zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

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CiJay
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Die Brustwarzen sind öfter weiß, aber nie blau. Ich werde nochmal genaue drauf achten wann sie immer weiß sind und ob es dann immer brennt.

Ich glaube immer noch, dass die Kleine satt wird, bin aber gefühlt durchgehend die Brust am geben.
Heute zB wusste ich gar nicht wie ich die Stillmahlzeiten zählen sollte. Sie wollte ca. stündlich an die Brust. Wenn Sie dran kam hat sie getrunken (gut getrunken) und dann genuckelt. alles zusammen hat einmal anlegen dadurch meistens 30-45 Min. gedauert (reines stillen jedes mal 5-20 Min.). Ich hatte zwischen dem abdocken und dem nächten anlegen ca. 15 Min. Pause. Sobald ich sie abgedockt habe weil sie nur noch nuckelte und keine Animation zum trinken half fing sie an zu quengeln. Wenn ich sie quengeln ließ fing sie jedes mal an nach wenigen Minuten richtig zu schreien.

Hier fängt dann wieder die Unsicherheit an. Wenn ich sie schreien lasse denke ich sie wird zu viel Energie brauchen und ich bekomme sie wieder nicht satt.... (Mal abgesehen davon, dass man immer denkt man tut dem Kind damit etwas schlechtes wenn man es schreien lässt)
Mal abgesehen von diesem Problem sind die Meinungen ja heutzutage so, dass man nicht schreien lassen soll, aber andersrum habe ich sie heute fast nur mit der Brust wieder beruhigt bekommen.

Schlafen war auch wieder ein Problem. Nachmittags hat sie einmal geschlafen. Aber nach fast jedem mal an der Brust wurde sie schläfrig, hatte meist die Augen sogar zu und schien sogar zu schalfen. Sobald ich sie abgelgt habe, egal wo, um sie weiter schlafen zu lassen ist sie wach geworden und hat sofort angefangen zu quengeln oder schreien. So ging dann das nuckeln weiter oder das nächste Trinken stand an :-(

Ich hoffe das ist nur eine Phase... Es ist alles doch viel komplizierter als ich es mir je hätte vorstellen können. Wenn Sie so anhänglich ist geht nichts mehr. Ich kann nicht mal etwas vernünftiges Essen weil ich keine Hand frei habe und ich habe heute so viel vor dem TV gesessen wie schon lange nicht mehr.... :-/

Ans tragen arbeite ich mich ran. Ich versuche sie immer Zwischendruch zu tragen damit sie sich dran gewöhnt. Noch schreit sie aber viel (nicht quengeln) und will wieder raus. Da habe ich natürlich wieder die selbe Unsicherheit. Schreien lassen (natürlich nicht die ganze Zeit) oder nicht. Eine Trageberaterin sagte letzte Woche 5-10 Minuten schreien lassen wäre ok, dann raus holen und am nächten Tag nochmal versuchen. Solange bis das Baby sich dran gewöhnt hat.
Seifenblasenfrau
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Ich melde mich mal hier kurz. Ihr habt ja echt was hinter euch und du bist echt tapfer dabei! Ein paar Tipps kann ich als normale Mama (keine Stillberaterin) hoffentlich da lassen:

Was ich im letzten Jahr gelernt habe, ist, dass alles in Phasen abläuft. Mal war das Baby den ganzen Tag an der Brust ein paar Wochen, dann hat es ein paar Wochen nur alle paar Stunden gestillt. Mal war es paar Wochen total weinerlich, dann war es plötzlich ganz anders. Auch der Schlaf ist in einem ständigen Wandel. Ist ja auch klar, für so ein kleines Wesen ändert sich im ersten Jahr soo viel. Also haltet durch! Wenn dein Baby weint, signalisiert es dir dass es etwas möchte, das ist doch schön dass du auf seine Bedürfnisse eingehen möchtest!

Das Beste ist echt, wenn du es dir mit dem Kind und dem Tablet/... auf dem Sofa bequem machen kannst und du einfach versuchst, dich zu entspannen. Das ist gar nicht so einfach, das weiß ich.

Zum Tragen: hast du mal versucht, nach den Einbinden richtig schnell loszugehen? Unsere Maus mochte das Tragen anfangs auch nur, wenn ich mich schnell bewegt habe. Da würde ich persönlich das Baby keine 5-10 Minuten schreien lassen, sondern kurz gucken ob es sich beruhigt, wenn nicht, dann würde ich es wieder rausnehmen. Ob man das überhaupt erträgt, das Baby 5-10 Minuten am eigenen Leib schreien zu lassen ohne es beruhigen zu können? Wie trägst du eigentlich? Habt ihr ein Tuch oder eine Trage?



