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Re: Ratlos bin

Verfasst: 18.04.2010, 21:42
von jusl
Du stellst da excellente Fragen. :wink:
Und Deine Schlussfolgerungen sind völlig korrekt - "Ersetzen Sie jede Woche eine Stillmahlzeit durch einen neuen Brei!" und "Stillen Sie Ihr Kind neben geeigneter Beikost 2 Jahre oder darüber hinaus, so lange Sie beide es wünschen!" passen nicht zusammen.

Du fragst ausdrücklich
aber woher kommen dann die Vorgehensweisen an die sich so viele Mütter halten?
Das lässt sich leicht beantworten: Verantwortlich hierfür ist eindeutig die Babynahrungsindustrie.
Stell Dir den hypothetischen Fall vor, dass ab sofort ALLE Mütter ihre Babys 6 Monate vollstillen, und danach ihre Kinder ab und zu vom Apfel und Butterbrot abbeißen lassen, und die Kinder sich viele Monate, vielleicht Jahre später selbst abstillen dürfen, nachdem sie dann einfach Lasagne, Kartoffelsuppe und co vom Familientisch mitgegessen haben. Hast Du eine Vorstellung davon, was für ein stark umkämpfter, MILLIARDENSCHWERER Markt in diesem Moment schlagartig ZUSAMMENBRECHEN würde? Wenn plötzlich rund um den ganzen Globus niemand mehr Hipphapphupp-Gläschen kaufen würde??

Die Babynahrungsfirmen haben ein MASSIVES, betriebswirtschaftliches Interesse daran, dass möglichst viele Kinder KEIN normales, frisches Essen essen, sondern eben deren Konserven. Und sie haben ein massives Interesse daran, dass die Kinder dies möglichst FRÜH tun und dann möglichst VIEL davon essen, denn jedes einzelne Gläschen vergrößert den Profit. Diese Firmen tragen eine immense unternehmerische Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber! Es geht dabei um unglaublich viel Geld, dass diese Firmen verdienen MÜSSEN, um am Markt überleben zu können, genauso wie jedes andere Unternehmen auch. Es geht nicht um Babygesundheit oder normales Ernährungsverhalten, sondern um Bilanzen, Gewinne, Kundenbindung. Das ist keinerlei Verschwörungstheorie, sondern schlichte Marktwirtschaft.

Diese Firmen werben. Und zwar auf Wegen, die funktionieren (sonst würden sie das Geld dafür nämlich nicht ausgeben). Diese Wege sind v.a.: an Eltern gerichtete Werbung in TV und Printmedien ( wir alle wollen schließlich "das Beste für Ihr Baby!" und "Mama weiß, warum" für "das Wertvollste in Ihrem Leben"...) und an Gesundheitspersonal gerichtete Werbung. Das gemeine: die Werbung ist oft gar nicht als Werbung zu erkennen, sondern kommt in der Verpackung der "Information". Das sind dann Ernährungs- und Babykochbücher, Broschüren "Mein Baby im ersten Jahr", Fortbildungsveranstaltungen für Kinderärzte, Schwangerschaftsbücher, Gesundheitsratgeber und 1000 andere Sachen. Außerdem Sponsoring: Baby-Clubs für Eltern, Wartezimmereinrichtungen für Ärzte, Kugelschreiber und Thermoskannen für Hebammen.... auch diese Liste ist endlos.
Es gibt sehr viel Forschung zum Thema Marketing. Tenor ist: all diese Mittel werden eingesetzt weil sie sich unterm Strich finanziell lohnen.

Mit einem gesunden Krabbelkind, welches noch nie küsntliche Sauger gesehen hat und neben Muttermilch ab und zu einen Löffel Kartoffelstampf zu sich nimmt und im eigenen Tempo den Familientisch kennenlernt, macht niemand Profit. (Außer die Eltern und das Kind selbst natürlich. ;-))

Hier im SuT bist Du kein Alien! Und ich persönlich habe viiiiiel mehr Frauen im Bekannten-und Freundeskreis die lange gestillt haben als solche, die nicht oder nur kurz gestillt haben. Ob Alien oder alteingesessener Erdling - Fakt ist doch, dass die allermeisten Mütter tatsächlich "das Beste" für sich und ihre Kinder wollen. Wir müssen daran arbeiten, dass Frauen zum richtigen Zeitpunkt an vernünftige, babynahrungsindustrie-unabhängige Informationen gelangen, wie sie das auch erreichen können.

