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Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 07.07.2011, 21:35
von Kinsale
Wir haben mit 6 Monaten den ersten Brei gekocht, meine Tochter hat 2 oder 3 Löffel interessiert probiert. Danach hatte sich das dann leider auch mit dem Interesse. Wir haben dann immer mal wieder einen Versuch gemacht. Brei mochte sie nie so wirklich. Fingerfood fand sie interessant, aber wirklich gegessen hat sie da nichts.
Mit 13 oder 14 Monaten haben wir dann garkein "Babyessen" mehr angeboten. Es gab das, was es für uns auch gab (natürlich kaum gewürzt und einigermaßen leicht zu kauen) und Brust. Sie fing mit 1 Nudel an und nach wurde das mehr. Einige Wochen später konnte sie sich tatsächlich satt essen und ist inzwischen eine völlig unkomplizierte Esserin, die alles probiert und das allermeiste auch mag. Kinderessen gibt es bei uns garnicht, sie isst alles mit. Ich lasse sie auch oft wünschen, was es geben soll. Bisher war einmal Eis dabei, sonst eigentlich nur "vernünftige" Sachen (Suppe, Gurken- oder Karottensalat, Brokkoli, Aubergine und natürlich Nudeln mit Soße oder Pfannkuchen sind am gefragtesten) Manchmal wünscht sie sich abends tatsächlich Milchbrei. Das finde ich echt lustig, vor einem Jahr hätten wir sie damit noch jagen können :mrgreen:

Das finde ich total super so und fühle mich für das erste "Problemjahr" (das im Rückblick viel weniger problematisch erscheint :wink: ) entschädigt. :D
Gestillt wird hier noch morgens, abends und wenn sie nicht durchschläft auch nachts.

Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 07.07.2011, 22:23
von carrymeclose
Ich les mir das alles sehr interessiert durch gerade. Weil ich so eine radikale getrennt-Esserin habe und mich frage, ob ich da jetzt bei meinem zweiten Kind irgendwie was 'steuern' könnte.

Denn auch wenn wir blw gemacht haben, so habe ich doch irgendwie getrennte Sachen angeboten. Ihr also Gemüsestäbchen und Fleischstücke pur angeboten, und jetzt nicht gleich von Anfang an den Eintopf oder die Lasagne, die wir gegessen haben. Und irgendwie sind wir von diesem 'Pur-Essen' nie weitergekommen. Was meint Ihr?

Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 08.07.2011, 09:35
von jusl
Ich würde gar nichts steuern. Außer eben SELBER mit GENUSS essen, komplett nach MEINEM Geschmack kochen, und wenn mein Kind es nicht mag, kriegt's halt ein Brot oder einen Apfel.

Ich meine, was ist die "schlimmste Folge", die Du bei Deiner "Radikal-getrennt-Esserin" befürchtest? Dass sie dieses Essverhalten bis sie 50 Jahre alt ist, beibehält? Ihre Freunde in ihrer Clique später finden es bestimmt sehr lustig, wenn sie ihren Cheeseburger erstmal auseinander nimmt, wenn alle nach dem Kino noch zu Mc Doof gehen. :lol: (Und wäre das eigentlich so schlimm?)
Nee, im Ernst: Lass sie einfach. Iss Du mit Freude DEIN Essen, und schenk IHREM keine Bedeutung. Der Rest wird sich im allgemeinen Sozialgefüge von selbst regeln, ganz bestimmt.

LG
Julia

Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 08.07.2011, 10:53
von carrymeclose
Ja, da hast Du recht jusl. Ich weiss auch, es ist Jammern auf hohem Niveau. Denn mein Kind isst ja auch gerne und gesund. Nur eben getrennt.
jusl hat geschrieben:Ich würde gar nichts steuern. Außer eben SELBER mit GENUSS essen, komplett nach MEINEM Geschmack kochen, und wenn mein Kind es nicht mag, kriegt's halt ein Brot oder einen Apfel.
Naja, das ist es eben. Ich koche halt für mich UND für sie dann nochmal das gleiche in leicht getrennter Form. WEil ich eben nicht will dass sie sonst nur Brot und Jogurt ist.

