hier in der schweiz ist der mutterschaftsurlaub ja leider nur 14 wochen nach der geburt. dann stehen die meisten müttern vor der wahl kündigen oder fremdbetreuung.
mein arbeitgeber hat zum glück eine grosszügigere regelung und ich konnte 6 monate zuhause bleiben. seither geht die kleine 3 tage die woche ganztags in die kinderkrippe.
in "unserer" krippe gibt es eine gruppe für 6-18monate alte kinder, wo es für 3 babys jeweils eine betreuerin gibt. maximal sind 9 babys pro tag da.
mit 18 monate wechselt man dann in eine der drei "grossen" gruppen. das betreuungsverhältnis ist dann 4:1 und es sind dann maximal 16 kinder.
die eingewöhnung dauerte einen monat mit 2 tage die woche. anfangs war es vorallem hart für mich, meine kleine abzugeben. aber nachdem ich gesehen habe, dass sie auch in der krippe wirklich viel geknuddelt wird und auch in den schlaf getragen wird(ich habe meinen bondolino immer dort gelassen), wurde es besser. als es dann wirklich ernst wurde, hat sie problemlos dort gegessen und nach ein paar wochen sogar im bettchen eingeschlafen (eine betreuerin hat ihr immer die hand gehalten und das köpfchen gestreichelt. den kiwa hat sie für die täglichen spaziergänge von anfang an akzeptiert. zuhause wurde der kiwa erst mit einem jahr als akzeptabel angesehen

ein wichtiger schritt war auch, dass sie sich von der erzieherin trösten lies.
so konnte ich mit gutem gewissen wieder arbeiten gehen und abends mein gut gelauntes baby abholen.
mit 9 monaten war die bring-phase ein bisschen schwieriger, aber sobald sie eine banane bekommen hatte, durft papa wieder gehen
jetzt steht gerade der wechsel in die grössere gruppe (18 monate bis 4 jahre, danach ist vorschulpflicht) an und es sieht seeeeeehr problemlos aus. sie war jetzt schon stundenweise in der anderen gruppe zu besuch und wollte gar nicht mehr zu den babys zurück. anscheinend ist es dort jetzt zu langweilig (kleinerer raum, unspannendere spielsachen und völlig langweilige babys) sie geht morgens gerne hin und abends will sie oft noch ein bisschen spielen, bevor wir gehen.
für uns hat sich die kinderkrippe als die richtige lösung heraus gestellt und wir sind auch alle 3 damit glücklich. wenn das bauchgefühl nicht stimmen würde bei gg und mir oder die kleine dort nicht glücklich wäre, müssten wir das ändern. aber zum glück ist dem nicht so.
irgendwie ist es komisch: da es hier eben ganz normal ist, kommt es mir auch ganz normal vor, schon ein so kleines baby in die krippe zu geben. in österreich ist das ja völlig was anderes und ich wurde am anfang oft gefragt, wie das geht, dass ich schon wieder arbeite. da gab es teils schon sehr schräge reaktionen auf meine erzählung von der kinderkrippe.
sorry ist etwas lang geworden: was ich aber sagen will ist, lass dich nicht zu sehr von deinem umfeld beeinflussen. überlege in ruhe was gut ist für dich und dein kind. wenn das kind oder die eltern noch nicht bereit sind, dann wartet man einfach noch ein bisschen. oder man sucht sich eine betreuungsmöglichkeit bei der einem wohler ist.