LG;
Julia

Re: Ratlos bin

Verfasst: 18.04.2010, 22:44
von Spatz
@Julia:
:shock: ..... das nenne ich eine ausführliche Antwort. Vielen Dank!!!!!! :D
Da habe ich jetzt wieder einiges zum nachdenken.

Das die Firmen ihre Produkte verkaufen wollen war mir immer klar. Nur schade finde ich, das Ärzte es teilweise nicht besser wissen. Das hätte uns einigen Stress erspart und meiner Kleinen auch. :(

Meine Vorgehensweise bzgl. der Beikost muss ich neu überdenken. Vor allem brauche ich gute Argumente damit ich auch den ständigen Besserwisser aus Familien- und Bekanntenkreis begegnen kann. Zu den super tollen Ärztlichen Auskünften und Diagnosen machen so Aussagen wie "du solltest dir überlegen Nachts nicht mehr zu stillen" oder "wenn sie abends Brei bekommt schläft sie besser" auf dauer echt mürbe. :roll:

Spatz

Re: Ratlos bin

Verfasst: 19.04.2010, 07:06
von Leila
Spatz hat geschrieben:@Julia:
:shock: ..... das nenne ich eine ausführliche Antwort. Vielen Dank!!!!!! :D
Da habe ich jetzt wieder einiges zum nachdenken.

Das die Firmen ihre Produkte verkaufen wollen war mir immer klar. Nur schade finde ich, das Ärzte es teilweise nicht besser wissen. Das hätte uns einigen Stress erspart und meiner Kleinen auch. :(

Meine Vorgehensweise bzgl. der Beikost muss ich neu überdenken. Vor allem brauche ich gute Argumente damit ich auch den ständigen Besserwisser aus Familien- und Bekanntenkreis begegnen kann. Zu den super tollen Ärztlichen Auskünften und Diagnosen machen so Aussagen wie "du solltest dir überlegen Nachts nicht mehr zu stillen" oder "wenn sie abends Brei bekommt schläft sie besser" auf dauer echt mürbe. :roll:

Spatz
Huhu du!

Ich finde Julias Antwort Super, sie trifft genau den Punkt... :D

Zum Thema Ärzte: Gehst du zu deinem Hausarzt, um eine Ernährungsberatung zu bekommen, deine Zähne nachschauen zu lassen etc? Von Kinderärzten wird leider erwartet, dass sie über alles, was Babies betrifft, bescheid wissen, auch wenn das im Studium nur angeschnitten wurde. Von daher brauchen viele die "Schulungen" der großen Babynahrungshersteller, eben WEIL viele Mütter erwarten, dass die Ärzte ihnen darüber Auskunft geben können. Außerdem kommt hinzu, dass viele Babies um den 4. Monat eben vermehrt stillen wollen, weil sie einen Schub haben, und dann schnell gesagt wird, die Milch reicht nicht, er braucht jetzt was "richtiges" etc. Außerdem haben viele Mütter (und andere :wink: ) gerne einen "Plan", wie dinge funktionieren, und da kommen eben diese Empfehlungen gerade recht. Verstehst du?

Aber es ist etwas anderes, was mich erstaunt: Das System mit dem Ersetzen der einzelnen Mahlzeiten schein in vielen Fällen tatsächlich zu funktionieren... Das zeigt mir, wie anpassungsfähig unsere Kleinen sind. Daher kommen ja auch die "Empfehlungen" der Großelterngeneration, sie haben eben die Erfahrung gemacht, dass das System funktioniert, und können sich eben nicht vorstellen, dass ein Kind eben KEINE 250g Grießbrei (und das ist eine Menge!) braucht, um durchzuschlafen. Und wenn das Kind dann mal wieder nicht durchschläft, kommt gleich: Ja, dann mußt du ihm Schmelzflocken, Brei, was auch immer geben, dann ist er satt... :wink: Bei mir hat geholfen, das meine Mutter irgendwann eingesehen hat, dass meine Tochter sich schlicht nicht füttern lässt. Sie ist auch der Meinung (jetzt in der 2. Schwangerschaft), das meine Ärztin viiieeel mehr Ahnung hat, als meine Hebamme, weil Hebamme eben "nur" ein Ausbildungsberuf ist, und man Arzt eben studieren muß. Der Fakt, das meine Ärztin das letzte mal vor gut 10 Jahren bei einer Geburt dabei war (und das war die ihres zweiten Kindes, da hatte sie schon ihre Praxis), die Hebi aber mehrere Geburten im Monat betreut, zählt da nicht... 8)

