Ich habe hier ein bisschen rumgestöbert, aber keinen Faden dieser Art gefunden.
Ich gehe jetzt seit 9 Monaten immer wieder am Stock und gerade ist der Schlafentzug der pure Horror. Ich bin nachts am weinen, verzweifeln, teilweise sogar schreien und traue mich das kaum zu schreiben. Ich habe mein Kind teilweise wieder sehr grob neben mich gelegt und ihn einfach schreien lassen, um nicht schlimmeres zu tun. Ich schäme mich und es tut mir so Leid, wo er doch das wertvollste ist was ich habe.
Nach Geburt war alles in Ordnung, ich war noch voller Adrenalin und mein Baby stillte alle 2 Stunden und schlief dann problemlos weiter. Aber irgendwann verlies mich meine Energie und die Nächte wurden anstrengender. Es gab Phasen wo er abends geschrien hat, Phasen wo er nach einer kurzen Schlafzeit Stunden wach war, Phasen wo er dauergenuckelt hat, Phasen mit halbstündlichen Aufwachen. Es wird immer schlimmer und ich bin an einem Punkt, wo ich nach ca. 3 Stunden Schlaf verteilt auf die ganze Zeit nicht mal mehr funktioniere. Ich gehe jeden Abend mit ihm um 7 ins Bett, unser Ritual besteht aus einer Schlaflieder CD, zu der wir dann Zähne putzen und ich ihn danach einschlafstille. Ich traue mich kaum noch mich zu rühren, geschweige denn aufzustehen und auf Toilette zu gehen oder was zu trinken. Er muss einen eingebauten Radar haben, der sofort meldet wenn ich mich entferne. Ich bin leider auch schon so übermüdet, dass ich kaum noch einschlafen kann, so dass selbst eine längere Schlafphase meist schlaflos an mir vorbei geht.
Achso, ich bin AE, es gibt was das Schlafen angeht also keine Möglichkeit der Entlastung.
Was ich von euch möchte? ähnliche (oder auch ganz andere) Geschichten. Wie habt ihr euch das Leben in so einer Zeit erleichtert? Wann ging es vorbei? Wie habt ihr den Schlafentzug überhaupt über lebt? was hat geholfen? Und wie begegnet man einem Umfeld, dass kinderlos ist und kein Verständnis habt?
Oder einfach ein bisschen Mitgefühl...
Ich fühle mich, als würde ich alles falsch machen.