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Re: Veggie-Baby
Verfasst: 21.01.2010, 10:14
von layla
Ich ernähre mich auch vegetarisch, mein Freund isst ab und zu Fleisch.
Mein Sohn wird erstmal kein Fleisch bekommen, ich denke, dass es für den Beikoststart nicht notwendig ist.
Wenn er dann doch mal Fleisch probieren möchte, dann würde ich auch auf Bio zurückgreifen und ihm das nicht verwehren wollen.
Allerdings bin ich mir auch noch nicht so sicher, wie ich ihm das Fleischthema erkläre.
Warum ich kein Fleisch esse etc. Man kann es ja recht schnell drastisch erklären, so dass kein Kind mehr Fleisch essen will

Und das wollte ich eigentlich nicht. Na mal sehen, ich denke ich werde ihm erklären, warum wenn überhaupt nur Biofleisch auf den Tisch kommt.
Ich denke, eine neutrale Ebene wird man nicht ganz hinbekommen.
Re: Veggie-Baby
Verfasst: 21.01.2010, 11:29
von Maja
Ich lebe auch vegetarisch, der Rest der Familie nicht.
Die Kinder haben erst dann Fleisch bekommen, als sie es selbst kauen konnten, so mit ca. einem Jahr, denn püriertes Fleisch finde ich persönlich total eklig (Katzenfuttergestank...) und Mini-Wiener und so'n Kram sind für Babys ja eh indiskutabel, was da alles so drin ist...
Yara isst nach wie vor gerne Fleisch, Amelie hat es sich, sicher auch teilweise durch meine "Vorbildwirkung", fast abgewöhnt - sie fragt immer welches tote Tier da drin ist und entscheidet dann, ob sie es trotzdem isst oder nicht, und viel ist es inzwischen nicht mehr. Mit persönlich ist das allerdings egal, sie dürfen essen, was sie wollen, und grad bei der Kleinen ist es mir sogar sehr lieb dass sie doch noch immer vom Fleisch mitisst, denn sie neigt zu Eisenmangel und so weiter.
Beide essen aber auch gern vegetarisch, egal ob nun Tofu oder Getreidebratlinge oder Sojawürfel oder was auch immer. Das mögen viele andere Kinder ja nicht, weil sie es einfach nicht kennen oder gewohnt sind. Daher denke ich, es ist gut, dass sie zuhause verschiedene Ernährungsweisen mitbekommen und sich später leichter entscheiden können, wie sie es selbst handhaben wollen.
Re: Veggie-Baby
Verfasst: 23.01.2010, 12:29
von Xapor
wir haben hier das gleiche Thema: Wir beide essen kein Fleisch und kein Fisch.
Für Lausi habe ich beschlossen, dass es im ersten Jahr überhaupt kein Fleisch geben wird. Dann darf er gerne, aber nicht bei mir! In meiner Küche möchte ich einfach kein Fleisch zubereiten.
Was er dann woanders isst, stört mich wenig.
Ich bin die ersten 3 Jahre meines Lebens vegetarisch ernährt worden.
Re: Veggie-Baby
Verfasst: 23.01.2010, 12:58
von Selina79
Ach ja, wg. Zuckerfrei hab ich die Erfahrung dass dies auf mehr Erstaunen bzw. Ablehnung stösst. Wenn ich sage er kriegt kein Fleisch kommt meist nix, aber wenn ich jemanden daran hindere ihm einen Keks in den Mund zu schieben, dann kommt meist großes Gepolter ...