Lieben gruß

Anja

Re: Ratlos bin

Verfasst: 19.04.2010, 20:59
von Spatz
@Anja: Du hast Recht mit den Ärzten. Aber wenn die Stillschwester vom Stillcafe nicht weiter weiß, meine Mutter doofe Ratschläge gibt (Brei rein Nuckel hinter her, dann kann sie es nicht ausspucken) und ich mit meinem Latein am Ende bin, ist der Arzt der nächste Ansprechpartner, wovon man sich Hilfe erhofft.
Jetzt weiß ich es besser.

Apropos Plan: Mein innerstes Schreit nach einen Plan und strukturierter Vorgehensweise! Ich bin ein voll durchplanter Mensch. Ich mache mir wirklich für alles einen Plan. Ich hatte einen Haushaltsplan, Ernährungsplan, Sportplan, Tagesablauf, ...... wirklich für alles! :oops:
Ich habe für Johanna vor Beginn der Beikost einen Beikostplan geschrieben, welches Lebensmittel ich wann, wie lange und wieviel gebe. Johanna hat alle meine Pläne zerschlagen und ich komme mir vor, als rudere ich in einen riesen großen Ozean mal nach rechts und mal nach links und die Strömung macht doch was sie will mit mir. :? (Ich weiß ich bin bescheuert)

Heute habe ich mich mit fünf Frauen getroffen. Wir haben alle Kinder zwischen 8-10 Monaten. Drei haben schon abgestillt, eine andere ist dabei, sie hat nur noch eine Mahzeit. Bei allen funktioniert das Milch ersetzen in Breisystem.

Na egal! Wir machen es jetzt anders!


Stand der Dinge:
Johanna hat auch noch immer Blähungen. Das trinken aus dem Becher verhindert das Luftschlucken nicht. Das muss sie halt noch Lernen.
Das wechseln vom Getreide-Obst-Brei auf Vormittags ist ne gute Lösung. So hat sie zeit sich Tagsüber auszupupsen. :wink: Außerdem habe ich morgens mehr Geduld beim Matschen im Brei zuzugucken.
Außerdem habe ich mir vorgenommen, ihr mal Obst- oder Gemüsestifte zum essen anzubieten.
Ich werde jetzt auch keine weitere Beikost mehr einführen und die Menge auch nicht steigern, bis sich die Pupserei gebessert hat.

Gruß Spatz

Re: Ratlos bin

Verfasst: 19.04.2010, 21:47
von Leila
Hihi,

lustig, ich hatte auch so einige Pläne, als ich mit meiner Großen Schwanger war... :lol: Aber wie heißt es so schön in dem Buch "Fellosophie für Eltern" : "Früher hatte ich einen Haufen Theorien zur Kindererziehung. Heute habe ich einen Haufen Kinder und keine Theorie..." Sinngemäß... :mrgreen: Meine Tochter hat mich gelehrt, auf sie zu hören und ihr Zeit zu geben. Klar, mit genügen Druck und "hungern lassen" hätte ich die Beikost auch in sie rein bekommen. Aber das kam mir so falsch vor... Dafür konnte sie mit gut einem Jahr Suppe allein mit dem Löffel essen. Auch was die Mengen angeht, gibt meine Tochter vor, wie viel sie will, auch wenn ich manchmal denke, von der Menge kann sie nicht satt sein. ist sie aber, und normalgewichtig dazu...

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass Kinder das tun, wovon man selbst total überzeugt ist. Erwartet man also vom Kind, dass es mit 6 Monaten anfängt, Brei zu essen, dann wird es das tun, eben weil die Mutter das vertritt. Ich weiß nicht, wie viel an der Theorie dran ist... Nur so viel: Ich bin so rangegangen, dass wir mal schauen, ob sie essen mag. Mochte sie nicht, gut, für uns auch okay... Wer weiß, vielleicht liegts auch daran, dass es in vielen Fällen so gut funktioniert mit dem Ersetzen der einzelnen Mahlzeiten? Eben weil die Mütter davon überzeugt sind, genug gestillt zu haben, und das Kind nun "was Richtiges" zu essen hat... Ohne das das abwertend gemeint ist, ich hoffe, du verstehst, was ich meine?

