Re: wie kann man locker(er) werden ??
Verfasst: 05.04.2011, 08:04
oh, ich danke euch sehr!! es hilft mir sehr, die verschiedenen versionen von euch zu hören.
. ich bin ja schon mal froh, es überhaupt erkannt zu haben. keine ahnung warum es solange gedauert hat.
die größte einschränkung besteht wohl darin, daß ich sie dinge oft einfach nicht alleine ausprobieren lasse bzw. ihr nicht genügend zutraue dinge selbst tun zu können. sie sagt auch schon öfter "das kann ich sowieso nicht", ich denke, das ist anerlernt.
es sind oft nur kleine dinge, manchmal aber auch großes, wie zb alleine auf dem hof, außer sichtweise spielen zu lassen. (wir haben einen etwas verschachtelten innenhof). das geht bei mir einfach überhaupt nicht, ich muss sie sehen können (wir wohnen hier in einem mehrfamilienhauskomplex mit vielen kleinen innenhöfen). aber das muss auch noch nicht sein mit 5 jahren, ich möchte in kleinen dingen anfangen. letztens war sie zb mit meiner schwester unterwegs und diese hat für töchterchen einen flitzebogen gebastelt, da hat sie eifrig mitgeholfen und war dann soooo glücklich....
ich glaube nicht, daß ich ihr erlaubt hätte, den stock zu schnitzen mit nem messer.
solche beispiele halt!
ich bin übrigens genau gegenteilig aufgewachsen, eher vernachlässigt worden, in der 1. klasse zb musste ich schon ganz alleine von meiner freundin abends nach hause fahren+gehen; ich war insgesamt mit vielem völlig überfordert, alleingelassen und hätte mehr leitung+fürsorge gebraucht. diese erfahrung hat sicherlich viel damit zutun, daß ich mein "ei" (das schon lange keins mehr ist!) wie eine glucke hüten will. damit ihr dieses schreckliche gefühl der einsamkeit erspart bleibt, jedenfalls von seiten der eltern. und da ich auch noch AE bin, hängt ja alles an mir.
es ist auch noch etwas tiefgreifender. ich bin mittlerweile auch in psychiatrischer/psychotherapeutischer behandlung worüber ich mich sehr freue, da werden wir meine ängste bearbeiten. ich habe mehrere diffuse ängste, u.a. daß mein kind mitten auf der strasse verschleppt und entführt wird.
dabei gibt es dafür gar keine reale situation.
das schlimme an den eigenen ängsten ist ja, daß man sie unfreiwillig aufs kind überträgt.
so richtig blöd ist auch, daß der vater noch mehr ängste/zwänge hat als ich.
sie bekommt also die doppelte ration, da ist nicht mal 1 ausgleichender elternteil, der ihr freiheit läßt. "zum glück" lebt der papa in den usa und sie skypen "nur" ca. 2 mal die woche (und sehen sich einmal im jahr), aber selbst das skypen ist anstrengend. da ermahnt er sie ständig, nicht über die couch zu fallen, aufzupassen, dies zu tun, das zu lassen.... alles "gut gemeint", aus purer angst, seinem prinzesschen könnte ein haar gekrümmt werden.
witzigerweise konnte ich erst durch seine verschrobenheit überhaupt erkennen, daß ich genauso bin!
ja, nun ist es etwas länger geworden.
auf jeden fall würde ich mich über weiteren austausch hier freuen! und ja, mein neues mantra ist "ich vertraue mir, meinem kind und der welt, das alles so kommen wird wie es richtig ist" (ohmmmmmmm)
ja, damit beginne ich jetzt auchKirschgutzele hat geschrieben: Vielleicht hilft es dir ja, dir erstmal bewusst zu machen wo genau du sieeinschränkst, warum genau du Angst hast! Und dir dann kleinere Aufgaben zu stellen!
die größte einschränkung besteht wohl darin, daß ich sie dinge oft einfach nicht alleine ausprobieren lasse bzw. ihr nicht genügend zutraue dinge selbst tun zu können. sie sagt auch schon öfter "das kann ich sowieso nicht", ich denke, das ist anerlernt.
es sind oft nur kleine dinge, manchmal aber auch großes, wie zb alleine auf dem hof, außer sichtweise spielen zu lassen. (wir haben einen etwas verschachtelten innenhof). das geht bei mir einfach überhaupt nicht, ich muss sie sehen können (wir wohnen hier in einem mehrfamilienhauskomplex mit vielen kleinen innenhöfen). aber das muss auch noch nicht sein mit 5 jahren, ich möchte in kleinen dingen anfangen. letztens war sie zb mit meiner schwester unterwegs und diese hat für töchterchen einen flitzebogen gebastelt, da hat sie eifrig mitgeholfen und war dann soooo glücklich....
ich bin übrigens genau gegenteilig aufgewachsen, eher vernachlässigt worden, in der 1. klasse zb musste ich schon ganz alleine von meiner freundin abends nach hause fahren+gehen; ich war insgesamt mit vielem völlig überfordert, alleingelassen und hätte mehr leitung+fürsorge gebraucht. diese erfahrung hat sicherlich viel damit zutun, daß ich mein "ei" (das schon lange keins mehr ist!) wie eine glucke hüten will. damit ihr dieses schreckliche gefühl der einsamkeit erspart bleibt, jedenfalls von seiten der eltern. und da ich auch noch AE bin, hängt ja alles an mir.
es ist auch noch etwas tiefgreifender. ich bin mittlerweile auch in psychiatrischer/psychotherapeutischer behandlung worüber ich mich sehr freue, da werden wir meine ängste bearbeiten. ich habe mehrere diffuse ängste, u.a. daß mein kind mitten auf der strasse verschleppt und entführt wird.
das schlimme an den eigenen ängsten ist ja, daß man sie unfreiwillig aufs kind überträgt.
so richtig blöd ist auch, daß der vater noch mehr ängste/zwänge hat als ich.
witzigerweise konnte ich erst durch seine verschrobenheit überhaupt erkennen, daß ich genauso bin!
ja, nun ist es etwas länger geworden.
auf jeden fall würde ich mich über weiteren austausch hier freuen! und ja, mein neues mantra ist "ich vertraue mir, meinem kind und der welt, das alles so kommen wird wie es richtig ist" (ohmmmmmmm)