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Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 04.01.2010, 23:14
von Bondolina
Edit: Iris, jetzt habe ich gerade Deine Signatur gelesen und musste grinsen. Bei mir kamen nämlich schon so Ängste hoch, dass Stillen, Tragen etc. auf Dauer nur geht, wenn man ewig nicht arbeitet. Ich wurde als Kind auch "regelmäßig fremdbetreut" und habe sehr positive Erinnerungen daran (aber auch großes Glück gehabt) - hoffentlich finde ich für Bondolinchen auch was Geeignetes.
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 04.01.2010, 23:20
von Iris
Das mit dem Abdrücken wird gehen, wenn es nötig ist. Aber vielleicht ist es ja gar nicht nötig. Die wenigsten Mütter mit so großen Stillkinder müssen zwischendurch abdrücken oder pumpen. Es geht ja auch nicht um große Mengen, daher würden wohl auch keine extra Pausen nötig werden. Ich mache das auch mal eben auf dem Klo. Ehe hier jemand empört aufschreit: Natürlich steht einer stillenden Mutter ein geeigneter Raum (und eben nicht die Toilette) zu. Aber in diesem Fall (wie auch in meinem) ist das höchstwahrscheinlich nicht nötig.
"Da sehe ich aber schwarz, wenn Du wieder arbeiten willst." Deshalb hatte ich ja gedacht, ich müsste vorm Ende der Elternzeit trotz meiner Anwesenheit und an sich Stillbereitschaft die Brust berweigern zum "Üben". Aber Ihr meint, das ergibt sich dann von alleine?
Ja, das ergibt sich - s. o.

- von alleine. Ich kenne diese Sprüche und natürlich vom ersten Kind auch die dadurch genährten Befürchtungen. Aber das Gegenteil ist der Fall: Gerade dadurch, dass Ihr noch stillt, wird Dein Kind die Trennung viel besser verkraften.
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 11:05
von Drachenblut
Dem kann ich mich anschließen!
Erstaunlicherweise hab ich auch keine Probleme mit der Umstellung von WOE oder Ferien auf Arbeiten, also, ich hab zum Glück kein Spannungsgefühl, oder so. Und wennn ich es doch ganz selten mal habe, dann streich ich auf dem Klo aus, da geht es ja nur darum, den Druck loszuwerden, nicht darum, genügend Milch für den nächsten Tag herauszubekommen.
Und ich habe auch den Eindruck, dass das Stillen Felix die Trennung leichter verarbeiten ließ. Lass Dich nicht beirren!
Was das Üben/Abstillen angeht: ich meine, mal gelesen zu haben (bei Gonzales?!), dass das Kind ja nicht doof ist, warum sollte es bei Mama die Flasche nehmen oder so, wenn es doch die Brust haben kann. Aber wenn es keine andere Möglichkeit hat (Papa, Fremdbetreuung), dann gibt es sich halt auch mit der Alternative zufrieden. Und ich habe es sehr genossen, die letzten Tage, bevor ich wieder angefangen habe zu arbeiten, mich nicht noch zu stressen, sondern den Zwerg einfach genießen zu können.
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 11:17
von LaLeMi
Ich schließe mich mal wieder an
Ich hatte auch sehr große Bedenken mit meinem Dauerstillkind. Und die Umgebung - zumeist in den ersten 2-6 Monaten eh abgestillt - sowieso.
Aber es ging dann reibungslos - abgepumpt habe ich an meinem allerersten Arbeitstag lediglich (da dann in meinem Büro, da ich ja eh in "Einzelhaft" sitze

Anderswo oder ansonsten ginge ich dafür aber auch auf's Klo, für's Ausstreichen oder so).
Auch die Umstellungen dann von Urlaub auf Arbeit und umgekehrt gehen und gingen reibungslos. Wenn es mal ein bißchen spannt, streiche ich etwas aus, aber zumeist ist das nicht nötig.
Geübt habe ich auch nicht, hätte hier glaube ich auch nicht funktioniert. Ich habe irgendwann, als sie kleiner war, schonmal versucht, ihr zum Üben für einen Termin selbst ein Fläschchen mit abgepumpter MuMi zu geben und habe nur Aufschreie der Empörung geerntet. Und beim Papa war es kein Problem, als ich dann tatsächlich bei meinem Termin war.
Nachts mehr gestillt hat die Maus dann übrigens auch nicht unbedingt, sie war allerdings sowieso ein Nachtsvielstiller
Ihr macht das schon !!!
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 11:28
von cher123blau
Bei uns ist es auch so, dass wenn Tim bei mir ist er mehrmals am Tag nuckeln möchte und wenn er einmal die Woch bei meiner Mama ist da überhaupt kein Mucks in diese Richtung macht. Er schläft ohne Probleme ein und isst bei meiner Mama mehr als sehr gut. Bei uns gibt es Phasen da isst er daheim wirklich sehr schlecht und mag nur nuckeln und einschlafen ohne dafür genuckelt zu haben mögen wir gar nicht. Er schläft zwar nicht mehr ein aber er braucht es um runter zu kommen.
Ich bin froh das es so gut läuft. So kann ich bruhigt arbeiten gehen und weiß das es an Tim gut geht und kann heim kommen und ihn nuckeln lassen. Meine Milch ist noch da und an den restlichen 6 Tagen, wird kräftig gesaugt das die Milch an dem einen Tag auch wirklich nicht zurück geht.
Ich denke auch das es bei euch gut klappen wird, probiert es halt schon vorher mal aus, wenn ihr die Möglich keit habt! (