Lieben Gruß

Anja

Re: Ratlos bin

Verfasst: 21.04.2010, 12:55
von Spatz
@Anja:
Ich glaube da hast du Recht mit deiner Vermutung. Ich bin alles andere überzeugt von der Beikost. Ich würde viel lieber noch voll Stillen. Die Gläschen finde ich geschmacklich wiederlich, selbstgekochtes mag sie nicht und das Gematsche ist für mich unerträglich. Ich sitze neben meiner Tochter und sehe ihr dabei zu, wie sie den Brei mit derHand vom Löffel runterschiebt. Wenn ich Glück habe gelangt dieser Teilweise in den Mund, ansonsten wird munter die Umgebung eingekleistert.Innerlich bin ich total am Zähneknirschen und ich schäume vor Wut. :roll: Äußerlich versuche ich die fröhlich Mama zu sein, die sich freut, das die Kleine am Brei Spaß hat und zusätzlich den Clown spielt, damit doch der eine oder andere Löffel gegessen wird.

Ach ich weiß selbst nicht, was mit mir los ist. Ich find es total frustrierend.

Re: Ratlos bin

Verfasst: 21.04.2010, 13:16
von Leila
Dann warte ab, bis es FÜR DICH auch okay ist, dass dein Kind Beikost (bzw. Brei) isst, bzw. biete ihr Fingerfood an. Meine Tochter ist auch ohne Brei groß und stark geworden (okay, sie ist erst gut 2, aber absolut im Durchschnitt...), kein Mensch braucht Hipp, Alete und Co... Und immer noch besser, als dass du dir (und damit auch unbewußt und ungewollt ihr) stress machst... Ich fand es irgendwie immer befremdlich, meine Tochter füttern zu müssen, wo sie doch viel lieber selbst ausprobiert hat. Und ihr Konservenkost anzubieten (was anderes sind Gläschen nicht), wenn ich daneben sitze und selbstgekochte frische Sachen (im Moment z.B. Bärlauchpesto zu den Nudeln) esse... Da passt irgendwas nicht, finde ich...

Also: Mach ihr z.B. auch ein paar Nudeln und etwas klein geschnittenes Fleisch und Gemüse auf den Teller, gib ihr ne Kuchengabel und los gehts... Ach ja: Die erste Beikost meiner Tochter war eine Erdbeere, die sie mir gemopst hat, und sich mit Wonne ins Gesicht geschmiert und gegessen hat. Die liebt sie heute noch. Und Möhren (ganz, ungekocht!) findet sie auch super... Nix mit verschlucken und so, dafür sind die viel zu groß. Und was meinst du, was zwei kleine untere Schneidezähne an Möhre wegraspeln können... :lol:

Lieben Gruß

Anja

Re: Ratlos bin

Verfasst: 22.04.2010, 19:31
von Sonja80
Ich habe auch einen kleinen Breiverweigerer hier :D So richtig angefangen zu essen, hat er erst vor ein paar Wochen, vorher waren es immer nur Minimengen Brei, egal ob selbstgekocht oder von Herrn Hipp oder Alete. Mittlerweile ißt er zwar auch noch keine riesen Mengen, aber ich mache mir da keinen Streß mehr. Wobei bei uns der Streß auch ganz klar von außen kam. Der muss doch was essen, wie lange willst du denn noch stillen, wie soll das den funktionieren wenn er in den Kindergarten kommt....Irgendwann hat es mir gereicht und ich habe meinen Eltern gesagt, dass ich nicht mehr vorbei kommen werde, wenn sie nicht aufhören übers Essen zu meckern. Meine Mama hat damit aufgehört und wenn sie ihm jetzt was in die Hand drückt, sagt sie gleich: da ist auch keine Milch drin :lol: (habe Wert darauf gelegt, dass er im ersten Jahr keine Kuhmilch bekommt). Naja, mein Papa gibt sich Mühe, sich zurück zu halten.
Ich stille nachts sehr häufig (alle 1 1/2 - 2 Stunden- das stört mich aber im Moment selbst sehr, ich einfach nur k.o. und mache mir gerade Gedanken wie ich das reduzieren kann), morgens gegen 9 stille ich nochmal, dann knabbert er meistens an einem halben Brötchen, etwas Brot, Reiswaffeln, Kekse oder Banane. Gegen 12 ißt er Mittag, meistens greife ich dabei dann doch auf Gläschen zurück, aber ein ganzes (die 190g ab dem 5. Monat- Stücke mag er keine) schafft er nie. Nachmittags stille ich meistens wieder und er mümmelt etwas Obst und abends gibts Getreide/Obstbrei. Zum Einschlafen wieder stillen.
Du siehst, so wirklich viel ißt er auch nicht, jedenfalls nicht das was er laut irgendwelchen Tabellen essen sollte. Und er wird in 2 Wochen 1 Jahr alt.
Vorher hatte ich mir das auch anders gedacht, ein Beikostseminar besucht, massig Bücher gelesen, aber dann kommt doch alles anders als man denkt :wink:
Zu den Bauchschmerzen: Wir haben gute Erfahrungen mit einer Mischung aus Kümmelöl und Sesamöl gemacht. Ich habe mir in der Apotheke 10ml Kümmelöl bestellt und mit 100ml Sesamöl vermischt, wenn er Bauchweh hat massieren wir damit seinen Bauch und meistens fängt er dann kurze Zeit später an zu pupsen und macht in die Windel. Vielleicht ist das auch was für euch?
Ansonsten gibts zum Essen auch noch ein gutes Buch: Mein Kind will nicht essen von Carlos Gonzales.

