Freundschaften der Kinder

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Drachenblut
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von Drachenblut »

Ja, aber in dem Fall geht es darum, dass die Mutter der Meinung war, dass die Kinder ein "schlechter Umgang" seien.

Wenn das Mädchen den Bruder zugestänkert hat, bis er ausgeflippt ist, dann gibt es ja vielfältige Möglichkeiten, das zu unterbinden. Das würde ich auch tun. Und als letzten Schritt würde ich wohl auch sagen: Hier nicht mehr!

Aber so etwas ist da nicht. Nur, verstehst Du, wenn Du engelsgleiche Kinder hast, dann ist niemand gut genug für Dein Kind... Es geht nicht um Kinder, die wirklich Mist bauen. Es geht darum, dass Mama gottgleich festlegt: Die sind kein Umgang für Dich. Ohne Erklärung, ohne Begründung. Einfach, weil Mama das so entschieden hat.
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

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rubinie
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von rubinie »

Drachenblut hat geschrieben: Die Tante meinte dann noch, dass ich naiv sei, wenn sie nicht eingegriffen hätte, hätte ihr Sohn (jetzt gerade volljährig) schon so oft die falschen Freunde erwischt.

Bin ich naiv?
Nein, bist du nicht. :D

Mein Großer ist auch fast volljährig und ich habe mich nie in seine Freundschaften eingemischt. Er hat einen Freundeskreis, der aus lauter wohlerzogenen, verantwortungsbewussten, freundlichen jungen Menschen besteht und die daher bestens zu ihm passen. 8)
Im Ernst: ich habe in der ganzen Zeit kaum mal das Gefühl gehabt, dass er sich mit Freunden umgibt, die ihm nicht gut tun. Bei meiner Tochter ist es genauso. Wenn doch, würde ich mit meinen Kindern reden und ihnen mein Unbehagen mitteilen. Verbieten würde ich den Umgang mit anderen Kindern/Jugendlichen auf keinen Fall. Schon eher dafür sorgen, dass sie sich bei uns treffen und ich ein Auge darauf habe, was sie machen.
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lala
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von lala »

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich das handhaben werde. Also von oben herab irgendwelche Freundschaften untersagen, das geht gar nicht. Aber ich merke jetzt manchmal, dass es Kinder gibt, die ich nicht so gerne um meine Tochter herum haben möchte. Und dann schäme ich mich, weil ich eigentlich nicht so denken mag. Dabei ist es nicht mal das Kind selbst, sondern die Eltern, die irgendwie total falsch sind (lange Geschichte...). Aber der Gedanke, dass meine Tochter doch ein Recht auf ihre Freundin hat, ist noch stärker :lol: Aber da merke ich, dass ich durchaus nicht immer so empfinde, wie ich gerne möchte. Aber daran möchte ich unbedingt arbeiten, denn ich habe einfach nicht das Recht derartig das Leben meiner Kinder zu bestimmen.

Ich selbst war nämlich ein nicht ganz so guter Umgang, früher, im Hause meiner besten Freundin :lol: Wir sind nach 26 immer noch beste Freundinnen :lol: :lol:
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).
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Kleeblattmama
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von Kleeblattmama »

Ja, Drachenblut, ich hab schon verstanden, dass der Fall bei euch anders gelagert ist.

Ich habe nur ein Beispiel dafür gegeben, dass ich als Mama nicht immer nur beobachte, sondern durchaus auch in Freundschaften eingreife. Das tue ich auch in den Fällen, wo ich ein deutliches Ungleichgewicht sehe (also einer den anderen ausnutzt).

Ich würde nicht auf die Idee kommen, meinen Kindern Umgang zu verbieten, weil mir die Nase des anderen nicht gefällt. Ich finde dich auch nicht naiv mit deiner Meinung.
Wichtig ist es, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben, auch über die Freunde und evtl. Schwierigkeiten in den Freundschaften. Ich hoffe, dass mir das auch gelingt, über die Pubertät hinaus, das wäre mein Wunsch...

Liebe Grüße von der Kleeblattmama
Mama mit ihrem Glückskleeblatt 9/02, 8/04, 5/07 und 2/11

Wenn deine Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel.
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Drachenblut
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von Drachenblut »

lala hat geschrieben: Ich selbst war nämlich ein nicht ganz so guter Umgang, früher, im Hause meiner besten Freundin :lol: Wir sind nach 26 immer noch beste Freundinnen :lol: :lol:
:mrgreen: Ich kann mir Dich gar nicht als nicht so guten Umgang vorstellen...
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Drachenblut
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von Drachenblut »

Kleeblattmama hat geschrieben:Ja, Drachenblut, ich hab schon verstanden, dass der Fall bei euch anders gelagert ist.

Ich habe nur ein Beispiel dafür gegeben, dass ich als Mama nicht immer nur beobachte, sondern durchaus auch in Freundschaften eingreife. Das tue ich auch in den Fällen, wo ich ein deutliches Ungleichgewicht sehe (also einer den anderen ausnutzt).

Ich würde nicht auf die Idee kommen, meinen Kindern Umgang zu verbieten, weil mir die Nase des anderen nicht gefällt. Ich finde dich auch nicht naiv mit deiner Meinung.
Wichtig ist es, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben, auch über die Freunde und evtl. Schwierigkeiten in den Freundschaften. Ich hoffe, dass mir das auch gelingt, über die Pubertät hinaus, das wäre mein Wunsch...

Liebe Grüße von der Kleeblattmama
Okay, dann verstehe ich, wie Du das meinst und bin auch ganz bei Dir.
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lala
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von lala »

Drachenblut hat geschrieben:
lala hat geschrieben: Ich selbst war nämlich ein nicht ganz so guter Umgang, früher, im Hause meiner besten Freundin :lol: Wir sind nach 26 immer noch beste Freundinnen :lol: :lol:
:mrgreen: Ich kann mir Dich gar nicht als nicht so guten Umgang vorstellen...

:lol: :lol: Es war wohl auch weniger ich selbst, als mein Elternhaus....
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).
Nusserl
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Re: Freundschaften der Kinder

Beitrag von Nusserl »

ich habe ja 3 geschwister also war bei uns generell immer viel los. meine mama hat uns auch immer offen gesagt, wenn sie freunde nicht so gut fand. den umgang hat sie uns aber nie mit jemanden verboten. es war nur so, dass wir uns mit kindern, die einetwas merkwürdiges elternhaus hatten, nicht bei denen zuhause treffen durften. aber sie durften immer zu uns kommen.
wir hatten zum beispiel nachbarn, deren sohn so alt war wie mein bruder. aber das haus war völlig zugenmüllt, die katzen überall und die erwachsenen haben geraucht. also durften wir dort nicht spielen, der junge aber zu uns.
im endeffekt war unser garten der treffpunkt für alle kinder der nachbarschaft. bei uns durfte man eben auf der wiese spielen, weil es kein englischer rasen war. und bäume durfte man erklettern, solange man nichts kaputt macht. und wenn wir hunger hatten hat unsere mama einfach eine riessen ladung marmeladebrote gemacht und ein paar liter saft raus gestellt. :mrgreen:

meine tochter ist ja noch realtiv jung und unsere nachbarschaft sehr, sehr angenehm. aber in der kinderkrippe gibt es das eine oder andere kind, das ich unsympatisch finde. nach dem ersten elternabend war mir auch klar, warum. aber auch da wäre es mir tausendmal lieber, die kinder würden bei uns spielen, wo ich die kontrolle habe, als bei denen zuhause.
Glücklich mit drei Mädels und Mann
07/2008, 11/2011 und 04/2014
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