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Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 03.11.2010, 21:00
von Touffi
Hm, ich habe auch einen kleinen Busen, aber da ist ganz viel Milch drin - ich würde jeden gucken lassen, der es nicht glauben will. Kann es sein, daß deine Nachbarn grundsätzlich was gegen das Stillen haben? Außerdem kann ja nicht jeder groß und dick sein. Laß dich nicht beirren, denn dein Kind entscheidet doch letztendlich, was es essen will.
Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 03.11.2010, 22:55
von gadjodilo
Kann ich schon verstehen dass sowas nervig ist und noch viel mehr, mehr als auf Durchzug schalten und sich ein dickeres Fell zulegen hab ich bisher auch noch nicht gegen solche Einmischungen gefunden.
Ich frag mich aber immer wieder wenn ich sowas höre/lese, wie dreist solche Menschen sind und ob die überhaupt mal ein Millisekündchen einen Gedanken daran verschwenden was so ein Geschwätz einem ausmachen kann... und gerade jetzt beim schreiben merk ich wieder wie naiv ich eigentlich bin immer wieder zu erwarten dass solche Menschen mal ein wenig emotionale Intelligenz oder einfach nur Intelligenz haben könnten...
Also, lass dich nicht verunsichern, mein Krümel wäre dann auch "zu dünn" ^^ und überhaupt meine Brüste auch viiiiel zu winzig

Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 03.11.2010, 22:59
von Maegwin
Ich würde Dich auch die Taktik "linkes Ohr rein - rechtes Ohr raus" empfehlen. Lass Dir nicht reinreden, Ihr macht das richtig.
Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 04.11.2010, 07:46
von klimaforscherin
Squeezimami, du wohnst doch nur ein paar Kilometer von mir entfernt?! Und schon sind sie dort komplett anders drauf?
Empfehle für alle die Ärzte:
http://www.youtube.com/watch?v=GR17Y6AV ... re=related
Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 04.11.2010, 11:00
von Squeeziemami
Anders drauf? ich glaub es liegt an den Leuten und der Siedlung hier. Alle nett aber jeder hat Enkel, und da läuft es bei jedem halt ,,normal". Alles ältere Generation, die verstehen nicht, wozu das gut sein soll

Ich glaube ohnehin, der schlimmste Faktor ist unser zweiter Hund, weil er eben ein Rotti ist ^^.
Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 04.11.2010, 12:30
von kilianmami
Ich würde auch die Strategie nutzen, Ohren auf durchzug stellen oder evtl. völlig ignorieren. Wenn Du "schocken" willst, zeig doch einfajch das so eine kleine Brust auch Milch spendet. Toll finde ich auch, das Dein Mann hinter dir steht und Dich vor anderen Leuten bestärkt. Wichtig ist doch einfach nur, ihr seid eine Familie und ihr wißt am besteb was gut für Euch und Euer Kind ist. Fühl Dich Gedrückt!!!!!!!!!!!
Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 05.11.2010, 00:54
von muema
Frust... hab gerade einen langen Text geschrieben und jetzt ist er weg... also noch mal vielleicht kürzer..
Also:
Wir hatten grosse Stillprobleme zu Beginn (vor 3 Mt). Die Familie meines Mannes hat es auch nicht einfacher gemacht, da niemand gestillt hat (also schon zwei Generationen). Es hatten alle "zu wenig Milch" (und wehe ich sag was anderes..). Daher konnten sie es überhaupt nicht verstehen, dass ich gekämpft hatte um Stillen zu können (im Krankenhaus wurde zugefüttert trotz meinem Protest, Brustentzündung, blutende BW, Schmerzen und Versagensgefühle..zum Glück gibt es Stillberaterinnen!). Das Argument war "unsere wurden auch mit der Flasche gross". Der Gipfel war eine Äusserung meiner Schwiegermutter: Situation hektisch, da sie einen Kurzbesuch machte zur gleichen Zeit wie eigentlich unser restauriertes Möbel geliefert wurde und das Telefon aaahhhhh... Ich musste unseren Sonnenschein kurz hinlegen, was er mit weinen quittiert hat. Sie: "er hat sicher Hunger (keine Frage, Feststellung)", ich: "wir haben eben gestillt", sie: "dann hast du zu wenig Milch (keine Frage, Feststellung!)". Ich war sehr verletzt. Mein Mann hatte absolut kein Verständnis dafür, dass mich solche Aussagen verletzen. Ich habe diese Worte eine Woche in meinem Kopf schwirren lassen und war ziemlich unten. Unser Sohn hatte während dieser Zeit ziemliche Probleme mit der Verdauung (ich gehe davon aus, dass sich diese Spannung übertragen hat), wir hatten schon Befürchtung 3MT-Koliken...
Nach dieser Woche (und einer Kleinigkeit

