Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das werden

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zilpzalp
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von zilpzalp »

Hallo,

ich würde mich mal hier dran hängen. Bei uns sind es jetzt noch reichlich zwei Wochen bis zum Termin. Mein Kind wird noch gestillt, wenn auch ohne Milch, und das wird sich mit Sicherheit auch nicht mehr ändern, was auch ok so ist. Familienbett haben wir auch. Jetzt habe ich aber gelesen, dass die Kleinen immer auf abwechselnden Seiten gestillt werden sollten (also im Liegen meine ich), damit sie mal auf der einen, mal auf der anderen Seite liegen (damit sich der Kopf nicht verformt). Wie macht ihr das denn? Eigentlich war es geplant, dass Großkind auf meiner rechten Seite liegt und Kleinkind auf meiner linken Seite. Aber dann würde das Neugeborene immer auf derselben Seite liegen, die ganze Nacht. Und wenn ich aber für das kleine Kind die Seite wechsle, dann liegt es zwischen Großkind und mir. Da habe ich die Befürchtung, dass Großkind sich auf Kleinkind legt, einfach auch, weil sie nachts auch noch manchmal stillt und dann ja nicht weiß, dass Kleinkind inzwischen zwischen mir und ihr liegt. Ich hoffe, es war jetzt halbwegs verständlich, was ich meine...
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minikit
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von minikit »

Hm, könnte man die Kinder einfach tage- oder wochenweise die Seiten tauschen lassen? Der Babykopf verformt sich ja nicht unwiderbringlich in einer Nacht. Das war zumindest mein Plan, wenn das irgendwie Quatsch ist, schließ ich mich der Frage gleich mal an...
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tania
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von tania »

tageweise tauschen ist ok bei neugeborenen, mehrere tage wuerde ich eher nicht machen die gleiche seite die ganze nacht. es gibt kinder, die sind da sehr empfindlich und wenn das kind eh eine (auch leichte) blockade hat, sollte man da noch mehr drauf achten.

grosskind und baby nebeneinander legen wuerde ich nicht zu frueh, also evtl so ab drei, vier monaten, hanegt auch von der mobilitaet des kleinen ab (und des grosse *lach*).

da bleibt eigentlich nur gesamt-durchtauschen. also wenn es papa - grosskind - mama - baby ist, dass alle sich umlegen und in der gleichen reihenfolge aber seitenverkehrt liegen (wenn das beim rausfallschutz zu kompliziert wird, geht auch fuss- und kopfende tauschen.

unsere loesung war, dass grosskind eine leicht niedrigere matraze hatte, nicht zu mir und baby ruebergerobbt kam (ausser er wachte auf und wollte stillen) und ich daher das baby immer um mich rum verlegen konnte, ohne gefaehrdung durchs grosskind. war das verstaendlich?
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Linguanne
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von Linguanne »

Ich habe, wenn ich die Seite tausche, eine sillkissenwurst in der Mitte. Großer schläft ziemiälixh an der Wand, dann kommt erst mal ein freiraum, dann das stillkissen, dann das baby und ich. Wenn ich mich drehe, kommt das stillkissen an den Bettrand als vorläufiger rausgallschutz. Beim großen habe ich immer tageweise Kopf- und fußende getauscht.
Wenn ich beide gleichzeitig einschlafstille, hat jedoch jeder seine Seite, weil ich den großen nur mit dem rechten Arm so in Position halten kann (trotz kissenunterstützung), dass er mir nicht die Brustwarze zu Seite langzieht. Beide Kinder müssen dabei halb auf mir liegen. Baby ist ja noch keine fünf Kilo, da geht das noch ganz gut, aber wenn auf der Seite vom großen ein Stützkissen verrutscht, dann tuts höllisch weh. Generell kann ich stundenlanges genuckel ncht mehr ertragen. Weder von dem einen noch von dem anderen. Das ist schade fürs baby, denn der große durfte immer so lange nuckeln, bis er von selbst abfiel. Ich schlafe auch leider gar nicht mehr beim stillen ein und bin viel weniger entspannt, als im ersten Wochenbett. V


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zilpzalp
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von zilpzalp »

Danke für die Tipps. Tageweise tauschen ist natürlich eine Idee. Problem dabei ist aber, dass auf der anderen Seite kein Rausfallschutz existiert (zumindest bis jetzt nicht). Kopf-und Fußende vertauschen ist auch eine gute Idee, nur fehlt bei unserem Fußende auf beiden Seiten der Rausfallschutz, da dieser nur aus dem Beistellbett, dass 1,20m lang ist, besteht. Dadurch fehlen am Fußende 80cm Rausfallschutz. Aber ich werde mir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen, inwieweit wir da einfach einen Rausfallschutz basteln können...
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Linguanne
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von Linguanne »

Also ich kann jetzt ganz frische Erfahrungen beisteuern.
1. rausfallschutz: zuerst reicht fürs baby das stillkissen. Demnächst werde ich größere Bücher zwischen rahmen und Matratze stecken. Was dann kommt, weiß ich noch nicht. Am liebsten Bett abbauen. Es knarrt eh wie bekloppt.

