tausend fragezeichen im kopf

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von jusl »

Liebe Avarna,

vielen Dank für Deinen liebgemeinten Zuspruch, aber Deinen als allgemein gültig formulierten inhaltlichen Schlussfolgerungen muss ich deutlich widersprechen:

Selbstverständlich gibt es junge Säuglinge "die am gedeckten Tisch verhungern"! (falls Du mit "gedecktem Tisch" ein reichliches Milchangebot meinst - in diesem Fred hier geht es um Neugeborene!). Es gibt kranke Babys, schwache Babys, Babys mit schweren Saugstörungen, außerdem Mütter mit physiologisch oder pathologisch bedingt verringerter Milchbildung, die vielleicht zunächst gar nicht bekannt ist bzw. bemerkt wird. "Zufriedenheit" ist KEINESWEGS automatisch mit Sattheit gleichzusetzen -genauso wenig wie "Unzufriedenheit" immer Hunger bedeutet. Dehydrierte, schwer mangelernährte Babys wirken im Allgemeinen ganz besonders "zufrieden" - sie schlafen nämlich möglicherweise den ganzen Tag.

Angebot und Nachfrage pendeln sich zweifellos gut aufeinander ein - aber eben NUR DANN, wenn dies auch möglich ist (gut stillendes Baby, Mutter mit normaler Milchbildung, keine med. Besonderheiten die das Stillen beeinträchtigen und natürlich ein gute Handhabung des Stillens (im Allgemeinen: Stillen nach Bedarf)). Eben diese Voraussetzung ist leider nicht immer gegeben. Und gerade bei auftauchenden Hinweisen auf mögliche Probleme MÜSSEN eben diese erstmal überprüft werden, anstatt sie einfach als gegeben anzunehmen. Das wäre ja sonst, als ginge man mit Beschwerden zum Arzt, aber der antwortet nur: "Nee, Sie haben bestimmt nichts, denn normalerweise sind Menschen ja gesund."

LG
Julia
Benutzeravatar
Urania
Profi-SuTler
Beiträge: 3000
Registriert: 24.07.2010, 10:27
Wohnort: BW
Kontaktdaten:

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von Urania »

Liebe Julia, kann es auch möglich sein das manche Frauen einfach viel Vordermilch bilden? Ich habe hier in Stillforum mal gelesen das eben die Frauen die große Brüste haben und viel Milch bilden,produzieren auch viel Vordermilch.(ich hoffe ich hab das nicht falsch verstanden :oops: ) Kann es sein das Babys dabei den Bauch schon voll haben bevor sie an das dickere milch ran kommen?kann das die Abnahme,und dabei volle windeln erklären? Oder "schrei" Babys die dabei viel spucken? Meine Nichte z.B. trank sehr gutl,spuckte auch viel und schrie.Meine Schwägerin hat große Brüste und sehr viel Milch.Warum haben Babys so viel Hunger,wenn die Mutter so viel Milch hat? Dabei war die Zunahme nicht so spektakulär ,wie z.B. bei mir.Wir hatten 3 Stunden Takt ,bis 3 Monaten ca.50-100mg,Zunahme ca 400g. Und bei Schwägerin alle 1-2-3Stunden ca. 80-160mg und die Zunahme ca.150-200g.
So ne Theorie "hustl" :oops:
^SternenSohn 24ssw
Sohn mit 9 Jahren
Sternchen 10ssw
Maikäfer 2010
BLOG
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von jusl »

Die Brustgröße korreliert nicht unbedingt mit der Größe der Brustdrüse(!), also dem Gewebe, welches Milch bildet. Große Brüste sind i.A. deshalb groß, weil sie aus viel Fett und viel Bindegewebe bestehen.
Und die Trinkmengen wiederum korrelieren auch nicht unbedingt mit der Gewichtsentwicklung. Diese ist v.a. genetisch bestimmt. Hier kann man also keine allgemeingültigen Regeln ableiten. ;-)

Ansonsten: ja, es kann durchaus sein, dass ein Baby schlecht zunimmt, obwohl die Mutter "ungewöhnlich viel Milch hat". Oft ist der Stuhl dann aber dauerhaft(!) grün, plus einige andere Symptome, ungünstiges Stillmanagement usw. Ist in diesem Fall hier ja praktisch ausgeschlossen, denn die Mutter hat ihre älteren Kinder ja probemlos gestillt.

