Nächtliches Abstillen (19 Mon.) mit Wachphasen u. Hunger (?)

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Lösche Benutzer 18542

Nächtliches Abstillen (19 Mon.) mit Wachphasen u. Hunger (?)

Beitrag von Lösche Benutzer 18542 »

Hallo,

schon länger mitlesend hätte ich diesmal auch gerne ein paar Ratschläge, Erfahrungsberichte etc. von euch oder ein bisschen von der berühmten Forumsmagie :)

Ich denke, ich muss ein bisschen ausholen, um ein Gesamtbild der Situation hinzubekommen.

Der Ewok (19 Monate) war von Anfang an sehr kuschelbedürftig, wurde vollgestillt, bekam sehr bald einen Nuckel (wurde beim Stillen immer wütend, wenn noch Milch kam, er aber nur mehr nuckeln wollte) und war immer schon ein schlechter Schläfer, der mit wenig Schlaf auskommt.

Er schläft mittlerweile tagsüber 1x mittags im Kinderzimmer (derzeit rund 1,5h) und abends ab ca. 20h wird er einschlafgestillt und ins Kinderzimmer gelegt. Nach der ersten Schlafphase holen wir ihn rüber ins Familienbett, da er sonst nicht mehr gut einschlafen kann. Dazwischen gab es schon Phasen, wo ich auf einer Matratze bei ihm im KiZi schlief oder der Mann im Gästezimmer schlief, aber das änderte am oftmaligen Aufwachen nichts (wurde nachts seit jeher im Schnitt alle 2h munter, oft auch jede halbe Stunde, nie mehr als 3h).

Ich konnte ihn nie an ein Fläschchen gewöhnen, von künstlicher Milch muss er würgen und den Nuckel hat er sich mit 9 Monaten während des Zahnens abgewöhnt. Er trinkt tagsüber kaum, wenn überhaupt dann Wasser pur oder 4 Schluck Kakao oder Tee, aber egal aus welchem Behälter sind das nie mehr als 50ml Tagesmenge. Suppe isst er mittlerweile gerne.

Beikoststart generell war dürftig, ein paar Bisschen hie und da, aber nie nennenswerte Mengen, egal ob Brei, BLW oder dann auch schon Familienkost. Mit rund 13 Monaten ließ ich Eisen bestimmen, da er auch immer müde war und er bekam 4 Wochen Eisentropfen. Ab dann ging es auch mit den Essensmengen etwas bergauf.

Ungefährer Tageskonsum:
Morgens ein 6 Bissen Brot mit Butter/Marmelade/Honig oder rund 60g Joghurt mit Getreide. Dazu 4 Schluck Kakao.
Vormittags wenn wir unterwegs sind ein halbes Brötchen oder Kekse bzw. zuhause gut 150g Joghurt mit Keksen.
Mittags schafft er schon gut 1-2 Kinderhände voll vom Familientisch.
Nachmittags mal eine halbe Pflaume, oder noch etwas Joghurt, wenn es gibt Kuchen oder ein halbes Obstquetschie.
Abends dann entweder kalt (Wurst, Käse, Gurke, Brot mit Aufstrich) oder ich hab von mittags noch etwas übrig. Ab und zu mag er abends auch Milchbrei, rund 100g.

Bis vor kurzem wurde er in der Nacht im Schnitt alle 2h gestillt (ohne konnte er nicht weiterschlafen), tagsüber meist alle 3h. Also nach wie vor sehr oft. Zusätzlich hat er seit er 6 Monate ist, nachts immer mal wieder Wachphasen von meist 1-2h. Immer in der zweiten Nachthälfte, aber kein System dahinter. Da liegt er dann wach, möchte schlafen und hat deswegen ständig genuckelt.

