Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Bärchenbeuteltier
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Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Bärchenbeuteltier »

Hallo zusammen,
es ist bald soweit, in zwei Monaten muss ich wieder ran an die Arbeit.
Nun zu meinem Anliegen, wie schon im Titel angesprochen arbeite ich im Schichtdienst, dazu gehören auch Nachtdienste, mindestens zwei im Monat. Bevor der Kleine auf der Welt war, dachte ich, ist ja Super, ich arbeite hauptsächlich nachts und bin so viel zuhause wenn er wach ist. Nun ist der Kleine (und ich auch) total begeistert vom Stillen und das auch gerne und ausgiebig nachts. Wir haben lange vollgestillt, mittlerweile isst er am Tisch manches mit, aber nach einem ersten misslungenen BeKi Start unter dem Druck der lieben Verwandtschaft hab ich mich von all deren Vorstellung distanziert und probagiere jetzt trotzig, der holt sich was er braucht... Tja, und das momentan vor allem nachts... Wie aber soll das funktionieren wenn ich wieder arbeite? Tagsüber, denke ich, wird er schon Essen und Trinken wenn er Hunger hat, da sind unsere Stillabstände, je nach Ablenkung schon bei vier-fünf Stunden. Aber er ist ein grosser Fan vom Einschlafstillen, trinkt um 23.00 noch mal und so ab vier in der früh ist es fast ein dauernuckeln... Mich stört das nicht, ich schlaf dabei wieder ein, aber wie soll das werden, wenn er mit Papabär alleine ist? Sollte ich mir ne Pumpe zulegen und nen Vorrat für nachts anlegen? Muss die Mumie dann nachts erwärmt werden oder reicht's wenn sie abends aus dem Kühlschrank mit ins Schlafzimmer genommen wird? Muss ich auf der Arbeit nachts dann abpumpen um die Produktion aufrechtzuerhalten? Weiß nicht wie ich es angehen soll und schieb es vor mir her *verdrängt* hach, menno...[emoji25] Kann mir jemand weiterhelfen, berichten das alles gut wird, Tipps etc pp... Vielen Dank fürs durchlesen!
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FuFu
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von FuFu »

Nur kurz: Ich bin keine Fachfrau und ich kann gerade nicht sehen, wie alt sein Kind ist.

Im allgemeinen machen die Beikostreifen Kinder das recht problemlos mit. Ich habe nach acht Monaten wieder Vollzeit angefangen. Erst mit Stillpause mittags. Nach vier bis sechs Wochen ohne.
Unsere Tochter hat dann einfach mehr beim Papa gegessen. Das war sehr deutlich, wenn ich da war hat sie viel gestillt und etwas weniger gegessen.
Ich habe zwar keinen Schichtdienst, aber wenn ich abends mal weg war, ging es immer gut mit Papa, sogar mit Oma. Auch als ich noch gestillt habe.
Und in zwei Monaten passiert auch noch so viel! Klappt schon! [emoji3]

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
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Klein-FuFu Dez. 2012
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Kirschquark
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Kirschquark »

ich schreibe demnächst noch was sinnvolleres, jetz muss nach dem Nachtdienst erst mal schlafen... ich habe nach sieben Monaten wieder angefangen im Dreischichtsystem, Kind ist jetzt gut 2, wir stillen "immer noch", zum Beispiel gerade eben noch...
LG
Hannah
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Bärchenbeuteltier
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Bärchenbeuteltier »

Danke für die Ermutigungen, der Kleine Bär ist jetzt 10 Monate alt. also dann ein Jahr wenn's wieder losgeht. Tagsüber seh ich das auch so, das wird schon, nur die Nächte machen mir echt sorgen, und falls es sinnvoll wäre nen abgepumpten Vorrat anzulegen, sollt ich mich damit wohl mal langsam auseinander setzen... Ach ja, toller Weise ist er auch noch so ein Kandidat, der anfängt zu beißen, wenn er zb nen Schnabelbecher hatte, kriegt dementsprechend nur Wasser ausm Becherle und mit den ersten Zähnen hat er sich auch "abgeschnullert"...
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Bärchenbeuteltier
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Bärchenbeuteltier »

Hallo!
Ich schubs nochmal.
Meine Hauptfrage ist, ob ich für die Nächte einen Pumpvorrat anlegen sollte und während den Nachtdiensten abpumpen sollte.
Er kommt nachts noch Ca. 4-6mal.
Hab mal gehört, das nächtliche Stillen sei maßgeblich, für die Aufrechterhaltung der Milchproduktion, stimmt das oder ist das nur ein Mythos? Bin Ca 12h weg.
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tania
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von tania »

das naechtliche stillen ist dehalb wichtig, weil viele kinder in dem alter tagsueber nicht konzentriert stillen, sondern anderes zu tun haben. zudem ist nachts der prolaktinspiegel hoeher und die milch fliesst leichter. bei euch wird dein kind aber tagsueber stillen, er war ja dann die nacht ohne dich.

abpumpen oder ausstreichen wirst du sicherlich mindestens einmal machen muessen, zumindest die ersten tage. es kann sein, dass sich dein koerper schnell auf die lange stillpause einstellt, kann sein, dass du noch fuer ein paar wochen die brust etwas entleeren musst.

ob dein kind nachts muttermilch noch braucht, weil es hunger hat, muesst ihr ausprobieren. ein vorrat an muttermilch ist auf jeden fall sinnvoll.

