Jesper Juul über Smartphones
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Ich finde stricken was völlig anderes als ins-Smartphone-gucken, weil die Aufmerksamkeit eine ganz andere ist. Beim Stricken höre ich trotzdem noch alles, was um mich herum vorgeht, weil die sich wiederholende Tätigkeit nicht meine volle Aufmerksamkeit fordert. Ins Smartphone werde ich "eingesaugt". Mit dem Smartphone in der Hand kann ich keinen Film gucken, weil ich die Hälfte nicht mitkriege. Mit dem Strickzeug in der Hand geht das schon. Die Kinder kriegen denke ich mit, ob und wieviel Aufmerksamkeit noch da ist, wenn man was anderes macht. Wobei mein Kleiner auch wenn ich stricke beschäftigt werden will.
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FCF
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Ich finde hier an der Diskussion spannend, worüber der Überbegriff "Smartphone" alles gesetzt wird. Von sinnlos rumdaddeln über ständige Erreichbarkeit bis lesen.
Da liegen ja Welten dazwischen.
Ich zB bin mitten in einem Buch genauso wenig ansprechbar wie manche hier anscheinend beim Suten
Beim Stricken wäre ich dagegen so sehr mit Maschenzählen beschäftigt, dass ich gar nix daneben machen könnte.
Meine Kinder wissen, sehen und verstehen, dass ich Nachrichten und Romane am Handy lesen. Der Große liest selber meistens am Tablet - da kann er sich (als Legasteniker) die Buchstaben so groß einstellen wie er die braucht. Außerdem Google wir oft Sachen, die im Gespräch auftauchen usw. Und hin und wieder will ich auch einfach Zeit verschwenden. Früher habe ich den Text auf Müslipackungen gelesen
, heute lese ich Facebook.
Auf den Artikel von Juul bin ich gespannt - den werde ich nachher lesen (ebenfalls am Handy
)
Da liegen ja Welten dazwischen.
Ich zB bin mitten in einem Buch genauso wenig ansprechbar wie manche hier anscheinend beim Suten
Beim Stricken wäre ich dagegen so sehr mit Maschenzählen beschäftigt, dass ich gar nix daneben machen könnte.
Meine Kinder wissen, sehen und verstehen, dass ich Nachrichten und Romane am Handy lesen. Der Große liest selber meistens am Tablet - da kann er sich (als Legasteniker) die Buchstaben so groß einstellen wie er die braucht. Außerdem Google wir oft Sachen, die im Gespräch auftauchen usw. Und hin und wieder will ich auch einfach Zeit verschwenden. Früher habe ich den Text auf Müslipackungen gelesen
Auf den Artikel von Juul bin ich gespannt - den werde ich nachher lesen (ebenfalls am Handy
Liebe Grüße, M. mit großem Erfinder (2007), süßer Maus (2009) und kleiner Prinzessin (2011)
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Elena
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Das glaube ich, aber für mich wäre es deshalb nicht dasselbe. Wenn mich ein Kind mit Buch in der Hand völlig versunken sieht, dann sieht es nicht nur "Mama ist gerade mit etwas anderem beschäftigt", sondern auch "Das Buch ist so spannend, dass Mama gerade nichts anderes wahrnimmt". Ich möchte unbedingt, dass meine Kinder sich von Geschichten so in den Bann ziehen lassen. Egal, ob sie sie auf Papier oder am Handy lesen.FCF hat geschrieben:
Ich zB bin mitten in einem Buch genauso wenig ansprechbar wie manche hier anscheinend beim Suten![]()
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Jetzt bin ich auch mal dazu gekommen den link zu lesen.
Es geht mir wir immer bei jesper juul... Im Kern Stimme ich ihm zu, aber so wie er es erklärt eben nicht.
Also genauer: klar ist es nicht gut wenn die Eltern ihre Kinder regelmäßig ignorieren, egal ob Smartphone oder Fernsehen oder irgendein anderes Medium oder oder oder. Da stimme ich ihm voll und ganz zu.
Sein Vorschlag das ganze auf bestimmte Zeiten zu begrenzen halte ich nur für begrenzt hilfreich, aber wenn schon ein Problem mit medienkonsum in der Familie besteht, dann ist das vielleicht der richtige Weg. Es hat aber das Risiko dass die erlaubten Zeiten dann entsprechend als Smartphone Zeit ritualisiert sind und nicht mehr frei gestaltet werden.