Nun wurde mir das zu bunt und ich habe vor 3 Wochen nachts abgestillt. Er bekam zur Visualisierung eine Tag-/Nacht-Uhr und ich habe ihm erklärt, wenn dort die Sterne leuchten, schläft die Milch.
Zuerst wollte ich nach Gordon abstillen, aber das hätte mir zu lange gedauert und ich wollte sehen, wie lange er es ohne MuMi schafft, also stellte ich die Sonne auf 06:00 Uhr. Das System hat er schnell verstanden, aber er wurde doch noch oft wach und vor allem lag er dann jede Nacht wach, meist 2-3h. Ich stellte dann die Sterne oft manuell auf Sonne um, wenn ich gegen 04.00 das Gefühl hatte, dass er wirklich Hunger hat. Er isst zwar dann auch ein paar Bissen (Banane, Müsliriegel, Keks..) und trinkt ein paar Schlucke Tee, aber das Wiedereinschlafen dauert.

Seit ein paar Tagen darf er ab 05.00 stillen, aber auch das beschert uns Wachphasen ab ca. 04.00. Bis dahin schläft er allerdings seit 3 Tagen quasi durch, also die erste Schlafphase im eigenen Bett dauert schon bis zu 8h. Dann ist er aber eben wach und möchte Milch. Wenn er keine bekommt, dauert es 1,5h bis er wieder schläft (hat es aber auch mit Milch immer schon gedauert), um dann nach 30-60min wieder wach zu sein und MuMi zu bekommen. Zum Aufwachen selbst trinkt er dann auch nochmal.

Nun bin ich mir nicht sicher, wie ich das handhaben soll. Soll ich stur auf einer Uhrzeit beharren, ab der es wieder MuMi gibt? Gewöhnt er sich dann an diese Uhrzeit? Oder wird er mir jetzt ewig um 04.00 wach und ich könnte es mir leichter machen, wenn er dann sofort MuMi bekäme? (Habe ich aber auch schon versucht und in der Hälfte der Fälle war er trotzdem dann wach ,weil er offenbar nach diesen 6-8h fürs erste ausgeschlafen ist).

Diese Wachphasen am frühen Morgen schlauchen ganz besonders. Ich bekomme dann nämlich auch immer Hunger und wenn ich dann nochmal schlafe, träume ich wirr und der ganze Tag ist irgendwie zäh. Aber um 04:00 aufstehen? Nein, danke. Bitte nicht. Vor allem ist der Ewok ja dann auch nach 2h wieder müde. So schläft er dann meist noch 2h nach seinen Wachphasen dazu. In Summe sind wir bei 10-11h Gesamtschlaf in 24h.

Dauert es einfach noch ein bisschen und dann schläft er vermutlich 9-10h durch? Oder braucht er einen Zwischensnack, denn ich ihm geben soll, sobald er wach wird? Falle ich damit nicht wieder in alte Muster zurück?
Er isst seit 3 Tagen übrigens deutlich besser tagsüber und möchte auch tagsüber nur mehr zum Einschlafen stillen oder dazwischen kurz mal Nuckeln. Mir wäre es durchaus recht, wenn wir das allmählich ganz aufhören oder wirklich nur mehr einschlafgestillt wird.

Liebe Grüße
Kneesaa
MamaSunshine
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Re: Nächtliches Abstillen (19 Mon.) mit Wachphasen u. Hunger

Beitrag von MamaSunshine »

Ich kann wenig hilfreiches beitragen, aber ich habe das selbe erlebt, als mein kind etwa eineinhalb war. Unsere wachphasen begannen aber immer zwischen eins und drei... Dauerten bis zum milchtrinken. Brot half nur gegen den hunger, nicht gegen das nicht-einschlafen-können... (Über mehrere monate hinweg!)
Wie haben wir das gelöst? Wir stillen wieder nach bedarf, auch nachts. Ich habe die lage so interpretiert, dass mein kind enfach noch zu klein war, um nachts ohne stillen auszukommrn, und ich zu müde, um nachts ohne schlaf auszukommrn... ;-)
Manchmal komm ich mir doof vor, weil gefühlt "alle" anderen kinder das nicht mehr brauchen in dem Alter, aber dann les ich hier, dann gehts wieder :-D

