danke, dass Du Dich nach uns erkundigst. Ich wollte schon die ganzen vergangenen Tage schreiben, aber ich hatte dann doch eine fette Erkältung und dann haben wir noch Besuch bekommen - war also alles ein bißchen viel. So, aber nun bin ich wieder genesen, alles sind weg und ich erzähle mal, wie es uns ergangen ist.
Insgesamt geht's uns glaube ich ganz gut. Ich habe Deinen Vorschlag, alle drei Tage eine BES-Mahlzeit wegzulassen so gut wie möglich umgesetzt - auch wenn ich anfangs ein wenig Bammel hatte (loslassen ist echt schwer manchmal). Das heißt also, bis jetzt machen wir das Aufwachstillen morgens und das Aufwachstillen mittags, sowie das Stillen nach dem Mittagessen (irgendwann am Nachmittag) pur. Ebenso alle Male in der Nacht (das letzte BES bekommt sie, wenn wir ins Bett gehen. Danach stillt sie noch 1-3 mal pro Nacht). Somit kommen wir auf 4-5 x BES-Stillen (von meist 7-8 x Stillen insgesamt). Das sind insgesamt noch ca. 200 ml. Aber wir arbeiten uns vor.
Insgesamt geht das Solo-Stillen bis jetzt erstaunlich gut (auch ohne Beißen - juhu!). Natürlich trinkt sie so deutlich kürzer (manchmal nur ein paar Schlucke und viel Nuckeln) und nicht so effektiv. Soll heißen, ich denke, sie bekommt insgesamt auf jeden Fall weniger Milch. Aber das scheint ihr irgendwie nicht viel auszumachen. Alles in allem ist sie recht zufrieden und signalisiert mir nun deutlich, wenn sie trinken will, was vorher gar nicht der Fall war, weil ich es ihr von mir aus immer in relativ kurzen Abständen angeboten habe. Das fühlt sich ganz gut an, denn so kann ich meine Tochter und ihre Bedürfnisse stärker wahrnehmen. Das spürt sie natürlich auch und das kann ja nur gut sein
Außerdem habe ich gestern die Pumpe zurückgebracht. Das war irgendwie eine Erleichterung, weil sich das Pumpen immer so nach Pflichterfüllung angefühlt hat. Und natürlich war das auch ein wichtiger Schritt in Richtung "normales Stillen".
Essenstechnisch ist es nach wie vor sehr durchmischt. Es gibt solche und solche Tage. Aber das ist ja bei uns Erwachsenen oft auch nicht anders...
Was mich nach wie vor beunruhigt ist der von mir durch das Wegfallen des BES befürchtete Rückgang meiner Milch. In meinem Kopf ergibt der Zusammenhang "kein BES - weniger effektives Saugen - Rückgang der Milch" und "Kind istt immer noch keine größeren Mengen" nach wie vor ein verknapptes Nahrungsangebot. Ich denke immer, das Kind braucht doch sounsoviele Kalorien am Tag. Wie soll ich diese mit meiner Milchmenge, die ich nun auf max. 400 ml schätze (und die sich ja vermutlich auch nicht mehr steigern wird) und dem bisschen Essen decken?
Ich weiß, diese ewigen Zweifel nerven (ja, auch mich). Und bestimmt holt sich das Kind am Ende doch alles, was es braucht. Aber nach einem Jahr mit diesem omni- und überpräsenten Thema, mit viel Gedankenmachen und Kontrollieren ist es wirklich schwer, einfach loszulassen und den Dingen ihren Lauf zu lassen...
Ich hoffe, das ist zu verstehen.
Viele liebe Grüße,
MS