Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

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Violet
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Violet »

Das ist ja nicht nur bei Kindern so dass man Sachen lernt. Man hat ja oft wache Patienten und muss dann Sachen das erste mal machen, angefangen von Blutabnahme bis hin zu Regionalanästhesie bei uns zb. Da kriegt der Patient auch wach mit wie man versucht die richtigen Strukturen zu finden und zu betäuben. Ich finde. das nicht so schlimm, wichtig ist das man souverän auftritt, die Nervosität die man evtl hat darf man halt nicht zeigen.
Oft sagen die Oberärztin sowas wie "ein junge Kollegin wird das mit mir zusammen machen" etc und dann nehmen die Patienten das eigentlich auch gut an. Das ist halt generell so wenn man Arzt ist, und kein Argument dafür Eltern rauszuschicken.
Ich sehe wirklich mehr ein organisatorisches Problem, die Eltern müssen sich umziehen, es stehen eh schon genug Leute rum und sowas.
Klar wäre das alles machbar und es ist von Seiten der Klinik auf jeden Fall so, dass keiner Interesse hat sich über sowas Gedanken zu machen, ich finde es nur nicht so schlimm weil ich glaube dass es in den meisten Fällen für die Kinder keine Rolle spielt. So erlebe ich das zumindest hier im Alltag. Bin allerdings auch noch nicht Jahre dabei, Vllt ändert sich das irgebdwann.

J. *11/2012
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Peppa
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Peppa »

Es ist, wie ja schon erwähnt, nicht NUR Bequemlichkeit. Es gibt einfach Situationen in der Klinik, wo es eskalieren kann. Ich denke, due Erfahrung sammelt man auch erst im Verlauf. Ganz junge Kollegen können oft noch sehr selbstsicher auftreten...irgendwann im Berufsleben passieren jedoch zwangsläufig Dinge, die dies erschüttern (zum Beispiel wird ein Patient während der Einleitung reanimationspflichtig...da möchte ich den jungen Arzt gerne sehen, der diese Situation bei derangierten Eltern mit "nach außen hin" Souveränität übersteht). Ich habe den Spruch gelernt: " Am Anfang ist hat man eine berechtigte Unsicherheit. Dann kommt die Phase der unberechtigten Sicherheit. ...bis etwas eintritt, was einen runterholt in die Phase der unberechtigten Unsicherheit. ...und im besten Fall landet man nach Jahren im Bereich der berechtigten Sicherheit "...das ist für mich dann Demut vor der Tätigkeit. Deshalb sehe ich es nach mehr als einem Jahrzehnt etwas anders.
Letztlich sind hier ja recht alle einig. Kommunikation ist das beste Mittel, um Situationen zu verbessern. Leider wird dies von Klinikseite quasi nur gefördert. Bringt ja nichts ein. :-(

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Peppa
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Peppa »

Nur= nie. ...wäre ja sonst zu schön :-)

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Peppa
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Peppa »

Julia, gerade erst deinen Post gelesen. Ihr braucht mir jetzt alle gar nicht zu widersprechen, denn letztlich sehen wir das ja gleich. Ich wollte nur einen Einblick geben in diese Bereiche, was eben auch dahinter stehen kann. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und ich freue mich ja, wenn da selbstbewusste Kollegen unterwegs sind. Nur ist nicht jeder so und es gibt eben Situationen, die man schlecht vorhersehen kann. Ich hatte seit Jahren immer wieder Angehörige bei (leider ja oft frustranen) Reanimationen auf der ITS dabei (dazu gibt es sogar Untersuchungen). Wenn es passt, dann hilft es ihnen sehr zu verarbeiten. Aber: ich würde mich hüten, dies als unumstößliche Regel einzuführen...deshalb schrieb ich ja: Flexibilität. Und von beiden Seiten Kommunikation.
Ich bin z.b. immer noch sauer auf die Neo bei uns und würde das nicht nochmal mitmachen. ..mich zur 2stündigen Mittagspause "rauszuwerfen", wenn mein Kind noch weint. ..und das auch nur aus eindeutig (!) organisatorischeb Gründen (in dem Fall War es die Pflege ). So etwas wird es hoffentlich bald nicht mehr geben *daunendrück*

OGTT war übrigens prima, danke für die Wünsche.