Aber Du hast Recht, sie wird bestimmt irgendwann auch mal von ihrer Trennkost abweichen. Und letztendlich ist diese Trennen ja auch ein gesunder Instinkt wohl, der ihr erhalten blieb, weil ich sie EBEN immer einfach gelassen habe.

Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 08.07.2011, 11:58
von jusl
OK, das muss jeder für sich entscheiden, aber ich persönlich würde definitiv nicht für meine Kinder extra was anderes kochen. Wenn ich Lust auf "Gemischtessen" wie Nudelauflauf, Thai-Wok oder Gulasch hab, dann koch ich das, fertig. Ich möchte ja, dass die Kinder auf Dauer MEINE Sachen mitessen. Falls sie sich aber unwahrscheinlicherweise dafür entschieden hätten, das auf Dauer strikt abzulehen und lieber bei Joghurt und Apfel zu bleiben, dann wäre das DEREN Sache, nicht meine. Bleibt mehr für mich vom leckeren Essen, kein Problem. :mrgreen:

Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 08.07.2011, 12:01
von Ginevere
Wir haben viel zu früh angefangen. :(
Mit 5 Monaten glaube ich. Und sie ist immernoch eine sehr "schlechte" Esserin. Ich glaube wir haben damals zu viel Druck gemacht weil ich wieder arbeiten gehen musste. Wäre ich mal einfach zu Hause geblieben und hätte noch ein wenig weiter gestillt...
Ich mache mir deswegen schon ein wenig Vorwürfe und würde es nicht wieder so machen.

Re: UMFRAGE: Auswirkung d. Beikosteinführung auf später

Verfasst: 08.07.2011, 12:24
von WiLada
Gineve, wir haben auch kurz vor den 6 Monaten angefangen...ich denke es kommt nicht darauf an wann man anfängt sondern wie man das mit der Beikost gestaltet. Ich sehe im Fernsehen oft Babys denen der Löffel einfach reingeschoben wird. Ich habe den Kleinen auch gefüttert, nur hat er den Teller gesehen und als der Löffel kam gaaaaanz weit aufgemacht, er hat nie genug bekommen. Es kam nur einmal vor, dass er nicht wollte und da hab ich es gleich sein lassen. So auch beim baden, wenn er geweint hat habe ich es beendet und ihn nie gezwungen, er badet und duscht heute noch liebend gern. Im Gegensatz dazu ein Kind von Bekannten, von Anfang an, wirklich schon als Neugeborener ständig gedrängt, einfach rein in die Wanne ohne kurz nass machen oder so und heute noch schreit er beim baden, dass ich mitweinen könnte wenn ich das höre. Er ist in der 1. Klasse!


carrymeclose hat geschrieben: Da scheinst Du ja wirklich einen guten Esser zu haben. Hast Du ihm Brei gefüttert oder fingerfood gegeben? und das Kleingeschnittene was Du erzählst, hat er das selber gegessen mit der Hand oder hast Du das gefüttert
Anfangs hab ich ihm sämtliches gemüse püriert, da ich selbst gekocht habe konnte ich die Konsistenz selbst bestimmen. Ich habe ihn mittags meist gefüttert, nachmittags hat er idR alleine gegessen sprich Apfel abgescharbt oder Banane in der Hand. Er hat auch da viel gegessen.
Ende des 1. LJ hat er mit dem Löffel erst gegessen, davor zwar auch, aber mit Hilfe, wir haben beide den Löffel gehalten. Aber das wie gesagt nur wenn es Kartoffelpüree oder Suppe gab, ansonsten habe ich so mit 8 Monaten Würfelessen gemacht. Zucchini, Kartoffeln usw. in Würfel geschnitten und er hat mit den Händen gegessen. Er isst manchmal auch getrennt, immer erst das was er lieber mag, aber das andere isst er danach auch noch, daher ist mir das egal.

Ich werde es so beibehalten, dass ich einfach koche wie ich mag. Heute gab es Auflauf mit Nudeln und verschiedenem Gemüse, den Käse obendrauf mochte er nicht so gern und hat ihn mir dann gegeben, dass ich extra für ihn kochen würde käme nicht in Frage, damit fange ich erst garnicht an, hab damit schon bei einigen gesehen wie das dann ausatet - schlimmster Fall ist die Tante meines Mannes, die täglich mind. 3 Gerichte mittags kocht!!!!!!!!
:shock: