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Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 26.09.2011, 09:59
von Maja
Also da jetzt noch großartig mit teuren weiteren Reservierungen rumhantieren würde ich eher nicht, sondern wirklich direkt vor Ort dann den Zugbegleiter fragen (wenn Dir der andere Zugteil besser gefällt, dann vielleicht dort). Vor Fahrtantritt sagen die ja oft, das alles voll ist, aber im Zug selbst sieht das dann wieder anders aus. Irgendwelche Plätze bleiben immer frei. Und das sieht man ja dann in Berlin schon, wer dort nicht zugestiegen ist.
Ansonsten, der Aufschlag für einen Platz im Liegewagen könnte sich evtl. lohnen, denn dann könnt ihr euch entweder hinlegen oder über Nacht die Schlafposition zumindest verändern, ohne dabei den anderen im Abteil zu nah zu rücken. Ich bin damals mit einjährigem Kind gefahren, das ging nebeneinander auf der Liege, es war natürlich sehr eng, aber es sind ja nur ein paar Stunden. Eine extra Liege braucht ein so kleines Kind sicherlich nicht.
Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 26.09.2011, 15:26
von Potsdame
Mit Kinderwagen könnte schwierig werden. In manchen (alten) Zügen kommt man damit nicht durch die Gänge.
Im Abteil wird sicher derjenige, der neben dir den Platz hat, mit dir tauschen.
Die Nachtzüge mit den ausziehbaren Sitzplätzen sind super. Ich bin immer mit dem von Berlin nach Wien gefahren. Da hat man sich dann quasi mit dem, der gegenüber saß, ein "Bett" geteilt.
Ganz ehrlich, ich würde mir das nicht antun. Zug fahren ist tagsüber schon anstrengend genug. Aber nachts? Ich weiß nicht, wie "pflegeleicht" dein Knirps ist, aber was werden die anderen Mitfahrer wohl denken, wenn da ein Baby dabei ist, das nachts wach wird? Bzw. denkst du, dass die anderen Mitfahrer auf ein schlafendes Baby Rücksicht nehmen?
Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 26.09.2011, 15:41
von metri
ich würd's machen, habe aber auch ein Kind, das Nachts prima schläft,
für 20 Euro Aufpreis würde ich den Liegeplatz nehmen, aber nur für 1 Person, für Kinder unter 6 brauchst Du keinen eigenen Platz
Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 27.09.2011, 07:10
von Lösche Benutzer 9022
Also heute Nacht gehts los. Eigentlich gibts ja keinen Grund nervös zu sein, wir sind ja wie gesagt schon öfters Bahn gefahren (es ist also keine fremde Situation). Und Mira ist wirklich ein liebes Kind, dem in der Regel alle Herzen zu fliegen. Trotzdem werde ich mir das mit dem Liegeplatz überlegen und nochmal am Schalter bzw. beim Schaffner nachfragen - die Dame am Telefon meinte, die Sitzplätze sind fast alle weg - dafür kann sie sehen, dass viele der 6er-Abteile noch komplett leer sind.
Gegen 6-8 Stunden im Bondolino spricht also nichts? Hab jetzt in euren Beiträgen keine Antwort auf meine Frage gefunden... Weil wenn sie dort schläft und sich wohl fühlt... gibts erstmal nicht wirklich einen Grund, sie dort raus zu holen, oder?
LG, martina
Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 27.09.2011, 12:28
von Potsdame
also mein KÄind wollte nach 4 Stunden Schlaf in der Manduca schon raus. Die Kleine wird dir schon sagen, wenn sie keine Lust mehr hat, weil es unbequem wird. Sie kann sich da drin ja schließlich kaum bewegen.
Gute Fahrt! Ich drück dir die Daumen, dass ihr das gut und stressfrei schafft. Das Liegeabteil würde ich auch nehmen, wenn es irgendwie geht. Dann hast du doch gar kein Problem mehr. Püppie neben dich und gut ist.
Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 27.09.2011, 17:08
von Haselnuss
Gute Reise !
