Seite 2 von 2
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 13.04.2010, 10:51
von Miracleine
Leider bekommt man ja von seinem Umfeld spätestens ab dem 7. Monat gesagt, dass man jetzt zufüttern müsse, weil die Milchmenge nicht mehr reiche.
Bei meinem Zwerg reichte sie die ersten sechs Wochen kaum bis gar nicht. Langsam wurde es dann aber durch konsequentes und häufiges Stillen immer besser.
Mit sechs Monaten hatte ich dann das Problem, dass ich zwar genug Milch für meinen Zwerg hatte, es für ihn aber offensichtlich zu viel Flüssigkeit war.

Er hat mit sechs Wochen schon ca. 1000ml getrunken. Wieviel es dann mit sechs Monaten waren weiß ich nicht. Ich habe dann angefangen abends sehr konzentrierten Dinkelbrei zusätzlich zu füttern und dann war wieder alles in Ordnung. Aber zu wenig Milch habe ich bis heute nicht mehr! Ich stille immer noch nach Bedarf und alles ist gut.

Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 13.04.2010, 13:01
von jackie-brown
wie hat du das mit zuviel flüssigkeit gemerkt? woher weißt du, dass er 1000 ml getrunken hat?
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 13.04.2010, 18:51
von MamaSonja
Ich gehöre leider zu den berühmten 1-3%. Unter Frauen, die Stillberatung in Anspruch nehmen ist der Prozentsatz mit ziemlicher Sicherheit höher. Leider ist es häufig so, dass diese geringen Prozentzahlen häufig mit Null gleichgesetzt werden. Es sollte aber keinesfalls vergessen werden, dass es diese Frauen tatsächlichh gibt. In unserem Fall ist es schon nahe an gefährlich gewesen, weil Hebammen und Stillberaterinnen mir den Milchmangel ausreden wollten. Er ist aber leider Realität.
Bei den 1-3% gibt es verschiedene Ursachen. Mangelndes Brustdrüsengewebe ist nur eine davon. Häufig (wie bei mir) wird nie ein Grund gefunden.
Ihr Glücklichen, seid dankbar dafür, dass ihr stillen könnt, ich beneide euch! Aber seid bitte vorsichtig mit Schubladendenken. Das kann den 1-3% sehr weh tun!
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 13.04.2010, 22:30
von Miracleine
jackie-brown hat geschrieben:wie hat du das mit zuviel flüssigkeit gemerkt? woher weißt du, dass er 1000 ml getrunken hat?
Ich habe damals noch jeweils vor und nach dem Stillen gewogen. Daher die 1000ml.
Ich habe mit sechs Monaten mit Getreidebrei angefangen, weil Benjamin nur schlafen konnte, wenn er pappsatt war. Eine zusätzliche Flasche wollte er zu dem Zeitpunkt nicht mehr, aber den Dinkelbrei hat er gegessen, obwohl er im Nachhinein betrachtet eigentlich noch nicht wirklich beikostreif war. Weniger kalorienhaltigen Brei hat er aber abgelehnt.
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 14.04.2010, 08:47
von jackie-brown
ah ok

Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 14.04.2010, 09:49
von Hummelchen
@mamasonja, ich möchte niemanden etwas unterstellen oder vorwerfen und schon gar nicht mit meinen aussagen weh tun, absolut nicht. und ich bin selbst sehr froh das ich problem los stillen kann. und kann mir gut vorstellen das es einem sehr weh tun kann wenn man stillen möchte aber nicht kann.
ich hab hier gefragt, weil in meinem umfeld sehr viele mütter sind, die die flasche geben, mit der begründung das sie nicht genug milch hätten. und ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, das dies bei allen wirklich stimmt. denn dann müsste die stillfähige mama die grosse ausnahme sein, oder alle 1-3% aus deutschland hier bei mir wohnen

. ich denke das die meisten hier bestimmt keine gute beratung hatten, wie ich auch, nur das ich glück hatte.
Re: wirklich zuwenig Milch?
Verfasst: 16.04.2010, 18:27
von MamaSonja
Ja, leider ist es oft falsche oder gar keine Beratung, manchmal wird sicher auch ein Vorwand gesucht, um abzustillen, weil die Mutter aus anderen Gründen nicht mehr stillen wollte. Dann wäre es natürlich schön, wenn sie die Wahrheit sagen würde, weil sich sonst das Gerücht, die Milch reiche in dem Alter nicht mehr, leider verbreitet und von anderen übernommen wird, wodurch wiederum andere verunsichert werden, die sonst vielleicht noch weiter stillen wollten. Ich finde es zwar sehr schade, wenn jemand so früh schon nicht mehr stillen mag, diese Entscheidung sollte aber von anderen urteilslos akzeptiert werden (gerade damit die Mütter bei der Wahrheit bleiben!), vorausgesetzt, es ist ein informiert getroffener Entschluß. Leider ist es das meistens nicht, sonst würden viele sicher neben der Beikost weiterstillen.
Hab mich übrigens nicht angegriffen gefühlt (das war beim ersten Kind und gescheitertem Stillen noch so, in der Zwischenzeit ist glücklicherweise viel passiert!), mach dir keine Gedanken! Wollte trotzdem gerne meinen Senf dazugeben!