2. tandemstillen: mache ich nun seit 7 Wochen. Wenn man mal ne bequeme Position/Technik gefunden hat, ist es super. Abends zum einschlafen klappt es jetzt leider seit ca vier Wochen nicht mehr, weil baby nicht mit dem msr klar kommt und immerzu nach jedem Schluck schreit. Ich muss also hinkriegen, dass baby vor dem großen schläft, damit ich ihn dann separat stillen kann. Katastrophe ist immer, wenn er noch mal aufwacht und ich zwei noch nicht schlafende Kinder habe, die unterschiedliche Positions-Bedürfnisse in diesem Moment haben. Der große muss dann immer zurückstecken. Er muss warten, bis das baby Bäuerchen gemacht hat ( äwieder und wieder). Muss auf Milch und Buch verzichten, solange baby schreit.
3. Familienbett: letzteres sind auch schon Nachteile davon, dass ich unbedingt will, dass wir zusammen schlafen. Eben waren auch mal beide gleichzeitig brüllend wach. Das ist dann schon doof und ist für mich stressdizuation. Pur. Mittagsschlaf klappt hervorragend und wenn die nachts schlafen, schlafen sie auch meist recht ruhig. Stressig finde ich, dass der große den kleinen gern weckt durch streicheln und so, wenn er mal früher mach ist. Wenn alle schlafen, bi. Ich schweißgebadet und kriege Heißhunger auf Schokolade vor Anspannung. Ich wüsste aber ehrlich gesagt nicht, wie ich es sonst machen sollte. Einen schreien und allein lassen, kommt für mich halt nicht im Frage.


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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von petra69 »

Hallo zusammen,

ich melde mich nochmals hier zurück. Nun sind ja einige Monate vergangen. Unser Entbindungstermin ist der 20.12. Da es aber wahrscheinlich doch ein KS wird wohl etwas eher. Der Termin rückt näher...

Ehrlich gesagt, habe ich die Sorge darum, wie es werden soll, nie ablegen können und jetzt, je näher wir der Entbindung kommen, desto schlimmer wird es, leider. Vielleicht findet ihr es total bescheuert, aber ich fühle so: Es ist so wie es jetzt ist total schön mit meiner kleinen Maus. Sie wird jetzt zwei. Wir sind ein richtiges Team, verbringen den Tag mit einander, haben Spass. Sie wird immer schmusiger und anhänglicher trotzdem sie selbständiger wird. Ich habe grosse Angst davor, dass sie sehr zurückstecken muss und dann traurig ist und diese so tolle einzigartige Beziehung sich sehr verändern wird. Ich weiss natürlich, dass sie sich ohne hin immer mehr abnabeln wird, soll und muss sie ja auch. Aber eben nicht so "gezwungen" durch ein Geschwisterchen. In unserer Krabbelgruppe sagen mehrere andere Mütter, dasses halt normal ist, dass das ältere Kind eifersüchtig ist, vielleicht auch mal Tränen fliessen oder Wut kommt, sich das ja irgendwann gibt und sie eben dadurch müssen.
Irgendwie hört sich dasfür mich so cool an. Ich kenne mich: Wenn meine Maus z. B. vor mir stehen würde mit Tränen in den Augen, weil der kleine gerade gestillt wird (so ist es einer anderen Mutti z. B. öfters passiert), glaube ich, hätte ich das Gefühl, es würde mir das Herz brechen.

Ich habe riesen Angst vor dem was kommt. Leider nimmt es mir doch sehr die Freude auf den neuen Zwerg. Ich weiss, sollte es natürlich nicht, aber leider fühle ich so und werde diese Gedanken und Gefühle auch einfach nicht los.

Gibt es denn bei Euch nach den letzten Monaten noch Neues zu berichten, neue Erfahrungen?

LG Petra
Linguanne
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von Linguanne »

Also wegen der Eifersucht empfehle ich dir wirklich das Buch Erstgeborene von Irina prekop. Wie schon in der pn geschrieben, es wird gute und schlechte Phasen geben. Lass es auf dich zukommen. Ich finde es auch nach 5,5 Monaten zum Teil irre schwierig mit zwei und bin manchmal echt verzweifelt, weil ich meine, nicht dafür gemacht zu sein, aber wahrscheinlich geht es den Kindern dabei besser als mir.


