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Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 12:26
von die eule
@katpaje: ja, und möglichst schnell mit fleisch anfangen, wegen dem eisen *rolleyes*. steckt cma dahinter???
Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 12:29
von sndra
novemberkind hat geschrieben:
Das hab ich aus dem Text aber anders gelesen... Da steht ja selbst in der Zusammenfassung nochmal
Wenn Mütter ihre Kinder zu lange ausschließlich stillen, wirkt das sogar allergiefördernd. Eine finnische Studie konnte zeigen, dass Kinder, die neun Monate lang nur Muttermilch getrunken haben, ein mehr als doppelt so hohes Risiko haben, später eine Allergie oder Asthma zu bekommen.
Unterhalb des dritten Bildes

Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 12:37
von Lösche Benutzer 6804
sternchen3481 hat geschrieben:und was ist hier mit?
"Wenn Mütter ihre Kinder zu lange ausschließlich stillen, wirkt das sogar allergiefördernd."
Da steht weiter
Wenn Mütter ihre Kinder zu lange ausschließlich stillen, wirkt das sogar allergiefördernd. Eine finnische Studie konnte zeigen, dass Kinder, die neun Monate lang nur Muttermilch getrunken haben, ein mehr als doppelt so hohes Risiko haben, später eine Allergie oder Asthma zu bekommen.
Diesen Satz ziehen sie aus der genannten Studie, dass das Risiko steigt (und überspitzen dann zu "allergiefördernd)... Aber du weißt ja: Traue nie einer Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.

Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 12:39
von Daydreaming
Ich habe es auch mit der WHO-Empfehlung und den Anzeichen der Beikostreife gehalten. Mit vier Monaten wäre meine Tochter nie und nimmer für Beikost bereit gewesen, sie hat diesen Zungenreflex erst mit gut sechs Monaten verloren. Da habe ich dann auch angefangen, ihr immer wieder verschiedene Dinge anzubieten (Breie und Fingerfood), sie wollte nichts davon und hat, egal, was es war, immer ein BÄH-Gesicht gemacht, wenn mal etwas in ihrem Mund landete. Ich habe ein Jahr vollgestillt bis sie sich selbst für Beikost interessiert hat (und sie plötzlich auch die Sachen mochte, die vorher immer BÄH waren)
Diese Sache mit dem "zu lange vollstillen wirkt allergiefördernd" habe ich auch damals schon gehört und es hat mich sehr verunsichert (auch jetzt noch, zumal mein Mann mehrere Allergien hat und ich laut einem Test auch zwei, obwohl ich noch nie Beschwerden hatte). Aber zum Essen zwingen wollte und will ich nie...
Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 12:48
von Cosima
Hallo!
novemberkind hat geschrieben:Aber du weißt ja: Traue nie einer Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.

Daran musste ich auch denken.
Der Mini wollte keine Beikost bis er 8 Monate als war. Warten wir 'mal ab, was da kommt.
Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 13:34
von Lösche Benutzer 6804
Cosima hat geschrieben:Der Mini wollte keine Beikost bis er 8 Monate als war. Warten wir 'mal ab, was da kommt.
Irgendwann wird er essen.
Ich hatte mir fest vorgenommen 6 Monate voll zu stillen,
mein Zwerg hat das boykottiert und mir mit 5,5 Monaten ein Stück Apfel geklaut.
Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 13:48
von sanja
wie sieht´s denn bei naturvölkern ohne dosenfutter aus
ab wann essen da die kinder beikost

Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 14:04
von gisasz
War da nicht in der aktuellen Eltern ein Artikel zu? Oder war´s sogar die Öko-Test? Mist, habe ich beide gerade gestern weitergegeben....hab´s auch nicht ausführlich gelesen, immerhin ist bei uns die Stillzeit (leider) eh schon vorbei.
Aber ich meine, da hätte gestanden, dass man Kindern ab dem vollendeten 4.Monat durchaus auch Nahrungsmittel anbieten darf, die bisher in Verruf standen, Allergien auszulösen. ABER: Nicht als Ersatz- sondern wirklich als Beikost, also in geringsten Mengen, nur zum Probieren und evtl. drauf Vorbereiten, nicht als Stillmahlzeit-Ersatz! Als Neuigkeit habe ich mir nur behalten, man muss nicht so streng sein wie früher angenommen, und evtl. könnte eine frühere (also nach dem 4. Monat)Gabe eines möglicherweise allergieauslösenden Nahrungsmittels diese Allergie sogar verhindern....
Aber echt ändern tut das mMn nix: Vollstillen bis 4.bzw.6.Monat eh, dann was probieren lassen, aber bis ne Stillmahlzeit echt wegfällt...das kann und darf weiterhin dauern! Und die WHO Empfehlung muss sich dadurch ja logischerweise nicht ändern!
Und: Die Annahme, dass Sterilität eher Allergien fördert also sie zum umgehen, gilt eh, oder?
Also lasst die Kinder weiter Sand essen....und bei Belieben eben auch alle möglichen Lebensmittel probieren...

Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 14:18
von Lösche Benutzer 2872
sternchen3481 hat geschrieben:und was ist hier mit?
"Wenn Mütter ihre Kinder zu lange ausschließlich stillen, wirkt das sogar allergiefördernd."
Ich bin ja der Meinung, dass diese Kinder instinktiv länger voll stillen, weil sie allergiegefährdet sind und nicht durch das lange Stillen mehr Allergien bekommen.
Re: Vollstillen nur 4 Monate???
Verfasst: 23.03.2011, 14:24
von jackie-brown
es ist immer wieder derselbe artikel, der verwirrung stiftet oder falsch interpretiert wird.
hier die stellungnahme der afs/lll/...
Stellungnahme zum Thema „Optimaler Zeitpunkt der Beikosteinführung“
Die offizielle Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation lautet: sechs Monate ausschließliches Stillen, und daran
anschließend, mit geeigneter Beikost, bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus, weiter zu stillen (15).
Diese Empfehlung wird in Deutschland nur sehr halbherzig umgesetzt. Weniger als 20 % der Säuglinge werden mit sechs
Monaten noch ausschließlich gestillt (Berlin: 16,7, Bayern 21,4.). Fast die Hälfte der Säuglinge sind in diesem Alter schon
komplett abgestillt (Berlin: 43%, Bayern 48,6%) (4).
In letzter Zeit wird von einigen Seiten zunehmend darauf gedrängt, die Altersangabe in der Empfehlung zur Beikosteinführung
von sechs Monaten auf vier bis sechs Monate abzuändern. Als Begründung für diese Änderung wird ein möglicherweise
verringertes Risiko für die Entstehung von Allergien und Zöliakie bei frühzeitigerer Beikosteinführung angegeben (3,11, 16).
Für die Manifestation von Allergien sind andere Faktoren wesentlich bedeutsamer als der Zeitpunkt der Beikosteinführung, z.B.
Genetik, prä- und postnatale Keimberührung einschließlich Darmflora und umweltbedingte chemische Belastungen (8-10 u.a.).
Die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen, berücksichtigt nicht nur die Prävalenz von Allergien, sondern die
gesamte Entwicklung des Kindes. Die derzeitige Datenlage spricht auch in Hinblick auf Allergien nicht dagegen, weiterhin zu
empfehlen, sechs Monate ausschließlich zu stillen (3, 5, 12). In Anbetracht der nachweisbaren Risiken des Nichtstillens oder
Teilstillens sollte die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen, aufrecht erhalten bleiben.
Eine Empfehlung, nur vier bis sechs Monate ausschließlich zu stillen, birgt die große Gefahr, dass Eltern verstärkt ihre Säuglinge
bereits mit vier Monaten, einige sogar im 4. Monat (ab 3 Monate) mit Beikost zufüttern. Die Milchbildung wird dadurch bereits
frühzeitig reduziert, und ein längeres weiteres Stillen wird deswegen erschwert. Dieses birgt erhebliche Risiken (1).
Wir plädieren dafür, die Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen beizubehalten, da damit kein erhöhtes Risiko für
Allergien und Zöliakie zu erwarten ist (2, 11, 12). Demgegenüber steht bei einer Empfehlung für früheres Zufüttern ein Risiko für
ein verfrühtes Abstillen mit dementsprechend erhöhtem Risiko für Infekte und SIDS (14), und im späteren Leben einem erhöhten
Risiko für Adipositas (1,5), einer schlechteren psychomotorischen Entwicklung (7) und ungünstigeren Kieferentwicklung (5),
einem erhöhten Risiko für Diabetes Mellitus und möglicherweise für kardiovaskuläre Erkrankungen beim Kind (1, 5), einem
erhöhten Risiko für Mammakarzinom, Ovarialkarzinom und Osteoporose bei der Mutter (1), und einer schlechteren Mutter-Kind-
Bindung mit einem erhöhten Risiko für Verwahrlosung (13).
März 2009, Januar 2010
Elien Rouw, Ärztin, AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen
Utta Reich-Schottky, AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen
Denise Both, IBCLC, LLL La Leche Liga Deutschland
Unterstützt von:
Aktionsgruppe Babynahrung AGB Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen AFS
Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen BDL
Deutscher Hebammenverband DHV Europäisches Institut für Stillen und Laktation des VELB
Fortbildungszentrum Bensberg am Vinzenz Pallotti Hospital La Leche Liga Deutschland e.V. LLLD
Verband Europäischer LaktationsberaterInnen VELB
1. Agency for Healthcare Research and Quality: Breastfeeding and Maternal and Infant Health Outcomes in Developed Countries. Evidence
Report/Technology Assessment Nr 153, 2007
2. Espghan Committee on Nutritions: Agostoni C, Decsi T, Fewtrell M, Goulet O, Koletzko B, et al: Complementary Feeding: A Commentary by the
Espghan Committee on Nutrition. Journal of Pediatric Gastro-enterology and Nutrition 2008; 46: 99-110
3. Filipiak B, Zutavern A, Koletzko S, et al, and the GINI Group. Solid Food Introduction in Relation to Eczema: Results from a Four-Year Prospective Birth
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