@mumi aus dem kuehlschrank mit ins schlafzimmer nehmen: frisch gewonnene mumi kann sowieso einige stunden bei zimmertemperatur aufbewahrt werden.

Zimmertemperatur 25°C: 4-6 Stunden
Zimmertemperatur 19-22°C: 10 Stunden
Zimmertemperatur 15°C: 24 Stunden
Kühlschrank (nicht Tür) Temperatur unklar: 3 Tage
Kühlschrank (nicht Tür) 0-4°C garantiert: 5 (max. 8 ) Tage
Tiefkühlgerät -19°C : 6 Monate und länger

es kann natuerlich sein, dass wasser ausreicht fuer dein kind.

und insgesamt: 2 monate sind laaaang, es veraendert sich noch eine menge. und die beiden werden eigene wege finden. mit dem buggy um den esstisch kurven, viel tragen oder einfach - durchschlafen :shock: (das natuerlich nicht, wenn du zu hause bist ;-)).
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Kirschquark
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Kirschquark »

wie oben schon geschrieben: Meine kleine Tochter war sieben Monate als ich wieder Vollzeit im Dreischichtsystem arbeiten gegangen bin. Der Gatte blieb derweil zu Hause (Elternezit), fütterte stillfreundlich MuMi und manchmal auch Pre und irgendwann nur noch Wasser (in der Nacht).
Die beiden haben ihre ganz eigenen Routinen entwickelt, so wie der Gatte und die Große das auch schon gemacht hatten. Und da ich ja wirklich nicht greifbar war, gabs irgendwie auch weniger Probleme. Weil eben Stillen einfach nicht möglich war.
Und wenn ich da war bzw. bin, dann wird eben gestillt.
Geplante Pumppausen hatte ich nicht, ich hatte aber die Handpumpe im Spind und habe gelegentlich ausgestrichen, die Milch aber immer verworfen bzw. gar nicht erst sauber aufgefangen. Mir ging es da um die Entlastung der Brust, nicht um das Gewinnen der MuMi.
Und wenn ich die Pumppausen gefordert hätte, wäre ich unter´s MuSchG gefallen, d. h. kein Nachtdienst, Arbeiten nur von 6-20 Uhr usw. Und nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten Geburtstag wäre ich da bei meinen KollegInnen auf totales Unverständnis gestoßen.
LG
Hannah
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Bärchenbeuteltier
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Bärchenbeuteltier »

Danke für die ausführlichen Antworten!
Ihr habt recht, in zwei Monaten tut sich echt viel, aktuell leider grad zum schlechteren. Der Bär ist eigentlich ein Recht zufriedenes Baby stets gewesen. Seit zwei Wochen ist Anziehen und Wickeln die pure Tortur, er will am liebsten nur nackt durch die Gegend krabbeln[emoji51]
Und er lässt sich von Papabär grad kaum beruhigen, wenn er müde ist geht nur Mama, gestern nach ner halben Stunde zunehmendem Weinen in der TH aufgegeben, zu mir ins Bett, angedockt, zwei Minuten später geschlafen...[emoji45] Das kann ja was werden...
Aber vielleicht ist ja nur n Schub / Phase *ohm*...
Sicherheitshalber dann wohl doch n Vorrat, er trinkt noch nicht wirklich gut, blubberspielt mehr und Schnabelbecher ist ja zwecks beißen nogo...
Pumppausen brauch ich ned direkt, es findet sich meistens mal ne ruhige Zeit, wir sind Doppelnachtwachen und bei Notfällen müsst ich so oder so unterbrechen... Dann sollt ich mich jetzt wohl um ne gut transportable Pumpe kümmern...
Vielen lieben Dank noch mal und ich bin dann schon auf die erste Nacht gespannt, wenn er dann durchgeschlafen hat und ich mich komplett unnötig kirre gemacht hab...[emoji1]
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tania
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von tania »

schau dir doch mal von hand ausstreich videos auf you tube an. weil die auf arbeit gewonnene milch muesste dann ja gekuehlt und gekuehtl transportiert werden usw, also ist es am ende - auch wenn ihr milch brauchen solltet - oft einfacher, zu hause parallel zum stillen abzupumpen und auf arbeit nur auszustreichen. zum ueben ist uebrigens mal unter der heissen dusche probieren ganz praktisch :D
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Bärchenbeuteltier
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Re: Wiedereinstieg in Schichtdienst und Stillen nach Bedarf

Beitrag von Bärchenbeuteltier »

Das Kühlen wäre jetzt nicht das Probleme, hm höchstens ich vergesse sie dann im Kühlschrank, aber wie ich meine Kollegen kenn, alles was nicht beschriftet ist, wird weggespachtelt, wäre abends nichts mehr da[emoji28]
Nur wie kann mein Mann nachts stillfreundlich unseren Dauernuckler zufüttern, das wird noch spannend.
Ausstreichen hat bei mir selbst mit praller Brust unter der Dusche nie funktioniert, mag ich auf Arbeit aber auch ned machen, dann lieber ne kleine Pumpe, denke ich.
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