Und es wird bestimmt gut werden

Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 27.09.2011, 18:13
von marscygale
Gute Reise auch von uns

Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 27.09.2011, 19:39
von Christiane
Gute Fahrt!
Solange Ihr Euch beide mit dem Bondolino wohl fühlt, gibt es keinen Grund die Maus herauszunehmen.

Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 04.10.2011, 20:12
von Lösche Benutzer 9022
Guten Abend,
wir sind wieder zu Hause und ich wollte euch einen kleinen "Reisebericht" da lassen:
Dienstag bis Mittwoch:
Wir haben für Nachmittags überraschenderweise einen Impftermin bei Miras Kinderärztin erhalten. 6fach+Pneumokokken. Bis auf das kurze quengeln beim Nadelstich keine außergewöhnliche Reaktion. Ich hatte trotzdem Sorge, ob wir wirklich noch mit dem Nachtzug fahren können... Mira bekam um 19 Uhr ihr Fläschen Pre-Nahrung und schlief dann brav bis 22 Uhr. Schnell noch die letzten Sachen einpacken, Windeln wechseln, Fläschchen geben. Aber nein, mein Baby wollte keine Flasche sondern lieber kuscheln. Also Mira in den Bondolino gesteckt. Gegen 23 Uhr fuhr unser Bus Richtung Berlin Hauptbahnhof. Anstatt zu schlafen guckte die Kleine aus dem Fenster oder beobachtete die anderen Fahrgäste. Ein junges Mädchen meinte allen Ernstes zu mir: "Könnten sie ihrem Baby bitte sagen, es soll aufhören mich so anzustarren!" Unser Zug nach Köln stand schon auf dem Gleis. Im Abteil stank es nach Alkohol und unter einem unserer gebuchten Sitze stapelten sich Wodka- und Bierflaschen. Der Mann, der dort saß, räumte die Flaschen aber sofort weg und verbrachte die restliche Fahrt im Gang, da ihm 6 Personen im Abteil zuviel waren (er kam erst zurück, als zwei der anderen Fahrgäste ausstiegen). Der Geruch ließ sich schnell weg lüften und wir konnten zwei nebeneinander liegende Sitze nutzen, da die Fahrgäste sowieso "falsch" saßen. Wir kuschelten uns auf unsere Sitze (Mira im Bondolino) und sind beide fast sofort eingeschlafen. Nach einer Stunde Fahrt (so gegen halb 2) kam der Kontrolleur und Mira meldete sich für ihr Fläschchen. Danach haben wir einfach weiter geschlafen. Ich hab immer mal wieder die Liegepositon gewechselt - aber es war gar nich so unbequem wie ich befürchtet hatte. Um halb 6 wurde Mira wach und bekam ein weiteres Fläschchen. Gegen halb 7 kamen wir in Köln an und stiegen in den RE um. Jetzt war Mira wach und beobachtete wieder aufmerksam ihre Umgebung. Gequengelt hat sie nicht. Tja und um 7:29 Uhr waren wir dann am Ziel und wurden von meiner Schwester abgeholt. Das erste Mal gewickelt haben wir erst zu Hause.
