Wenn es Dich beruhigt:
Meine Tochter hat auch bis zu ihrem 13. LM nicht eine Mahlzeit ersetzt gehabt, wie andere meinen, dass das heutzutage so üblich sei. Wir haben ihr bereits mit 6 Monaten all das angeboten, was wir essen. Aber erst mit 10 Monaten hat sie sich dafür interessiert. Das war für uns eine ziemliche (Nahrungs-) Umstellung, da sie noch nicht alles essen sollte, z. B. wegen Zucker oder Säure.
Als sie 13 Monate jung war, kam sie zur TaMu und da hat sie nach 3 Tagen angefangen, mittags zu essen. Zuerst hat sie wahrscheinlich auf mich gewartet und nix gegessen aber getrunken. Aber nach drei Tagen begriff sie, dass ich erst am Nachmittag wiederkomme. Und dann war Sturzflug auf ihre "Titti". Ich habe den Milchfluss aufrecht gehalten mit Abpumpen auf Arbeit.
Ich war auch öfter mit meinen Nerven am Ende, weil sie nicht gegessen hatte und ich von außen immer gehört habe: Sie muss doch mal etwas essen. Ich wollte sie sogar in der Nähe meiner Arbeit haben, damit ich sie im Bdarfsfall stillen konnte. Jedoch waren alle Kindergärten voll und somit blieb uns beiden nichts anderes übrig, die lange Trennung von 9 Stunden pro Tag hinzunehmen - das war die beste Entscheidung, die wir tun konnten (nicht wegen des Stillens, sonder wegen der Betreuung). Das Stillen hat sie sich dann bis zu 8 x nachts geholt.
Auch heute isst sie mehr schlecht als recht - in unserem Sinne. Sie lutscht den Belag vom Knäckebrot, isst keine Kartoffeln und kein Gemüse aber Fleisch und Reis sowie Suppe, wo Nudeln, Reis oder Kartoffeln drin sind. Ich habe aufgehört, mir Sorgen zu machen. Sie nimmt sich das, was sie will - bei mir und bei ihrer TaMu.
Meiner wirklich supertolle (ehrlich gemeint) TaMu, die mir allerdings immer unterstellen will, ich würde zu oft stillen, wenn sie mal wieder nichts isst, sage ich: Ja, amen und gehe meiner Wege und stille weiter. Ich habe mir auf die Fahnen geschrieben, dass meine Tochter stillen kann, so lange sie das möchte und wie oft sie das möchte.
Ich rate dir ebenso, Dir eine Stillgruppe zu suchen, falls du noch keine hast. Ich habe mich da in jeder Lebenslage und mit jeder Frage sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich fühlte mich verstanden und wir haben nicht immer nach Lösungen gesucht, sondern oft wurde mir ans Herz gelegt, dass ich meine Einstellung zum Thema ändern sollte. Und was soll ich sagen? Es hat immer funktioniert! Und ich bin sehr dankbar meiner Stillgruppe, sodass ich heute weitestgehend mein Ding mache und die anderen oft reden lasse.
Schließlich muss ich ja mit meiner Maus leben - nicht die anderen.