Also, der Pirat war ein absolutens Schlechtschlaeferbaby, das mit 5 Monaten anfing nachts mindestens stuendlich aufzuwachen. Wir schliefen alle im Familienbett und ich habe ihn oft praktisch die ganze Nacht dauergestillt. Das war hart, aber immernoch besser als jede Stunde aufstehen und ein schreiendes Baby im Kinderzimmer versorgen zu muessen. Mit 15 Monaten wurde es langsam besser, und mit 18 Monaten habe ich ihn nachts abgestillt, weil er so gross und so zappelig war, dass ich beim Stillen nicht wieder einschlafen konnte. Mit 2 Jahren habe ich ihn ganz abgestillt. Er schlief aber immernoch ausschliesslich in meinem Arm ein und klebte nachts meistens an mir.
An Weihnachten haben wir sein Zimmer eingerichtet. Er fand das interessant, hatte aber keine Lust, dort zu schlafen. Nur zum Spielen war es OK. Na gut. Wir haben das Thema ruhen lassen. Ich habe nur ganz hin und wieder mal unverbindlich gefragt, ob er in seinem Bett schlafen wolle. Die Antwort war immer "Nein".
Vor einem Monat waren wir bei meinen Eltern zu Besuch. Dort stehen im Gaestezimmer zwei Einzelbetten. Bis dahin hatte immer der Papa in einem und Pirat und ich im anderen geschlafen. Dieses Mal habe ich ihm erklaert, dass ich es langsam etwas eng finde. Wir haben eine zusaetzliche Matratze zwischen die Betten auf den Boden gelegt. Dort habe ich mich zum Einschlafen mit ihm hingelegt, und bin anschliessend ins Bett umgezogen. Das war fuer ihn in Ordnung.
Ein paar Tage nach der Heimkehr hat der Piratenpapa erklaert, dass er langsam kein Familienbett mehr moechte. Also habe ich mit dem Piraten geredet, dass doch auch unser Bett inzwischen etwas klein ist fuer uns drei. Und ob er nicht mal in seinem eigenen Bett schlafen moechte.
Die Antwort war "Ja", und seitdem (seit gut zwei Wochen) schlaeft er in seinem Bett. Einfach so
Ich kann noch immer nicht glauben, dass das so einfach war. Natuerlich weiss ich, dass sich das auch immer mal wieder aendern kann, aber im Moment freue ich mich einfach nur, all den Kritikern erzaehlen zu koennen, dass der Pirat jetzt freiwillig ausgezogen ist, ohne dass ich ihn ferbern, einsperren oder sonst wie zwingen musste, und ohne eine einzige Traene zu vergiessen.
