Dann aber stillfreundlich nennen... bei mir haben sie wenigstens zunächst mit Spritze gefüttert.FloppyDisc hat geschrieben: 30.10.2021, 19:14 Uns wurde im Geburtsvorbereitungskurs eine Puppe gegeben und die sollten wir dann anlegen. Ehrlich, ich hab mich nie so dämlich gefühlt wie da... Beim Krötenkind hatten wir dann ja auch Probleme, weil sie einfach nicht gesaugt hat. Im ebenfalls stillfreundlichen Krankenhaus haben sie daraufhin auch nur gesagt "ja, richtig angelegt ist sie ja, jetzt müsste sie nur noch saugen" und mir ein Fläschchen zum zufüttern gegeben... Habe dann Kolostrum mit dem Löffel gefüttert und wurde angeguckt als hätte ich sie nicht alle.
Wodurch diese Krankenhäuser ihre Zertifikate verdienen, wüsste ich wirklich gerne...
Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
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Liadan30
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Das mit den "stillfreundlich" Zertifikaten habe ich mich damals auch gefragt ... und ich habe die Antwort:
Es interessiert viele Krankenhäuser nur, ob die Frau irgendwie Muttermilch in das Neugeborene bekommt. Egal wie. Wenn das bei Entlassung der Fall ist, ob mit Stillhütchen oder Pumpstillen, dann kann das Krankenhaus das Kreuz bei "stillt" machen und damit ist es gut. Vielleicht müssen sie sich für jedes fehlende Kreuz irgendwo rechtfertigen, aber die Prognose interessiert nicht.
Beim Großen hat sich die Stillberaterin im Krankenhaus übrigens vor mir versteckt. Kein Witz. Erst hat sie mir großmaulig erklärt, dass das Anlegen eines saugverwirrten Neugeborenen ja ganz einfach wäre, dann hat sie ihn mit Gewalt an meine Brust gedrückt, er hat zufällig ein paar Minuten gesaugt, sie hat triumphiert. Ich habe sie gefragt, wie ich das denn alleine machen soll und dass ich das nicht schön fand ... dann hat er aufgehört zu saugen, gebrüllt und dann war sie weg. Eine Schwester auf der Neo hat mich dann mit Stillhütchen und Einwegspritzen versorgt. Völlig unprofessionell insgesamt, aber das war auch in einem stillfreundlichem Krankenhaus. Zum Abschied habe ich eine Verordnung für eine Pumpe bekommen und die Karte von der Stillberaterin. Das war sicher ausreichend für das "stillt' Kreuz und wir waren somit ein voller Stillerfolg.
Es interessiert viele Krankenhäuser nur, ob die Frau irgendwie Muttermilch in das Neugeborene bekommt. Egal wie. Wenn das bei Entlassung der Fall ist, ob mit Stillhütchen oder Pumpstillen, dann kann das Krankenhaus das Kreuz bei "stillt" machen und damit ist es gut. Vielleicht müssen sie sich für jedes fehlende Kreuz irgendwo rechtfertigen, aber die Prognose interessiert nicht.
Beim Großen hat sich die Stillberaterin im Krankenhaus übrigens vor mir versteckt. Kein Witz. Erst hat sie mir großmaulig erklärt, dass das Anlegen eines saugverwirrten Neugeborenen ja ganz einfach wäre, dann hat sie ihn mit Gewalt an meine Brust gedrückt, er hat zufällig ein paar Minuten gesaugt, sie hat triumphiert. Ich habe sie gefragt, wie ich das denn alleine machen soll und dass ich das nicht schön fand ... dann hat er aufgehört zu saugen, gebrüllt und dann war sie weg. Eine Schwester auf der Neo hat mich dann mit Stillhütchen und Einwegspritzen versorgt. Völlig unprofessionell insgesamt, aber das war auch in einem stillfreundlichem Krankenhaus. Zum Abschied habe ich eine Verordnung für eine Pumpe bekommen und die Karte von der Stillberaterin. Das war sicher ausreichend für das "stillt' Kreuz und wir waren somit ein voller Stillerfolg.
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Bei uns war das im Vorbereitungskurs leider auch kein Thema. Meine Hebamme wollte mir das im 1:1 Gespräch erklären, das aber so kurz vor ET angesetzt war , dass es dazu leider nicht mehr kam ...
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Erklärt vielleicht auch, warum in meiner Entlassung drin stand, dass ich vollstillen würde. Wie das mit der Zufütterung zusammenpasst, erschließt sich mir auch nicht.Solina hat geschrieben: 30.10.2021, 20:31 Das mit den "stillfreundlich" Zertifikaten habe ich mich damals auch gefragt ... und ich habe die Antwort:
Es interessiert viele Krankenhäuser nur, ob die Frau irgendwie Muttermilch in das Neugeborene bekommt. Egal wie. Wenn das bei Entlassung der Fall ist, ob mit Stillhütchen oder Pumpstillen, dann kann das Krankenhaus das Kreuz bei "stillt" machen und damit ist es gut. Vielleicht müssen sie sich für jedes fehlende Kreuz irgendwo rechtfertigen, aber die Prognose interessiert nicht.