LG
Julia
Benutzeravatar
jule71
gut eingelebt
Beiträge: 26
Registriert: 06.06.2011, 00:24
Wohnort: Bei Karlsruhe Baden-Württemberg

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von jule71 »

Hallo,

nur ganz kurz (Kleine gerade aufgewacht)
ALSO, wenn die waagen nicht identisch waren:
ist alles o.k. ;-) wie schon geschrieben: es deutet nichts darauf hin, dass dein Kind zuwenig bekommt.

Diese Federwiegen sind einfach nicht so 2
"digital" wie die in der Klinik und unsere Hebamme meinte sogar: ja nach Wetter zeigt die mal andere Werte an, weil die Feder verzogen ist. Unsere Süße kam im Januar und hatte auch plötzlich innerhalb ein paar Tage stark abgenommen - war aber dann ein Waagefehler,weil die waage über nacht im kalten Auto lag und daher irgendwie verzogen war.

Liebe Grüße
Jule
Jule mit
Sohn 6/1990
Sohn 9/1993
Tochter 2/1997
Sohn 6/1999
Tochter 1/2011
an der Hand und am loslassen und zwei * im Herzen
Der weibl. Körper kann von selbst ein Kind in sich wachsen lassen, sollte er unfähig sein, das Kind von selbst zu gebären!? Nichts ist neu daran, wie Frauen gebären. Neu ist nur das Verhalten derer, die den Geburtsprozess kontrollieren. Elisabeth Noble
Benutzeravatar
Urania
Profi-SuTler
Beiträge: 3000
Registriert: 24.07.2010, 10:27
Wohnort: BW
Kontaktdaten:

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von Urania »

Danke Jusl :D
^SternenSohn 24ssw
Sohn mit 9 Jahren
Sternchen 10ssw
Maikäfer 2010
BLOG
Benutzeravatar
DesignerMum
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1414
Registriert: 12.04.2010, 21:24
Wohnort: Hamburg

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von DesignerMum »

erstmal dank ich euch für eure Kommis..ich war an diesen tag noch lange in gedanken neben mir..am mittwoch hatte sie nochmal minimal abgenommen oder abgenommen und wieder zugenommen...meine Kiärztin war recht locker wollte auch auf keinen fall mir eine pumpe verschreiben*damit machst du dir wieder alles kaputt* o-ton mit der wohl recht guten erinnerung man meine zweitjüngste und der pump-still-zeit...

heut war hebi wieder da wollte unbedingt nochmal wiegen nun hat das krümelchen wieder gut zugenommen..wir haben nun abgesprochen das sie nur noch 1 mal die woche kommt..so gehen wir diesen mehrmaligen wiegen aus dem weg...zumal wir ja so zurecht kommen ...sich die kleine macht und ich soweit keine wirklichen stillprobleme hab oder ähnliches die ich net auch allein hingebogen bekomm
LG B.
Avarna
Herzlich Willkommen
Beiträge: 11
Registriert: 27.06.2011, 16:20

Re: tausend fragezeichen im kopf

Beitrag von Avarna »

jusl hat geschrieben:Liebe Avarna,

vielen Dank für Deinen liebgemeinten Zuspruch, aber Deinen als allgemein gültig formulierten inhaltlichen Schlussfolgerungen muss ich deutlich widersprechen:
Dem will ich auch gar nicht widersprechen, heißt ja nicht, dass automatisch alles in Ordnung sein muss! Wollte mit unserem Beispiel nur sagen, dass es auch so sein kann und es so etwas gibt.
Ich bin "nur" Mütter. Keine Stillberaterin und auch keine Ärztin. Selbst wenn dem so wäre, könnte und dürfte ich gar keine "Ferndiagnose" stellen, weil jeder Fall gesondert betrachtet werden muss. Außerdem habe ich ja auch angedeutet, dass wir mit unserem Stöpsel, die damals auch erst ein paar Wochen alt war (wäre wohl auch ziemlich unvernünftig, wochenlang mit solchen Werten erstmal abzuwarten!), beim Arzt waren. Ich somit nicht für mich einfach geschlussfolgert habe, sondern nach eingehender ärztlichen Untersuchung und Beratung.
Ja, natürlich war mein Beitrag deswegen auch bewusst nur liebgemeint.
Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. (Jirina Prekop)

Marie (Apr.97) 1 Jahr gestillt, getragen, noch in Kinderbett ins Zimmer (6Mon.)
Tjark (Nov.98) 1 Jahr gestillt, Trageverweigerer, Geschwisterbett
Mathilda (Nov.09) "immer noch" Stillkind, ausgiebig tragbar, Mutter-Kind-Bett/ab und zu kommt auch die Große dazu... und Babysignal!
Antworten

Zurück zu „Stillforum“