlafen konnte er (tagsüber) auch nur im Tuch, am besten nach ausgiebigen Stillen. Mit 10 Monaten kam er in die Krippe, da ich ab seinem 1. Geburtstag wieder arbeiten wollte. Und es hat gut funktioniert! Die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell hat allerdings verhältnismäßig lange gedauert. Nach vier Wochen konnte er Vormittags alleine bleiben, nach insgesamt sechs Wochen blieb er bis Nachmittags. Und bis heute geht er gerne hin.
Wichtig ist eine ans Tempo vom Kind angepasste Eingewöhnung und eine gute Personalausstattung der Krippe. Dann klappts auch bei 24h-Babys.