Gedanken am Morgen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Maja
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Maja »

Vor allem ist das eine Frage der inneren Haltung: Solange Du noch das Gefühl vermittelst, es gäbe was zu diskutieren, werden die Leute es auch tun.
Also besser hier bei uns jammern, wo man Dich versteht, und beim ignoranten Umfeld lieber nur darüber reden, was Du für ein süßes, liebes Kind hast :wink:

Ich finde, Dein Kind klingt völlig normal. Ehrlich gesagt fand ich es schon immer unnormal, wenn sich so kleine Babys klaglos den Inhalt kompletter Gläschen reinschaufeln lassen und ihre Eltern nachts über 10-12 Stunden überhaupt nicht mehr zu brauchen scheinen. Das ist irgendwie... unnatürlich.
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mayra
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von mayra »

Maja hat geschrieben:Ich finde, Dein Kind klingt völlig normal. Ehrlich gesagt fand ich es schon immer unnormal, wenn sich so kleine Babys klaglos den Inhalt kompletter Gläschen reinschaufeln lassen und ihre Eltern nachts über 10-12 Stunden überhaupt nicht mehr zu brauchen scheinen. Das ist irgendwie... unnatürlich.
Ich habe mir das immer so erklärt, wie Juuls (?) das tut: diese Babys "kooperieren" mit ihren Eltern. Sie merken, was die Eltern erwarten und tun das dann auch. Bei "uns", die eben nicht davon ausgehen, dass das Kind beim ersten Versuch ein halbes Gläschen isst, können die Kinder freier ihren Rhythmus bestimmen und essen dann u.U. nichts oder wochenlang nur 2-3 Löffelchen. ;-) Dito schlafen... ;-)
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Maja
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Maja »

Ja, das stimmt wohl. Sobald man von einem Kind etwas erwartet, wovon man innerlich auch fest überzeugt ist (also dass es das kann und tun wird), wird es das in aller Regel auch tun.
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weeka
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von weeka »

Hallo Spatz!

ich kann sehr gut nachvollziehen wie Du Dich fühlst. Man möchte sich mitteilen und einfach mal nette Worte zurückbekommen, dass man das Richtige macht und dass sich die Geduld und Mühe in der Zukunft auf jeden Fall auszahlen wird. Anstatt dieser Unterstützung wird man dann aber mit schlauen Ratschlägen "unterstützt" und oft meinen sie es auch gar nicht böse... Höre einfach auf Deine Intuition und auf Dein Kind. Und ich möchte Dich darin bestärken, dass sich die Mühe auszahlen wird!!!

Solange es Dir aber nicht so gut geht, würde ich vermeiden Dich in solche Diskussionen verwickeln zu lassen, das bereitet nur Stress und bringt niemanden weiter. Und Deine Tochter spürt das auch. Meine Familien hatte ich zwar immer auf meiner Seite (meine Mutter hat unglaublich lange gestillt und geschlafen haben wir auch sehr lange gemeinsam, Schwiegermutter hat zwar alles anders gemacht, lernt aber gerne dazu), aber in meiner Umgebung hatte ich ein bisschen zu kämpfen. Das fing schon in der Schwangerschaft an und setzte sich dann so langsam fort. Der Höhepunkt war dann erreicht, als ich nach dem PEKIP-Kurs mit Tränen nach Hause kam, weil ich es nicht mehr hören konnte, dass mein Kind zu klein wäre, wir dringend handeln müssten, dass es nicht normal wäre, dass er keine Beikost mag (alle Babys mögen Griesbrei!), dass mit dem Abstillen Zeit wäre... Ich habe mich dann zurückgezogen und nur wirklich von meinen Mann und 1-2 Freunden, die nie in Frage gestellt hatten, wie wir handeln, unterstützen lassen! Mittlerweile habe ich auch wieder Kraft solchen Kommentaren zu begegnen, denn die werden mit der Zeit nicht weniger, es kommen nur neue Themen dazu (zu schwer fürs Tragetuch z.B.)

Also ziehe Dich zurück, sammel ein bischen Kraft und dann kannst Du mit mehr Sicherheit im solche Diskussion reingehen und diese Sicherheit ist schon die halbe Miete

LG
Weeka
Trillian
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Trillian »

Halt durch, alles wird anders und gut!
Vielleicht noch was zum Essen: Unsere hat auch im 6. Monat 1-3 TL Möhrenbrei gegessen. Dann im 7. Monat waren wir in Spanien und da habe ich ihr Birnenmus gekocht. Das fand sie richtig gut und hat sich während des Monats auf 4 (aufgetaute) Eiswürfel gesteigert. Wenn du den Eindruck hast, dass sie essen möchte, versuch doch einfach mal Obst oder Getreide, vielleicht mag sie das einfach lieber als Gemüse.
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Spatz
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Spatz »

Nochmals danke für eure Antworten. Die bauen mich echt auf!!!!