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klecksauge
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von klecksauge »

Hat dein Baby vielleicht Blockaden?
Liebe Grüße aus den Norden von
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von nwsurgeon »

CiJay hat geschrieben:Aber nach fast jedem mal an der Brust wurde sie schläfrig, hatte meist die Augen sogar zu und schien sogar zu schalfen. Sobald ich sie abgelgt habe, egal wo, um sie weiter schlafen zu lassen ist sie wach geworden und hat sofort angefangen zu quengeln oder schreien.
Das hieß bei uns in der Familie immer "Wachlegen", da sowohl die zwei Kinder meiner Schwester als auch meine beiden durchs Ablegen zuverlässig aufwachten.
Ist ja auch evolutionsbedingt, abgelegte Babies wurden von wilden Tieren gefressen, die nicht "ablegbaren" haben überlebt.
LG
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Carraluma
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Carraluma »

Dass Ablegen Aufwachen bedeutet war (und ist) bei uns auch oft so. In den Zeiten, wo ich es besonders schlimm fand, habe ich mir vorgenommen, das Baby gar nicht abzulegen, wenn möglich (höchstens bei jemand anderem in die Arme). Also viele Kissen zum Arme abstützen, Fernbedienung, Telefon, Tablet, Buch, Snacks und Getränke in Reichweite stellen und auf einen Ruhetag einstellen.
Wenn man sich vornimmt, nichts zu schaffen, dann war ich weniger gestresst und seltsamerweise wurde das Baby dann meist auch wieder ruhiger. Ist wahrscheinlich auch stressig, ständig aufzupassen, dass man nicht abgelegt wird.
Und ganz so schlimm ist es nur am Anfang (und später vielleicht bei krankem Kind).
Hast du schon mal probiert, das schlafende Kind in die Trage zu nehmen und gleich zu laufen?
schreien lassen würde ich nicht absichtlich länger. Irgendwann findet ihr schon den passenden Moment zum Tragen.
Halte durch!
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von PeppaG »

Ich habe den Gymnastikball für uns entdeckt! Baby in die Trage, draufsetzen, Köpfchen sanft an mich drücken und loswippen. So kommt er meist zur Ruhe. Oft schreit er vor dem Einschlafen und kommt schwer runter. Der Ball ist dann unsere Rettung. Ansonsten hilft spazieren gehen und innere Entschlossenheit/Sicherheit (das ist manchmal schwer!)
LG, Peppa
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von dingsda »

In dem Alter ließ sich meiner auch sehr wenig ablegen. Mit ganz viel Glück hat es vielleicht ne halbe Stunde gedauert, bis er aufgewacht ist. Meistens eher sofort oder nach 10 Minuten. Mit der Zeit wurde es besser. Hilfreich war es ihn so abzulegen, wie er eingeschlafen ist, also meist seitlich und dann auch den Rücken abzustützen. Legte ich ihn auf den Rücken war er garantiert sofort wach.
Wenn er beim stillen eingeschlafen ist hab ich mich zurückgelehnt und ihn auf meinen Bauch/Brust gelegt. So hat er tagsüber am liebsten geschlafen. Oft konnte man ihn dann auch jemand anderem auf die Brust legen und er hat so weitergeschlafen. Dann hatte ich frei und konnte mal duschen, essen, kochen.
Sonst hab ich noch oft stillend gegessen. unser Schreibtischstuhl mit Armlehnen war da hilfreich. Hatte die richtige Höhe damit ich ein Kissen zwischen die Armlehnen und den Tisch klemmen konnte, dass es auch ohne festhalten gehalten hat. Kind angedockt und dann hatte ich mindestens eine Hand zum Essen frei.
Das tragetuch hab ich anfangs oft sehr locker gebunden, weil mein Spatz kein Fan vom einbinden war. Ich hab ihn fast noch richtig mit den Händen gehalten trotz Tuch. Wenn er dann eingeschlafen ist hab ich in Ruhe fester gebunden, da hat es ihn nicht mehr gestört.
Mit 5 Wochen ungefähr hatten wir auch ne Phase wo er ununterbrochen an der Brust sein wollte und nichts anderes geholfen hat. 4 Tage ging es so und er hat in der Zeit tagsüber kaum geschlafen. Letztlich hab ich mich mit ihm ins dunkle Schlafzimmer gelegt und einfach gestillt so viel er wollte. Plötzlich war es wieder besser.
mit kleinem rabauken seit 2/2016
CiJay
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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Vielen Dank für Eure Lieben Worte :-* Das tut wirklich für nach den schweren Tagen mal ein paar aufbauende Tipps zu bekommen.

