Bei mir hat's bei der Grossen auch GAR NICHT funktioniert. Flasche in der ersten Nacht, keine bequeme Position gefunden (mein dicker Bauch war immer im Weg

), Neugeborenengelbsucht (dadurch trinkfaules Baby), Saugverwirrung, wunde Brustwarzen...das volle Programm. 3 Monate lang habe ich gepumpt und angelegt und gleichzeitig Pre gefüttert und dann habe ich aufgegeben, weil das Gepumpte dann eh immer weniger wurde.
Das zweite Baby hat in der ersten Nacht wahnsinnig viel geschrieen, am Tage auch. Alle paar Minuten habe ich die Nachtschwestern und Hebis reingeklingelt, damit sie mir beim Anlegen helfen. Habe Spendermuttermilch per Becher und Pipette gefüttert. Als ich entlassen wurde (musste 3 Tage mit der Kleinen im KH bleiben, weil sie zuviel abgenommen hat), wurde mir gesagt, ich soll unbedingt erstmal zufüttern, bis zum Milcheinschuss. Ich habe einmal 30ml HA-Nahrung gefüttert und der Milcheinschuss kam. Seitdem klappt es. Ich weiss nicht wieso, aber diesmal kann ich im Liegen stillen. Ich kann im Sitzen stillen. Es klappt einfach. Ich muss gestehen, dass ich diesmal weniger Rücksicht darauf genommen habe, dass ich von Anfang an bequem sitze. Mir war wichtiger, dass das Baby so angelegt ist, dass es überhaupt trinken kann. Und sobald ich sah, dass es klappte, habe ihc mich etwas entspannt und konnte ganz vorsichtig meine Position etwas verändern. Wenn ich jetzt im Liegen stille, stütze ich mich aber immernoch auf meinen Ellenbogen, auch wenn das super unbequem ist. Meine Güte, die Maus trinkt 5-10 Minuten lang, ich überlebe es und die Milch fliesst gut. Zu gut sogar, ich bin hinterher klatschnass.
Seit 4½ Monaten stille ich nun, wir sind beide zufrieden, ich hatte NIE wunde Brustwarzen und keine Milchstaus, Brustentzündungen oder sonstwas.

Es kann klappen.
Übrigens habe ich mir vor der Geburt schon gesagt: "Ich will unbedingt stillen, aber wenn's nicht klappt, kann ich schon wegen der Grossen nicht ewig nur kämpfen und heulen, dann wird das Kleine eben auch per Flasche grossgezogen. Die Grosse ist ein gesunder, fröhlicher, eng an mich gebundener Mensch. Das wird die Kleine auch."
Ich glaube ganz stark, dass diese "Unverkrampftheit" einen grossen Teil dazu beigetragen hat, dass es geklappt hat.