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minikit
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von minikit »

Oh Petra, lass dich drücken ((())). Die Sorge, wie es werden wird, ist normal.
Ich kopiere mal meinen Bericht aus einem anderen Thread:
Wieder ein kleines Update von uns:
Maxi isst wieder besser, aber etwas unregelmäßig. Wenn sie zum Aufwachen stillt, können wir das Frühstück abhaken. "Echtes" Tandem kommt so 1x am Tag vor. In der Regel fällt Maxi ein, dass sie auch eine Milch braucht, wenn die Kleine gerade fertig ist. Nachts seit dem letzten Post nicht wieder gleichzeitig. Da behelfe ich mir mittlerweile so, dass ich beim Stillen der Großen so liege, dass ich die Kleine zur Not die 1-2min mit Nuckeln am kleinen Finger vertrösten kann. Meist werden sie netterweise hübsch nacheinander wach.
Ansonsten ist Maxi weiterhin lieb zur kleinen Schwester, streichelt sie, guckt interessiert und vermeldet laut "Mausi pullert", wenn wir sie abhalten (wir versuchen uns in windelfrei) und zeigt mit einem bestimmten "Das Mausi, kaine Sester" (das ist Mausi, kleine Schwester) aufs Tragetuch, wenn wir unterwegs sind. An der Front also keine Probleme. Und da sie öfter mal anmerkt, dass Mausi ja neue Milch mitgebracht hat, verdanken wir das wohl auch zum Teil dem Tandemstillen. :D
Mit uns ist sie allerdings recht jammerig und schnell aus der Fassung, wenn sie etwas nicht darf oder etwas gerade einfach nicht geht. Momentan ist sie auch noch krank, was die Sache nicht leichter macht. Der KiA meinte bei der U3, dass Maxi wohl nun langsam dämmert, dass Mausi nicht wieder weggeht und sie dauerhaft Ressourcen teilen muss. Wer weiß, etwas Verlustangst scheint schon dabei zu sein, da sie nachts sehr oft im Halbschlaf fragt, ob ich noch da bin.
Ja, sie tut mir leid, sehr sogar, wenn sie sichtlich verzweifelt heult, weil ich abends die Holztiere aus dem Bett sammle oder weil ich ihr die erbetene Birne schneide (weil sie inzwischen lieber Apfel will und ihr in ihrer Verzweiflung die Worte fehlen) oder oder oder. Ein Stück weit ist das wahrscheinlich einfach die berühmte Trotzphase. Aber es ist nicht leicht für sie, da brauche ich mir nichts vormachen. Sie möchte auch sehr oft Videos sehen, wo sie selbst ein Baby war. Ich glaube, in ihrem Kopf arbeitet es im Moment sehr.

Kennst du das hier: Entthronung der Erstgeborenen
Da lese ich immer noch mal rein, wenn ich an einem Punkt bin, wo mich ihr Gejammer und alle-2s-was-anderes-wollen echt nerven. Sie kann nichts dafür, sie braucht Verständnis und es wird besser werden.

Hab Vertrauen, das wird schon :)
minikit mit Maxi (Sept. 2013) und Mausi (Aug. 2015)
08u11
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von 08u11 »

Hm, es ist wohl egal, wie man es macht, es ist verkehrt:
Ich selbst bin die älteste von drei Kindern und habe meine mittlere Schwester immer beneidet - die hat ein total gutes Verhältnis sowohl zu mir als auch zu meinem kleinen Bruder. Ich selbst habe zu meinem 8 Jahre jüngeren Bruder hingegen fast gar kein Verhältnis. Die älteste zu sein fand ich hingegen eher doof.
Jetzt habe ich selbst drei Kinder und siehe da: im Augenblick haben mein Großer und die Kleine ein total gutes Verhältnis und der Große blüht total auf - sowohl als vernünftiger großer Bruder des Babys als auch als großes Schulkind. Die Minimaus steht sowieso im Mittelpunkt und der mittlere Bruder - der, der dringend ein Baby wollte und der immer alles so einfach gemacht hat, hängt irgendwie ganz blöd dazwischen :( . Als ich einer Bekannten mein Leid geklagt hatte, meinte die auch: ja, es ist immer alles verkehrt - sie haben nur ein Kind, die wird auch total geliebt und behütet (meiner Meinung nach sogar etwas zu viel :D ), aber der fehlen total die Geschwister :D . Die stürzt sich auf die Minimaus und man muss echt aufpassen, weil sie da auf aberwitzige Ideen kommt, die A. im Traum nicht einfallen würden.
Irgendwie hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Was ich damit sagen will: ja, mehrere kleine Kinder können irre anstrengend sein und es ist nicht alles immer rosig - aber auch mit einem Kind ist nicht alles immer toll (Und ich sehe gerade bei der befreundeten Familie, welcher Druck auch auf dem Mädchen liegt. Sie ist schließlich die einzige Hoffnung ihrer Eltern. Das ist bei uns wieder der Vorteil: Mein Mann ist begeisterter Schachspieler und wollte immer, dass die Kinder das bald lernen - tja, A. hat keinerlei Interesse. Muss er aber auch nicht - J. ist dafür eher interessiert)
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
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