sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Aditi
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von Aditi »

also hier kam die wende von ganz allein vor ca 2 wochen, davor war es phasen weise so, daß ich nur noch wie ein zombie rumlief :( .
ganz ohne erziehungsmaßnahmen schläft sie plötzlich durch :shock: .

bei den nachts abgestillten kindern frage ich mich immer, was macht ihr denn, wenn das kind zahnt oder krank ist? marschiert der papa dann bis nachts um 5 mit dem kind durch die wohnung auf und ab? man kann ja auch nicht jede nacht schmerzmittel geben, und stillen geht ja nicht mehr , das wäre dann ja "inkonsequent" ?!
Liebe Grüße von Aditi mit zwei Mäusen (2006 und 2010)
Mascha80
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von Mascha80 »

Gadjodilo,
nicht jetzt schon Angst kriegen! :wink: Bei uns war "oft" wirklich sehr oft...siehe Maionn. Phasenweise zumindest. Zum Teil lief es auch mal besser (mit nur dreimal pro Nacht oder so). Aber gerade in den Monaten zwischen 13 und 15 oder so - das war hart. Aber das läuft ja wirklich bei jedem anders, also lass Dich da jetzt noch nicht verunsichern...

Maionn, ich bin gespannt. :wink: Berichte weiter, ja?

Aditi: Doch, ich habe ihn zwischendurch auch mal wieder gestillt nachts, als er einen Magen-Darm-Virus hatte. Das hab ich dann nach zwei Wochen wieder "umgestellt". Man merkte tatsächlich, wie sich sein Schlafverhalten wieder dem Stillmodus anpasste... Zum Zahnen kann ich nicht viel sagen. Ich gebe zu, ich merke nicht, ob mein Sohn gerade doll zahnt oder nicht. :oops: Wenn er mal ne Nacht doch unruhiger schläft, kuschel ich halt öfter mit ihm. Streichle ihn, flüstere, halte seine Hand, lasse ihn im Notfall auch mal auf mir drauf liegen und (ein)schlafen. Rumtragen haben wir auch zum Anfang des nächtlichen Abstillens nicht gemacht. Das Beruhigen ging im Familienbett.
An Dich: Glückwunsch, dass das bei Euch von alleine klappte!!! Aber das heißt ja nicht, dass jede Mutter darauf warten muss...
Mascha mit Novembersöhnchen 2009
baum
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von baum »

mich hat dieses einschlafstillen auch gestört, und ich habe dann wirklich sie ohne Stillen ins bett gebracht-die ersten Tage war natürlich geschrei, wo ich sie dann mir singen und streicheln beruhigt habe...dann hatt sie zum Glück nach einer Woche kapiert das sie es auch alleine schaft! Wir haben abends einen festen Ablauf und da wird dann auch noch mal gestillt, danach kommt sie in Ihr bettchen und schläft alleine ein und oft jetzt auch dürch-was vorher nicht der Fall war...ich hoffe das bleibt so...
ich wünsch Dir für euren Weg, wie auch immer der sein mag viel Kraft!
Aditi
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von Aditi »

klar, manch einer kann da lange warten, aber ermutigen möcht ich trotzdem :)
die kinder sind halt sehr verschieden. bei meiner großen wär ich froh gewesen, wenn stillen in den zahnungsphasen als beruhigung gereicht hätte...
Liebe Grüße von Aditi mit zwei Mäusen (2006 und 2010)
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Johana
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von Johana »

Mascha80 hat geschrieben:Ich fühle mit Dir, Maionn! :) Wirklich.

Mein Sohn ist 18 Monate alt. Und es ging uns lange so wie Euch. Die Stillabstände nachts verkürzten sich phasenweise immer weiter - so wie bei Mia. Ich war ständig gerädert. Auch das abendliche ständige Nachstillen fand ich nervig. Das war die einzige Zeit für mich oder uns als Paar, und die wurde ständig unterbrochen... :roll: Dazu noch die nervigen Kommentare oder Blicke, wenn mal abends Besuch da war ("Wie, ist der jetzt schon wieder wach?!"). :roll: Und ich ging ab März wieder arbeiten.

Kurzum: Wir haben uns für das nächtliche Abstillen entschieden, trotz Bauchgrummeln und schlechtem Gewissen meinerseits. Wirkliche Hoffnungen setzte ich auch nicht hinein, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mein Superschlechtschläfer allein durch Brustentzug plötzlich besser schlafen sollte! Und was geschah? Er tat es! Um Längen! Und das schon in der zweiten, dritten Nacht. Ich konnte es wirklich kaum glauben. Beruhigt hat ihn in der ersten Zeit der Papa. Das funktionierte super, trotz meiner Ängste (er ist eigentlich sehr mama-anhänglich). Ich quartierte mich einfach aus und kam dann erst gegen Morgen wieder dazu, zum ersten Stillen.

