Ich hatte am Anfang auch Probleme mit Schmerzen beim Stillen und Wund-Gefühl (und ein paar Probleme mehr) - ist noch gar nicht so lange her (aber inzwischen - um Dir Mut zu machen - läuft es prima und das Durchhalten in den ersten Wochen hat sich total gelohnt!

).
Nachdem ich mit der AFS-Hotline telefoniert, meine Stillbücher konsultiert, die Hebamme und eine professionelle Stillberaterin (IBCLC) hatte draufschauen lassen, war wirklich klar: angelegt ist der kleine Mann korrekt (Bauch an Bauch mit mir, Mund weit auf, im Unterkieferbereich viel Warzenvorhof im Mund, seine Nase und Kinn berühren meine Brust, Lippen nach außen gestülpt, ...) und sein Zungenbändchen ist auch nicht zu kurz (manche Kinder bekommen deshalb die Zunge nicht über die untere Zahnleiste geschoben, wo sie beim Stillen aber hingehört, um effektiv saugen zu können. Dann drücken sie mit der Zunge stattdessen die Brustwarze an ihren Gaumen und die Warze wird wund. War aber bei meinem kein Problem - er konnte sie richtig rausstrecken

).
Was mir geholfen hat:
- zum einen Pflege:
Multi Mam-Kompressen - die haben herrlich gekühlt und man muss sie vor dem Stillen nicht abwaschen und
Lansinoh Salbe (auch die muss man nicht abwaschen und auch wenn das Auftragen ein klein wenig unangenehm war - danach wirkte sie sehr schmerzlindernd bei mir und schützte gegen Reibung.)
- das Wissen, dass der Ansaugschmerz, den ich anfangs sehr stark hatte (also so ein fieses Stechen/Ziehen, nachdem der kleine Mann angedockt hatte, weiß nicht, ob Du das auch hast, aber das hat nichts mit wunden Brustwarzen zu tun) irgendwann vorbei sein wird (am Anfang wusste ich nicht, was das ist und befürchtete, dass das die ganze Stillzeit so sein würde...

)
- ganz wichtig: je eher ich - aus Angst vor Schmerzen - die nächste Stillmahlzeit versuchte hinauszuzögern, desto hektischer war der kleine Mann beim Andocken bzw desto schwieriger war es überhaupt, ihn anzudocken und desto wilder war er auch an der Brust. Das wurde besser, als ich wirklcih schon auf das erste Suchen reagiert habe.
Getrunken hat er dann im Schnitt ca. alle anderthalb Stunden - und im April war es ja bei weitem nicht so heiß wie jetzt! Der "Milcheinschuss" war bei mir aber nur mit etwas dickeren Brüsten zu merken und nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Milch kam durch das häufige Anlegen ab Geburt eher "schleichend". Dieses Nach hinten Wegstemmen mit Brustwarze noch im Mund (*aua*) hatte meiner auch oft. Keine Ahnung, wann das aufhörte, aber auf einmal war es weg. Ich hab gemerkt, dass das oft war, wenn ihn die Verdauung plagte und dass es nicht an mir lag. Das machte es zwar für mich nicht angenehmer, aber irgendwie gedanklich erträglicher.
(Da Du die Seite wechselst, bevor Dein Baby selbst loslässt: nie vergessen, mit dem kleinen Finger zuerst das Vakuum zu lösen, bevor Du Dein Baby von der Brust nimmst - das belastet sonst die BW ganz sehr!)
-------------------------------
Versuch, die erste Zeit durchzustehen - es lohnt sich soooo sehr!

Das Kolostrum, die spezielle Neugeborenenmilch, hilft, den noch sehr durchlässigen Darm auszukleiden, Dein Baby damit vor Infektionen zu schützen und das Mekonium schnell loszuwerden (wichtig bei Gelbsucht!). Wasser nachzufüttern "verwässert" das Kolostrum und erschwert all diese Funktionen, die es hat.
Stillberatung ist leider bei den meisten Hebammen nicht gerade ein wesentlicher Teil ihrer Ausbildung - eine kompetente Stillberaterin der AFS oder LLL kann Dir da oft eher weiterhelfen als eine Hebamme (die deshalb in anderen Bereichen top sein kann!)
*sorry für den langen Text*

bei mir ist halt alles noch so frisch in Erinnerung und erinnert mich so sehr an unseren Start, dass ich Dich gern ermutigen mag.