Für mein kind wäre das beharren auf einer festen Uhrzeit nichts gewesen, ich denke, dass sich bei hunger und kummer auch 10 Stunden oder so nicht immer gleich lang anfühlen, weißt du, wie ich meine? Für dein kind ist der Unterschied womöglich nur, ob es warten muss oder nicht... Aber ich bin kein profi im "durchziehen", vielleicht hat jemand andere erfahrungen gemacht...
Mama Sunshine mit dem kleinen Sonnenschein (09/13) und dem Fröschlein (11/18)
ptw
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Re: Nächtliches Abstillen (19 Mon.) mit Wachphasen u. Hunger

Beitrag von ptw »

Nur als Alternativvorschlag: Kann der Papa ran?
Unsere ist noch viel kleiner und wir denken noch nicht ans (nächtliche) Abstillen, aber ich bin doch manchmal nicht verfügbar. Sie schläft aber auch eigentlich immer mit Nuckeln/Milch wieder ein, wenn sie aufwacht. Wenn ich da bin, bekomme ich das auch nicht anders hin. Sie und ich wissen denke ich beide, dass die Brust da ist, warum also was anderes? Wenn allerdings nur der Papa da ist, weil ich z.B. Sport habe abends, dann kriegen die beiden das auch ohne mich und meine Brüste hin. Das braucht natürlich auch eine Phase des Ausprobierens, was zwischen den beiden funktioniert (bei uns z.B. tragen und singen), aber das darf man denke ich sowohl den Papas, als auch den Babys zumuten.
Als ich einmal abends länger als nur 2h Stunden weg war, habe ich auch Milch dagelassen. Zum aus der Tasse trinken - wollte sie aber nicht. So dringend war es wohl nicht.
ptw wurstelt sich so durch's Leben mit weltbestem Mann an ihrer Seite und Fröschli im Schlepptau

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Lösche Benutzer 18542

Re: Nächtliches Abstillen (19 Mon.) mit Wachphasen u. Hunger

Beitrag von Lösche Benutzer 18542 »

Ein bisschen Forumsmagie dürfte schon gewirkt haben, es gab die letzten Tage schon Schlafphasen bis zu 8h :wink:
Hm, MamaSunshine. Er schafft durchaus 8-10h ohne Stillen, zumindest haben wir das in den vergangenen Tagen ein paar Mal geschafft und da waren die Wachphasen eher zwischendrin. Vor allem die letzten beiden Tage war er gegen 01:00 wach (jeweils 30-60min) und hat dann bis 05:00 bzw. 05:45 geschlafen und da dann sofort MuMi bekommen. Da er in der zweiten Nachthälfte also durchaus längere Schlafphasen schafft, glaube ich nicht, dass er hungrig ist. Eher scheint mir logisch, dass er nach den nun neuen langen Schlafphasen erstmal "ausgeschlafen" ist fürs erste und erst nach einer Weile wieder weiterschlafen kann. Wobei wir wie gesagt die Wachphasen schon seit einem Jahr haben nur nicht wirklich jede Nacht.

Für mich ist eher die Frage, wann weiß ich, ob es nun tatsächlich Hunger ist , wenn er mal um 03:30, mal um 04:00 und mal um 05:30 wach wird? Stillen ab 05:00 ist wie gesagt derzeit eingestellt auf der Uhr. Soll ich stur auf dieser Uhrzeit beharren oder auch mal um 04:00 einknicken, weil er da vehement MuMi einfordert?

@ptw: der Papa könnte am WE und das werden wir demnächst versuchen. Vergangenes und kommendes WE sind nur mit Besuchen voll, da müssen wir weit fahren und zumindest einer soll ausgeschlafen sein. Er schläft aber durchaus bei mir auch nur mit Summen/Singen oder Schuckeln oder einfach nur an mich rankuscheln wieder ein. Soweit sind wir schon, dass er wenn er nicht ganz wach ist, ohne MuMi auskommt. Bloß gegen Morgen ist er sehr vehement in seiner Mumi-Forderung. Mitten in der Nacht ist er einfach bloß wach, aber verlangt nicht (mehr) nach MuMi.
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