Beim Großen hat sich die Stillberaterin im Krankenhaus übrigens vor mir versteckt. Kein Witz. Erst hat sie mir großmaulig erklärt, dass das Anlegen eines saugverwirrten Neugeborenen ja ganz einfach wäre, dann hat sie ihn mit Gewalt an meine Brust gedrückt, er hat zufällig ein paar Minuten gesaugt, sie hat triumphiert. Ich habe sie gefragt, wie ich das denn alleine machen soll und dass ich das nicht schön fand ... dann hat er aufgehört zu saugen, gebrüllt und dann war sie weg. Eine Schwester auf der Neo hat mich dann mit Stillhütchen und Einwegspritzen versorgt. Völlig unprofessionell insgesamt, aber das war auch in einem stillfreundlichem Krankenhaus. Zum Abschied habe ich eine Verordnung für eine Pumpe bekommen und die Karte von der Stillberaterin. Das war sicher ausreichend für das "stillt' Kreuz und wir waren somit ein voller Stillerfolg.![]()
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AnnaKatharina
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Stillfeeundlich kann sich ja nun jeder nennen
Redetvihr wirklich von WHO-Babyfreundlichen Krankenhäusern?
Redetvihr wirklich von WHO-Babyfreundlichen Krankenhäusern?
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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Liadan30
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Bei uns ja. An sich war es auch super dort. Nach Geburt konnte man schön bonden, aber wirklich stillfreundliche Tipps gab es halt nicht, obwohl zumindest zunächst mit Spritze anstatt Sauger gefüttert wurde.AnnaKatharina hat geschrieben: 30.10.2021, 20:55 Stillfeeundlich kann sich ja nun jeder nennen
Redetvihr wirklich von WHO-Babyfreundlichen Krankenhäusern?
Mir wurde ja schon am 3. Tag gesagt, dass ich ja keine schlechte Mutter bin, wenn ich nicht stille und ob ich Druck von außen deswegen bekäme. Und das halt eben nur, weil die Kleine nicht richtig andockt und beim Abpumpen nur Tröpfchen kamen.
Ich denke, dass die Krankenschwestern da halt dann doch nicht so die Ahnung hatten. Eine Mutter dort hat ja schon mega viel abgepumpt (2. Kind), gegen die sah es bei mir natürlich mau aus.
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Lösche Benutzer 22277
Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Es kann leider auch in der stillfreundlichsten Klinik einzelne Menschen geben, die keine Ahnung haben. Habe ich auch so erlebt. Die IBCLC Stillberaterin war super, die Leute auf der Station so durchwachsen.
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Lösche Benutzer 27615
Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Ich war nicht in einem WHO baby-friendly KH, aber an die Prinzipien halten sie sich. Ich bin ja immer noch froh, dass die Schwestern auf der Neo mir gleich die Pumpe gegeben und mir die Anwendung gezeigt haben, sonst wäre das mit Stillen sicher nichts geworden.
Das nächste baby-friendly KH ist mir etwas zu weit weg und hat, für meinen Geschmack, eine zu hohe Kaiserschnittrate und keine Neonatologie. Also für mich nicht so baby-friendly. Weil das wäre mein persönlicher Horror, Baby muss nach der Geburt in ein anderes KH und ich kann nicht sofort mit ...
Es kommt echt aufs Personal an, dass gerade da ist. Und so ein kleines Wesen richtig anzulegen, kann schon echt schwer sein. Da ist man schnell mal überfordert. Ich würde mir auch vorab bessere Kommunikation mit den werdenden Müttern wünschen. Das man eben genau weiß, auf was man direkt nach der Geburt achten und auch bestehen muss.
Das nächste baby-friendly KH ist mir etwas zu weit weg und hat, für meinen Geschmack, eine zu hohe Kaiserschnittrate und keine Neonatologie. Also für mich nicht so baby-friendly. Weil das wäre mein persönlicher Horror, Baby muss nach der Geburt in ein anderes KH und ich kann nicht sofort mit ...
Es kommt echt aufs Personal an, dass gerade da ist. Und so ein kleines Wesen richtig anzulegen, kann schon echt schwer sein. Da ist man schnell mal überfordert. Ich würde mir auch vorab bessere Kommunikation mit den werdenden Müttern wünschen. Das man eben genau weiß, auf was man direkt nach der Geburt achten und auch bestehen muss.
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Glyzinie
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Bei uns wurde im Krankenhaus zur Anmeldung und Info (man musste sich bereits 24-28. SSW anmelden) sogar ein Stillkurs angeboten. Habe ich aber nicht gemacht und zu Geburtsvorbereitung war ich nur 1x bis es schon los ging.
Mit eiligem Piffi (11/2016)