giraffchen84 hat geschrieben:Ich hab gleich mal ein Frage:
Seit 2,5 Monaten Zähne? Dachte, das geht mal über 2-3 Wochen.....dann hört das ja nie mehr auf, bis alle Zähne da sind...
Hallo und erstmal: Willkommen im Club
Ich habe gerade aus anderen Gründen heraus einen ähnliches Post eröffnet.
Ich habe leider auch keine wirklichen Tipps. Ich möchte aber gerne etwas Grundsätzliches zum Zahnen sagen- ein wenig Expertenwissen (darf ich das hier überhaupt

?)
Das Zahnen ist nicht so ein Prozess, wie wir uns das immer vorstellen: "Ein Zähnchen kommt raus und das tut bestimmt sooo weh, wenn das im Zahnfleisch piekst, blutet, geschwollen ist usw." Im Grunde genommen tut das Zähnchen seltensten direkt im Mund weh, außer vielleicht bei Entzündungen, oder Backenzähnen und Zahnfleischquetschen beim Essen.
Anfang des 19. Jhd.s wurden aufgrund dieser Annahme vielen Babys noch die Kauleiste aufgeschnitten

um den Zahnungsprozess zu erleichtern, was dazu führte, dass viele durch Blutvergiftung gestorben sind.
Heute vermutet man, dass der Zahnungsprozess das Kind eher in seinem gesamten Entwicklungsbereich betrifft und begleitet. Ich fasse mal die wichtigsten Bereiche zusammen in denen Trubel herrscht: Zähne, Knochen = Wachstum, Kalciumstoffwechsel, Hirnreifung, Tiefenwahrnehmung, abgesenktes Immunsystem mit begleitender Anfälligkeit und dann kommt bei den meisten Babys noch die Phase dazu, in der sie sowieso Riesensprünge in der Entwicklung machen. Direkt im Mund ist haben die Kinder durchaus ein Jucken und eine neue Wahrnehmung.
Ich finde, wenn man das Zahnen so betrachtet, wundert man sich nicht über lange Zahnungsphasen und kann dem vielleicht etwas entspannter entgegensehen und die auf jeden Fall super anstrengende Zeit *tröstumarmung* besser ertragen. Es ist eben nicht nur der "Schneidezahn", der 2-3-5 Monate braucht, um rauszukommen sondern da passiert viel mehr.
Uns hat übrigens für das "Zahnen" Homöopathie ganz gut geholfen.
Ich bin auch als Neumama und als wirklich einzige in meinem bekannten Umkreis, die gerne und länger stillt immer wieder dabei (so auch gerade

), dem Stillen eine "Schlüssel- und Schuldrolle" zuzuweisen, weil ich aber auch sonst niemanden habe (außer hier im Forum

), der mir mal mit Erfahrung und Rat zur Seite stehen kann.
Ich hoffe, du findest einen Weg, mit dem du glücklich bist.