Mit der Beikost habe ich mich mittlerweile abgefunden und lasse Johanna ihren eigenen Weg gehen. Hab übrigens gestern herausgefunden, das sie unheimlich gerne Birnenmus isst! Sie verzieht dabei ihr Gesicht als wäre es wiederlich sauer, reißt aber sofort nach dem Schlucken den Mund wieder auf und der Löffel kann nicht schnell genug kommen. :D

Tja das Schlafen ist im Moment echt ein Problem. Mein Mann hat am Dienstag seine Prüfung versemmelt. Er sagte, das er so müde war, das er sich nicht konzentrieren konnte. :( Das ist natürlich schlecht. Er möchte gerne, das Johanna ab jetzt in ihrem eigenem Zimmer und Bett schläft. Er hofft, das sie dadurch nicht so oft aufwacht. Meinte auch, das man sich Nacht für Nacht abwechseln kann, wer für Johanna zuständig ist, so das wenigstens immer einer weiterschlafen kann. :| Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Eigentlich mag ich mein Baby lieber bei mir haben, aber so geht es im Moment nicht weiter. :( Diese Nacht waren es wieder nur 2 Stunden Schlaf. :(

Kann man das Schlafen eigentlich fördern bzw. verbessern? (natürlich ohne Stress und Schreienlassen!) Was habt ihr gemacht in solch einer Situation? Oder heißt es einfach abwarten und Tee trinken. Sie muss ja keine 8 Stunden durchschlafen. Das verlange ich ja nicht. Aber es wäre schon toll, wenn ich in einer Nacht wenigstens 6 Stunden Schlaf zusammenkriegen könnte. Auch gerne mit Pausen. Gestückelte 2 Stunden sind definitiv zu wenig.

Spatz
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Trillian
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Trillian »

Ist doch super, dass sie Birnenmus mag. Wie gesagt, war hier auch toll.
Das mit dem Schlafen ist halt immer ein Thema. Dazu gibt es hier auch ganz viele Threads, vielleicht schaust du einfach mal durch. Vielleicht hilft es euch auch wirklich, wenn die Kleine etwas von euch weg schläft, wenn sie dadurch mehr Ruhe kriegt, das kann manchmal sein, müsste man halt ausprobieren (es muss ja nicht gleich das eigene Zimmer sein - ich meine, du schriebst, sie schläft mit im Bett). Unsere hat ab etwa 4 Monate im eigenen Bett geschlafen (erst Kinderwagenoberteil neben meinem Bett, dann auf einer Matratze neben mir und dann im eigenen Gitterbett, 1 m neben meinem Bett). Das hat dann auch gut geklappt, dass sie "nur" ihre 3 Stillmahlzeiten brauchte und ansonsten ruhig geschlafen hat.
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Aschenputtel
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Aschenputtel »

WIe lange schläft Deine Tochter in der Nacht??? Schläft sie, während ihr wach sed, oder schläft sie genauso wenig???
Weil wenn sie selbst auch wenig schläft, würd ich mich an Deiner Stelle doch mal über KISS informieren!!!

Z.B. hier!!!
Liebe Grüße, Aschenputtel, Schnupse (08/07) kleine Schnucke (06/13), zwei Sternchen (08/14 und 01/15) und Strahlemann (05/16)
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
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AmysMom
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von AmysMom »

Hallo, Spatz!

Das, was du geschrieben hast, könnte genauso auch von mir kommen.

Amy hat erst um Ihren ersten Geburtstag angefangen überhaupt irgendwas zu essen und ist auch ein sehr schlankes Kind. Schuld war natürlich meine ewige Stillerei.
Wenn ich mal über Müdigkeit gejammert habe, waren wir an der Situation auch selber schuld. Man hat uns ja vorgewarnt, dass wir sie nicht mit in unser Bett nehmen sollten.
Das sie mit 1 1/2 immer noch in die Windel machen darf, hätte es bei uns früher auch nicht gegeben.
Und überhaupt wird sie ja von uns total verhätschelt. Sie kann sich ja bei uns alles erlauben.

Mich macht es auch einfach nur traurig, dass viele Eltern durch solche Einmischungen nur verunsichert werden.

Ich selektiere nun sehr stark, wem ich was erzähle.

Liebe Grüße
Franzi
Liebe Grüße
F.

mit SchnubbelSchnu (08/2008), WuselPusel (04/2011) und WuschelPuschel 08/2014

ClauWi GK 03/2012, MK 03/2013, AK 11/2014
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Re: Gedanken am Morgen

Beitrag von Spatz »

@aschenputtel:
Das Schlafverhalten ist unterschiedlich. Meistens lege ich Johanna so gegen 19.00 Uhr oder 20.00 Uhr ins Bett. Bis ich es dann selber ins Bett schaffe gegen 21.00 Uhr kann es sein, das sie sich zwischenzeitlich schon mal wieder gemeldet hat. Also wieder einschlafstillen. Kaum bin ich selber eingeschlafen schreit sie schon wieder. Wieder einschlafstillen. Häufig lasse ich sie dann so lange bei mir im Bett, bis der Papa von der Arbeit kommt (23.00 Uhr) und sie wieder in ihr Bettchen bei uns im Schlafzimmer legt und dann geht das so in ein oder zwei STundentakt weiter. Manchmal mag ich auch einfach nicht mehr Stillen, meine Brustwarzen sind echt stark angegriffen von der Überbeanspruchung und den neuen Zähnen. Aber ich Stille liebe,r als zwei oder mehr STunden mit einem Baby auf dem Arm durch die Wohnung zu rennen. Naja, mal schauen wie lange das noch so gut geht, mitlerweile tut es schon echt arg weh.

Naja, und heute morgen hat sie die Krabbelgruppe verschlafen während die anderen rumgetobt haben. :|

Morgen kommt Schwiegermutter zu Besuch. Mal schauen, was wieder für tolle Aussagen kommen, wie wir mit Johanna umzugehen haben.

Spatz
Spatz ( Tochter 2009 und Sohn 2012)
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