) ist mir der Kragen geplatzt und ich hab alles rausgelassen, auch meine Annahmen zum Thema "nicht-Stillen" und verschiedene Themen in meiner Schwiegerfamilie (Übergewicht, Probleme mit engen Beziehungen, eher kalter Umgang (Schwiemu ekelt sich, wenn unser Sohn ihren Finger in den Mund nimmt.. er will keinen Schnuller) usw) Nach diesem Ausbruch waren die Verdauungsprobleme weg
Zeitnahe sandte meine Krankenkasse uns ein Buch zu über Ernährung von Babys und Kleinkindern. NAch der Lektüre der geballten Ladung von Argumenten änderte sich die Einstellung meines MAnnes total. Er steht jetzt voll hinter mir. Von da an heilten meine BW ab...

(glaube hier nicht an einen Zufall..)
Ich habe mich dann noch zu einer anderen Art Psychohygiene entschieden

ich schreibe seither eine Hitliste der mühsamsten Bemerkungen (zurück bis in die Schwangerschaft..) zudem erzähle ich allen von dieser Liste

seither wird zuerst gedacht und dann gesprochen... Kann ich also nur empfehlen

Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 05.11.2010, 09:19
von Squeeziemami
Muema, das ist ganz super! Du hast so tapfer durchgehalten und ich bewundere Dich für diese Stärke und Deinen Willen und Mut! Ich glaube da auch nicht an Zufälle! Hut ab, wie Du Dir da nun endlich Luft und euch Frieden verschafft hast! Gaaaaaaanz prima! Lass Deine seelischen Wunden in Ruhe heilen und genieße die Zeit mit Deinem Kleinen

Ganz herzliches Drück

Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 05.11.2010, 22:45
von mrbutton
Re: immer dieses einmischen
Verfasst: 05.11.2010, 22:52
von muema
Vielen Dank, aber für mich war das selbstverständlich (es ist und war mir auch nicht bewusst, dass es bei anderen Müttern etwas unkomplizierter läuft). Ich hoffe, dass meine Zeilen andere junge Mütter ermutigen, mehr auf ihre innere Stimme, oder ihr Gefühl zu hören. Ist nicht immer einfach... War und ist der einzige Tipp, den ich werdenden Müttern so mitgebe, wenn sie fragen, worauf sie achten sollen: "So lange du auf dein Gefühl hörst und versuchst dein Kind zu lesen, solange machst du alles richtig. Lass dich nicht verunsichern!".
Ich muss aber auch ganz enorm aufpassen, dass ich nicht intolerant werde gegenüber Mütter, die nicht gestillt haben oder nicht stillen. Ich denke gerade wenn frau mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte oder hat, fällt es schwer Argumente nicht gleich als "schlechte Ausrede" abzutun. Geht das andern auch so? Oft sind es ja auch "Fachpersonen", die mit ihren Ratschlägen ziemlichen Mist anrichten können. Gerade in solchen Situationen braucht es schon eine gehörige Portion Selbstvertrauen und welche unerfahrene Jungmutter hat die schon (autobiographisch

)?