@seifenblasenfrau
Schnell losgehen habe ich noch nicht versucht. Nur normales gehen, bin dann in der Wohnung auf und ab gelaufen.

Ich habe zZt 2 Tücher und eine Trage zur Verfügung.
Manduca Jersy Tuch (mag ich doch Nicht mehr, werde ich verkaufen)
Hoppediz gewebtes "Standarttuch" (findet die kleine und ich auch besser, werde ich behalten)
Kokadi Tai Tai Babysize (finde ich sie noch zu klein für und dadurch zu instabil, aber wird später bestimmt regelmäßig um Einsatz kommen)

Schreien lassen mag ich nicht bzw bestimmt nicht so lange, aber ich lass sie quengeln. Man kann es bei ihr schon gut unterscheiden. Ich mach es nach Gefühl wie lange ich sie quengeln lasse.

@Klecksauge
Ich war ja heute bei der U3 und die Ärztin sagte mal beobachten und dann ggf. gehen wir zum Orthopäden und Osteopathen. Aber noch können es wohl normale Unruhen sein wegen dem Essproblem/Wetter/Wachstumsschub.

@nwsurgeon
Evolution ist kacke in dem Fall [FACE WITH TEARS OF JOY][FACE WITH TEARS OF JOY][FACE WITH TEARS OF JOY]

@Carraluma
In die Trage und schnell laufen hatte ich mich noch nicht getraut. Ich war froh wenn sie am schlafen war und wollte das nicht Herausfordern weil sie eh sehr wenig geschlafen hat. Sollte es jedoch jetzt wieder gut laufen werde ich das Tragen verstärkt angehen.

@PeppaG
Der Gymnastikball ist ohne Trage bei uns auch beliebt;-) Wenn sie sich an die Trage gewöhnt hat wird der Ball bestimmt auch in der Trage ein Hit werden :-)

@dingsda
Habe das Tragetuch auch gestern und heute nicht festgemacht und erst beim Schlafen. Sie quengelte zwar beim wach werde auch sehr gut aber nicht so sehr wie Bein ersten rein stecken in die Trage. Auf jeden Fall eine gute Methode.

Ich merke Dank eurer tollen Kommentaren dass ich schon auf einen Guten Weg bin. Einiges habe ich ja schon intuitiv wie ihr gemacht, andere Sachen werde ich auf jeden Fall alles ausprobieren :-)

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von Mondenkind »

Wie ist es euch heute ergangen?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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Sei ein Mensch! M. Reif

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Re: zu wenig Muttermilch - Ich bin schon im Teufelskreislauf

Beitrag von CiJay »

Heute grundsätzlich sehr gut :-)
Sie trinkt super und war sehr ruhig und wir konnten viel mit ihr spielen. Wo ich noch rein kommen muss ist wenn sie tagsüber schläft sie rechtzeitig wach zu machen und vor allem selber da nicht Mit einzuschlafen.

Tragen läuft im übrigen täglich besser. Ich lass sie quengeln, (hält sich wirklich im Rahmen) Nur wenn sie anfängt zu schreien hol ich sie raus.

Mit dem Nuckeln habe ich ein riesiges Problem. Trinken klappt super das andocken. Da meine Brustwarzen wund sind habe ich die ersten paar Züge Schmerzen dann hört es auf. Alles aber kein Problem.

Wenn sie aber nuckelt lässt sie die Brustwarzen etwas los und hat sie nicht richtig im Mund, dann schmerzt es sehr stark. Ich nehm sie dann von der Brust und leg sie nochmal an, aber sie lässt ständig die Brustwarzen wieder locker. Und je öfter ich neu andocken muss umso unruhiger wird sie und dann dockt sie auch irgendwann direkt so locker an. Da sie lange Nuckelphasen hat wird es schnell mit jeder Minute schlimmer.

Ansonsten ist mir aufgefallen dass meine rechte Brust Anschein mehr Milch produziert. Ich habe da öfter eine prall gefüllte Brust und muss dadurch rechts öfter anlegen. Milch kommt rechts immer. Links hingegen kommt irgendwann keine Milch mehr wen sie lange getrunken und genuckelt hat, dass dauert dann wieder ein Paar Minuten.

Ansonsten zappelt sie mehr im Schlaf, aber keine Ahnung ob das etwas zu bedeuten hat....

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