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Violet
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Violet »

Natürlich bleibt man nicht mehr souverän und entspannt wenn das wirklich sowas passiert, das meine ich auch gar nicht. Ich meine das generelle Auftreten Patienten gegenüber. Am Anfang klappt es ja auch mal mit Zugängen nicht so gut und sowas. Nur wenn man dann zitternd vor dem Patienten steht und die Nadel nicht halten kann ist das was anderes wie wenn man entspannt mit ihm Smalltalk macht und dabei versucht einen Zugang zu legen. Auch wenn ich einen jungen gesunden Patienten habe ist es mir bewusst das der zb nur durch sowas wie die Intubation einen Herzstillstand kriegen kann, oder es geht keine Luft rein etc pp., aber deswegen kriege ich eben nicht grundsätzlich das nervenflattern. Überschätzen sollte man sich nicht, aber das meinte ich auch gar nicht.



J. *11/2012
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saiidi
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von saiidi »

]dass es für die meisten Kinder kein grosser Stress ist wenn sie gut prämediziert mit Dormicum sind, es ist nicht nur dass sie sich nicht mehr dran erinnern.
Das hier muss ich mal aufgreifen. Was macht man wenn das Kind den Saft nicht trinken mag???
Bin grad fix und fertig. Nix zu machen bei ihr. :cry:
Liebe Grüße
Saiidi

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Peppa
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Peppa »

Ich habe es schon paar Mal nasal gegeben (wir hatten extra Aufsätze zum "Vernebeln "). 6

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Peppa
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Peppa »

Also nicht den Saft. ...sondern den Wirkstoff aus den Ampullen.

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Lösche Benutzer 1828

Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Zum Glück hatten wir noch keine OPs - und ich hoffe, das bleibt auch so. Auch keine schlimmen Verletzungen. Nur mal zwei Stiche - da war der Papa dabei.
Mich müsste man ja echt mit Gewalt bei so was vom Kind wegbringen. Ich würde mich,w enn erlaubt, auch bei Kleinigkeiten mit in den OP setzen.

etwas OT: Also mir mal echt viel Blut abgenommen wurde, wollte die Dame meinen kleinen Sohn (der war da glaube ich 5) rausschicken. Ich wollte das nicht. Also saß er neben mir, schaute sich das total gespannt an und hielt meine Hand 8) (was nicht nötig war, ich kann das gut ab, aber es war SO niedlich).
Lola85
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Re: Bei der Impfung rausgehen oder drin bleiben?

Beitrag von Lola85 »

Violet hat geschrieben:Eltern bei Narkose.... Es kann sein das es beruhigend auf die Kinder wirkt, es kann aber auch sein das sich die Aufregung der Eltern auf die Kinder überträgt.
Ich finde, das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
Mein großes bekam mal als Baby eine Infusion. Ich konnte nicht dabei sein, als ihr der Zugang gelegt wurde. Ich war so gestresst. Also ist Papa mit.
Ich wette, mit mir wäre das nicht so gut gegangen, einfach weil ich selbst so angespannt war (hat sich aber gelegt mit der Zeit. Mittlerweile begleite ich die Kinder meistens selbst)


Abgesehen davon ist es glaub ich für die Eltern auch nicht immer schön. Kollegen die zb im MRT Narkose machen, also außerhalb des ops meinten dass die Eltern manchmal Schwierigkeiten mit dem Anblick des Kindes haben wenn es da wie tot liegt.
Stimmt. Ich erinnere mich an die Vollnarkose des kleinen. Ich war dabei, bis er schlief, dann hat mich der Anästhesist aus dem Raum geschoben. (Klar, die wollten einfach gleich anfangen um so schnell wie möglich ausweiten zu können)
Der Anblick des schlafenden Kindes war echt... Etwas gruselig. Sie liegen ja nicht wie bei normalem Schlaf...


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