Re: Veggie-Baby
Verfasst: 31.01.2010, 11:59
von dirah
Also mein Mann und ich sind ja auch Veggi und wir werden es wohl so machen, dass es bei uns zuhause weiterhin kein Fleisch gibt, weil wir es einfach auch nicht zubereiten möchten. Aber wenn das Kind bei Oma oder später in der Kita Fleisch bekommt und mag, kann es das gern essen. Ich sehe aber auch grad das viele Kinder gar nicht so gern Fleisch essen
Ich werde ihr nichts verbieten, aber wir werden unseren Haushalt auch nicht umstellen. Ich werde dafür aber darauf achten, dass ich sie trotzdem mit genug Eisen und Eiweiß versorge.
LG Dirah
Re: Veggie-Baby
Verfasst: 26.03.2010, 21:48
von tragefee
Bei uns ist es auch gerade Thema, wie wir es bei unserem Sohn machen wollen. Wir sind beide Vegetarierer und wollen eigentlich auch, dass unser Sohn solange vegetarisch lebt, bis er genug Verständnis dafür hat, wo das Fleisch eigentlich her kommt und was es bedeutet, Fleisch zu essen. Wenn er dann entscheidet, dass es für ihn ok ist, kann er es natürlich essen. Nun stellt sich natürlich die Fragen, wie vermitteln wir ihm am besten und möglichst ohne moralischen Zeigefinger den Ursprung von Fleisch? Ich möchte auch nicht, dass er denkt, Leute die Fleisch essen tun etwas schlechtes (denn die restliche Familie isst ja Fleisch).
Er hat nun schon öfter Interesse gezeigt, wenn es woanders Fleisch gab. Ich habe ihm dann einfach gesagt, dass es nichts für ihn ist und es war ok. Nur möchte ich es ihm auch nicht "verbieten". Mir ist eben wichtig, dass er weiß, was er isst.
Kann jemand was dazu sagen?
Re: Veggie-Baby
Verfasst: 26.03.2010, 22:03
von Lalumama
Ich esse kein Fleisch und keinen Fisch, aber erst seit einem halben Jahr.
Luis hat im ersten Jahr überhaupt kein Fleisch bekommen, dann hat er immer mehr vom Tisch mit gegessen und so ist auch Fleisch (bio) dazu gekommen.
Damals hab ich es selbst noch gegessen *grusel*, trotzdem hatte ich irgendwie ein ungutes Gefühl dabei, ihm Fleisch anzubieten, ohne dass er weiß dass es totes Tier ist

Das ist ja auch eine ethische Entscheidung, die jeder für sich treffen sollte.
Inzwischen gibts hier so gut wie kein Fleisch mehr, Ben hat noch nie welches bekommen.
Allerdings stelle ich mir auch die Frage, wie gesund das eigentlich ist, vor allem wenn man noch Milchprodukte einschränkt.
Ich habe Eisenmangel, wenn ich keinen Saft nehme, bei den Kindern weiß ich es gar nicht

Re: Veggie-Baby
Verfasst: 26.03.2010, 22:32
von tragefee
Es gibt genügend Möglichkeiten, sich ausgewogen zu ernähren ohne Fleisch. Ob vegetarisch/vegan gesund ist?
Gestern erst war ich auf einem Vortrag über das Säure-Basen-Gleichgewicht... sehr saure Lebensmittel: Fleisch und Käse
Dass man Fleisch/Milchprodukte braucht, um überhaupt gesund sein zu können, halte ich für ein Ammenmärchen und Werbegag der Industrie. Dass Fleischessen total "artwidrig" ist, glaube ich allerdings auch nicht, es gibt viele Völker, bei denen das Tier einfach Überlebensgrundlage ist. Ins unseren Breitengraden ist es das bestimmt nicht!
Re: Veggie-Baby
Verfasst: 05.04.2010, 21:05
von paulinchen1986
ich sage immer, dass ich keine tierischen produkte esse, weil es schrecklich ungesund ist. lässt sich ja auch aufs fleisch reduzieren, wenn natürlich nicht ganz konsequent.
da ich für meine tochter eine möglichst gesunde ernährung möchte, enthalte ich ihr alle tierischen produkte, zucker, weißmehl etc. vor.
und irgendwie bringe ich das so rüber, dass sich schon lange keine mehr rausnimmt, mit mir zu diskutieren.