Bis ca. vier Uhr laufen unsere Nächte seither super. Er schläft oft durch, manchmal muss ich ihn zwischendurch kurz streicheln (inzwischen schlafe ich wieder bei ihm). Gegen Morgen (nach dem ersten Stillen) wird er dann unruhiger, aber das ist ok so. Nichts im Vergleich zu vorher. :wink:

Mir hat gegen meine Zweifel geholfen, mir klarzumachen, dass ich ihm durchaus bereits etwas zutrauen kann. Nur weil er nachts eine Weile nicht nuckeln darf, wird er nicht traumatisiert. Er bekommt ja trotzdem alle Nähe und Wärme, die er braucht. Ich kann Dir die Seite Rund ums Baby, speziell das Expertenforum von Dr. Posth dort empfehlen. Er ist ein sehr kompetenter Tiefenpsychologe - und auch er propagiert das nächtliche Abstillen nach ca. einem Jahr. :wink: Der Stoffwechsel stellt sich innerhalb weniger Tage um. In der ersten Nacht hat Mia bestimmt noch Hunger. Da hilft ganz viel Liebe und Wasser anbieten (was sie sicher ablehnen wird :wink: ). Dann wird sie unweigerlich tagsüber mehr zu sich nehmen. Vertrau ihr.

Nimm Deinen Leidensdruck als Kriterium. Ich habe das nächtliche Abstillen immer vor mir hergeschoben. Das hätte gar nicht sein müssen. Wenn Du etwas ändern möchtest, dann tu es jetzt. Morgen gleich. Mia ist kompetent genug, um das mit Deiner/Eurer Hilfe gut durchzustehen. Wut und Frust werden da sein, aber das ist nichts Schlimmes. Das haltet ihr aus. :wink:

Ha, das war jetzt ein Motivationsschreiben. :lol:

Liebe Grüße
von Mascha.

Hmmm, das nächtliche Abstillen mag vereinzelt sinnvoll sein, aber es für alle zu propagieren finde ich unschön.

Und zum Thema seinem Kind etwas zutrauen: Man kann das auch andersrum betrachten; ich traue meinen Kindern zu, dass sie den Zeitpunkt wo sie nachts das Stillen nicht mehr brauchen selbst finden :wink: .

Also, wenn jemand verzweiflt ist und die Nächte so gar nicht genießen kann, dann macht es Sinn etwas zu ändern. Da stimme ich zu.
Dass man alle Kinder irgendwann nachts abstillen muss/ sollte denke ich absolut nicht!
Da ist es mir auch ziemlich egal, dass das einer propagiert der Tiefenpsychologe ist; nachts gestillt hat er sicher noch nicht :lol: :wink: !

Liebe Grüße
Mascha80
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von Mascha80 »

Johana: Ich hatte auch nicht gemeint, dass jedes Kind ab einem Jahr nachts abgestillt gehört. :wink: Meine "Propaganda" bezog sich lediglich auf die TE, die sich so anhörte, als habe sie tatsächlich hohen Leidensdruck. Ich erkannte mich in ihrer Situation sehr wieder und weiß, wie schwer es sein kann, in diesem Zwiespalt zu sein: Einerseits seinem Kind auf jeden Fall all das geben zu wollen, was es braucht, um stark und glücklich heranwachsen zu können - andererseits aber unter bestimmten Dingen (wie dem nächtlichen Schlafentzug) auf Dauer sehr zu leiden, wenn man es einfach "laufen lässt", weil dies das vermeintlich Beste für das KInd ist.

Ich habe mich zum Thema Langzeitstillen/nächtliches Stillen von Kleinkindern aus meiner eigenen Situation heraus sehr belesen. Ich habe alle einschlägigen Bücher gewälzt, Internetforen durchforstet, sogar wissenschaftliche Arbeiten gelesen... :roll: ...nur, um für mich eine Entscheidung zu treffen, was wohl nun WIRKLICH das Richtige ist für mein Kind (und mich)...