Sonntag:
Morgens gegen halb 8 fuhr unser RE wieder Richtung Köln. Wir wurden zum Zug gebracht, aber obwohl ich extra drum gebeten hatte, rechtzeitig los zu fahren, wurde die Zeit knapp und es war ziemlicher Stress bis wir dann doch noch pünktlich in unserem Zug saßen. Mira hatte um 4 Uhr ihre Flasche bekommen und noch keinen Hunger. Den bekam sie erst, als wir gegen viertel vor 9 in den ICE Richtung Hannover stiegen. Ich hatte im Vorfeld versucht mit meiner Onlinebuchung einen Platz im Kleinkindabteil zu reservieren. Aber immer wieder bekam ich die Meldung, die Buchung sei auf dieser Streke nicht möglich, ob ich mir einer Reservierung im Großraumabteil einverstanden sei... das verneinte ich. Ich weiß, dass man im ICE auf der Strecke eigentlich immer einen Platz in der Nähe des Restaurants bekommt. Da ist auch das Behinderten-WC mit Wickeltisch, den wir auch während der Fahrt noch benutzten. Kaum saßen wir, bekam Mira ihre Flasche und schlief erstmal wieder ein. Kurz bevor wir in Hannover ankamen wurde sie wach und wir spielten ein bisschen Fingerspiele. In Hannover gings weiter mit der Straßenbahn. Ungefähr gegen 13 Uhr, ne knappe Stunde nach unserer Ankunft im Restaurant, bekam sie ihr Fläschchen und schlief bis wir gegen 16 Uhr zur Ur-Oma nach Hause gingen.Die Kinder spielten im Garten und Mira krabbelte auf einer Decke rum und ließ sich bewundern und anhimmeln. Gegen 18 Uhr bekam Mira ihre Flasche und um 18:40 Uhr fuhren wir dann wieder Richtung Hannoveraner Hbf. Dort hatten wir bis 19:30 Uhr Zeit, bevor unser ICE nach Berlin ging. Auch hier war im Vorfeld bei der Online-Buchung keine Reservierung des Kleinkindabteils möglich gewesen. Wir stiegen also wieder beim Restaurant an und fanden auch schnell einen Platz. Allerdings hatte Mira beschlossen, dass sie bereits nach anderthalb Stunden wieder Hunger hatte und verkündete das lautstark (ich wurde teilweise etwas fassungslos und ängstlich gemustert von einigen Fahrgästen). Ich packte also alles aus, und gab Mira die Flasche. Sie war auch sofort still und zufrieden. Allerdings tauchte dann eine Zugbegleiterin auf und fragte mich, ob ich mich nicht lieber ins Kleinkind-Abteil setzen möchte... Und sie hatte es ganz furchtbar eilig. So eilig, dass ich die vor Hunger schreiende Mira im Bondolino, die Flasche in der einen, die Wickeltasche in der anderen Richtung Kleinkind-Abteil geschickt wurde. Meine Jacke, meinen Koffer und mein Getränk wurde mir hinterher getragen... Warum ich während der Onlinebuchung das Kleinkind-Abteil nicht reservieren konnte, konnte mir keiner erklären. Platz genug war auf jedenfall. Ich teilte mir ein wirklich riesiges Abteil mit einer Mutter und ihrem 9 Monate alten Sohn.
Mitgenommen auf unsere Reise hatte ich einen kleinen Trolley für unsere Kleidung und eine Umhängetasche als Wickeltasche mit riesiger Fleecedecke, Windeln, Nahrung und Kuschelteddy. Mira war während der Fahrt durchgehend im Bondolino. Als Nahrung hatte ich in der Apotheke Pre-Nahrung trinkfertig besorgt (die gleiche, die wir im Krankenhaus hatten). Da musste ich auf die Glasflasche nur noch den Sauger aufschrauben und konnte bei Raumtemperatur füttern. Für ne lange Zugfahrt wirklich praktisch. Als Fazit kann man sagen, dass Zugfahren mit Baby auch über lange Strecken richtig gut klappt.
Achja, und heute hat sich die Bahn bei mir wegen der Reservierung gemeldet. Ich habe einen Reisegutschein in Höhe von 10 Euro erhalten.
Lieben Gruß
Martina
Re: Bahnfahrt/Nachtzug (ca. 8,5 Stunden)
Verfasst: 04.10.2011, 20:25
von nwsurgeon
Hallo Martina,
schön, dass Eure Fahrt so gut geklappt hat.
Aber eine Frage kann ich mir jetzt doch nicht verkneifen: Was ist denn aus Eurer Zwiemilch-Ernährung geworden? Du hattest ja noch vor ein paar Wochen geschrieben, dass das (entgegen mancher Einwände aus Deinem Umkreis) bei Euch so gut klappen würde, ohne Saugverwirrung und Stillstreik.
Nimms mir nicht übel, ich bin einfach nur neugierig.
LG