Ich sehe den Ansatz beim ignorieren. Denn ich ignoriere mein Kind nicht nur mit dem Smartphone, wir nutzen es gemeinsam. Irgendwer hatte was von Google genannt, soweit ist mein 14er noch nicht. Aber wir haben seine weihnachtswünsche mit Amazon in eine Wunschliste geschrieben (zu meiner Zeit waren das eben werbeblätter oder Kataloge) und heute habe wir 2 Stücke geigenspiel auf YouTube angesehen weil er nicht wusste was eine Geige ist und wie sie gespielt wird.
Klar lese ich auch WhatsApp und Foren. Und ja, ich fasse mich auch mal an die Nase weil es grad nicht wirklich wichtig war eine Nachricht zu beenden bis ich auf ihn reagiere.
Aber ich denke es hält sich die Waage. Und daher bin ich dafür nix zu tun solange kein Problem existiert. Gilt bei uns auch so für Fernseher und süßes.
Gesendet von meinem E2303 mit Tapatalk
Es geht mir wir immer bei jesper juul... Im Kern Stimme ich ihm zu, aber so wie er es erklärt eben nicht.
Also genauer: klar ist es nicht gut wenn die Eltern ihre Kinder regelmäßig ignorieren, egal ob Smartphone oder Fernsehen oder irgendein anderes Medium oder oder oder. Da stimme ich ihm voll und ganz zu.
Sein Vorschlag das ganze auf bestimmte Zeiten zu begrenzen halte ich nur für begrenzt hilfreich, aber wenn schon ein Problem mit medienkonsum in der Familie besteht, dann ist das vielleicht der richtige Weg. Es hat aber das Risiko dass die erlaubten Zeiten dann entsprechend als Smartphone Zeit ritualisiert sind und nicht mehr frei gestaltet werden.
Ich sehe den Ansatz beim ignorieren. Denn ich ignoriere mein Kind nicht nur mit dem Smartphone, wir nutzen es gemeinsam. Irgendwer hatte was von Google genannt, soweit ist mein 14er noch nicht. Aber wir haben seine weihnachtswünsche mit Amazon in eine Wunschliste geschrieben (zu meiner Zeit waren das eben werbeblätter oder Kataloge) und heute habe wir 2 Stücke geigenspiel auf YouTube angesehen weil er nicht wusste was eine Geige ist und wie sie gespielt wird.
Klar lese ich auch WhatsApp und Foren. Und ja, ich fasse mich auch mal an die Nase weil es grad nicht wirklich wichtig war eine Nachricht zu beenden bis ich auf ihn reagiere.
Aber ich denke es hält sich die Waage. Und daher bin ich dafür nix zu tun solange kein Problem existiert. Gilt bei uns auch so für Fernseher und süßes.
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mit dem großen Bruder 03/2014 an der Hand und dem kleinen Bruder am Arm 8/2016
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jente
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Mich würden nochmal Ansichten zu ereadern vs richtiges Buch interessieren. Wie seht ihr das in Bezug auf die Vorbildfunktion? Für mich fühlt es sich einfach anders an.
jente mit K1 (2013) und K2 (2016)
"There are times in life when people must know when not to let go. Balloons are designed to teach small children this."
Terry Pratchett
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Kätzchen2013
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- Johana
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Jente, ich stimme dir zu. Auch für mich fühlt es sich anders an.
Ich habe bereits auch größere Kinder und finde den Text von Jesper Juul einfach wertvoll und sinnvoll.
Smartphones gehören heute zum Alltag, klar. Umso wichtiger, sich den Umgang und die Vorbildfunktion immer mal wieder klar zu machen!
Ich bin eigentlich bislang zum innerfamiliären Umgang damit bei uns...
Ich habe bereits auch größere Kinder und finde den Text von Jesper Juul einfach wertvoll und sinnvoll.
Smartphones gehören heute zum Alltag, klar. Umso wichtiger, sich den Umgang und die Vorbildfunktion immer mal wieder klar zu machen!
Ich bin eigentlich bislang zum innerfamiliären Umgang damit bei uns...
- Johana
- Power-SuTler
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Re: Jesper Juul über Smartphones
Bin zufrieden sollte es heißen. Entschuldigung.