Mein Fazit ist (auf das Stillen über das erste Lebensjahr hinaus bezogen): Die Situation muss für alle Beteiligten passen. Im ersten Lebensjahr steht die prompte Bedürfnisbefriedigung an allererster Stelle. Da sind die Eltern einfach gefordert, da gibts keine Kompromisse. Am Ende des ersten Lebensjahres hat sich so eine sichere Bindung - erstmal an die Primärbezugsperson, meist die Mutter - entwickelt. Nun beginnt für das Kind (aus sich selber heraus) die Phase der Loslösung. Hier kommt der Vater (oder eine Ersatzbezugsperson) als wichtiger Part ins Spiel. Die Autonomiebestrebungen des Kindes sehen vor, dass es sich gaaaanz langsam aus der engen Symbiose zur Mutter löst; hierbei dient der Vater quasi als Identifikationsfigur. Das Stillen KANN hierbei unter Umständen ein wenig die Loslösungsbestrebungen behindern bzw. verzögern. Es muss aber nicht so sein, und selbst wenn, ist es keine Katatrophe. Das Kind findet dennoch i.d.R. Möglichkeiten, die Loslösung voranzutreiben (wenn es nicht von der Mutter aktiv darin behindert wird). Was aber Fakt ist: Das Kind ist auf das Stillen nicht mehr direkt angewiesen. Der Verlust des Stillens ist für es gut verkraftbar. Viel wichtiger ist die Präsenz und Nähe der Bezugspersonen.

Was ich sagen will: Wenn es auch für die Mutter gut passt, ist ganz sicher nichts gegen das Langzeitstillen einzuwenden, auch nachts nicht. Das Kleinkind bleibt dann eben oft quasi im Säuglingszeit-Trinkmodus. Das ist halt so; das kann man (wie Du, Johana) als Mutter akzeptieren und einfach abwarten. Man MUSS aber nicht. Die heutigen Lebensumstände (Wiedereinstieg in den Job, weitere zu versorgende Kinder usw.) machen es den Müttern oft schwer, das alles einfach unbeeindruckt und ohne Leidensdruck anzunehmen. Und DANN halte ich es für angebracht, etwas zu verändern. Das aktive nächtliche Abstillen ist eine Möglichkeit.

Und, klar: Man kann auch sagen, man traut dem Kind zu, den Zeitpunkt selber zu bestimmen. Aber es MUSS ihn nicht selber bestimmen, um ein glückliches, psychisch gesundes Kind zu sein und zu bleiben.

Hui, schon wieder so ein langer Monolog von mir. :oops: Nun ja. So sehe ich es mittlerweile eben. Und mir persönlich tut es sehr gut, es so zu sehen.

Liebe Grüße,
Mascha.
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von maionn »

Ihr Lieben,
was ein Input. :) Ich kann nicht lange schreiben. Zu allem Übel hat Mia heute 40 Fieber bekommen, sie zahnt schläft NOCH schlechter :(
Deshalb ist der Versuch erstmal auf die fieberfreie Zeit verschoben...
Mir fällt es sehr schwer mich mit dem Gedanken des Abstillens anzufreunden, auch wenns nur die Nacht ist.
Ich habe das Gefühl das Mia es sehr sehr dolle braucht. Sie isst auch wirklich noch wenig.
Ich will, wie jede Mama, einfach alles "richtig" machen und Mia alles geben was sie braucht. Und doch bin ich soooo fertig - eine echte Zwickmühle-
Zusätzlich höre ich immer "dann bist du noch nicht müde genug, sonst würdest du es schaffen abzustillen, so schlimm kanns noch nicht sein"
Aber ich glaube dass ich - bis jetzt - eher umgefallen wäre als meiner Tochter nicht das zu geben was sie so wahnsinnig braucht.
Ich werde alles nochmal mit meinem Mann diskutieren - vielleicht muss er einspringen (was bestimmt nicht einfach wird - er kann seine weinende Tochter kaum "ertragen", sie nicht "leiden" sehen)

Und ich hab natürlich angst die Nächte stattdessen mit tragen, singen und anderem Aufwand zu verbringen, dafür fehlt mir echt die Kraft.

Ich werde weiter berichten... und bin selbst gespannt wie wir diese Situation lösen werden.

Danke für eure lieben Antworten.
Eine gute Nacht wünscht euch
Marion -gähn- ;)
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von kleinesmarienchen »

Kann es sein, dass das Kind tagsüber schläft? Oder das es vielleicht unregelmäßig "isst"und dadurch nachts immer Huinger verspührt? Mein kleines ist sehr still und gott sei dank nur tagsüber recht munter. Aber sonst muss ich bereit sein, um 5 Uhr aufzustehen und zu stillen und zu hoffen, dass es wieder einschläft
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Johana
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von Johana »

Danke Mascha, für deine ausführliche Erklärung :D !

Maionn: dann erstmal gute Besserung!

Liebe Grüße
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maionn
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Re: sie wird jetzt alle 40 minuten wach...

Beitrag von maionn »

boah!! ich kann nimmer, mia hat windelsoor und zahnt sooooo sehr die arme!
mit der magen darmgeschichte sind wir wohl durch!

wenn sie richtig fit wäre würde ich es heute probieren, aber sie hat so dolle schmerzen :(

ach es ist doch immer was bei uns,

ich seh aus wie ein zombie

sorry, jetzt gehts mir schon ein bisschen besser, musst mal raus
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