Sorry hab nicht alles gelesen

)
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 11:41
von Bara
Ich musste, obwohl die Motte erst 8 Monate alt war, als ich fast wieder voll gearbeitet habe, eigentlich nur während 24 Stundendiensten mal abpumpen müssen. Und nachts habe ich so gut geschlafen, dass ich zumindest nicht gemerkt habe, falls das Kind häufiger stillen wollte

.
Das Pumpen hat übrigens nie richtig geklappt (mit der Medela Swing noch mit am besten), war aber wurscht, Nina wollte die Milch eh nur originalverpackt, nicht mal damit verfeinertes Badewasser wollte sie trinken (und sonst war sie immer ganz wild aufs Badewassertrinken)

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Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 15:53
von Bondolina
Vielen Dank für Eure ganzen Antworten. Das klingt alles so EINFACH und NORMAL. Hoffentlich klappt das bei uns auch so.
IHr habt mich auf jeden Fall überzeugt, dass ich die nächsten Wochen erstmal so weitermache wie bisher und die Zeit noch genieße. Nur in punkto Beikost werden wir uns weiter vorantasten. Bisher gibt es meist nur mittags und abends was und zwischendurch mal nen Snack.
Und ich bin SEHR erleichtert, dass Ihr auch kurz auf dem Klo abpumpen würdet und das versteht. Ich will da nämlich einfach nicht son Aufstand drum machen. Ich denke ein Kleinkind zu stillen sollte etwas ganz Normales sein und auch nichts Aufsehenerregendes, wo die halbe Firma mitkriegen muss, dass ich grad abpumpe...
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 15:57
von LaLeMi
Ich drücke die Daumen
Beikost einfach weiter anbieten.
Das mit dem Abpumpen/Stillraum ist natürlich auch Einstellungssache. In unseren Breitengraden ist stillen und erstrecht Langzeitstillen halt nicht soo verbreitet. Stillräume in den Firmen gibt es kaum.
Klar ist es so, wenn niemand die einfordert, wird sich das auch nicht großartig ändern - und ich bin normalerweise schon eine Verfechterin des LZS bekannter machens, auch Kleinkinder noch in der Öffentlichkeit stillen etc. Aber im Beruflichen sehe ich das insofern etwas anders, was interessiert es meinen Chef oder die Kollegen, wie ich mein Kind ernähre? Da würde ich, wenn es nicht not tut, auch nicht so ein Bohei draus machen (etwas anderes wäre es wohl, wenn ich früh wieder arbeiten ginge und ständig abpumpen müßte etc).
Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 15:58
von cher123blau
LaLeMi hat geschrieben: Das mit dem Abpumpen/Stillraum ist natürlich auch Einstellungssache. In unseren Breitengraden ist stillen und erstrecht Langzeitstillen halt nicht soo verbreitet.).
leider

Re: Viel stillen wollen wir beide, aber die Arbeit zwingt uns...
Verfasst: 05.01.2010, 21:33
von Drachenblut
Da Felix erst 7 Monate alt war, als ich wieder anfing, voll zu arbeiten, hab ich mich ja nach einem Stillraum erkundigt. Und da wir gerade versuchen, kinderfreundlichste Stadt Niedersachsens zu werden, haben die mir tatsächlich einen Raum eingerichtet, mit Waschmöglichkeit, Stillsessel, Wickeltisch, schönen Bildern

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Da konnte ich es gut aushalten

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Mittlerweile sag ich auch immer noch, dass wir noch stillen, und ernte immer solche Blicke:

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Aber da meine Kollegen das ja quasi von Anfang an mitbekommen haben, find ich das jetzt auch nicht so schlimm, das zu sagen. V.a., da mein Chef das total gut findet und mir immerzu erzählt, wie gut das doch als Brustkrebsvorsorge ist.
Aber ich hatte auch echt gemeine Situationen, die bis zum hintenrum anschei... gingen und da hätte ich gut drauf verzichten können.
Da Felix damals halt noch voll gestillt hat, ging es nicht anders, späterhin dann war ich ganz froh, dass dieses Thema kein Streitpunkt mehr zwischen mir und meiner Kollegin war (gab noch genügend andere

).
Von daher: ich würde nicht auf dem Klo abpumpen, wenn ich meine 2 x 30 Min. Stillpausen nehmen würde, um mein Kind zu ernähren. Aber ich hab kein Problem damit, ein bisschen Milch im Klo auszustreichen, wenn ich kurz vorm Platzen bin.