Re: Ratlos bin

Verfasst: 22.04.2010, 19:41
von Lösche Benutzer 2872
Vielleicht hast du eine Stillgruppe in der Nähe die du besuchen magst? Dort habe ich mehrere Mütter kennengelernt, deren Kinder erst später essen wollte, wo Beikost BEIkost und keine ERSATZkost war. Meine Tochter hat mit 10 Monaten angefangen winzige Mengen zu essen. Wir haben keine Mahlzeiten ersetzt. Ich habe sie weiter nach Bedarf gestillt. Es wurde nach und nach mehr feste Nahrung. Sie hat lange Zeit nicht viel, aber dafür mit Genuß gegessen. Nun habe ich wegen meiner Schwangerschaft keine Milch mehr und sie hat sich essenstechnisch problemlos darauf eingestellt.

Lass dich nicht verrückt machen und verunsichern. Kinder funktionieren nicht nach Plan, auch wenn das viele Menschen behaupten wollen. Sie entwickeln sich sehr unterschiedlich.

Re: Ratlos bin

Verfasst: 24.04.2010, 09:13
von Spatz
huhu,
wollte doch mal Stand der Dinge hier durchgeben.
Also seit Donnerstag gibt es bei uns kein Brei mehr. Zum Frühstück habe ich meiner Kleinen Reiswaffeln mit Birne bereitgestellt. Sie hatte einen mega Spaß am Frühstück. :D Es wurde alles befingert, zerdrückt und anschließend auf den Boden gepfeffert. Die Reiswaffeln wurden sogar mal angeknabbert. Aber zu 99 % ist alles auf den Boden gelandet. Genauso wars beim Mittagessen. Möhren mit Kartoffeln als spalten gekocht. Zum Nachtisch Birne. Auch hier ist wieder fast alles auf den Boden gelandet. Der Hund freut sich!!! Und ich kann ganz in Ruhe Essen. Das ist ja so ne wohltat!!!! :D
Aber reicht das, wenn sie so wenig bzw. fast gar nichts ißt?
Toll ist auch, das sie tagsüber wieder ungefähr ihren alten Stillrhythmus hat. So ca. alle 3 STunden. Abends etwas häufiger. Da kann ich mich wieder gut drauf einstellen. (Diese Nacht erwähne ich lieber nicht. :cry: )

@Heggs: Ich bin Regelmäßig Montags in einer Stillgruppe. Dort habe ich ja auch den Vortrag von Milch ersetzen in Breimahlzeit gehört. Ich bin jetzt offziziell in meinem Bekanntenkreis die einzige die noch stillt. Die letzte hatte gestern gesagt, das es am Abend die letze STillmahlzeit geben würde. Ihr Kleiner will die Brust auch nicht mehr, meinte sie.
Naja, ist eigentlich auch egal, wollte eh länger stillen. Aber mit den Mangelerscheinungen, die Ärzte predigen und das ich noch immer nicht weiß, wo die Blähungen herkommen liegt mir schwer im Magen. :?
Will doch nur das beste für meine Kleine. Die Nacht war wieder schlimm, dabei hat Johanna doch ein Hauch von nix gegessen. :( Vielleicht muss ich doch wieder mehr auf meine Ernährung achten. :|

Gruß Spatz